Frage von blubb94, 119

Wie viel Schmerzensgeld ist angemessen (Verkehrsunfall)?

Guten Tag zusammen, vor einigen Tagen hatte ich einen Autounfall. Ich komme am eine eines Staus auf der Autobahn zum stehen, doch mein Hintermann reagiert nicht und fährt mir ungebremst auf. Durch den Aufprall werde ich in meinen Vordermann gestoßen, sodass alle Airbags auslösen. Ich hatte besonders viel Glück, da ich in einem größeren Transporter unterwegs war...

Diagnose: Schleudertrauma, Schädelhirntrauma, Prellung im Bein und Arm sowie Reizung der Augen und Lunge durch die Airbag-Gase.

Folgen: Starke Einschränkung der Beweglichkeit seit nun mehr einer Woche, Starke Schmerzen in Nacken, Kopf, Rücken und Extremitäten, sowie tränende Augen und starker Reizhusten. Durch die starken Schmerzmittel die ich verabreicht bekomme, ist mir das Autofahren für mindestens 2 weitere Wochen untersagt. Ich lag 3 Tage im Krankenhaus und habe nun mit Physiotherapie und begleitende Untersuchungen bei Chirurgen circa 12 Termine pro Woche über einen Zeitraum von circa 3 Wochen.

Nun habe ich das soweit zum Anwalt gegeben. Könnt Ihr einen groben Richtwert abgeben mit wie viel Schmerzensgeld ich rechnen kann?

Besten Dank vorab

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Versicherung, 81

Es gibt keinen wirklich verbindlichen Schmerzensgeldkatalog.

Eine Entscheidung über Schmerzensgeld ist grundsätzlich eine Einzelfallentscheidung. Keine zwei Menschen sind wirklich gleich. Also ist auch jede Verletzung individuell.

Du kannst nur mit einem Anwalt eine Klage einreichen.

Fall ein Richter merkt, dass du hier nur möglichst viel Geld heraus holen willst, wird die Klage ganz schnell abgewiesen

Kommentar von blubb94 ,

Das ist klar, aber die o.g. Beschwerden habe ich mir nicht ausgedacht... Ums Geld geht es mir definitiv nicht! Aber interessieren tut es mich doch

Kommentar von DerHans ,

Eine Klage würde sowieso erst angenommen, wenn die akute Heilbehandlung abgeschlossen ist.

Kommentar von fusselchen70 ,

Wieso gleich über eine Klage sprechen? Erst einmal wird sein Anwalt doch sicher Forderungen an den Versicherer des Unfallverursachers stellen und denen kann diese auch ohne Verfahren nachkommen...

Kommentar von blubb94 ,

genauso wurde es mir auch erklärt. Zunächst einmal kontaktiert der  Anwalt die Versicherung des Verursachers. Die werden dann einen "Vorschlag" unterbreiten welche Höhe des Schmerzensgeldes angemessen ist. Sollten wir das ablehnen, dann geht es vor Gericht mit Gutachten etc.

Kommentar von fusselchen70 ,

Dein Anwalt kann schon im ersten Schreiben eine Forderung stellen. Man muss da nicht darauf warten, was die Versicherung anbietet.

Antwort
von kevin1905, 39

Die Frage stellt man seinem Rechtsanwalt in Kooperation mit einem Arzt bzw. Gutachter.

Antwort
von Jacki1711, 75

ich hatte mal nur nen Auffahrunfall, also der andere war natürlich schuld. Wir waren beide nur 20 km/h schnell oder so und ich hatte nur ein Schleudertrauma und musste eine Halskrause tragen für einige Tage, habe damals 210 Euro oder so was bekommen

Antwort
von Apolon, 34

 Nun habe ich das soweit zum Anwalt gegeben.

Dann hast du alles richtig gemacht und musst deine Fragen deinem Anwalt stellen. Richtwerte für Schmerzensgeld gibt es nicht.

Antwort
von Chefelektriker, 59

Das kann Dir evtl. Dein Anwalt sagen, aber nicht wir.

Antwort
von siggibayr, 19

Anhaltspunkte über die Höhe von Schmerzensgeld gibt es unter:

http://www.rechtsanwalt-lattorf.de/Schmerzensgeldtabelle.html

Antwort
von thomsue, 51

Da gibt es im Internet Tabellen zur Bestimmung - mal Googeln

Kommentar von blubb94 ,

Habe ich auch schon versucht, aber ich habe mehrere gefunden, die sich leider widersprechen. Daher halte ich das nicht für plausibel

Kommentar von thomsue ,

Es ist eh eine Empfehlung- aber schon ein Richtwert

Kommentar von thomsue ,

Lieber höher reingehen

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