Frage von DerDanda1, 131

Wie viel Stunden Arbeit pro Woche wäre euch ein Einstiegsgehalt von ca 55k€ p.a. und ca 80-90k€ p.a. nach 3 Jahren wert?

Also wieviel Stunden in der Woche würdet ihr maximal dafür arbeiten wollen und was fändet ihr vielleicht angemessen?
Ob man Spaß an der Arbeit hat soll hier keine Rolle spielen

Antwort
von toomuchtrouble, 37

Freiwillige Überstunden gerade bei Berufseinsteigern zeichnen in der Regel Dummköpfe und Angsthasen aus, die auch in der Kaffeeküche permanent von ihren Nachtsitzungen und anderen Formen von Masse statt Klasse faseln.

Gegenüber noch hohleren Köpfen wird natürlich ein Wettbewerb hochgeschaukelt, der sich in vielfach obszön hohen Überstundenkonten äußert, wenn die Leute nicht eh' Klauseln in ihrem Arbeitsvertrag haben, die den "Karōshi" voraussetzen.

Leider habe ich in meinem langen Arbeitsleben nur selten die Spezies angetroffen, die meine Haltung zu diesem Thema teilt: Wenn Du eine Überstunde machst, solltest Du noch eine dranhängen, um darüber nachzudenken, warum diese nötig war. Der Spruch kam übrigens immer ganz gut in Bewerbungsgesprächen.

Trotzdem signalisieren Deine Eckdaten mit einem für Hochschulabgänger doch recht hohen Enstiegsgehalt, dass hier von Schmerzensgeld die Rede ist und 60 Stunden als Minimum erwartet werden, sonst überlebst Du das erste Halbjahresgespräch in keinem Fall, selbst wenn Du in der Kernarbeitszeit mehr leistest als die Überstundenzombies.

Antwort
von apachy, 18

Nun die Frage ist wie viel WIR dafür arbeiten würden. Und für die meisten von uns spielt wahrscheinlich der Spaß an der Arbeit eine wesentliche Rolle.

Kaum einer von uns verdient auch nur ein Tausendstel eines Bill Gates, trotzdem wird der gute nicht auf die doppelte Lebenszeit von uns kommen. Die wichtigste Währung ist damit Lebenszeit und das wird sich auch nicht so schnell ändern.

Macht mir der Job Spaß und ich mach etwas, dass ich quasi auch ohne Bezahlung machen würde, dann sind 70-100 Stunden kein Beinbruch in jungen Jahren, wenn man keine Familie hat und genug Freundschaften innerhalb des beruflichen Umfeldes.

Wenn man eine Familie gründen will und die Freundschaften eher außerhalb der Arbeit pflegt ist das natürlich was anderes. Auch wenn man keinen Spaß an der Arbeit hat, denn dann bleibt dir keine Zeit um etwas in deinem Leben zu machen, was dir Spaß macht.

Online teures Spielzeug bestellen sorgt auf Dauer sicher nicht für dein Glück. Von daher wäre im ersten Fall auch eine sehr hohe Stundenzahl angemessen. Wenn mir das ganze kein Spaß macht, dann würde ich es auf 40-50 Stunden begrenzen, damit ich Zeit hab mich davon zu erholen und irgendwas in meiner Freizeit machen kann, was mir Spaß macht, wo ich Erfüllung finde und einen Sinn sehe, ansonsten kann ich mir auch gleich einen Strick nehmen.

Ansonsten solltest du bedenken, dass dein Gehalt mit 55k p.a. bei 55 Stunden eben auch nicht höher ist, als das von jemanden der 40k p.a. bei 40 Stunden kriegt. Wenn wir z.B. davon ausgehen, dass euch beiden die Arbeit kein Spaß macht, dann hat er noch mehr von seinen Leben und steht besser da.

Antwort
von Akka2323, 60

Bei diesen Gehältern gibt es in der Regel keine vorgeschriebenen Wochenstunden. Da arbeitet man so lange, wie es nötig ist, auch an Wochenenden oder zu Haus. Überstundenausgleich gibt es auch nicht.

Kommentar von Marbuel ,

Da kenne ich genug andere Beispiele.

Antwort
von kevin1905, 26


Also wieviel Stunden in der Woche würdet ihr maximal dafür arbeiten wollen und was fändet ihr vielleicht angemessen?

10 bis 15 maximal pro Woche.

Antwort
von SmartTim98, 65

Wenn wir die Volljuristen im ÖD mal rausnehmen hört sich das nach einem leicht überdurchschnittlichen BWL-Job an. 45-75 Stunden sind da normal. Es gibt also eine große Spannweite. Über 60 Stunden würde ich persönlich dafür nicht dauerhaft gehen wollen.

Antwort
von KeinName2606, 40

Nicht mehr als 38,5h  denn das ist meine Normalarbeitszeit. Klar komm ich mal drüber, aber dann auch wieder drunter also ist es in Ordnung. 55K pro Jahr (brutto) sind kein außergewöhnliches Gehalt. Für 80K würde ich auch nicht mehr arbeiten (werde ich auch nicht weil das ein durchaus realistisches Gehalt ist wenn man Personalverantwortung hat.)

Kommentar von toomuchtrouble ,


55K pro Jahr (brutto) sind kein außergewöhnliches Gehalt.

Als Einstiegsgehalt für die üblichen BWL-Bacheloretten sind 55K schon ziemlich ungewöhnlich, um es ganz vorsichtig auszudrücken.


https://www.staufenbiel.de/ratgeber-service/gehalt/gehaltstabellen/gehalt-bwl-ab...


Kommentar von KeinName2606 ,

Tja bei BWL Wird das nichts, ist auch klar. Ich hab eben was technisches studiert und während dem Studium begonnen zu arbeiten. Zuerst als Werkstudent (ca. 20 Stunden), und irgendwann dann eben als normaler Angestellter 38,5 Stunden. Da hatte ich meine 55K locker, obwohl das Studium noch nicht beendet war (aber fast).

Antwort
von Marbuel, 8

Je höher du kommst, um so normaler ist es, dass man nicht nach 40 Stunden heimgeht. Eine 50 h Woche ist da nichts außergewöhnliches. Du musst selbst wissen, was für dich zumutbar ist. Ich würde nicht jede Woche Überstunden machen wollen. Aber ich hab auch keine 90k und bin auch nicht in der Führungsebene.

Antwort
von wfwbinder, 37

Im Beratungsbereich reden wir da von mindestens 60 Wochenstunden.

Antwort
von DieTemplerin, 45

Also ich würde da schon 50h/Woche arbeiten...

Antwort
von Merlin19, 48

Kommt auf den Job an. In Führungspositionen kann man für das zweite schon 50-60h arbeiten und für das erste auch etwas über 40.

Antwort
von meini77, 43

Ob man Spaß an der Arbeit hat soll hier keine Rolle spielen

aber genau das ist das Ausschlaggebende!

Davon abgesehen, daß die von Dir genannten 55' als Einstiegsgehalt eher utopisch sind - ich habe derzeit ein Gehalt in diesem Dreh (mit 20 Jahren Berufserfahrung) und eine Arbeitszeit von i.d.R. 10 Stunden, während der "Saison" 12-14 Stunden.

Da mir der Job einen Riesenspaß macht, ist das völlig in Ordnung.

Müsste ich etwas tun, was mich z.B. langweilt/unterfordert/mir keinen Spaß macht, würde ich wesentlich mehr fordern - egal, wie die Arbeitszeiten sind.

Kommentar von DerDanda1 ,

Wenn ich schreibe dass es keine Rolle spielen soll ob einem der Beruf Spaß macht dann meine ich das auch so
Was gibt's dagegen anzureden?

Das heißt weder dass es für mich keine Rolle spielt, noch dass ich gerade auf Jobsuche bin
Bei bestimmten Gehältern sind jedoch bestimmte Arbeitszeiten verbunden, die der Arbeitgeber vorgibt, der sich sicher nicht daran orientiert ob der Job Spaß macht

Kommentar von user8787 ,

Naja, bis fast 70 in einem Job zu stecken den man nicht mag kann dem Ego und der Lebensqualität mächtig zusetzen.

Gehst du seelisch / körperlich daran kaputt interessiert das niemanden. 

Aber....es ist dein Leben. :o) 

Kommentar von meini77 ,

ebendst - mit einem Job, bei dem Du 100'000 im Jahr verdienst, aber nicht glücklich bist, kannst Du so viel oder so wenig arbeiten, wie Du willst. Du wirst eben nicht glücklich.

Es ist ein Trugschluss, daß Geld glücklich macht - letztendlich ist es dann nur noch ein Schmerzensgeld.

Antwort
von LeCux, 50

55k Einstiegsgehalt? In welchem Bereich bitte?

Das sind meist leitende Posten mit massig Überstunden, 50 Stunden kommen da schnell zusammen.

Kommentar von DerDanda1 ,

Durchschnittsgehalt eines BWL Studiums (an einer bestimmten Uni)

Kommentar von LeCux ,

Die Uni beschäftigt aber die wenigsten Absolventen. Das sind geschätzt 30 Euro Stundenlohn, das ist viel. Bekommen unsere BWLer nicht.

Kommentar von SmartTim98 ,

Es sind wohl eher Absolventen einer bestimmten Hochschule gemeint ;)

Kommentar von DerDanda1 ,

Ja an einer bestimmten Hochschule/ Uni für BWL ist das das Durchschnittsgehalt

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