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Wie viel Angst habt ihr um eure Kinder?

gefragt von SoundfrauSoundfrau am 04.09.2008 um 17:44 Uhr

Eigentlich bin ich keine ängstliche Mama, von vielen anderen Müttern werde ich um meine Gelassenheit positiv beneidet. Meine Tochter (nicht ganz 2,5 J.) ist extrem sportlich, schnell, kräftig, geschickt, aber auch sehr risikofreudig - sie überschätzt sich aber nie.
TROTZDEM habe ich oft schreckliche, nahezu Splatterfilm-ähnliche Gedanken, überwiegend, wenn sie nicht mit mir, sondern Papa unterwegs ist.
Bitte um ehrliche Antworten: Habt ihr das auch? Oder bin ich diesbezüglich ein Fall für den Psychologen? NUR meine Schwester scheint das auch zu haben, andere haben sich mir noch nicht offenbart...

PS: Splatterfilm = blutiger Horrorfilm


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anonym
beantwortet von Lucille am 4. September 2008 17:56
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Ja mir ging/ geht das auch so. Aber man muß nicht immer was negatives darin sehen. Zum Beispiel macht Angst wachsam und man bedenkt manche Situation kritischer. Vielen Kindern scheint der Überlebensinstinkt geradezu verlohren gegangen zu sein. Die turnen auf der Straße rum und brüllen ,,sollen die doch ausweichen oder anhalten" --- Aber es gibt natürlich auch krankhafte Angst. Da söllte man sich mal einen Terapeuten anvertrauen, eventuell hatte man ja mal schreckliche Erlebnisse die man nicht ausreichend verarbeitet hat.

Kommentar von Lucille am 4. September 2008 17:59

Ach so, klar ist deine Angst wenn du keinen Einfluß auf dein Kind hast größer. Eben weil du es nicht persönlich schützen kannst.

Kommentar von 53fb6b45c448bec1af26704478490421smallSoundfrau am 4. September 2008 18:01

Wir Geschwister haben recht früh beide Elternteile durch Krankheit verloren. Da war zwar nichts blutiges dran, aber könnte natürlich diese extreme Verlustangst erklären.
Ich denke, ich hole mir tatsächlich mal professionellen Rat.


regideur
beantwortet von regideur am 4. September 2008 17:46
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Ich glaube das geht jeder Mutter so. Vor allen in Situationen wo sie nicht selber eingreifen kann.


fabienne1997
beantwortet von fabienne1997 am 4. September 2008 17:47
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ich habe auch oft Angst...aber nicht in Form von Horrorfilmen. Wenn mein Sohn schnell rennt, denke ich immer...gleich fliegt er--male mir in dem Moment aus was das zur Folge hat und bremse ihn aus... das ist ganz normal!!!

Kommentar von Simple_avatar8smallchinesign am 6. September 2008 09:18

ist bei mir genauso


Draschomat
beantwortet von Draschomat am 4. September 2008 17:51
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solche gedanken wie z.B. "Was wäre wenn mein mann mit meinem kind gegen baum fährt (zu schnell gefahren) und alles voller blut etc..." hat jeder einmal schätze ich (natülich kann es auch mama und bruder sein)...auf jeden fall muss man solche gedanken verhindern, am besten sowieso immer positiv eingestellt sein (nicht gegenüber allem, skepsis is auch oft ok^^ aber man sollte die dinge optimistischer sehen und einander mehr vertrauen (das fehlt in D hier sowieso -.-) hat man solche schlimmen (normal auch sinnlosen) gedanken sehr oft sollte man nicht so viele horrorfilme anschaun^^ ich wusste nicht, was ein splatterfilm ist, woher weißt du es^^ Fazit: positiv denken aber nichts unterschätzen und nicht naiv sein (nicht den mann mitm kind betrunken fahren lassen, da hört das positive auf, um bei meinem beispiel zu bleiben ;-))

Kommentar von 53fb6b45c448bec1af26704478490421smallSoundfrau am 4. September 2008 17:55

Ich habe früher ab und zu solche Horrorfilme geguckt, aber mit zunehmendem Alter kann ich die nicht mehr ertragen :)
Vetrauen ist sicher ein gutes Stichwort...


Marah
beantwortet von Marah am 4. September 2008 17:54
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Ich bin keine Mutter. Deswegen kann ich das nur aus meiner Position betrachten. Ich denke das man sich Sorgen macht ist normal aber wenn Du sagst die Vorstellungen sind so heftig...Sprich Reanktion ist normal, aber das Ausmaß vielleicht nicht. Bei einer kleinen Angststörung malt man sich solche Situation schonmal sehr splattermäßig aus. Wenn Du einen Leidensdruck empfindest, der über das "natürliche" Maß hinausgeht, kannst Du ja mal zu einem Psychologen gehen. Du wirst sicherlich nicht sofort mit Psychopharmak vollgepumpt aber man kann ja mal die Situation schildern und nach einer Profimeinung fragen.




Kommentar von 53fb6b45c448bec1af26704478490421smallSoundfrau am 4. September 2008 17:58

Ja, genau um die Intensität und Grausamkeit der Gedanken geht es mir. Wollte einfach hören, ob das hier jemand kennt. Ist sehr interessant, dass meine Schwester das ganz genauso erlebt wie ich - sonst habe ich das noch nie gehört.
Eine Profimeinung dazu wäre sicher nicht schlecht.


magda77
beantwortet von magda77 am 4. September 2008 17:49
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Ich habe zwar keine Kinder, aber ich denke Deine Ängste sind absolut normal! Wäre doch schlimm, wenn Du keinerlei Ängste hast und Dich es nicht jucken würde, wie wild es Deine Tochter treibt! Das spricht für eine gute Mutter. Vertraue in Deine Tochter und ihre Fähigkeiten, dann wird sie noch stärker (von der Persönlichkeit) Kannst ihr ja auch die Gefahren erklären, was passiert, wenn sie z.B. zu hoch schaukelt, zu waghalsig ist. Du bist nicht therapiebedürftig - würd ich mal so sagen!

Kommentar von 53fb6b45c448bec1af26704478490421smallSoundfrau am 4. September 2008 17:51

Natürlich hat JEDE Mutter Angst um ihre Kinder (Väter logischerweise auch...).
Ich wundere mich über die Grausamkeit meiner Gedanken.
Danke schonmal für eure Antworten :-)

Kommentar von A61b3756ced7ec69acac7ec824d98606smallmagda77 am 4. September 2008 17:55

Ich habe teilweise auch paranoide Gedanken um meine Freunde, normal-paranoid halt! Aus Deiner Frage war zu lesen, dass Du Angst hast, splatterfilm-mäßig. Ich weiß also nicht, inwiefern diese Gedanken Deine Alltag steuern... Wenn es extrem quälend ist, musst Du mal näher hinschauen. Glaube trotzdem, dass es für ne fürsorgliche Mutter normal ist!


pippi60
beantwortet von pippi60 am 4. September 2008 17:50
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Unsinn! Sei froh, dass Dein Kind so ist. In meiner Generation sind wir "draußen" groß geworden und sind auf Bäume geklettert und haben uns in einer Lehmgrube Höhlen gebaut. Gut, letzteres war sicher riskant, aber wenn Dein Kind fit ist, würde ich sie toben lassen. Heute gibt es Kinder, die bei der Einschulung nicht auf einem Bein stehen können und keinen Ball fangen können. Wenn sie durch die Turnhalle rennen sollen, dann können sie nicht stoppen sondern rennnen vor die Wand und brechen sich einen Arm! Das ist so wirklich mehrfach passiert. Deswegen rate ich Dir, beobachte die Kleine, behüte sie aber nicht zu sehr.

Kommentar von 53fb6b45c448bec1af26704478490421smallSoundfrau am 4. September 2008 17:52

Ich lasse sie - deswegen ist sie ja so fit. Meine Angst spielt sich nur in meinem Kopf ab, aber ich trage sie nicht nach außen.


anonym
beantwortet von Cedira am 4. September 2008 17:59
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Panik bekomme ich nicht, mir wird jedoch auch gelegentlich mulmig. Meist wissen die Kinder sehr gut was sie sich zumuten können und kleinere Unfälle werden immer mal passieren. Ich glaube das ging jedem in unserer Kindheit so und gehört dazu. Manchmal beneide ich Kinder für ihre Unbekümmertheit. Wird man mal erwachsen, bekommt man oft einen Tunnelblick ;)


RBMannheim
beantwortet von RBMannheim am 5. September 2008 09:01
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Wir haben immer Angst um unsere Kinder! Nicht vordergründig, sondern latent! Auch um die größeren. Unser Ältester ist 17. Nur sind da die Gründe andere! Aber ich finde Angst sehr wichtig! Ohne Angst hätte man auch keine Vorsicht und keinen Respekt, z.B. in Bezug auf Gefahren!


anonym
beantwortet von mariamutter am 6. September 2008 15:01
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Angst ja - aber keine "Splatterfilme"; manchmal habe ich auch Angst, mir würde etwas zustoßen, wenn die Kinder kurz (für ein paar Minuten) allein im Haus sind, und ich stelle mir vor, dass keiner das mitbekommen würde und wie sie reagieren würden.

Ich glaube schon, dass Deine Angst viel mit Deiner eigenen Erfahrung und Lebensgeschichte zu tun hat und würde mir professionell helfen lassen.


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