Frage von Isildur, 98

Wie viel ist genug, bzw. zu wenig?

Guten Abend,

mein Großer ist ein immerzu höchst motivierter Hund, egal um welche "Arbeit" es gerade geht. Pro Tag hat er pi mal Daumen ca. 5 Stunden "Ansprache", welche sich auf ca. 2,5 Stunden mitlaufen bei der Stallarbeit (Spielen mit anderem Hund, Weiden ablaufen, Wald abchecken), 2 Stunden Gassi gehen (beinhaltet das Übliche wie Laufen, Joggen, Radfahren, reiten, etc.) und ca. eine halbe Stunde sonstiges Geübe aufteilt. Wenn er in der Wohnung ist pennt er, töffelt mal hier mal da hin oder döst vor sich hin - insgesamt in der Wohnung sehr entspannt. An einem Tag am WE steht Training an (Flächensuche oder Trümmersuche). Er wirkt sehr zufrieden.

Wenn wir "arbeiten" sei es nun die Suche, Unterordnung oder Klickern ist er immer voll dabei und neigt dazu, alles allzu enthusiastisch anzugehen (zugegeben ich bin auch nicht gerade die tiefenentspannteste Person). Er freut sich wie Bolle, wenn er merkt das es "zur Sache" geht. (Egal, ob er merkt das ich den Klicker greife, meine Trainingsklotten anziehe oder sein Halsband greife). Nun bin ich nicht so der Trick -lern und Unterordnungs-Üb Fan. Er kann die nötigen Sachen und ein paar Spielereien und das wars. Manchmal frage ich mich, ob er gerne "noch mehr" Anspruch hätte - auf der anderen Seite überlege ich die andere Hälfte der Zeit, ob das nicht alles zu viel ist. Vor allem Klickern macht ihm Mega viel Spaß (mir überhaupt nicht).

Wie merkt man/ihr, ob "noch mehr" drin ist, bzw. ob der Hund gerne noch mehr machen würde, dann aber überdrehen würde? Die "klassischen" Unterfordert/Überfordertanzeichen hat er nicht (und ja, die kenne ich). Er ist ein gern gesehener Gast bei Freunden und wirklich anspruchslos im Umgang. Der Trainer ist zufrieden mit ihm, findet ihn für seine Rassemischung aber ungewöhnlich arbeitseifrig.

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 59

Ganz ehrlich? Dann würde ich überhaupt nichts ändern. :-)

Dein Hund hat mehr Ansprache als manch anderer, was absolut toll ist und ein riesiges Maß an Lebensqualität für ihn bedeutet. Genau deshalb ist er auch so ausgeglichen.

Wenn Du mehr machst, läufst Du Gefahr, daß er irgendwann auch mehr einfordert, falls Du aus irgend einem Grund dieses neue Pensum dann nicht mehr schaffst. Oder es kann passieren, daß er die Lust verliert und sich nicht mehr motivieren läßt.

So, wie es jetzt ist, hast Du noch Luft nach oben. Das heißt, wenn Ihr mal ein ganzes WE Rettungshundearbeit macht, fällt er danach auch nicht gleich tot um, weil er überfordert ist.

Was für eine Rassemischung ist es?

Kommentar von Isildur ,

Mama war Labrador/Dalmatiner; Papa irgendwas gestromtes (man vermutet vom Verhalten her evtl etwas mit Malinois)

Kommentar von Berni74 ,

Das ist bestimmt eine sportliche Mischung, cool :-)

Antwort
von Weisefrau, 42

Hallo, bei deinem Hund ist wirklich alles Super. 

Die Mischung ist vollkommen ausgewogen. Was der Hund in seinem verhalten auch spiegelt.

Antwort
von wotan0000, 30

Dein Hund wird Dir ganz deutlich zeigen, wenn er nicht mehr mag.

Meiner versucht mich beim Training einfach dumm stehen zu lassen (geht einfach weg).

Auf die letzte Einheit bestehe ich dann und lass es dann gut sein.

OK, mein Zwerg ist ja inzwischen ein alter Knacker und aus einem Ackergaul kann man kein Rennpferd machen. ;-)

Kommentar von Isildur ,

Deiner ist dafür einfach zu Vornehm ;-) Unser Familienhund hätte mir auch was gehustet, wenn ich mt ihm versucht hätte Prüfungsfuß einzüben - der Blick war göttlich

Kommentar von wotan0000 ,

Den Blick kann ich bei meinem ja gar nicht sehen. :-))) Guckt nur weg "ich seh Dich nicht - Du bist nicht da".

Kommentar von Isildur ,

Unser alter Herr hatte einen absolut vernichtenen Blick drauf: "Ich? Das machen? Nein!?"

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