Frage von Pudel999, 504

Wie viel Grundsteuer muss man im Schnitt bezahlen?

Hallo,

ich weiß das sich das Ganze nicht pauschal sagen lässt oder ähnliches.

Trotzdem würde ich hier gerne herausfinden, was die Menschen so an Grundsteuer bezahlen?

So könnte ich wenigstens einen Richtwert für meine Kalkulation der Nebenkosten erahnen.

Antwort
von wurzlsepp668, 486

die Grundsteuer ist abhängig vom Hebesatz der Gemeinde / Stadt

die Grundsteuer bemißt sich auch nach dem Einheitswertbescheid vom Finanzamt. Dieser ist abhängig von der Bauweise des Gebäudes und von der voraussichtlichen Jahresrohmiete ...

Somit:

ein Einfamilienhaus in München wird mehr Grundsteuer kosten als ein Einfamilienhaus in D-Stadt.

ein Einfamileinhaus wird weniger Grundsteuer kosten als ein Wohnblock .....

wie sollen hier Werte verglichen werden?

soll noch jeder die Bauart, das Alter und die Quadratmeter dazuschreiben?

Kommentar von Pudel999 ,

Und da ist mein Problem was ich habe...

ich habe natürlich keinen Einheitswert... 

Mein Plan ist mir durch Bekannte sowie hier zu erfragen wo man ungefähr hinkommt. 

Diese zahl setze ich dann um ein vielfaches höher an und habe dann einen Wert. 

Momentan gehen meine antworten von 70€ im Quartal bis 125€.

Das Grenzt die ganze Geschichte schon mal ein.

Antwort
von Mignon2, 467

Die Grundsteuer ist von Bundesland zu Bundesland und teilweise sogar von Kommune zu Kommune unterschiedlich. Rufe deine Kommune an und frage nach. Selbiges gilt für Grunderwerbsteuer beim Kauf einer Immobilie. Ich bin mir nicht sicher, welche Steuer und welche Kalkulation du meinst (Mietung/Vermietung oder Kauf/Verkauf?

Kommentar von Pudel999 ,

Grunderwerbssteuer ist klar. Den Satz kenne ich usw.

Ich möchte gerne Bauen. Deshalb erstelle ich mir vorab schon mal eine Auflistung wie viel Nebenkosten zu der Finanzierung anfallen.

Hier bin ich bei der Grundsteuer hängengeblieben.

Ich weiß natürlich nicht, was für einen Einheitswert ich mit meinem Grundstück haben werde.

Die anderen Sachen wie Hebel (400%) sind mir schon bekannt.

Deshalb wollte ich hier erfragen was andere Hausbesitzer ca. zahlen.

Damit ich wenigstens einen Wert habe.

Kommentar von Mignon2 ,

Erkundige dich bei deiner Gemeinde. Hier bekommst du nur Schätzungen, die aber völlig falsch sein können.

Kommentar von Pudel999 ,

Ok. Danke.

Dann ist es ja wirklich ne Überraschung wie viel man nachher bezahlen muss?

Kommentar von Mignon2 ,

Nein. Ich denke, deine Kommune kann dir einen Betrag von... bis angeben. Dann hast du wenigstens eine Orientierungshilfe.

Antwort
von Muetzenfaden, 413

also ich bin der Meinung, dass die Grundsteuer nicht für den Grund und Boden, also die Grundstücksgröße ermittelt wird (das wäre die Grunderwerbssteuer, die nur beim Kauf anfällt), sondern für die umbaute Immobilie einschließlich 1,5 cm Putz und umbauten Keller. Diese Größe nehmen die Versicherungen um den Wert der Immobilie zu ermitteln. -der umbaute Raum+1,5 cm Putz (Grundsteuer , der ermittelte umbaute Wert (LXBxH) mal dem Hebesatz der Gemeinde)

Garagen,Waschhäuser oder Nebengebäude werden pauschal bewertet

Diesen Unsinn mit der Grundstücksgröße habe ich sogar bei unserem Landratsamt von einem Mitarbeiter gehört.

Antwort
von Biberchen, 411

120,- € rund für anteilsmäßig für meine Wohnung.

Kommentar von Pudel999 ,

Hallo,

ist deine Angabe im Quartal? 

Kommentar von Mignon2 ,

Das ist eine Eigentumswohnung und kein Grundstück. Die Steuern sind völlig unterschiedlich beispielsweise in Großstädten oder auf dem Lande. Nimm die € 120 nicht als Richtwert für dich!

Kommentar von Pudel999 ,

ne ne werde ich nicht.

da mir die 120€ auch viel zu wenig sind...

Kommentar von Biberchen ,

nein pro Jahr. Steht so in der Nebenkostenabrechnung.

Antwort
von lesterb42, 416

Mit 200 €/Jahr bist du für deine Kalkulation gut aufgestellt. Freu dich, wenn es weniger wird.

Kommentar von Mignon2 ,

Das sehe ich vollkommen anders. Ich kenne ganz andere Grundsteuerbeträge. Die Grundsteuer in einer Großstadt ist beispielsweise viel höher als auf dem Lande.

Kommentar von lesterb42 ,

Der GF wird es ganz sicher wissen, wenn er den Grundsteuerbescheid der Kommune in der Hand hält. Für eine Kalkulation ist die Angabe in Ordnung, auch wenn andere Angaben nicht falsch sind.

Kommentar von Pudel999 ,

200 Euro im Jahr finde ich etwas wenig...

(Das Grundstück ist groß mit 2500 m² ) wobei nicht alle bebaubar ist.

Das warten auf den bescheid möchte ich ja "umgehen"... nicht das sie mir da eine Summe von 1500€ im Jahr auf den Tisch legen. In diesem Falle würde ich dann z.B. das Grundstück niemals kaufen.

Kommentar von Bakaroo1976 ,

200 EUR - aha. Diese Antwort ist völlig unqualifiziert, da unbegründet - da hätten Sie auch 2,00 EUR oder 2 Mio. EUR schreiben können.

Kommentar von lesterb42 ,

200 € sind nicht der endgültige in Stein gemeißelte Wert, sondern eine Größenordnung in der sich die Festsetzung bewegen wird. Die Frage war, wieviel Grundsteuer IM SCHNITT. 2 € oder 2 Mio sind sicher nicht der Schnitt.

Wenn jemand die Kosten für ein noch zu bauendes Haus kalkuliert und dabei die Grundsteuer mit berücksichtigt, darf man auch annehmen, das hier nicht nach der Villa von Dieter Bohlen gefragt wird. Gefragt wurde auch nicht nach dem letzlich festzusetzenden Betrag, sondern nach einer Größenordnung für eine Kalkulation.

Ob dies nun 150 € oder 300 € werden, kann für einen Hauseigentümer doch nicht die Bedeutung haben. Da sind dann doch ganz andere Summen in Spiel.

Ansonsten bist du gerne aufgerufen dir eine Zahl zu wählen, die den Schnitt besser abbildet.

@pudel999

Die Größe des Grundstücks wirkt sich bei der Grundsteuer, sofern es sich um ein Grundstück in den alten Bundesländern handelt, nur insoweit aus, als diese 1.500 m² übersteigt (§ 82 Abs. 2 Nr. 1 BewG). Handelt es sich bei dieser Fläche noch um unbebaubares Gartenland, bleibt der Zuschlag höchst überschaubar. Du kannst dir vom Verkäufer auch den Grundsteuerbescheid für das noch unbebaute Grundstück zeigen lassen.

Antwort
von CSchreiner, 329

Grundsteuer pro Jahr = Einheitswert * Grundsteuermessbetrag * Hebesatz

Beispiel:

Einheitswert des Einfamilienhauses inkl. Grundstück: 25.000 €

Grundsteuermessbetrag: 3,5 Promille von 350.000 € = 87,50 €

Hebesatz (Grundsteuer B) = 400 %

Jahresgrundsteuer: 350 €

Vierteljährliche Grundsteuer: 87,50 €

Wie der Einheitswert berechnet wird, steht im Bewertungsgesetz und den zugehörigen Verordnungen.

Im Vorfeld sich hier den Einheitswert und somit die Grundsteuer ausrechnen zu lassen, ist de fakto kaum möglich.

Eine gute Antwort findest du hier: http://www.finanzfrage.net/frage/welchen-einheitswert-hat-mein-haus

vg

C

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