Frage von Brokerino, 71

Wie Verstehe ich diese Schlussformel im Arbeitszeugnis?

Habe die Ausbildung auf eigenen Wunsch abgebrochen, weil ich jetzt anfange zu studieren. War ohne groß Töne zu spucken der beste Auszubildende dieses Jahrgangs (Bankkaufmann)

Ist diese Schlussformel angebracht im Arbeitszeugnis?

"Wir danken ihm für die gute und angenehme Zusammenarbeit während der Ausbildung. Für seine berufliche und persönliche Zukunft wünschen wir ihm alles Gute und weiterhin Erfolg."

Bitte nur fachkundiges Wissen nach Leistungs & Verhaltensbeurteilungen in Arbeitszeugnissen.

Und danke jetzt schonmal!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Everklever, 22

Ein Arbeits- oder Ausbildungszeugnis lässt sich nur dann wirklich bewerten, wenn es komplett, Wort für Wort, von der Überschrift bis zum Datum, vorliegt, hier natürlich in anonymisierter Form.

Überall, aber auch wirklich überall, können Hinweise für den sachkundigen Leser enthalten sein, die der Bewertung eine ganz andere Richtung geben als vermutet. Das gilt auch für (vermeintliche) Rechtschreib- und Zeichenfehler.

Somit kann ein herausgerissener Teil nicht wirklich einer Bewertung zugeführt werden.

Dennoch, mit allem Vorbehalt und weil du drauf erpicht bist:

Als besonders strahlendes Licht bist du nicht aufgefallen und deine Erfolge und Fortschritte hielten sich in Grenzen. Man sieht dein Ausscheiden nicht als Verlust an und wünscht dir, dass du anderen Orts zu der Form findest, die deinem Selbstverständnis als "Bester" tatsächlich entspricht.

Antwort
von DarthMario72, 8

Zunächst einmal - wie @everklever das schon richtig geschrieben hat - kann man anhand dieses Satzes nicht einschätzen, wie das Zeugnis an sich ist. Dafür müsst man es vollständig lesen, von der Überschrift bis zum Ausstellungsdatum. Denn überall können Informationen enthalten sein, die für die Einschätzung des Zeugnisses wichtig sind - selbst in scheinbar belanglosen Details wie Rechtschreibfehlern oder dem Ausstellungsdatum.

Trotzdem - unter dem Vorbehalt des gerade Gesagten - zu deiner Frage: der Schlussformel entnehme ich, dass Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzung doch sehr divergieren. Man bedauert nicht, dass du das Unternehmen verlässt, weint dir also keine Träne nach. Immerhin bescheinigt man dir ein bisschen Erfolg (mehr als "ein bisschen" aber auch nicht!) - wenn du damit schon der beste warst, müssen die anderen ja absolute Vollpfosten gewesen sein.

Allerdings: sollte dein Zeugnis besser als "befriedigend" ausfallen, wäre es mit dieser Schlussformel unstimmig bzw. widersprüchlich. Deshalb empfehle ich dringend, dein Zeugnis in einer neuen Frage hier vollständig (aber anonymisiert) zur Bewertung einzustellen.

Antwort
von Kirschkerze, 36

Notentechnisch so ne 3 rum. Also deine Arbeit loben sie jedenfalls nicht in höchsten Tönen. Mehr nach dem Motto "passt schon" (ist nicht mal vermerkt dass sie es bedauern dass du sie verlässt)

Kommentar von Repwf ,

Und das erkennst du einzig am letzten Satz?

Woher weißt du das das nicht vorher schon geschrieben stabd?

Kommentar von Kirschkerze ,

Weil alternativ zu Formel gegriffen worden wäre wie "wir bedanken uns für die stets (sehr) gute Zusammenarbeit) usw" Das was da steht ist einfach hingerotzt ^^

Der andere Teil würde für mich zur Schlussformel gehören, der TE kann ja aufschreien wenn der Teil direkt davor gekommen wäre.

Kommentar von Everklever ,

Das was da steht ist einfach hingerotzt ^^

Was schon die Wertschätzung erläutert, der sich Fragesteller, entgegen seiner Selbsteinschätzung,  tatsächlich erfreute.

Kommentar von Everklever ,

Und das erkennst du einzig am letzten Satz?

Klar doch. Wenn der Fragesteller nur diesen Auszug zur Verfügung stellt, muss er sich mit der Interpretation zufrieden geben, die sich üblicherweise aus solchem Text ergibt.

Woher weißt du das das nicht vorher schon geschrieben stabd?

Weil es woanders nicht hingehört. Und weil sich aus dem Inhalt des Fragmentes nicht schließen lässt, dass man das Ausscheiden bedauert. Das tut man bei einem 2er oder 1er-Kandidaten, aber nicht, wie hier, bei 3 bis 4.

Antwort
von Repwf, 20

Völlig normale abschiedsfloskel!

Alles entscheidende steht schon vorher!

Aber "Danke und Tschüss" liest sich halt nicht so nett ;-) 

Kommentar von Everklever ,

Völlig normale abschiedsfloskel!

.....für einen Auszubildenden mit allenfalls durchschnittlichem Potential, dem man nicht besonders nachtrauert.

Antwort
von derhandkuss, 31

Der zweite Satz ("Für seine berufliche ....") ist ein Standardsatz ohne große Bedeutung. Dieser Satz findet in fast jedem Arbeitszeugnis Anwendung und hat weder eine (große) positive noch negative Bedeutung.

Kommentar von Everklever ,

Dieser Satz findet in fast jedem Arbeitszeugnis Anwendung und hat weder eine (große) positive noch negative Bedeutung.

So? Für mich ist das immer eine der aufschlussreichsten Passagen.

Kommentar von DarthMario72 ,

Dieser Satz findet in fast jedem Arbeitszeugnis Anwendung und hat weder eine (große) positive noch negative Bedeutung.

Da liegst du ziemlich daneben...

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