Frage von Laraik, 120

Wie verkraftet man den Tod seiner Elternn?

Finde das total unvorstellbar... wie verkraftet man so etwas? Was fühlt man da wenn die schlechte Nachricht kommt?

Antwort
von Allexandra0809, 44

Je nachdem, ob die Eltern alt sind oder schwer krank oder ob sie durch einen Unfall in jüngeren Jahren sterben, wirst Du das verkraften müssen.

Meine Mutter war noch nicht alt und ist von jetzt auf nachher gestorben. Es war für mcih sehr schlimm. Trotzdem ging das Leben weiter. Mit der Zeit wird der Schmerz weniger, wie es so schön heißt "Die Zeit heilt alle Wunden". Die Wunden sind weg, aber die Narbe bleibt.

Anfang geht man sehr oft zum Friedhof, redet mit den Verstorbenen. Mit der Zeit wird es weniger, Du kommst eben darüber hinweg und das ist auch gut so. Dein Leben muss weitergehen.

Antwort
von Digarl, 64

Das ist bei jedem anders. Manche sind direkt total traurig und niedergeschmettert während andere das erst gar nicht wirklich glauben können und die Trauer erst später einsetzt. Dann gibt es die wenigen die gar keine Trauer spüren. 

Antwort
von PurpleMiku, 69

Bei mir ist "nur" ein Elternteil gestorben. Mein Vater vor 3 Jahren.

Man lernt damit umzugehen. Das Leben geht schließlich weiter. Man vergisst diese Person aber niemals. Man geht irgendwann nicht mehr jeden Tag zum Friedhof. Man denkt auch nicht mehr jeden Tag an sie. Allerdings vergisst man sie auch niemals.

Wenn ich heute an meinen Vater denke, sein letztes lächeln, komme ich den Tränen sehr nah. Der Verlust schmerzt. Das wird er immer tun. Man lernt nur, damit umzugehen und sein eigenes Leben weiter zu leben.

Kommentar von Laraik ,

Mein beleid. Ich hoffe die Trauer vergeht.....

Kommentar von PurpleMiku ,

Das Leben geht weiter. Ich weiß, dass es für ihn besser war. Die Chemos gegen den Krebs haben ihm sehr zu schaffen gemacht. Das sah man ihm einfach an... nicht nur körperlich. Er hat keine schmerzen mehr. Das ist das, was mich tröstet.

Meine Mutter hat wieder einen Freund und ist endlich wieder glücklich, meine Schwester fängt dieses Jahr ihre Ausbildung an und ich bin ab Sommer entweder in Bayern, Schweden oder den USA.

Wir fahren selber nicht jeden Tag zum Friedhof. Das ist einfach so. Vergessen haben wir ihn aber trotzdem nicht. Man kann sein Leben nicht die ganze Zeit mit trauern verbringen. Das würde niemand wollen und da ist es auch zu schade zu.

Kommentar von Laraik ,

Das freut mich echt zu hören...  Wie lange hat das trauern gedauert und fängt direkt das trauern an oder glaubt man es erst nicht? Du musst die Fragen selbstverständlich nicht beantworten. Krebs ist echt sehr schwer zu besiegen.... Meine Tante ist ebenfalls durch Blutkreislauf gestorben. Es ist so schrecklich.. Aber ich kann mir nicht vorstellen meine Eltern mal loslassen zu müssen. Der Gedanke macht mich so fertig......

Lg

Kommentar von PurpleMiku ,

Ich rede gerne darüber, auch wenn es mir schwer fällt. Ich habe da auch schon in meiner alten Schule vor verschiedenen Klassen drüber gesprochen. Nicht weil ich Beileid oder Aufmerksamkeit möchte. Ich möchte einfach nur Erfahrungen mit Menschen teilen.

Für die Schüler ist es interessant und Lehrer können so was auch gut in verschiedene Fächer einbauen.

Ehrlich gesagt reagiert jeder Mensch anders darauf.

Als mich meine Mutter an dem morgen geweckt hatte und mir sagte, das mein Vater gestorben ist wollte ich das erst nicht wahr haben. Meine Schwester hingegen hat sofort geweint.

Als er zum letzten mal ins Krankenhaus kam, meinten die Ärzte er hätte noch 1 oder 2 Tage. Mit etwas Glück 3. Ich bin froh, dass er dieses "Glück" nicht mehr hatte. Keine Schmerzen mehr. Für ihn war es vorbei.

Selbst wenn man gesagt bekommt, dass die Person nicht mehr lange Zeit hat... Es trifft einen dennoch plötzlich. Es gibt in der Situation auch keine falsche Reaktion. Jeder Mensch wird anders handeln.

Kommentar von Laraik ,

Ich wünsche dir so viel Glück in deinem Leben und hoffe die Trauer vergeht und denkst nur an die schönen Erinnerungen zurück...
Lg

Antwort
von TomC16, 51

Das ist von sehr vielen Faktoren abhängig. Woran sind die Eltern verstorben, gleichzeitig oder nacheinander, wie alt ist man selber, wie geht es einem ansonsten, hat man einen Partner oder sonstigen Rückhalt...?

Aber so oder so müssen es die meisten Leute irgendwann schaffen, damit klarzukommen!

Antwort
von 3runex, 60

Sowas verkraftet man nicht! Vor 7 Jahren ist ein guter Freund von mir verstorben und ich habe es immer noch nicht verkraftet. Wenn meine Eltern sterben würden, dann würde ich wohl etwas richtig richtig dummes Anstellen...

Ich glaube wirklich verkraften kann sowas niemand, außer wenn die Eltern im hohen Alter an Altersschwäche gestorben sind.

Kommentar von Digarl ,

Wenn es niemand verkraften könnte wäre unsere Spezies jetzt nicht so hier. Die Zeit heilt die schwersten Wunden. Irgendwann hat man es zwar noch in Erinnerung (was auch gut so ist), doch man kann mit einem Lächeln auf den Zeitpunkt vor dem Tod schauen und die Zeit mit ihnen in Gedanken wieder abspielen statt den Moment der Trauer wieder zu erleben.

Kommentar von 3runex ,

Dann bin ich froh, dass der Rest psychisch so stark ist.

Kommentar von Digarl ,

Natürlich ist es am Anfang sehr schwer, doch mit der Zeit wird sowas. Es kommt auch immer darauf an wie das Verhältnis war, die Todesursache und wie alt man selber ist.

Umso Jünger man ist, umso schwerer kann das sein. 

Kommentar von Laraik ,

Genau so denke ich aber auch... Ich könnte das einfach nicht verkraften. Ich bin erst 17 und denke fast jeden Tag daran, dass eines Tages meine Eltern sterben werden. Es macht mich so unendlich traurig. Ich glaub ich könnte nicht mehr ein normales Leben führen...es macht mir so Angst

Kommentar von Allexandra0809 ,

Solange Du von Deinen Eltern Abschied nehmen kannst, ist es etwas einfacher. Du solltest jetzt noch nicht solche Gedanken haben. Deine Eltern sind doch sicher noch nicht alt und haben somit noch einige Jahre vor sich.

Kommentar von Laraik ,

Das stimmt wohl. Vielen Dank für die Antworten..

Antwort
von FreuleinAnonym, 58

So richtig verkraften tut das glaube ich niemand.

Kommentar von Digarl ,

Wenn es niemand verkraften könnte wäre unsere Spezies jetzt nicht so hier. Die Zeit heilt die schwersten Wunden. Irgendwann hat man es zwar noch in Erinnerung (was auch gut so ist), doch man kann mit einem Lächeln auf den Zeitpunkt vor dem Tod schauen und die Zeit mit ihnen in Gedanken wieder abspielen statt den Moment der Trauer wieder zu erleben.

Kommentar von FreuleinAnonym ,

Da muss ich dir Recht geben

Antwort
von xPrimeZz, 70

Von Mensch zu Mensch unterschiedlich, man muss sich wohl dran gewöhnen..

Antwort
von Thegendarmerie, 59

Ich denke mir, wenn meine Eltern sterben, dann wollen sie nicht das ich Traurig bin. Sie wollen das ich mein Leben Leben in vollen Zügen und nicht unter Depressionen oder Trauer leide, und das leben nicht mehr lebe.

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