Frage von Imnatreu,

Wie viel Quecksilber wird eigentlich auf der ganzen Welt verschüttet

z.B. durch zerbrochene Energiesparlampen...

Antwort von TalaPran,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

meines Wissen ist das Quecksilber gebunden im Material. Es muss als Sondermüll entsorgt werden.

Aber es kann nicht verschüttet werden.

Kommentar von TalaPran,

ich hab vertiefend nachgelesen.

Die Quecksilberdampflampe ist eine Gasentladungslampe mit Quecksilberdampffüllung. Zusätzlich zum Quecksilber enthält auch ein Edelgas (meist Argon).

Energiesparlampen enthalten wie alle Leuchtstofflampen (d.h. auch "Neonröhren") Quecksilber. Und zwar etwa 2-3 Milligramm, maximal zulässig sind 5 Milligramm. Also etwa zwei bis drei Tausendstel der Menge, die früher in einem Fieberthermometer enthalten war.

Billige Sparlampen enthalten diese Menge in Form von flüssigem Quecksilber. Bessere verwenden ein Amalgam, d.h. eine Metalllegierung. Vorteil dieser Modelle: Bei Zerbrechen der Lampe entweicht das Quecksilber nicht, es ist im Amalgam gebunden.

Entscheidend ist aber weniger, wieviel Quecksilber eine Energiesparlampe enthält, sondern wie viel sie insgesamt im Vergleich mit einer Glühlampe in die Umwelt emittiert. Denn die hauptsächlichen Umweltbelastungen durch Lampen entstehen nicht in Herstellung oder Entsorgung, sondern im Betrieb.

Im deutschen Strommix hat Braun- und Steinkohle einen Anteil von ca. 50 Prozent. Bei der Kohleverstromung wird Quecksilber freigesetzt. Das führt dazu, dass eine Glühlampe durch ihren sehr viel höheren Stromverbrauch etwa zehn mal so viel Quecksilberemissionen bewirkt wie eine Energiesparlampe. Sogar wenn die Energiesparlampe nicht korrekt entsorgt wird, ist ihre Quecksilberbilanz besser als die der Glühlampe.

Kommentar von forenzentrum,

Hallo TalaPran,

ich glaube Dir gerne, daß "global" durch den höheren Energieverbrauch einer Glühlampe mehr Quecksilber freigesetzt wird, als durch jede noch so giftige Energiesparlampe.

Bei aller globalen Verantwortung ist mir hier allerdings das Hemd näher als die Hose: Will heißen, ich nehme lieber in Kauf, daß 10 Milligramm durch den Schornstein eines Kraftwerks in die Umwelt gelangen, als daß auch nur 1 Milligramm einer beispielsweise von meinem zappeligen Sohn zerbrochenen Sparlampe zu Hause austritt und dann von ihm eingeatmet werden könnte. Quecksilber ist nämlich für Kindergehirne anscheinend das reinste Intelligenz-Gift.

Allerdings: Diese Zwickmühle stellt sich inzwischen gar nicht mehr,seit ich beispielsweise "corn led" per eBay direkt aus China importieren kann für beispielsweise 11 Euro für eine 18-Watt Lampe, die etwa so hell ist wie 40 Watt Energiesparlampen. Hält länger, verkraftet besser häufige Einschaltvorgänge, spart mehr Energie und enthält kein Quecksilber.

"Warm white" gibt übrigens angenehmeres Licht, vergleichbar zu Glühlampen, auch wenn die Lichtausbeute minimal schlechter ist als cold white. Besser als mit Sparlampe oder gar Glühlampe ist die Ausbeute allemal.

Ich kaufe schon lange keine Sparlampen mehr, nur noch LED. Meine Vorräte will ich aber noch aufbrauchen - nur nicht gerade im Kinderzimmer.

Mfg. Günter Dantrimont

Antwort von mineralixx,

Das Quecksilber befindet sich in den Lampen in (allerdings giftigen) Verbindungen, nicht frei als flüssiges Quecksilber. Der größte Anteil an Hg, das unkontrolliert in die Umwelt kommt, stammt aus Goldwäschereien in der 3. Welt, wo es zum Amalgamieren benutzt wurde - das sind jährlich so um die 50 Tonnen.

Antwort von hattu53,

Das knnst Du nur selbst errechnen, denn keiner kennt Deine Annahmen.

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