Frage von faress1987, 28

Wie verhalte ich mich mit solchen Menschen?

Hallo zusammen,

Ich wohne seit zweieinhalb Jahren in Deutschland wegen meines Studiums. Die Menschen hier sind sehr unterschiedlich vom Charakter her. Es gibt solche, die distanziert und in sich gekehrt sind und andere, die sehr offen und vorausdenkend sind. Ich bin ganz offen und sehr empfindlich. Mein Problem ist Folgendes: Ich habe immer mehr das Gefühl, dass die Menschen einen großen Bogen um mich machen. Wenn ich einen neuen Studenten kennenlerne - meistens einen Deutschen oder eine Deutsche -, verhält sich am nächsten Tag mir gegenüber sehr abweisend und vermittelt das Gefühl, als möchte er nicht mit mir reden. Ich habe auch nicht nötig mit ihm oder ihr zu reden. Ich aber komme mir wie verrückt vor, weil ich, wenn ich ihn oder sie sehe, nicht weiß, was ich mache: z. B. begrüße ich ihn sie gehe ich auf ihn sie zu oder ignoriere ihn oder sie einfach. würde ich auf ihn sie zugehen, würde er mich abweisen. Das ist mir mehrmals passiert. Ich kann mich nun nicht authentisch benehmen. Mir beschleicht immer Angst vor Abweisung. Das kränkt mich sehr und verdirbt meine Laune und meinen guten Spaß. Wenn ich dagegen spüre, dass der Betroffene gerne mit mir sein und sich mit mir unterhält, so verhalte ich mich ganz gut und traue mich, auf ihn sie beim nächsten Wiedersehen zuzugehen. Aber es gibt leider nur wenige Menschen, die das Gefühl vermitteln, gerne mit dir was tun wollten. Das führt zu Missverständnissen, da ich nicht ablesen kann, ob jemand gerne mit mir reden will oder was auch immer. Ist das normal? Habt ihr das Gleiche erlebt? Wie sollte ich mich verhalten mit solchen Leuten?

Danke sehr im Voraus für ihre Antworte!

Antwort
von Corleone133, 10

Es gibt solche, die distanziert und in sich gekehrt sind und andere, die sehr offen und vorausdenkend sind.

Gerade der zuerst genannte Typ ist eher verbreitet, und ein Mensch, der sehr früh viel von sich preisgibt, wird da eher mit Argwohn betrachtet.

Leider gibt es dafür auch kein Rezept. Entweder es passt, oder es passt nicht.

Am besten findet man Freunde im Freundeskreis der eigenen Freunde.

Kommentar von faress1987 ,

Mir geht es nicht darum, neue Freunde kennenzulernen, sondern eher darum, wie ich mich mit denen benehmen soll. Wenn ich sie an der Bushaltstelle sehe, weiß ich nicht, was ich machen soll. Gehe ich auf die zu, aber vielleicht wollen das nicht etc.

Antwort
von SeelenOnkel, 2

Hallo Farress87

Dir ist vielleicht auch nicht klar, dass deine Ängste u. Unsicherheiten als  Körpersprache u. Stimmlage den anderen  irritieren. Es ist auch nicht so wichtig was man inhaltlich sagt; einfach freundlich lächeln, über Belanglosigkeiten und bischen über sich reden und offene Fragen stellen- die meisten anderen reden gerne über sich.

Abweisendes, arrogantes Verhalten ist meist nur Schutzverhalten ebenfalls aus Angst vor Abweisung.

Wenn du nur aus Angst vor Abweisung zurückhaltend bist wird das auch geschätzt, weil du ''ungefährlich'' wirkst. Die Leute können aber nicht in deinen Kopf schauen; spüren nur, dass du nervös u. zögernd bist ohne den Grund zu kennen;  das wird intuitiv eher negativ ausgelegt.

Du redest von ''spüren'' und ''ablesen''. Kommuniziere !  Eine harsche Abfuhr wird bestimmt nicht so verletzend wie du dir das vorstellst ;-) außerdem ist dir derjenge ja dann eine Begründung schuldig.

Ein Trick ist auch, jemanden zuerst nur Bekanntschaft mit deiner Stimme machen zu lassen und erst am nächsten Tag ein Gespräch zu versuchen. Da bist du ihm schon automatisch sympathisch.

Wenn du so Angst vor den Meinungen anderer (was ja nur Wertvorstellungen aus deren Perspektive sind) hast empfehl ich dir mal dein Selbstbild abzulegen:

Antwort
von ghul666, 16

Toleranz ist heutzutage wohl immer noch oder wieder sehr schwierig zu finden. Ich würde solchen Leuten weiter freundlich begegnen aber sie soweit möglich ignorieren.

Die Hauptsache ist ja dass du nicht ganz alleine dastehst. Solange eine Handvoll Freunde da sind, ist eigentlich alles in Ordnung.

Sicher ist es schwierig, den ganzen Tag mit Abweisung und Argwohn umgehen zu müssen. Mach dir klar, dass das nur aus Angst und Unkenntnis resultiert und nichts mit dir persönlich zu tun hat.

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