WIe verhalte ich mich Richtig und hilfsbereit bei meiner depressiven Freundin?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Hi Tiede1512,

ich finde es super, dass du dich mit diesen Gefühlen an andere Menschen wendest.

Es ist vor allem das Gefühl alleine zu sein und niemanden zu haben, der einen versteht, was uns sehr viel innerlichen Schmerz bereitet.

Also danke dir schon mal für deinen Mut und deine Ehrlichkeit.

Also Depression bei deiner Freundin.
Du hast ja jetzt mehrere Möglichkeiten:
1. Du kannst nichts tun
2. Du kannst ihr dabei helfen(ob sie will oder nicht)
3. Du kannst sie in ihrem Entwicklungsprozess unterstützten

Das Interessante ist lieber Tiede1512: In unserer Gesellschaft tut jeder so, dass eine Depression bzw. eine "Krankheit" etwas ist, was wir wegmachen müssen.

Sowohl psychische als auch körperliche Erkrankungen sind allerdings nicht unbedingt ungebetene Gäste, die gehen müssen. Es gibt immer einen Grund, weswegen diese Symptome da sind.

Ein rot aufleuchtendes Symbol auf dem Amaturenbrett unseres Autos zeigt uns, dass etwas im Auto nicht in Ordnung ist.

Das heißt die erste Sache ist: Die Depression ist da und sie darf auch zuerst mal da sein. Viele unserer Probleme entstehen, weil wir unseren Schmerz und auch den Schmerz unserer Liebsten nicht annehmen wollen.

Wir wehren uns dagegen und damit halten wir uns selbst fest.

Der erste Schritt liegt also bei dir selbst, diese Depression bei deiner Freundin annehmen zu können.
Eventuell fühlt sie sich so, weil sie in ihrem Leben irgendwie keinen richtigen Weg für sich findet. Eventuell fühlt sie sich in ihrem Beruf nicht erfüllt.

Und vielleicht ist sie momentan einfach in einer Phase, wo sie einfach eine "de-pressive" im Gegensatz zu einer "ex-pressiven" Phase hat.

Was ich mir also gut vorstellen könnte: Schaffe selbst bei dir das Bewusstsein und die Annahme für die jetzige Situation.

Teile ihr das einfach mit, ohne unbedingt eine Antwort zu erwarten. Versuche nicht, die Depression "wegzumachen".

Schenke ihr das Verständnis und die Liebe, dass sie auf ihrem Lebensweg einfach momentan in dieser Situation ist und dass zuerst einmal nichts falsch daran ist.
Depressiv wegen den Depressionen zu werden ist das eigentliche Gefängnis. Die Schwere in uns einfach wahrzunehmen, zu spüren und anzunehmen ist der wichtigste Punkt der Veränderung.

Lass mich wissen, ob dir meine Antwort geholfen hat.

Matthias von 4yourSELF

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Na sie ist ja schon in Therapie. Das ist schonmal gut.

Vllt kannst du mal mit zur Therapie um zu erfahren wie du im alltag am besten damit umgehen sollst.

vermute ja auch mal das sie in der Therapie erstmal rausfinden muss woher die Depressionen kommen. da solltet ihr dann ansetzen. aber das nur als vermutung

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?