Frage von maxZ96Z, 28

Wie verhalten wenn Sehnen und Bänder noch nicht an die Muskeln angepasst sind?

Ich vermute zumindest dass das der Fall ist. Ich klettere zwar schon seit fast drei jahren, aber erst seit knapp einem auf höherem Niveu.

Ich mache spezielles Aufbautraining, und hatte eigentlich geplant nach dieser Woche in die Maximal Kraft Phase über zu gehen. Jetzt habe ich aber vor ein paar wochen ein Ringband gerissen, als ich neulich wieder bouldern war habe ich mir irgendwas an der Schulter gezerrt und heute ist mir aufgefallen dass etwas mit meinem Ellebogen gelenk offenbar nicht stimmt - beim Beugen unter Belastung, wie zB bei einem Klimmzug im Übergriff mit extragewicht, spüre ich deutliche Schmerzen. Die häufigen Verletzungen machen mich skeptisch.. früher habe ich mich nie verletzt und seit neustem wärme ich mich sogar intensiv auf.

Ich hatte schon häufiger gelesen, dass es vorkommt dass die Sehnen und Bänder die sich viel langsamer als die Muskeln verbessern mit der wachsenden Belastung nicht zurecht kommen -. nur leider nie, was man in diesem Fall machen kann. Eine Pause? zuFände ich schade und ich habe im Zusammanhang mit meiner Ringbandverletzung gelesen gehabt, dass diese sich bei länger nicht-beanspruchung extrem schnell zurückbilden. Vielleicht erstmal auf niedrigerem Niveau klettern? Die MK Phase übersprinen und in die Ausdauer übergehen?

Würde mich mal interessieren ob ihr Erfahrungen mit der SItuation habt oder Rat habt

Antwort
von Schorschor, 18

Kannst du die Schmerzen im Ellenbogenbereich etwas genauer beschreiben? Wenn sie nur unter Belastung vorkommen, dann nimm dir mal ne Woche Pause, wenn es dann immer noch auftritt frag mal bei einem Orthopäden nach.

Ich hab schon selber Sehnenverletzungen erfahren müssen. Sehnen brauchen immer länger um sich anzupasssen und genau deswegen würde ich aufpassen. Sehnenverletzungen sind nicht spaßig und lassen sich trotzdem vorbeugen. Am besten versuchst du erstmal dein Training auf dem gleichen Stand zu halten um deinen Körper Zeit zu geben.

Antwort
von Sisi335l, 20

Ehrlich gesagt würde ich mir da gar nicht den Kopf zerbrechen und direkt zum Orthopäden gehen und fragen was mit meinen Muskeln los ist.. das klingt iwie nicht gut

Nachher über dehnst du etwas oder irgendetwas reißt und du kannst dein Hobby nicht mehr weiterführen

Wir werden Dir hier nur Ratschläge geben aber das genaue müsste dann ein Arzt wissen der dafür spezialisiert ist

Ist nur zu deinem besten..

Antwort
von Mtlbkr, 10

Wie alt bist du? Wie schwer bist du? Wie schwer kletterst du? Wie viel kletterst du? Campusboard? ...

Ohne weitere Informationen ist schwer zu sagen wie du dich am besten im Training verhältst. 

Guter allgemeiner Tipp um die Ringbänder zu schonen: Nie Fullcrimp in der Halle beim Training! Halfcrimp trainiert die für den Fullcrimp nötige Muskulatur auch, ist jedoch schonender.

Trainierst du am Campusboard? Da gibts einiges zu beachten. 

...Prinzipiell würde ich sagen ist nicht deine Trainingsphase entscheidend, sondern deine einzelnen Einheiten, deren Ausführung und die Regeneration bzw der (Gesamt-) Umfang.

Aber da ist eine Ferndiagnose schwierig...

Kommentar von maxZ96Z ,

Ich bin 20 wiege so 70 kg und klettere wenn ich die zeit habe 2 mal die Woche intensiver in der Halle, abhängig von wetter und zeit aber eher selten noch zusätzlich ein bis zwei mal leichter draußen (boulder die ich schon gut kenne) oder bouldern in der Halle aber dann nur für eine halbe stunde und eher zum Spaß.

Ich klettere zwischen meistens 7, an einem guten Tag auch eine 7+, Campusboard trainiere ich extra nicht, wenn dann an den größeren Leisten und möglichst statisch. Zuhause versuche ich mindestens zwei mal die Woche gut 1.5 Stunden Zu trainieren - die eine Hälfte trainiere ich jedes mal kletterspezifische muskeln, die andere Hälfte im Split die Gegenspieler, Ausgleichsmuskulatur und was halt sonst beim klettern vernachlässigt wird.

Half crimp müsste ich mich mal informieren, glaube aber dass ich häufig gar nicht groß die Wahl habe den Griff anders als aufgestellt zu greifen. Kostet das nicht deutlich mehr Kraft? Werde es aber auf jeden Fall mal testen halt im Zweifel üben.

Kommentar von Mtlbkr ,

Na das ist doch schon mal Information mit der ich mehr anfangen kann :)

Also, im 7. UIAA Grad würde ich dir empfehlen deinen Hauptfokus auf möglichst viel Zeit an der Kletterwand zu legen. Sowohl mit als auch ohne Seil. Du musst vor allem auf möglichst saubere Bewegungsausführung achten. Das bringt dich viel mehr voran als jedes bisschen Kraft das du zulegst.

Komplett überflüssig ist für dich eine richtige Periodisierung! Darüber kannst du dir Gedanken machen, wenn du mindestens 9er kletterst. Wenn du dich langfristig in dem Sport verbessern willst und nicht auf den schnellen Schuss aus bist, würde ich dir empfehlen erstmal abwechselnd Blöcke von 3 bis 6 Wochen zu machen die nacheinander den Fokus aufs Bouldern bzw. Seilklettern legen. In der jeweiligen Phase würde ich trotzdem eine Einheit des Anderen beibehalten.

Campusboard würde ich definitiv lassen (würde ich nicht vor dem oberen 8. Grad anfangen oder noch später). Auch auf intensives Krafttraining solltest du auch noch nicht deinen Fokus legen. Stattdessen Stabilisation des Rumpfes, Unterarm Antagonisten stärken, Dehnen (v.a. Hüfte und Bein Rückseiten), und wenn du motiviert bist geh locker! Laufen ein zwei mal die Woche (30-45min)

Gute Woche in einer Kletterphase: 2-3mal Seil (draussen zählt natürlich auch), null-einmal Bouldern, einmal Laufen, 2mal Stabi-Training (Bouldern nicht nach einem Klettertag; Fokus auf die Seileinheiten) 

Klettere viele Routen im 6+ und 7- Grad und Suche dir eine schwere Route die du nicht OS kletterst in der du immer einen Versuch am Tag nach dem Warmup machst. Danach dann der eigentliche Inhalt der TE. Konzentration auf gute und effektive Bewegungsausführung.

Nochmal genauer zu deinem ursprünglichen Beitrag:

-Du machst dir zu viel Gedanken um Kraft. Wenns dir nur um die Kletterleistung geht: Mach noch keine Klimmzüge mit Zusatzgewicht. Ohne ist okay, bei sauberer Bewegungsausführung. Besser an der Stange als am Griffbrett. Ich weiß man kommt sich super vor, weil man nicht viel denken muss dabei und schnell sieht wie man besser wird, aber deine Klimmzugleistung hilft noch nicht so richtig viel im 7. Grad (ausser beim riesen Kellen durch den mega Überhang prügeln und auch da sind meistens die Unterarme als erstes dicht)

-"Sogar intensiv aufwärmen" 

Auch wenn leider die Wenigsten darauf wert legen: Mach das weiterhin! Ist sehr wichtig. Auch mal abgesehen von Verletzungen, riskierst du ohne gescheites Warmup einen Kaltpump und danach ist meistens die ganze Trainingseinheit nur noch halbgar.

Mit der Rangehensweise hab ichs schnell bis zur 8 geschafft. Jetzt, nach ca. 4,5 Jahren klettere ich draussen 10- und bouldere fb8a. Krafttraining und Campusboard hab ich erst angefangen als ich 9er geklettert bin und ich denke, das war eine gute Entscheidung. Bisher bin ich verletzungsfrei.

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