Wie versteht ihr dieses Zitat (Zeit)?

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3 Antworten

Ich wette, man könnte das "Zitat" auch umdrehen und man würde trotzdem fünf Pappnasen auf Gutefrage finden, die dazu ihren Senf hinzugeben müssten:

Clocks don't exist. Time does!

Probiert es, es geht! :-D

Der Reiz bei so einem Spruch liegt in seinem antithetischen Aufbau, der zu einem Paradox führt: jeder weiß, dass es Uhren gibt (genauso wie es Zeit gibt). Also versucht man, den Widerspruch aufzulösen. Da kein Autor und kein Kontext angegeben sind, kann man irgendwas erfinden und den Rahmen selbst gestalten.

Z.B.: Wer könnte so etwas sagen? Jemand, für den Uhren keine Bedeutung haben. Der im Jetzt lebt. Aber der natürlich dennoch von der Zeit eingeholt wird. Sinn/Sentenz:  Auch wenn man Uhren/Zeitplanung ignoriert, ist die Zeit doch alles bestimmend. Jede Kreatur ist der Zeit unterworfen.

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Ich vermute, dies ist kein wirkliches Zitat. Es ist einfach ein beliebter Spruch, der durch das Internet geistert. Seine Faszination liegt daran, sich vorzustellen, dass es Zeit nicht gäbe.

In der Elektronik- Musik ist es ein Topos (auch in Variation, z.B. "Time doesn't exist. Clocks do."). Aber hier brauchen die Musikstücke auch keinen Text, es geht darum, die Zeit in der Musik zu fühlen.

Time doesn't exist. Clocks exist. Time is just an agreed upon construct. we have taken distance (one rotation of the earth, and one orbit of the sun), divided it up into segments, then given those segments labels. While it has it's uses, we have been programmed to live our lives by this construct as if it were real. We have confused our shared construct with something that is tangible and thus have become it's slave.

Hier ginge die Intention dahin, sich und sein Leben nicht zu sehr von Uhren und Zeitplanung abhängig zu machen.

Oder so:

Time doesn’t exist. Clocks exist. Time is just an agreed upon construct. Future and past are concepts. There is no such thing as tomorrow and yesterday is gone. Time is always now. There is only present, only an eternal now.

Dann läge die Intention darin, in der Gegenwart zu leben.

Ganz anders bei M.Ende:

Calendars and clocks exist to measure time, but that signifies little because we all know that an hour can seem as eternity or pass in a flash, according to how we spend it."

Dann ginge die Betonung dahin, dass das persönliche Zeitempfinden relativ ist.

Auf ähnliche Weise kann man das sog. "Zitat" als freies Brainstorming in eine Internetplattform geben. Irgend so etwas wird dabei rauskommen. Aber es bleibt doch alles ziemlich flach und belanglos.   Gutefrage eben. ^^


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Das bezieht sich nur auf unsere objektive Zeit, die wir auf unseren Uhren ablesen. Diese existiert nicht und wurde von den Menschen erfunden um A nach B-Vorgänge messen zu können und ebenfalls auch zeitliche Vereinbarungen, sprich Verabredungen usw. einhalten zu können.

Die subjektive Zeit dagegen existiert allerdings. Der biologische Schrittmacher, der im Zwischenhirn sitzt, regelt "unsere innere Uhr". Sie ist emotionsabhängig. Aus diesem Grund kommt es uns im Wartezimmer immer so lang vor, wogegen das Knuddeln mit der Freundin uns immer nur extrem kurz erscheint.

STEVE HACKETT - "Clocks - The Angel Of Mons"

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Kommentar von TimeosciIlator
11.01.2016, 23:50

Ich bitte die 5 Negativ-Bewerter mir mitzuteilen, inwiefern sie mit meiner Antwort nicht einverstanden sind. Vielleicht ist ja wenigstens einer dabei, der genügend Schneid besitzt seine "kühne" Tat auch mit Worten belegen zu wollen. Vielen Dank ! :)

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