Frage von ToniKim, 78

Wie viel Mal pro Tag haben einfache Menschen im Mittelalter gegessen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Geschichte, 26

Im Grunde aßen auch die Menschen im Mittelalter die uns bekannten drei Grundmahlzeiten: Frühstück, Mittag- und Abendessen.

Außerdem haben auch im Mittelalter die Menschen zusätzliche kleine Zwischenmahlzeiten zu sich genommen, wenn sie Hunger hatten.

Der Mainzer Erzbischof Berthold von Henneberg (1441/2-1504) stellte für die Leute, die in seinen Diensten standen, einen Speiseplan für die Grundmahlzeiten auf:

  • Frühstück: eine Suppe mit Brot;
  • Zwischen-/Mittagsmahlzeit: eine reichhaltige Suppe, Fleisch und Gemüse, einen halben Krug Wein;
  • Abendmahlzeit: eine reichhaltige Suppe oder Fleisch und Brot.

Quelle: Edith Ennen: Frauen im Mittelalter. 6. Aufl. 1993.

MfG

Arnold

Antwort
von Vivibirne, 41

Wie oft? Ich denke das hing davon ab wie reich man war. Die könige aßen solang bis sie brechen mussten und aßen dann weiter. Die armen bekamen brot und karotten. Ich denke reich aß 3-5 mal am tag deftig, arm 1-3 mal

Antwort
von Klaraaha, 25

Die einfachen Leute haben angeblich am Morgen die Hauptmahlzeit eingenommen. War wohl wichtig um fit für den Arbeitstag zu sein. Das war meist irgendein Brei, evtl. Hirse oder so und meist alle Familienmitglieder mit dem Löffel aus einem Topf.. Dazwischen haben die sicherlich auch mal was gegessen, und die Wohlhabenden konnten ja essen was, wann und wieviel sie wollten. Bei manchen blieb es eben bei einer Mahlzeit am Tag.

Antwort
von voayager, 6

Eines mal vorweg, ich habe erfahren, das im Mittelalter der Fleischkonsum in etwa soch hoch war wie jetzt in Deutschland. Ausgenomen sind hiebei Kriegszeiten im eigenen Land, Seuchen, Ernteausfälle und Brände in den Städten. (regionale Unterversorgung) Ausgenommen sind natürlich Bettler, Knechte und Handlanger sowie hörige Kleinbauern.

Wie oft die Menschen tgl. aßen ist mir indes unbekannt.

Antwort
von Ruenbezahl, 15

Wichtig ist nicht so sehr wie oft, sondern was die einfachen Menschen (wer ist damit eigentlich gemeint?) gegessen haben. In den Gebieten der heutigen Bundesrepublik Deutschland, in denen sehr lange Leibeigenschaft herrschte, haben die Menschen wohl drei Mal am Tag gegessen, aber fast immer nur Brei und Gemüse. Hingegen ist die Leibeigenschaft z. B. in Tirol schon 1420 endgültig abgeschafft worden, die freien Bauern hatten ihre eigene Fleischproduktion (Schweine) und aßen drei bis vier Mal am Tag, und zwar Frühstück, Halbmittag (Vormas), Mittag, eventuell Nachmittag (Marende), Abend, und zwar außer Brennsuppe und Mus auch Speck, Würste, Wild usw. 

Antwort
von 1900minga, 23

2-3 mal wahrscheinlich.
War aber dann meistens etwas selbst angebautes und sehr monoton

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