Frage von xLucviminda, 135

Wie viel Unterhalt bekomme ich (18 Jahre) von meinen Eltern?

Guten Tag! Seit dem 27.12.2015 bin ich volljährig und ich besuche die 11. Klasse eines Gymnasiums. Ich habe vor, auszuziehen, da sich die Schule zu weit von dem Elternhaus befindet und ich finde, dass ich nicht genügend Unterhalt bekomme, da ich kein Taschengeld bekomme. Ich hatte bis zum 24.12. einen Minijob. Von dem verdientem Geld habe ich mir meine Klamotten und Freizeitaktivitäten (Kino, Essen gehen(5-10 Euro)) gezahlt. Außerdem verlangen meine Eltern, dass ich jetzt Benzingeld zahle, aber von welchem Geld? Ich fühle mich ungerecht behandelt und möchte deswegen in eine WG ziehen. Hier wäre die Warmmiete ca 300 Euro und sie befindet sich in Nähe meiner Schule. (Ca 5 Minuten mit dem Fahrrad) Deswegen jetzt meine Frage: Wenn ich ausziehe, steht mir das Kindergeld von 195 Euro zu. Aber jetzt habe ich gelesen, dass mir meine Eltern Unterhalt zahlen müssen und zwar bis zu einem bestimmten Betrag. Wie hoch wäre dieser Betrag? Wichtig zu erwähnen ist: Ich wohne bei meinem Vater und meinen 2 Schwestern bei meiner Oma. Meine Mutter wohnt in Holland. Mein Vater ist Ende Februar Arbeitslos und meine Mutter ist Putzfrau.

Ich danke Euch im voraus für Eure Antworten.

Antwort
von Fortuna1234, 61

Hi,

ich finde das Jammern auf hohem Niveau. Du bist 18 und damit volljährig. Mir wäre es peinlich gewesen mit 18 noch Taschengeld zu bekommen. Ich hab mit 14 angefangen zu jobben und hab da mein Kinobesuche, Essen gehen selbst bezahlt. Mit 18 hab ich 2 Jobs neben dem Abi gemacht und hab mir davon Geld für den Führerschein bezahlt und meine Disko, Piercing, Kino, Ausflüge, Reisen, Besuche selbst bezahlt.

Mit 18 nicht (mehr) zu jobben war deine Entscheidung. Such dir doch was neues und dann hast du auch wieder Geld.

Taschengeld mit 18 ist echt ultraopeinlich find ich.

Deine Eltern scheinen nicht leistungsfähig zu sein. Du könntest also Bafög bekommen (wenn es ein anerkannter Grund ist der zum Auszug führt) und bekommst dann max. 465€. Du willst aber davon eine Miete 300€ bezahlen (Strom ca. 50€ ist immer extra). Wie du siehst hast du zu hohe Erwartungen für ein "ich verdiene selbst nicht, will aber dies und das haben".

Wenn deine Eltern nicht zahlen können, können sie nicht zahlen. Einem nackten Mann kann man nicht in die Tasche greifen.

Wenn du also ausziehen willst:

Kindergeld und 450€ Job. Davon dann ein nettes kleines WG-Zimmer für max. 200€ und leben auf kleinem Fuß und das wars.

Antwort
von DFgen, 42

Du bist volljährig und somit zuerst einmal allein für deinen Lebensunterhalt zuständig. 

Zwar hättest du zumindest bis zum Ende deiner Schulzeit noch einen Anspruch an deine Eltern, aber nur....

  • wenn diese überhaupt "leistungsfähig" dir gegenüber wären, also entsprechend viel verdienen würden.
  • Aber selbst dann könnte der Vater dir seinen Anteil am Gesamtunterhalt weiterhin in Form von Verpflegung und Unterkunft stellen und dazu auch weiterhin das Kindergeld verwenden, solange du noch bei ihm wohnen könntest. (Anspruch auf Taschengeld hättest du nicht, auch müsste dir kein Geld für Benzin o.ä.... zur Verfügung gestellt werden.)
  • Es müsste also ggf. erst einmal festgestellt werden, ob der Weg zur Schule tatsächlich "unzumutbar lang" für dich ist....
  • Würde das nicht zutreffen und du trotzdem ausziehen, so bräuchte der Vater lediglich das Kindergeld an dich weiter reichen.

Sollte tatsächlich ein triftiger Grund für deinen Auszug gegeben sein, ....

  • so läge dein "unterhaltsrechtlicher Bedarf" dann bei insgesamt 735 Euro, einschließlich Kindergeld und möglichem eigenen Einkommen.
  • Du hättest dann ggf. zwar einen Unterhaltsanspruch von 545 Euro (735 - 190 Euro Kindergeld) an beide Eltern zusammen, aber da du nach deinem Auszug nicht mehr als "privilegiert" gelten würdest, hätten beide dir gegenüber einen Selbstbehalt von 1300 Euro... und die Unterhalte deiner minderjährigen Geschwister hätten erstmal Vorrang vor deinen....
  • Da deine Eltern dann vermutlich nicht "leistungsfähig" dir gegenüber wären, könntest du ggf. BAföG beanspruchen.
Antwort
von beangato, 50

Zieh lieber nicht aus. Du kannst zu Hause wohnen - das ist schon Unterhalt. Und da Deine Eltern so gut wie kein Einkommen haben, können sie eh nicht zahlen.

Wenn Du ein Fahrrad hast, kannst Du doch damit zur Schule fahren.

Kommentar von xLucviminda ,

Ich kann aber schlecht 45 Minuten mit dem Fahrrad zur Schule fahren.. Vor allem im Winter.. 

Kommentar von beangato ,

Fahr halt mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Antwort
von turnmami, 50

Wenn du freiwillig ausziehst, hast du NULL Unterhaltsanspruch. Dann musst du dir deine Wohnung mit einem Nebenjob eben selber finanzieren. Zahlen müssten deine Eltern nur, wenn sie dich rauswerfen. Ziehst du freiwillig aus, bekommst du gar nichts! Ungerecht behandelt fühlen ist auch kein Grund um vom Staat Hilfen zu bekommen. Somit: entweder zuhause bleiben oder selber bezahlen...

Ich finde es auch echt unverschämt hier Unterhalt zu wollen. Vater arbeitslos, Mutter Putzfrau, noch Geschwister. Von was sollen deine Eltern noch Taschengeld oder dir eine Wohnung bezahlen?? Such dir nen Nebenjob und hilf deinen Eltern finanziell. Das wäre besser.

Antwort
von petrapetra64, 41

Grundsätzlich sind dir deine Eltern natürlich zu Unterhalt verpflichtet bis zum Ende einer Ausbildung. Nur gibt es da 2 Probleme. Wenn sie dir eine Unterkunft anbieten und innerhalb von 2 Stunden eine Schule erreichbar ist mit deinem Bildungsabschluss, dann brauchen sie keine Wohnung zu zahlen.

Und dann, dein Vater ist arbeitslos und hat weitere Unterhaltsverpflichtungen und deine Mutter Putzfrau, das hört sich sehr danach, als wenn beide nicht leistungsfähig sind (kein Einkommen über dem Selbstbehalt) und dann gibt es auch keinen Unterhalt.

Und vom Staat gäbe es nur Schüler-Bafög, aber die können ablehnen, wenn der Auszug nicht notwenig ist. Dann bliebe dir nur das Kindergeld.

Sonst bliebe dir nur einen Nebenjob und Kindergeld. Im Höchstfall würde dir 670 Euro zustehen, da gehen schon 300 ab an Miete, dann Klamotten, Freizeit, Nahrungsmittel, Strom, Versicherungen, Fahrradreparaturen usw. Da würde dir auch kein Taschengeld mehr bleiben.

Mache besser die Schule noch fertig und such dir eine Ausbildungsstelle, dann kannst du ausziehen.

Antwort
von Lumpazi77, 60

Lass das mit dem Ausziehen. Bei dieser Kostellation wird wohl kein Unterhalt für Dich herausspringen. Mache erst das Abi und dann sieht man weiter !

Kommentar von xLucviminda ,

Kriegt man da denn auch keine Hilfe vom Staat? 

Kommentar von Lumpazi77 ,

ein klares NEIN, weil es keinen anerkannt wichtigen Grund gibt

Kommentar von turnmami ,

Hilfe vom Staat gibt es bei massiver körperlicher Misshandlung. Bei denen Unwohlfühlproblemen zahlt die Allgemeinheit dein Privatvergnügen eigene Wohnung NICHT!!

Antwort
von Akka2323, 39

Da wirst Du nichts kriegen. Dein Vater muss Deinem Auszug nicht zustimmen. Und wenn er kein Geld hat, muss er auch nicht zahlen und das Amt zahlt Dir nichts.

Antwort
von SirJohn, 64

Deine Eltern sind bis zur Vollendung deiner ersten Ausbildung unterhaltspflichtig, max. bis zur Vollenendung deines 27. Lebensjahres. Eine Wohnung müssen Sie dir aber nur zahlen, wenn Sie dich nicht bei ihnen wohnen lassen. Da das offenbar nicht der Fall ist, sehe ich da rechtlich keine Möglichkeit.

Kommentar von xLucviminda ,

Doch, dies ist auch der Fall. Sie sehen mich als eine Last und wären sogar froh, wenn ich ausziehen würde! Aber natürlich nur, wenn sie kein Geld dafür zahlen müssen.

Kommentar von SirJohn ,

nachdem ich den Rest deiner Antwort gelesen habe, verstehe ich das einführende "Doch" nicht. Wenn sie dich rauswerfen, müssen sie zahlen. Wenn nicht, nicht (dafür).

Antwort
von Otilie1, 59

lass dich da mal beim sozialamt beraten was möglich ist

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