Frage von jjone91, 105

wie viel kann ich wirklich absetzen?

Wie viel kann ich bei 42.000 Euro Jahresnettokaltmiete an Zinsen von dem Immoblienkredit absetzen? Im Internet steht überall man kann es in voller Höhe absetzen..aber nach was richtet sich die Absetzhöhe? zu den 42.000Euro kommt nochmal ein Durchschnittliches Arbeitergehalt., sodass man bei einem Einkommenbrutto von fast 70.000Euro ist.

Sagen wir ich hab einen Kredit von 500.000Euro auf 4,9% könnte ich dann die kompletten 24.500Euro Zinsen absetzen von der Steuer?? ne oder?

Das war jetzt nur ein Beispiel...natürlich liegen die Zinsen für ein Kredit..bei 1.7% bis 2%

Kennt sich da wer aus und könnte mir vll eine hilfreiche antwort diesbezüglich geben? Oder kann man das nur ein Steuerberater sagen?

Antwort
von kevin1905, 38

Zinsen für ein Immobiliendarlehen, sind Werbungskosten, wenn die Immobilie der Einkommenserzielung dient. Ferner kannst du 2% des Kaufpreises jährlich abschreiben, über 50 Jahre.

Die Jahresnettokaltmiete interessiert erstmal nur bedingt. Entscheidend ist die Bruttomiete, die dir zufließt. Davon abgezogen werden alle Kosten, die mit der Immobilie in Zusammenhang stehen. Das was übrig bleibt nennt sich Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung.

Die Einkünfte aus V+V werden mit dem Arbeitseinkommen abzgl. der Werbungskosten zur Summe der Einkünfte addiert.

Antwort
von Steuerbaer, 51

Vermietest Du die Immobilie oder erzielst in sonstiger Form damit Einkünfte? Falls nein - dann sind auch keine Finanzierungskosten bei der Steuererklärung anrechenbar.

Wenn du das Gebäude vermietest sind die Zinsen als Werbungskosten im Rahmen der Einkünfte aus Vermietung absetzbar. Es gibt hierbei keinen Maximalbetrag, entscheidend ist der Zeitpunkt des Ablusses (Ausnahme: 10-Tages-Regel). Wenn das Gebäude gemischt genutzt wird, dann sind die Kosten entsprechend dem Nutzungsverhältnis anteilig als Werbungskosten abzugsfähig.

Kommentar von jjone91 ,

Das Haus ist vollvermietet.. Also könnte ich die kompletten Zinnraten gelten machen ? Und würde diese erstattet bekommen ?

Kommentar von lesterb42 ,

Die Zinsen mindern in voller Höhe deine Einkünfte aus der Vermietung. Das bedeutet, dass du nicht 42.000 sondern nur 20.000 versteuern musst. Die Zinsen bekommst du nicht in voller Höhe erstattet, sondern musst die Steuern, die du für 22.000 € Mieteinnahmen gezahlt hättest nicht zahlen.
Das wären ca. 4.000 €.

Alles nur sehr grobe Angaben. Genau erfährst du das aus deinem Steuerbescheid.

Antwort
von JoachimWeigler, 39

Also wenn du den Kredit nicht als Privatperson aufnimmst sondern z.B. zur Unternehmens Investition in eine Immobilie dann kannst du Ihn zu 100% Absetzen. Es kommt nicht auf deine Steuerklasse, Einkommen oder anderes darauf an.

Zusätzlich kannst du noch Betriebs und Instandhaltungskosten absetzen usw.

Kommentar von jjone91 ,

Also kann ich das einfach gelten machen und bekomm das zurückerstattet ? Ich will es als Privatperson vermieten , also zur gewinnerzielung also könnt ich es ohne Probleme absetzen ?

Kommentar von JoachimWeigler ,

Nein als Privatperson nicht wenn du den Kredit für Gewerbezwecke aufnimmst geht es schon. So ein Gewerbeschein kostet 25 € und 1 Stunde Zeitaufwand.
Unten ist eine Tabelle mit den Bundesländern und den Kosten
http://www.gruenderlexikon.de/checkliste/gruenden/gewerbeanmeldung/gewerbeanmeldung-kosten/ 
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Antwort
von authumbla, 42

Ja, die kompletten tatsächlich gezahlten Zinsen, sofern es kein Wucherzins ist. Bei üblichen Bankzinsen sollte es keine Probleme geben.

Kommentar von jjone91 ,

Sagen wir ich hab 235.000€ auf 4,9% das wären im ersten Jahr 11.515€ Zinsen die könnt ich komplett absetzen ??? Richtet das sich nicht nach Einkommensteuerzahlungen?

Kommentar von authumbla ,

Du kannst 11515€ als Betriebskosten angeben, dazu kommen noch die Hauskosten ( Betriebskosten, Grundsteuer, Hausverwaltung,...) und dazu kommen noch die AfA, die meist mit 2% des Kaufpreises angesetzt wird ( abzüglich Grundstückskosten, nur das Gebäude).

Allerdings kommt die eingenommene Miete wieder darauf.

Die Summe, die sich dann ergibt, ist die Summe, die  Dein Einkommen mindern. Wenn Du aus angestellter Arbeit z.B. 80.000 € pro Jahr verdienst, wird diese Summe damit verrechnet.

Vielleicht bist Du dann bei 70000 €, die noch als zu versteuerndes Einkommen übrigbleiben.

Wenn die eingenommene Miete aber sehr hoch ist, könnte es sogar zu einer Erhöhung Deines Einkommens führen!

Kommentar von kevin1905 ,

Hast du Einkommensteuervorauszahlungen nach § 37 EStG leisten müssen?

Wenn nicht, gibt es nichts erstattet. Im Gegenteil hier riecht es ziemlich nach einer Nachzahlung.

Kommentar von authumbla ,

Das muss aber nicht unbedingt sein, denn es kann ja durch höhere abzugsfähige Ausgaben in dem Anrechnungsjahr und vielleicht Mietausfälle auf der anderen Seite zu einem Verlust gekommen sein.

Kommentar von kevin1905 ,

Es hängt eben davon ab, was als Ergebnis am Ende der Anlage V steht.

Ist der Wert am Ende fünfstellig positiv wird das eine Nachzahlung und das FA wird Vorauszahlungen für das Folgejahr festsetzen.

Kommentar von authumbla ,

Dann ja.

Antwort
von hilflos99, 21

man kann den Verlust absetzen oder muß den Gewinn versteuern und nicht einzelne Positionen. Einnahmen- Abschreibung-Zinsen-sonst Ausgaben, da aber bei den derzeitigen Zinsen <2% die Miete bei ca 4% liegt bleibt nicht viel Verlust zu übrig.

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