Frage von SL298, 42

Wie viel Geld ist fair für alle Parteien?

Meiner Schwiegermutter gehört ein alter Bauernhof, worauf (mittlerweile) ein Zweifamilienhaus steht. Sie bewohnt den oberen Teil davon, wir den unteren. Der untere Teil war früher das Kinderzimmer meiner Frau und Ihres Bruders, mit einem 3 m2 Badezimmer und einer Miniküche. Vor 7 Jahren ist ihr Bruder aus- und ich eingezogen. Zunächst war das Ganze absolut in Ordnung für uns, allerdings war es nichts für die Dauer.

Nach 2 Jahren kam der nächste Schritt: Wir sprachen darüber, wie es künftig weitergehen könne. Grundsätzlich konnten wir uns damals vorstellen, die Immobilie irgendwann zu übernehmen. Zunächst, benötigten wir in diesem Falle aber deutlich mehr Wohnfläche um überhaupt auf Dauer dort wohnen zu bleiben. Damals trafen wir folgende Vereinbarung mit der Schwiegermutter: Da die Immobilie ihr gehört, haben wir keine Möglichkeit (und auch kein Interesse), einen Kredit auf unseren Namen aufzunehmen um den Wohnraum zu vergrößern. Also nahm sie damals einen Kredit in Höhe von 85.000 € auf, um ein richtiges Zweifamilienhaus aus der Immobilie zu machen. Mit diesem Geld haben wir ein 20 m2 Schlafzimmer, ein 10 m2 Badezimmer angebaut, zusätzlich eine Küche und ein Kinderzimmer aus dem vorhandenen Wohnraum durch neue Wände etc errichtet. Es wurden alle Bodenbeläge erneuert (hauptsächlich hochwertige Fliesen), eine ca 16m2 Terrasse vor dem Anbau wurde errichtet und auch der Keller wurde so umfunktioniert, dass dort ein Badezimmer errichtet, Fliesen gelegt und verputzt bzw gestrichen wurde. Da diese Dinge in erster Linie für uns investiert wurden, einigten wir uns damals darauf, dass es keine offizielle Miete, sondern wir dafür den Kredit abzahlen. Es gibt also weder einen Mietvertrag noch irgendetwas notariell Festgelegtes was uns zur Zahlung des Kredites verpflichtet. Theoretisch kann man also sagen, dass die Schwiegermutter einen Kredit aufgenommen hat, um uns als Mieter zu gewinnen. Normalerweise würde sie den Kredit abbezahlen und wir selbst würden dafür eine Miete an sie zahlen. Wir einigten uns wie gesagt darauf dass wir direkt den Kredit bezahlen. Somit investieren wir aktuell in das Vermögen der Schwiegermutter.

Jetzt ist folgender Fall eingetreten: Der Bauernhof ist generell recht groß, es gibt noch ein kleines Haus der Verstorbenen Großmutter, welches aber keinen großen Wert aufgrund von Renovierungsstau aufweist. Zudem gibt es noch ein Grundstück (im Garten), welches Bauland ist. Wir sind von unserem Vorhaben, das gesamte Areal irgendwann zu übernehmen, aufgrund von einigen in Zukunft anstehenden Renovierungen und div. anderen Dingen, abgerückt und hatten nun vor, das Grundstück zu bebauen.

Nun sprachen wir heute über unsere Vorstellungen und über die der Mutter meiner Frau. Das Grundstück hat einen Wert in Höhe von 60' €. Ich selbst hatte überlegt, dass wir uns notariell dazu verpflichten, den Kredit in Höhe von 85' € zu übern. Und dafür das Grundst. zu erhalten. Sie hätte dagegen gerne 85' für die Wohnung und 65' für das GS

Antwort
von wfwbinder, 8

Es wurde für 85 für Euch angebaut, das bezahlt ihr selbst. Also alles ok.

Alles andere gehört Euch nicht und Ihr möchtet es haben. Also müsst ihr es bezahlen. Auch die ersten zu kleinen Flächen, an die für Euch angebaut wurde.

Ich halte den Vorschlag der alten Dame für fair.

Antwort
von hilflos99, 8

das ist von Anfang an falsch gelaufen. Der Eigentümer zahlt die Renovierung/Erweiterung und den Kredit dafür. Der Bewohner zahlt Miete. Dann kann man auch beim Finanzamt was absetzen. Jetzt kommt es daraus an was mit der Wohnung geschehen soll. Am jemanden (Fremden) vermieten oder leerstehen lassen.  Im ersten Fall bekommt der die Wohnung und die Schulden, der mehr beim Finanzamt absetzen kann, dazu muß es aber offiziell ein 2 Familienhaus sein oder eine Eigentümergemeinschaft. Probleme gibt´s wenn die Wohnung leer bleiben soll

Antwort
von schelm1, 9

Na dann machen Sie das doch!

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