Frage von tommygilbert, 90

Wie viel "Komfort" sollte man als durch Krieg Vetriebener verlangen?

Hallo, derzeit ist das Thema Flüchtlingspolitik ziemlich aktuell, da keimen schon mal einige (FALSCHE!) Gerüchte auf (deren Wohnungen seien Luxus, sie haben die neuesten Smartphones usw.) In den (womöglich hetzerischen) Kommentaren, war aber öfters zu lesen, dass die Flüchtlinge nur fordern würden. Ein (seltenes), extremes Negativ-Beispiel war z.B. eine Attacke auf einen Heimleiter durch Nigerianerinnen, die durch ein Gerücht aufbracht worden sind (jeder erhalte ein eigenes Haus, was nicht der Fall ist). Es stimmt zwar, dass es viele Probleme gibt (Platzmangel, schlechte Heimbewohner, die Ärger bereiten usw.), aber schlussendlich sind sie in Europa vor dem Tod in Sicherheit. In Deutschland erhält jeder ein kleines Taschengeld neben der Grundversorgung, das Geld ist nicht bedeutend viel, aber dennoch was, was "übrig" bleibt, damit man es z.B. seiner Familie schicken kann. Da ist es doch bloß logisch, dass viele den Zugang nach Deutschland fordern, statt in den anderen sicheren, aber noch unkomfortableren Ländern zu bleiben. Aber reicht es eigentlich aus, wenn man den Krieg überlebt und weiterleben kann, versorgt mit Essen, Wasser und Sicherheit vor dem Tod? Ist etwa die Belastung in einer schlechten Unterkunft schlimmer als der Krieg selbst? Zwar ist tiefe Demut in unserer heutigen Zeit für jeden SEHR unvorteilhaft, aber wäre es hier bei einem Gastgeberland angebracht? (Nur um klar zu stellen: ich persönlich würde immer fordern, wenn ich mich schlecht behandelt fühle. Ob das richtig ist, weiß ich nicht) Danke schon im Voraus für Antworten

MfG

tommygilbert

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von bikerin99, 36

Die Menschen, die hierher flüchten haben ein völlig anderes Bild als die Realität. Ebenso wie die Europäer nach Amerika, in den Goldenen Westen, ausgewandert sind, wie vom Tellerwäscher zum Millionär. Oder schaue einmal die TV Sendungen "Ausgewandert" oder so ähnlich, wie blind die Deutschen ihr Glück in anderen Ländern versuchen und oft Schiffbruch erleiden.
Die Flüchtlinge haben meist eine Odysee hinter sich, möglicherweise auch traumatische Erlebnisse und nur mehr das Bedürfnis nach Ruhe, Frieden. Solche Massenunterkünfte mit kaum Aufgaben und Warten belasten dann zusätzlich, schnell tauchen die Konflikte auf.
Ich erwarte mir keine Demut, sondern einen respektvollen Umgang von den Flüchtlingen.
Ich will nicht wissen, wie es mir in einer ähnlichen Situation ginge und wie ich reagieren würde.

Antwort
von Spuky7, 55

Viele der Flüchtlinge wohnen in Massenunterkünften, und das über Jahre. Verlangen geht in Deutschland gar nicht, nur bitten. Manche fahren sogar wieder in ihr Heimatland, weil sie hier nicht genug zu essen bekommen. Sprachkurse gibt es auch erst nach Jahren. 

Kommentar von tommygilbert ,

Verlangen geht derzeit überhaupt nicht, jede Kritik/Forderung wird von Rechten ausgebeutet und bekräftigt deren Bild vom "gierigen" Flüchtling.

Antwort
von atzef, 52

Erbärmlich, wie du hier latent den rassistisch motiiverten Ausländerhass auch noch sozialneidisch begründen willst...

Kommentar von tommygilbert ,

Es war ein Versuch die yahoo Punkt de Kommentare in "milderer" Form wiederzuspiegeln und deren Angemessenheit heraus zu finden ...Hat geklappt ^^

Antwort
von kenibora, 49

Lese Tageszeitungen, sehe oder höre Nachrichten....alle und jedermann fordert doch nur.... (vom Steuerzahler!) aber woher jede Forderung kommen und finanziert werden soll....diese Lösung hat niemand. Meine Eltern, als Deutsche, mussten nach dem 2. Weltkkrieg auch flüchten, konnten sogar die deutsche Sprache, wurden aber auch nicht mit offenen Armen hier aufgenommen... Was und warum soll sich denn etwas ändern?

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