Frage von Monika1200, 55

Wie verhindere ich zuverlässig, das eine Baufirma "nichts tut"?

Hallo liebe Helfer! an unserem Mietshaus hat vor mehreren Wochen eine Malerfirma das Gerüst aufgestellt und mit den Arbeiten begonnen. Jetzt ist aber seit 3 Wochen Ruhe. Die Mieter sind langsam genervt, weil niemand mehr aus dem Fenster sehen kann.

Da wir selber demnächst bauen wollen, fragen wir uns nun:

Wie kann man denn wirksam so etwas unterbinden - wenn man ein kleiner Kunde ist, ist man ja in der Regel immer nur in den Pausen der anderen Aufträge mal dran.

Viele Grüße!

Expertenantwort
von bwhoch2, Community-Experte für Mietrecht, 49

Möglichst verbindliche Termine festlegen und Konventionalstrafen festsetzen, wenn die Termine um eine gewisse Zeit überschritten werden. So ist es üblich. Euer Archtitekt müßte darüber gut Bescheid wissen und wenn ihr ohne Architekt baut, würde ich sowieso empfehlen, von Anfang an einen versierten Baugutachter mit hinzu zu ziehen, der jeden Schritt der Bausauführung überwacht.

Vorteil: Er kann frühzeitig erkennen, wenn was aus dem Ruder läuft, wenn die Qualität der Ausführung nicht stimmt oder wenn etwas geplant oder vorgeschlagen wird, was eigentlich nicht ok ist.

Der kostet zwar auch Geld, aber am Ende spart man erheblich Geld ein, denn auch die Handwerker wissen, wenn die Ausführung ihrer Arbeiten gut überwacht ist, lohnt es nicht, zu schludern.

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Recht, 41

Für die Bauaufsicht beauftragt man normalerweise einen Architekten. Der hat für den zügigen Baufortschritt zu sorgen. Verzögerungen kosten schließlich einen Haufen Geld.

Antwort
von willimatt, 20

Wenn Ihr selbst bauen wollt, dann schließt Ihr möglichst einen Vertrag mit jemandem ab, der für Euch baut.

Gegenüber dem Ausführenden sollte Euch ein Architekt oder Bauüberwacher vertreten.

Zu jedem Bauvertrag gehören Fristen und ein Zahlungsplan. Bei Fertigstellung sollte mindestens ein Restbetrag von 30 % übrig sein, sonst habt Ihr kein Druckmittel. Gezahlt wird immer nach der jeweiligen Etappe, z.B.

- Erdarbeiten und Bodenplatte

- Decke über dem Erdgeschoss

- etc.

Der Zahlungsplan muss so gestaltet sein, dass es für den Ausführenden wichtig ist, z.B. vor dem Winter nicht nur den bloßen Rohbau fertig zu bekommen, sondern das isolierte und gedeckte Dach.

Für sichtbare Mängel sollte jedesmal mindestens der doppelte bis dreifache finanzielle Aufwand für Nacharbeiten zurückgehalten werden, der dann aber bei erfolgreicher Nacharbeit auch außerhalb der Frist nachgezahlt werden kann.

Pünktliche Zahlung von seiten des Auftraggebers verbindet übrigens viel mehr als ein gemeinsames Besäufnis.

Antwort
von mg6358, 55

Wenn du in einem Mietshaus wohnst, würde ich vllt. mal den Vermieter schriftlich informieren und eine Mietminderung androhen...

Kommentar von Monika1200 ,

...na für jetzt ist es mir egal, aber wenn wir selber bauen passiert das ja mit Sicherheit auch so! :)

Kommentar von mg6358 ,

Sorry Monika, Thema verfehlt  ; ((       Also, da muss ich dir natürlich recht geben. Meine Stieftochter war auch so eine "Kleinauftraggeberin". Bei ihr wurde die Drainage ums Haus neu gemacht (schachten mussten sie selbst!), neue Fenster wurden eingesetzt und das Haus (Zweifamilienhaus) wurde abgeputzt.

Jedesmal wenn irgendwoanders was los war rannten die Handwerker weg. Mal kamen sie früh gar nicht, oder später als abgesprochen, mal rannten sie davon und kamen dann 2 Tage gar nicht... Das war großer Mist.

Dadurch war es natürlich auch schwer den Überblick zu behalten, wieviel Stunden am Ende abgerechnet werden. Da ist doppelte Kontrolle und "Liste führen" angesagt, damit man nicht besch... wird.

Wie man das verhindern kann? Ja, ich weiss nicht.

Vllt. mit ner festen Frist, wann alles fertig sein soll und ner "Zielprämie"??? Früher gab's mal so was...

Ich wünsch dir schon mal starke Nerven.

Antwort
von Annabell2014, 50

Im Vertrag gleich mit festhalten, bis wann die Arbeiten ausgeführt sein müssen! 

Kommentar von Monika1200 ,

...ja und dann? Kündigen kann ich ja trotzdem nicht. Und kürzen auch nicht.

Kommentar von Annabell2014 ,

hier mal ein Beitrag zu Bauverzug: http://www.baurecht-ratgeber.de/baurecht/abwicklung/content_03_02.html

Du kannst natürlich Schadensersatz fordern!

Kommentar von Militaerarchiv ,

Nennt sich Konventionalstrafe.

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