Wie viel Energie erhofft man sich mit einem Kernfusionskraftwerk erzeugen zu können - mehr oder weniger Energie wie ein mittelgroßes Atomkraftwerk?

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6 Antworten

Die Energiedichte bei der Kernfusion ist höher als die der Kernspaltung.

Die Energie bei der Reaktion von 1g Uran235 ist 22,65MWh

Die Energie bei der Raktion von 1g Deuterium Tritium Gemisch ist 90MWh.

Das sieht jetzt zunächst so aus als währe die Kernspaltung rentabler, wenn man aber bedenkt, dass Uran235 nur in sehr geringen Mengen vor kommt, sieht es da wieder anders aus.

Im Endeffekt bekommst du bei der Reaktion von Deuterium mit Tritium eine höhere Dichte als mit dem in Kernreaktoren verwendeten Uran.

Uran235 kann dahin gegehend auch nicht wirklich hergestellt werden, Tritium und Deuterium kann man durch Neutronenstrahlung aus normalen Wasserstoff erbrüten.

Das geht zB in Kernreaktoren, auch in solchen die zu wenig Energie für die Nutzung zur Energieerzeugung liefern.

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Kommentar von OlliBjoern
29.10.2016, 19:26

Ja. Und man muss bedenken, dass bei einem Störfall die Kernfusion wesentlich weniger Schaden anrichten würde als ein AKW vom Tschernobyl-Typ. Langlebige schwere Radionuklide können eine Gegend lange verseuchen.

Bei der Kernfusion würde aber nur Tritium als radioaktives Material austreten (nur beim Störfall), und das hat eine niedrige Halbwertszeit und ist auch insgesamt weniger schädlich.

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Kommentar von PeterKremsner
31.10.2016, 11:32

Da ist noch ein kleiner Fehler die Energieausbeute bei der Kernspaltung ist natürlich höher als die der Kernfusion.

In diesem Beispiel kommt bereits zu tragen, dass 1kg Uran235 weniger Atome enthält als 1kg Deuterium Tritium Gemisch.

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Im Moment gibt es ja nur Forschungsanlagen. Die Anlage ITER in Cadarache (Südfrankreich) soll mal 500 MW bringen, aber auch das ist nur für Untersuchungen gedacht (zudem ist die Anlage noch im Bau). Zum Vergleich: ein AKW (auch da gibt es sehr große Unterschiede) wie z.B. Grohnde (Niedersachsen) hat eine Nettoleistung von über 1300 MW.

Aber auch AKW haben mal klein angefangen, der Reaktor Obninsk 1 (damals noch in der Sowjetunion) hatte gerade mal 5 MW.

Und wenn es mal mit der Fusion rentabel werden sollte (was sie ja derzeit noch nicht ist), wird es nicht bei den 500 MW stehen bleiben, denke ich.

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Kommentar von surfenohneende
29.10.2016, 19:54

Aber auch AKW haben mal klein angefangen, der Reaktor Obninsk 1 (damals noch in der Sowjetunion) hatte gerade mal 5 MW.

Haben noch viel kleiner angefangen -> Forschungsreaktor EBR-I am 20. Dezember 1951 -> 1,2 MW thermisch = ~400 KW elektrisch )

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Eigentlich wurde alles schon kreuz und quer diskutiert - teilweise mit merkwürdigen Bemerkungen, wie die, man könne die "Größe" eines Kraftwerkes nicht in kW sondern nur mit kWh messen (das erste ist natürlich "richtiger", denn die von einem anderen vorgeschlagene Größe kWh pro Jahr hat (physikalisch) auch die Dimensin "Arbeit" also Watt oder welches Vielfache man davon gerade braucht). Das meiste wurde schon gesagt - am besten wohl in dem Beitrag von OlliBjoern. Trotzdem eine Ergänzung: Eine kontrolliierte und lang anhaltende Kernfusion ist immer noch tief im Versuchsstadium mit unklarer Zukunft - und da ist eine Hauptfrage: wer ist bereit, weitere "Forschungen" in Richtung "zivile Nutzung" zu finanzieren ? Dann kommt erst die Wirtschaftlichkeit /die mit der Machbarkeit eng verknüpft ist: Welche Größe ist wirtschaftlicher ? Generell gilt meist: je größer, desto billiger (relativ zum Erzeugten)  - aber da gibt es meist dann die technische Grenze (Bei den "Atomkraftwerken ist das auch die Machbarkeit der Turbinengröße). Aber das in Deutschland Wichtigste zu diesem Thema kam überhaupt nicht vor: Die politische Akzeptanz. Das fängt schon damit an, ob man überhaupt bereit ist, Forschung etc auf diesem Gebiet ernsthaft - d.h. mit nicht unbedeutenden Summen - zu finanzieren. Spätestens wenn man ein (kleines) Versuchskraftwerk von einigen MW Leistung - mit sicher Kosten um die Milliarde Euro herum - bauen könnte, kommen doch bestimmt Argumente wie: Eine Wasserstoffbombe (die militärische Variante von Kernfusion) ist x mal schlimmer als eine "normale" (Spaltungs-) bombe. Also ist ein Fussionskraftwerk auch viel gefährlicher als ein "Atomkraftwerk" - und die haben wir doch gerade abgeschafft. Oder glaubt jemand im Ernst, daß die komplizierten Fragen wie Inhalt an radioaktiven Substanzen (und noch komplizierter, deren Zerfallskonstanten), Entsorgung hier im Vergleich zu dort - von einem Wahlen bestimmenden Publikum fachgerecht diskutiert werden können ? Da geht es doch eher um "Gefühle" - und deshalb ist - gerade in Deutschland - die gestellte Frage sehr theoretisch - aber trotzdem danke dafür, daß sie gestellt wurde - da können Interessierte" das wenigstens andiskutieren. 

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Warum sollte man bei der Energieversorgungs-Planung mit der Kernfusion anders verfahren als mit der Kernspaltung? Man wird wohl auch hier zunächst kleine Versuchsreaktoren erproben und sich in der Kommerzialisierungs-Phase wie immer am jeweiligen regionalen Bedarf orientieren und an natürlichen Kühlungskapazitäten wie Flüsse oder Küsten. Zur Leistung von Kernreaktoren findest Du bei Wiki Auflistungen. Die haben im Prinzip nichts mit dem Reaktortyp zu tun.

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Kommentar von dompfeifer
30.10.2016, 15:36

Ich zitiere Dich von anderer Stelle:

"... ich möchte wissen, wie viel ein Kernfusionskraftwerk an Energie erzeugen könnte bzw. wie viel Energie man sich davon erhofft."

Wir haben Deine Frage durchaus verstanden, aber die ergibt wirklich keinen Sinn, darin hat Kaen011 recht! Du könntest genauso gut fragen, wie viel Wohnungen man sich von künftigen Hochhäusern "erhofft, erzeugen zu können" oder wie viel Computer man sich künftig "erhofft, erzeugen zu können". Du tust hier so, als seien das alles keine Fragen des Bedarfs und der wirtschaftlichen Planung, sondern der "Erzeugbarkeit" im Hinblick auf eine bestimmte Technologie! Die Technologie setzt doch der Produktion keine Grenzen!

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Ein Vielfaches der größten Atomkraftwerke. Nur leider funktioniert die Kernfusion bisher nicht.

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Deine Frage ist total blödsinnig. Zunächst einmal gibt es verschieden große Atomkraftwerke die je nachdem Strom erzeugen. Genauso würde man verscheidengroße Fusionskraftwerke bauen die je nachdem strom erzeugen.

Die Frage ist daher wieviel Strom erzeugt für dich ein "mittelgroßes Atomkraftwerk"? Weiterhin misst man Strom in Kilowattstunden und nicht in Kilowatt. 

Und wenn du dir denkst "wo ist der Unterschied?" Das ist etwa so als würdest du sagen "Wie schnell fährt das Auto Angaben bitte in Meter"


Villeicht solltest du dich mal grundliegend mit dem Thema beschäftigen damit du auch weißt was du wissen möchtest

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Kommentar von teletobbi
29.10.2016, 19:20

Anscheinend hast du meine Frage nicht verstanden. Hier geht es um die Kernfusion. Und ich möchte wissen, wie viel ein Kernfusionskraftwerk an Energie erzeugen könnte bzw. wie viel Energie man sich davon erhofft.

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