Vor einem knappen Jahr ist die Mutter einer guten Freundin gestorben (Selbstmord), ich war damals für sie da so gut es ging, sie hat natürlich eine echt harte Zeit hinter sich und jetzt, ein Jahr später kommt es sicher auch wieder hoch. Ich bin natürlich weiter für sie da.
Meine Frage: wenn ich sie darauf anspreche, dass es jetzt ein Jahr her ist, ist das eine Art der Wertschätzung, weil ich dran gedacht habe? Oder reiße ich nur alte Wunden auf und soll es lieber "übergehen"? Wie würdet ihr das machen?
wenn sie reden will, wird sie es tun. mein sohn ist auch seit gut einem jahr tod, ich möchte nicht ständig gefragt werden wies mir geht, oder obs jetzt besser ist. wenn mir so ist, rede ich von allein

ich würde es "übergehen" aber es mal vorsichtshalber so einrichten, an diesem tag mit ihr etwas zu unternehmen, um unausgesprochen so für sie dazusein.
das problem ist, dass ich nicht den genauen todestag weiß, da die mutter erst zwei wochen lang vermisst war, bevor sie gefunden wurde. ich weiß nur noch den tag, an dem sie es erfahren hat... :/ aber an sich ist es ne super idee! DH!
pascal7 am 11. September 2008 09:15 das hört sich ja sehr schlimm an. da hat deine freundin in der ganzen zeit viel mitgemacht! zeig ihr einfach, dass du da bist und überlass es ihr, ob und wann sie mit dir zusammensein möchte. lg pascal7
Geht zusammen zum Friedhof und bringt Blumen zum Grab, nimm sie in den Arm und weint zusammen...das hilft! Ich finde es toll, dass du so für sie da bist!!!Respekt!
Meine Freunde, bei denen ich an die Jahrestage ihrer Verstorbenen gedacht habe, haben dies als sehr positiv angenommen, zumal die meisten Menschen ihres Umfelds sich aufgrund von Hilflosigkeit im Umgang mit dem Thema Tod zurückgezogen haben. Jeder ist aber einzigartig und nur durch offene Kommunikation kann man herausfinden, wie die andere Seite wirklich denkt.

ich würde mich zurückhalten und nicht Salz auf eventuell noch nicht verheilte wunden steeuen
wenn sie selber kommt , dann ist es o.k...aber so: SCHWEIGEN

Wenn sie von allein mit dem Thema anfängt und darüber bereit ist, zu reden, dann ja. Kommt drauf an, wie sie damit umgeht.

Bitte nichts sagen. Für sie da sein, wenn sie von selbst auf diesen Gedanken kommt, aber ansonsten ist Zurückhalung taktvoller.