Frage von stahlhart,

wie verhalten sich die ärzte wenn jemand unheilbar krank ist?werden trotzdem therapien

gemacht?und wird dem patient die wahrheit gesagt?ich habe so das gefühl das immer so um den heissen brei geredet wird

Hilfreichste Antwort von Astroprofiler,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Sie verhalten sich ihrem Eid entsprechend.

Dieser ist entgegen der landläufigen Meinung nicht darauf ausgerichtet, Menschen gesund zu machen, im hyppokratischen Eid verpflichtet man sich "nur" alles dafür zu tun, dass ein Mensch nicht stirbt, zur Not auch mit unnötigen Therapie, oder Medikamentenversuchen.

Kommentar von stahlhart,

Ja du hast recht,das habe ich selber erlebt mit meinem totkranken papa,es war ganz schlimm.ich musste mich immer schützend vor meinem papa stellen.er wollte nicht mehr therapiert werden,er wollte nur noch schmerzen gelindert haben,das konnten die ärzte nicht akzeptieren obwohl eine patientenverfügung da war.da muss unbedingt ein umdenken erfolgen.ich habe schon gedacht ob ich nicht eine selbsthilfegruppe gründe,für verwandte die hilfe brauchen .Woher weisst du das?hast du das auch so erlebt?Gruss

Kommentar von Astroprofiler,

Das ist dass Problem in der Medizin. Die Auslegung.

Ja habe ich oft genug erlebt, Therapieren, bis zum verrecken. ;-((((

Es steht so im hyppokratischen Eid, darauf begründen Sie ja ihr verhalten.

Kommentar von Astroprofiler,

Hyppokratischer Eid: Ich schwöre, Apollon, den Arzt, und Asklepios

und Hygieia und Panakeia und alle Götter und Göttinnen zu Zeugen anrufend, dass ich nach bestem Vermögen und Urteil diesen Eid und diese Verpflichtung erfüllen werde: Den, der mich diese Kunst lehrte, meinen Eltern gleich zu achten, mit ihm den Lebensunterhalt zu teilen und ihn, wenn er Not leidet, mit zu versorgen; seine Nachkommen meinen Brüdern gleichzustellen und, wenn sie es wünschen, sie diese Kunst zu lehren ohne Entgelt und ohne Vertrag; Ratschlag und Vorlesung und alle übrige Belehrung meinen und meines Lehrers Söhnen mitzuteilen, wie auch den Schülern, die nach ärztlichem Brauch durch den Vertrag gebunden und durch den Eid verpflichtet sind, sonst aber niemandem. Meine Verordnungen werde ich treffen zu Nutz und Frommen der Kranken, nach bestem Vermögen und Urteil; ich werde sie bewahren vor Schaden und willkürlichem Unrecht. Ich werde niemandem, auch nicht auf eine Bitte hin, ein tödliches Gift verabreichen oder auch nur dazu raten. Auch werde ich nie einer Frau ein Abtreibungsmittel geben. Heilig und rein werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren. Auch werde ich den Blasenstein nicht operieren, sondern es denen überlassen, deren Gewerbe dies ist. Welche Häuser ich betreten werde, ich will zu Nutz und Frommen der Kranken eintreten, mich enthalten jedes willkürlichen Unrechtes und jeder anderen Schädigung, auch aller Werke der Wollust an den Leibern von Frauen und Männern, Freien und Sklaven. Was ich bei der Behandlung sehe oder höre oder auch außerhalb der Behandlung im Leben der Menschen, werde ich, soweit man es nicht ausplaudern darf, verschweigen und solches als ein Geheimnis betrachten. Wenn ich nun diesen Eid erfülle und nicht verletze, möge mir im Leben und in der Kunst Erfolg zuteil werden und Ruhm bei allen Menschen bis in ewige Zeiten; wenn ich ihn übertrete und meineidig werde, das Gegenteil.

Kommentar von Astroprofiler,

"ich werde sie bewahren vor Schaden und willkürlichem Unrecht. Ich werde niemandem, auch nicht auf eine Bitte hin, ein tödliches Gift verabreichen oder auch nur dazu raten."

Wenn ich nun diesen Eid erfülle und nicht verletze, möge mir im Leben und in der Kunst Erfolg zuteil werden und Ruhm bei allen Menschen bis in ewige Zeiten; wenn ich ihn übertrete und meineidig werde, das Gegenteil.

Kommentar von stahlhart,

Danke ,das ist ja interessant.Muss ich mir in Ruhe durchlesen.Schönen Tag

Kommentar von Kristall08,

h-I-ppokratischer Eid ;-)

Kommentar von Astroprofiler,

Danke Kristall08, sehe es, gerade selber.

Hab ich jetzt meinen eigenen Grammatiklehrer??? DH

:-)))

Kommentar von Astroprofiler,

Danke für den Stern, Stahlhart.

;-)))

Antwort von mikael,
11 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Versuch Dir doch einmal Vorzustellen, es hat jemand Unheilbaren Krebs und Jetzt kommt ein Arzt und sagt, sie sterben, da liegt Meier, Müller und Lehmann die haben es auch nicht geschafft. Wird dem Todkranken durch so eine "Wahrheitsmäßige" Aussage, nicht die letzte Hoffnung genommen?

Wenn der Arzt aber nun sagt, da läuft Schmid, Neumann und Rumpelstilzchen, die haben den Krebs besiegt, bleibt da der Strohalm nicht erhalten?

Wenn es passiert, geschieht es so und so, weg ist weg. Aber vielleicht hat man dem Kranken noch dadurch zwei-drei Monate Geschenkt, weiß man es? Eines steht für mich fest, wenn der Mensch Tag und Nacht an sein baldiges Ende denken muss, wäre das in jedem Fall, einer eventuellen Heilung NICHT förderlich.

Kommentar von Astroprofiler,

Aber vielleicht hat man dem Kranken noch dadurch zwei-drei Monate Geschenkt, weiß man es?

Dem Kranken, oder vielmehr den Hinterbliebenen?????

Kommentar von mikael,

Deine Frage, lässt mich irgendwie den Sarkasmus heraus hören. Ich habe zwei drei Monate nur gesagt um irgendeine Zeit zu sagen, das dies auch 2-3 Jahre sein könnten, brauch ich Dir nicht zu erzählen. Ich vermute mal, das ich mit Dir NICHT da drüber austauschen muss, das die Hinterbliebenen, egal wie es kommt, damit fertig werden müssen. Nur lass Dir eines gesagt sein, Dein Sarkasmus und Deine vor Hohn strotzende Art, bringen Dir Deinen Angehörigen nicht wieder. So schwer es auch ist, erinnere Dich an die schönen Zeiten mit ihm. Die Zeit, hilft auf alle Fälle, ich habe es hinter mir. Frohe Weihnachten, denk an das schöne.

Antwort von mangobaeume,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Aerzte wissen, dass es Patienten gibt, die ganz klar hoeren wollen "du hast noch 3 Monate" und solche, die ein solche Nachricht total zerstoeren wuerde. sie versuchen sorgfaeltig abzuwaegen, welche art solcher aussage fuer den entsprechenden Patienten am hilfreichsten ist. Manche wollen wissen, genu wie lange sie noch haben, denn sie moechten alles regeln, und vielleicht noch das eine oder andere unternehmen, ohne das sie ihr lebennicht abschliessen wollen oder koennen, und andere moechten hoffnung behalten. Ich denke, Aerzte entwickeln da einen spuersinn fuer das, was sie sagen. und es kommt ja auch vor, dass jemand zu hoeren bekommt "in drei Monaten war's das dann" und er lebt noch Jahre danach,alles schon vorgekommen. Ich persoenlich denke, solche zeitrahmen sollten Aerzte nicht ohne direkte Frage ("wie lange habe ich noch, Doktor, ehrliche Antwort") geben.

Kommentar von PeterTheodor,

Das ist eine gute Antwort. Aber der Arzt kann ihn nicht gehen lassen wenn der Patient schon den Eindruck hat, der redet um den Brei herum. Da muss nachgefragt werden auch wenn die Frage "wie viel Zeit bleibt noch" nicht beantwortet werden kann oder will. Aber mehr Abklärung muss sein.

Antwort von chog77,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Naja - wie bringt man einem Menschen bei, dass seine Lebensspanne zu Ende geht. Einem guten Freund von mir, der mittlerweile an einem Gehirntumor verstorben ist, haben sie die Prognose relativ schnell mitgeteilt, zwar mit vorsichtigen Worten, Letztenendlich blieb der Schock, "Sie werden höchstwahrscheinlich kein Jahr mehr zu Leben haben". Sie haben zwar dann doch eine Therapie versucht, die nichts brachte, danach nur palliative Maßnahmen um Lebensqualität möglichst lange zu erhalten. Hart war es für ihn trotzdem.

Antwort von Carlitosway,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

ich kann dir den Film Halt auf freier Strecke empfehlen. Ärzte dürfen die Patienten nicht anlügen. Sie sagen einem aber auch nie direkt :"Du hast jetzt nur noch 6 Monate zu leben". Sondern erklären einem ausführlich wie es steht , sie machen keine Zukunftsprognosen, weil eine Statistik nichts über den individuellen Krankheitsverlauf sagt. Letzendlich muss man sich vieles selbst zusammenreimen.

Antwort von PeterTheodor,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

"stahlhart" ich kann Dir in so einem Fall nur empfehlen Deinem Namen gerecht zu werden und mit Nachdruck nachzufragen. Nachhaken bis der Doc Dir sagt was Du wissen willst. Wenn es nicht anders geht, gehe zu einem zweiten Arzt und hole Dir ein 2. Gutachten. Auch da energisch auftreten. Allerdings sollte das Auftreten so aussehen, dass Die Ärzte auch den Eindruck haben, Du verarbeitest auch das was Dir gesagt wird. Stahlhart, nicht locker lassen. Du hast ein Recht auf eine klare unverfälschte Antwort. Alles Gute wünsche ich Dir.

Antwort von SchauGenau,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Auch wenn jemand unheilbar krank ist, kann man trotzdem versuchen mit verschiedenen Therapien die verbleibende Lebensqualität möglichst hoch zu halten.

Wie einzelne Ärzte und Patienten sowie Angehörige mit der Diagnose "unheilbar krank" umgehen, kann recht unterschiedlich sein. Das sind alles Menschen. Und Menschen gehen mit soetwas recht unterschiedlich um. Auf jeden Fall kann ein Arzt diese Diagnose nicht einfach verschweigen. Er muss sie dem Patienten mitteilen, oder zumindest nahestehenden Angehörigen, wenn er meint, dass der Patient die Nachricht nicht verkraften würde.

Antwort von mops09,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

die sagen das schon schonungslos - und machen therapien

Antwort von liese05,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

So und so! Es gibt Ärzte, die knallen den Patienten auf tacktloseste Art und Weise die Wahrheit vor den Bug ( habe genug Suizide danach erlebt im Klinikum!), andere widerum sagen nur andeutungsweise die Wahrheit! Wenn der Patient aber nachfragt und es wissen will, dann steht ihm auch das Wissen über die eigene Diagnose zu! Grüße!

Antwort von carina007,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

kommt auf die seelische Verfassung des Patienten an denke ich und wenn das nicht so gut ist wird auch nicht immer die Wahrheit gesagt um den weiteren Therapieverlauf nicht zu gefährden.

Wie aussichtslos manche Erkrankungen auch sind man verkauft immer Hoffnung, denn diese stirbt bekanntlich auch zuletzt.

Oder eben nach diesem Motto: " Der Glaube versetzt auch bekanntlich Berge."

Antwort von Triene2013,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

sicher müssen Ärzte alles versuchen um den Patienten zu helfen, aber wenn jemand unheilbar krank ist und das auch vom Arzt gesagt bekommt , werden irgendwann keine Therapien mehr gemacht, sondern nur was gegen die Schmerzen gegeben, um ihm das Leben noch einigermaßen lebenswert zu gestallten...

Antwort von Franklu,

Das kommt darauf an was für eine Krankheit es ist. Es gibt ja auch unheilbare Krankheiten die ohne eine Therapie viel früher tötlich sind. Natürlich wird dem Patienten gesagt wie es aussieht. Aber was soll der Arzt denn sagen:"sie haben die krankheit xy und werden in x Tagen/Jahren/Monaten sterben? Natürlich sagt der das nicht direkt sondern vorsichtig.

Antwort von Balkonpflanze,

Die sagen dem Patienten die aktuelle Situation und meistens auch den Angehörigen. Dann wird bis zum Lebensende versucht die Schmerzen zu lindern. War zumindestens bei meiner Mutter so.

Antwort von Kaiserschuetze,

Da Ärtzte auch nur Menschen sind, ist es für sie auch sehr schwer, dem Kranken die Wahrheit zu sagen. Oder hättest du Lust, daß dir der Arzt die Diagnose einfach so vor den Latz knallt? Mir ist das passiert und das war sicher nicht witzig, weil ich nicht wußte, ob ich wirklich diese unheilbare Krankheit habe oder nicht.

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