Man spricht ja immer davon das Menschen sich immer wieder aufrappeln können. Aber wie viel seelischen Schmerz kann ein Mensch aushalten??? Nein,ich brauche keine Therapie,interessiert mich nur mal.

Es heißt, man bekäme nie mehr aufgeladen, als man bewältigen kann... und bisher kann ich es bestätigen. Selbst an dem Punkt, wo ich lieber tot als lebendig gewesen wäre, reichte die Kraft um wieder aufzustehen.

Unterschiedlich, jeder Mensch hat seine eigenen Methoden seelischen Schmerz zu ertragen. Hab aber die Erfahrung gemacht, je mehr man unterdrückt desto größer ist dann der Einbruch.

Ich denke nicht dass man dies sagen kann.
Schmerz ist zu einen immer ein subjektives Gefühl, keiner kann objektiv sagen wie stark ein Schmerz wirklich ist.
Und das gilt für physischen und aber auch für psychischen Schmerz.
Außerdem denke ich, kann man den seelischen Schmerz nicht losgelöst aus der Biografie sehen, für den einen Menschen bedeutet eine Trennung den größten Schmerz...weil dadurch gleichzeitig alte Wunden wieder aufgerissen werden, der andere kann über eine Trennung einfach hinweg gehen.
Also wieviel Schmerz jemand aushallten kann, ist sehr unterschiedlich und von vielen Faktoren abhängig.
Noona am 5. Februar 2009 20:02 Schau bei 'Angel' - man bekommt nicht mehr aufgebürdet als man ertragen kann. Nur merken tut man das immer erst später!

Das ist wirklich unterschiedlich. Manche können nicht mehr, wenn sie ein paar Probleme mit dem Ehepartner haben. Andere sind aus der Hölle geflohen und sind immer noch optimistisch, was die Zukunft bringt.
Schwabenmaus am 4. Februar 2009 00:07 lach...haste vergessen!
kaesbrot am 4. Februar 2009 00:09 Oh wow, jetzt hast du dich geoutet :))
Aber meine Frage wurde immer noch nicht beantwortet, "Frau Studentin" :))

Bestimmt weniger als gewisse Menschen einem zuzufügen im Stande sind...

Ziemlich viel. Meine Eltern haben nacheinander 4 kleine Kinder verloren und einiges Andere dazu. Sie haben es "überstanden". Allerdings hinterläßt jeder Schlag trotzdem üble Narben. Man wird es nie wieder los.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ein Mensch viel aushalten kann. Bin aber der Meinung, dass es von Mensch zu Mensch varieren wird.

Ich glaube, das kann nur Jemand beschreiben, der schon mal bis an die für ihn absolute Schmerzgrenze gebracht wurde.

Manch einer erträgt viel. Andere bekommen schon bei einer vermeintlichen "Kleinigkeit" einen Nervenzusammenbruch. Jeder wird seine Grenzen irgendwann kennenlernen. Und dann stellt er fest, er ist weit belastbarer, als er je zuvor geglaubt hat. Gute Frage, habe ich mir jetzt erstmal auf den Merkzettel gesetzt.

manche mehr manche weniger, denke mal kann man nie genau sagen. Halt Seelisch bedingt :)
Schon klar,aber bricht irgendwann jeder Mensch ein? Oder kann man alles schaffen?
JensBond am 3. Februar 2009 23:57 Kannst nicht alles schaffen.
BlondAndBlue am 3. Februar 2009 23:59 ja, aber was bleibt einem denn?! man muss damit umgehen können!! da kann man nix zunähen oder gipsen

ich glaube nicht dass man das quantitativ nennen kann

das ist wohl sehr individuell!
Von Mensch zu Mensch verschieden!
Das ist aber ein Körperlicher Schmerz der wieder weg geht. Seelische bleiben meistens

es kommt auf den menschen an... wie stark sie sind und wo sie ihre schwachstellen sind... jeder nimmt ein bestimmtes erlebnis anders war und verträgt es auch anders

Kommt auf die Erfahrungen in welchem Bereich an und wie es jeder einzelne auffasst.
Manchmal vertrage ich eine menge und manchmal ist eine Kleinigkeit ausreichend um zu denken die Welt stürzt ein
Irgendwann bricht jeder zusammen - ob man sich wieder aufrappelt ist die Frage, und dafür braucht man einen Grund - etwas oder jemanden für den man stark sein will wenn man es für sich selbst nicht mehr kann.
Ich glaube, dann kommt man immer wieder irgendwie auf die Füße. Aber eben nicht ohne diesen speziellen Grund.
Wolpertinger am 4. Februar 2009 00:03 Man sollte für niemand anderen stark sein wollen, sondern nur für sich selber.
Wenn man für jemand anders z.B. weiter lebt, macht man sich von diesen Menschen abhängig und wenn dieser Mensch aus irgend einen Grund irgend wann nicht mehr zu einen gehört, bricht wieder eine Leben zusammen.
ich meinte damit nicht, dass man sich dauerhaft von jemandem abhängig machen sollte. Aber wenn man einen Punkt im Leben erreicht, an dem man einfach nicht mehr NUR für sich selbst weitermachen kann, ist es ja wohl besser, die Kraft für jemand anderen aufzubringen und so wieder auf die Beine zu kommen. Wenn man sich wieder gefangen hat ist es auch wieder einfacher die Kraft für sich selbst zu finden.
Das wollte ich damit sagen.
Wolpertinger am 4. Februar 2009 00:10 ja so habe ich es verstanden, ich finde es trotzdem nicht richtig.
Den so etwas zeigt ja auch immer etwas von dem eigenen Beziehungsmuster und eine Abhängigkeit von empfinde ich nie als gesund.
Was soll dann deiner Meinung nach jemand tun der von sich aus nicht mehr weitermachen KANN? Der wirklich die Grenze seiner Belastbarkeit erreicht hat und dem sein eigenes Dasein selbst nichts mehr bedeutet? Von der Brücke springen? Tut mir leid, da finde ich es besser wenn man für Familie, Freunde etc weitermacht als komplett aufzugeben.
Wolpertinger am 4. Februar 2009 01:25 Für sich selber weiter machen, das soll so jemand tun.
Alles andere Ändert nichts an der Dynamik und so ist die Gefahr sehr hoch dass dieser Mensch nach Kurz oder lang wieder am Ende seiner Belastung stößt.
Ihm ist also nicht geholfen.
Zu dem glaube ich, das jeder Mensch das recht auf Suizid hat und wenn ein Mensch zu dem Entschluss kommt, dass er nicht mehr Leben will, ist das für mich ok.
Da werde ich ihn nicht von abhalten können, sondern nur dieser Mensch wird sich dagegen entscheiden können.

Das kommt doch darauf an, wie der einzelne gestrickt ist. Wie er belastbar, sein Nervenkostüm beschaffen ist. Ich denke, das ist viel zu individuell, als dass man das so pauschal beantworten könnte.
Es gibt Menschen die extremes erlebt haben...und es geschafft haben wieder ein glückliches Leben zu leben. Andere haben weniger schreckliche Erlebnisse durchlebt und wollen sich umbringen.. Es kommt glaub drauf an wie der seelische Schmerz verarbeitet wird- ohne das sich eine Krankheit entwickelt .. Wobei man auch betonen sollte: Seele Geist und Körper bilden eine Einheit. Körperliche Ursachen können auch einen seelischen Schmerz auslösen.

Ein Freund von mir hat sich heute in die Psychiatrie einweisen lassen. Er ist Mitte 40, erfolgreicher Ingenieur, Hausbesitzer, (also finanziell nicht belastet), mit großem Freundeskreis und viel Freizeit. Mit psychischen Krankheiten hatte er bisher nie zu tun. Seit Monaten fühlt er sich nun zusehends schlechter- gestern lies er sich eine Einweisung ausstellen. - Er wird sich Dir nicht eindeutig erklären können, aber er wird Dir einfach sagen daß er diese seelischen Schmerzen nicht mehr aushält. Soviel dazu...
...DH einfach nur. "Meine" Worte. ;-)
DH - so ist es! Und dass auch das alles seine Guten Seiten hatte, merkt man halt immer erst lange Zeit später. Dann kann man sogar für das Erlebte dankbar sein. LG!
Da hast du recht Noona! Meine schlimmsten Zeiten waren die größten Lehrmeister und ohne diese Zeiten wäre ich heute nicht die, die ich bin.