Frage von TechnikSpeziUsermod, 80

Wie verläuft eine mündl. Prüfung in Mathematik?

Ich werde in kürze eine Schülerin der Einführungsphase in NRW (also 11. Klasse Gesamtschule / 10. Klasse Gymnasium) auf die Nachprüfung vorbereiten.

Dazu gibt es eine mündl. und eine schriftliche Prüfung in dem Fach.

Da ich noch nie eine mündl. Prüfung in Mathe hatte möchte ich mich hier noch einmal besser erkundigen.

Ich stelle es mir so vor, dass in der mündl. Prüfung Fragen zur sagen wir mal "Theorie" und den Ansätzen gefragt werden.

Ganz simples Beispiel:

Der Lehrer fragt dann nicht Dinge wie was sind 5/3 geteilt durch 9/3 oder sowas. Er wird dann fragen: Was macht man bei der Division von Brüchen? Die richtige Antwort wäre dann: Mit dem Kehrwert multiplizieren.


Liege ich da jetzt richtig, dass dort immer wieder solche Fragen auftauchen werden? Oder wie verläuft das?

Hatte jemand schon einmal eine solche Prüfung?

Danke für eure Hilfe! :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Willibergi, Community-Experte für Mathe, Mathematik, Schule, 49

Das ist richtig.

Die Antwort lautet bei einer derartigen Frage eben nicht 15/27, sondern "Hierbei muss mit dem Kehrwert eines Bruches multipliziert werden".

Es werden die Kommunikationsfähigkeit und die Lösungsansätze des Schülers geprüft.

Phrasen wie "Zeigen Sie anhand einer Skizze", "Veranschaulichen Sie mithilfe der Graphen", "Erläutern Sie, warum ..." stehen dabei an der Tagesordnung.

Es geht nicht nur um das explizite Rechnen, sondern darum, dass sich der Schüler selbst einen Lösungsansatz überlegt und diesen erklärt.

Herleitungen sind auch sehr beliebt (bspw. von e ^^).

Zum Vorbereiten solltest du mit deinem Schüler also insbesondere das Warum? der gelernten "Formeln" üben und ihn selbst seine Lösung von Aufgaben erklären und vorrechnen lassen. ;)

Ich hoffe, ich konnte dir helfen; wenn du noch Fragen hast, kommentiere einfach.

LG Willibergi

Kommentar von TechnikSpezi ,

Vielen Dank mal wieder für diese informative und hilfreiche Antwort! :)

Es geht also eher um das verstehen und erklären als um das anwenden, richtig?

Das mit dem "warum der gelernten 'Formeln' üben" habe ich allerdings noch nicht ganz verstanden.

Soll das ganz einfach heißen, dass ich mit der Schülerin in diesem Fall lernen soll, dass sie das alles erklären kann, warum jetzt dort ein Tiefpunkt ist oder warum man da die Ableitung bildet...

Oder wie ist das zu verstehen? :)

Kommentar von Willibergi ,

Es geht also eher um das verstehen und erklären als um das anwenden, richtig?

Grundsätzlich geht es um Beides. Da ersteres aber kaum in schriftlichen Prüfungen abgefragt wird, sollte dies gut behandelt werden.

Soll das ganz einfach heißen, dass ich mit der Schülerin in diesem Fall lernen soll, dass sie das alles erklären kann, warum jetzt dort ein Tiefpunkt ist oder warum man da die Ableitung bildet...

Einfaches Beispiel:
Erläutern und erklären Sie, wie Sie Extrema von beliebigen Funktionen bestimmen.

Antwort:
Dazu muss die 1. Ableitung gebildet und null gesetzt werden. Anschließend muss nach der Variable aufgelöst werden, um die Extrema zu bestimmen. Der Grund dafür ist, dass die Steigung an den Nullstellen der 1. Ableitung gleich 0 ist - dies ist nur bei Minima bzw. Maxima der Fall. Es kann kein (e^x), mehrere (x³ + 2x² + 5) oder unendlich viele (sin(x)) Extrema geben.

Wiederhole also einfach Gründe und Herleitungen für Formeln oder Berechnungsweisen sowie Beispiele, eben so wie oben gezeigt. ;)

LG Willibergi

Kommentar von TechnikSpezi ,

Vielen Dank, das habe ich jetzt klar und deutlich verstanden!

Ich werde dem nachkommen ;)

Kommentar von Willibergi ,

Gern geschehen! ;)

Viel Erfolg! ^^

LG Willibergi

Antwort
von Sunnycat, 55

Meine Tochter war neulich in der Mündlichen in Mathe (Abschlussprüfung Realschule) Sie musste neben theoretischen Fragen, wie du oben schreibst (...) auch etwas an der Tafel vorrechnen (Gleichung und Trigonometrie).

Expertenantwort
von fjf100, Community-Experte für Mathe, 16

Ich habe als Maschinenbauingenieur von einer Fachhochschule etliche Prüfungen gemacht ,schriftlich und mündlich bei Versuchen im Labor.

1. Es wird auf jeden Fall Grundwissen abgefragt.

2. Erkundige dich,ob Hilfsmittel zugelassen sind ,Mathe-Formelbuch und Graphikrechner und so weiter.

In der 8 Klasse Gesamtschule fangen die mit "Funktionen" an.

Es müssen somit alle Grundkenntnisse sitzen

Differentationsregeln/Integrationsregeln ,linearesGleichungssystem (Einsetzmethode,Gleichsetzmethode,Additionsmethohde

MERKE : Für jede Unbekannte braucht man eine Gleichung,sonst ist die Aufgabe nicht lösbar.

Ausnahme : Wenn 2 Gleichungen gegeben sind und 3 Unbekannte vorhanden sind,dann muss sich durch das "Gleichsetzen" 1 Unbekannte 

eleminieren und eine 2 te Unbekannte muss sich herauskürzen,so das nur noch 1 Unbekannte in einer Formel übrig bleibt.

MERKE : Integration durch "Substitution" Z abgeleitet Z´=dz/dx= Konstant(konstante kann vor das Integralzeichen gezogen werden)

oder wenn ein x übrig bleibt muss sich dies herauskürzen. 

Sehr wichtig : Bedingungen für "Extremwerte"

Antwort
von greendayXXL1, 36

Ich glaube dass sie dir eine oder mehrere aufgaben geben und du sie dann an der Tafel rechnen musst.

Aber sowas wie 9/3 wird in der 11 Klasse nicht mehr dran kommen ;)

Kommentar von TechnikSpezi ,

Das wir hier nichts mehr mit Bruchrechnen wie in der 5. Klasse machen ist mir klar :D Die EF habe ich ja selbst durchlebt. Da kommt dann natürlich alles mit Ableitungen dran, das mit dem Bruch war nur ein simples Beispiel.
;)

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