Frage von Araarara, 201

Wie verhalte ich mich am besten, wenn mein Hund mich anknurrt?

Hallo ihr lieben..ich hol mal etwas aus um die ganze Sache so gut es geht schildern zu können ... Ich habe 2 Hunde eine 5 Jahre alte Bullterrier Hündin und eine 3 Jahre alte mischlingshündin... Mein Bulli ist der liebste und sozialste Hund überhaupt, sie ist auch von den beiden die unterwürfige... Meine mischlingshündin hin gegen hat leider eine schlechte Vergangenheit und ist denke ich deswegen in vielen Situationen unsicher und ängstlich. Ich hab sie bekommen da war sie gerade erst 8 Wochen alt. Ich hab sie von einer Arbeitskollegin bekommen nachdem sie sie zwei Wochen zuvor (Weihnachten!) geschenkt bekommen hatte... Meine Kollegin hat keine Ahnung von Hunden und hat den Welpen dann im Schrebergarten eines bekannten angebunden weil sie immer rein gemacht hat ... Als sie mir das erzählte hab ich ihr halt angeboten das ich den Hund zu mir nehme... Anfangs dachte ich der Hund sei taub weil sie nicht auf stimmen reagierte ... Sie wedelte nicht mit dem schwanz zeigte kein Interesse an iwas und lag nur alleine im Bad an der Heizung.... Nach und nach wurde es auch besser ... Heute ist sie sehr auf mich fixiert und in Gegenwart von bekannten Menschen ein sehr lieber Hund ... Nur fremde Menschen mag sie nicht und würde sie auch beißen wenn diese sie bedrängen und nicht darauf hören wenn man sagt bitte nicht streicheln.... Aber halt aus Angst... Damit kann ich aber soweit leben also ich weis damit umzugehen und ich akzeptier es auch das sie allgemein bisschen komisch ist nur macht sie manchmal Sachen damit kann ich nicht leben wie zB mich oder meinen anderen Hund anknurren weil wir zB auf die Couch wollen ...sie hat meine andere Hündin auch schon richtig böse gebissen weil sie den Futternapf verteidigen wollte... Naja und vorhin knurrte sie mich an weil sie auf einer Decke lag und ich die Decke weg nehmen wollte, hab sie sofort vor die Tür geschickt und erstmal draußen sitzen lassen beim raus laufen hat sie sich eingepinkelt ... Sie saß dann 10 min heulend vor der Tür und als ich sie wieder rein ließ hab ich ihr die Couch verboten .... Ich bin mir unsicher ob ich mich richtig verhalten habe... Mir tut es schon leid sie bestrafen zu müssen ...

Antwort
von LiselotteHerz, 201

Da habe ich alle Hochachtung vor Dir, Du hast einen schwer gestörten Hund aufgenommen. Wenn ich in dieser Situation wäre, würde ich mir Hilfe eines Tierhomöopathen holen. Gerade bei Fehlverhalten aufgrund von sehr schlimmen Erfahrungen (im Winter auf der Straße ausgesetzt, überall hingepinkelt, uns gekratzt, das wir aussahen, als hätten wir einen Schwertkampf hinter uns) habe ich mit einer meiner Katzen bei meiner Tierhomöopathin sehr, sehr gute Erfahrungen gemacht. Alles Gute. lg Lilo

Antwort
von Moepschen, 149

Hallo, also ich muss hier FeeGoToCof Recht geben, du hast den Hund ab der 8. Woche, das heißt du hast den Hund auch in der Sozialisierungsphase gehabt und du hast ihn auch in den 3 Jahren erzogen, leider ist da so einiges schief gelaufen. Dein Hund beansprucht die Couch? runter mit ihr sofort, Bett? raus mit ihr, sie knurrt dich an? nimm sie an die Leine geh mit ihr raus und mache mit ihr eine Unterordnung aber sie scheint auf der anderen Seite sehr sensible zu sein, um dir hier alles zu erklären müsste ich dir ein Buch schreiben, es wäre wirklich besser wenn du dir auf einem Hundeplatz oder einen privaten Hundetrainer Hilfe holst.Merke nicht der Hund macht die Fehler sondern der Mensch.Was den Wolf angeht, ist es wirklich so das man zu der Erkenntniss gekommen ist das es eine klare Rangordnung so nicht gibt, trotzdem, sind Wölfe und Hunde sehr sozial, was aber nicht heißt das es nicht ein gewisses Respektverhalten den älteren Tieren gegenüber gibt.Ach noch was zu dem Thema Wolf, der wildlebende Wolf hat seine natürliche scheu vor dem Menschen beibehalten, der Hund,wenn von klein auf ein Inniger Kontakt vorhanden ist nicht, wenn Hunde ohne menschlichen Kontakt groß werden zeigen sich meist die verhaltensweisen des Wolfes. Ich hoffe ich konnte hier ein bischen helfen und wünsche dir viel Erfolg mit deinem Hund und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Antwort
von FeeGoToCof, 140

Zunächst mal...vermische hier nicht Vielerlei. Die Ängstlichkeit Deiner Hündin hat nun mal gar nichts mit ihrer Respektlosigkeit, Dir gegenüber, zu tun.

Da Sofa wäre bei mir sofort tabu. Sie hat die absolute Kontrolle über Dich, Deinen anderen Hund und Dein Leben.

Dein "Mitleid" ist völlig fehl am Platze. Diese Energie hilft weder Dir, noch Deiner Hündin. Sie sucht nach ihrem Platz im Rudel und ist völlig hilflos darin, weil der Rudelführer (Du) selbst hilflos ist.

Jeder bei Euch ist orientierungslos.


Kommentar von Araarara ,

Mmm, das ist auch so ne Sache... Ich hab schon oft gelesen dass das mit dem Mensch als rudelführer Unsinn sein soll, und auch der Vergleich immer mit dem Wolf ....

Kommentar von FeeGoToCof ,

Blödsinn, o.k.?????

Na, dann hat diese Frage hier auch keine Chance.

Und einen Vergleich mit dem Wolf habe ich nicht angeführt.

Kommentar von Bonbonglas ,

"und auch der Vergleich immer mit dem Wolf" Wir, Spezies Mensch, sind viel länger auf Erden als die Spezies "Hund". Unsere nächsten Verwandten, Schimpansen, haben ein ähnliches Sozialverhalten in seinen Grundfesten wie wir. Also ist auch unser beider Vorfahre auch schon ähnlich drauf gewesen wie wir. Jetzt soll der Hund kein ähnliches Sozialverhalten in seinen Grundfesten haben, wie der Wolf? Ganz ehrlich, die Evolution von Säugetieren funktioniert in einpaar zehntausend Jahren nicht so gravierend! Man kann im Leben viel Lesen, aber wer garantiert, dass die Urheber dieser Artikel bzw. Bücher ihren gesunden Menschenverstand eingesetzt haben. Und wenn sich diese Menschen auf Studien berufen: Man kann so ziemlich alles mit einer "Studie" belegen, was man mit einer "Studie" bitte belegt haben will... Nach methodischen Fehlern fragt nach den meisten Veröffentlichungen die wenigsten Leser...

Kommentar von FeeGoToCof ,

Ich weiss nur, dass die meisten "0-8-15-Hundehalter" aus meiner Sicht alleine Schuld an den Verhaltlensauffälligkeiten ihrer Hunde haben.

Immer wird das "Vorleben, die Vorgeschichte, die schlimme Vergangenheit" als unüberwindbare Hürde hinzugezogen, um die eigene Unfähigkeit im Umgang mit dem Hund zu rechtfertigen.

Mein Umgang mit Hunden ist größtenteils instinktiver Natur. Der Hund ist für mich ein Tier und darf das auch gerne bleiben.

Suche ich die Attribute des Menschen, umgebe ich mich in meiner Gesellschaft mit Menschen.

Suche ich das Tier, so darf es gerne ein Hund sein. Aber so wird er dann auch behandelt. Meine Erfahrungen mit Hunden sind bunt, aber waren nie grenzwertig unüberwindbar. Ich glaube nicht, dass ich "nur Glück" hatte. Ich glaube einfach, dass man differenzieren muss, zwischen dem Umgang von Hund und Mensch.

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Hallo Bonbonglas, mit Verlaub, der "Hund" ist eine Unterart des Wolfes, dieser ist wohl als Kanide älter in der Erdgeschichte als der heutige "moderne Mensch"

http://www.oekosystem-erde.de/html/geologische_zeittafel.html

Studiere mal den Link, darauf findet man weitere Links. Ein Biologielehrer kann Dir hierzu sehr gut Auskunft geben.

Expertenantwort
von YarlungTsangpo, Community-Experte für Hund, 125

Hallo,

Du hast die Mixhündin seit der 8. Woche und sie ist nun drei Jahre alt und lebt genau so lange bei Dir...

- Sie knurrt Dich an weil Du die Decke unter ihr wegziehst...

- Du schickst sie darauf hin raus - wie denn und warum "pinkelt sie sich ein" (macht vor Angst in die Hose - auf Deutsch) ?

- Sie heult vor der Türe wenn sie psychisch von Dir fertig gemacht wird...

- Du verbietest ihr das Sofa (Du und der andere Hund sitzen drauf?)...

Also, entweder ist das hier ein Hoax oder Du misshandelst die Mischlingshündin seit drei Jahren....

denn: Du bist die Bezugsperson und für die Sozialisation und das Verhalten der Hündin verantwortlich! Mit viel Vertrauen hat das nichts zu tun wenn ein Hund alles unter sich lässt (Urin, Kot vor Angst)

Das soll heißen, Du faßt Deine Hündin viel zu hart an. Deswegen knurrt die Hündin Dich an, denn sie rechnet ständig damit sich selbst verteidigen zu müssen...

Das muß man aus Deiner Schilderung in der Frage schliessen.

Wenn die Frage also kein Hoax ist, dann bitte, bitte wende Dich umgehend an einen guten Hundeverhaltenstrainer und lass Dir beibringen wie Du mit dieser Hündin umgehen mußt. 

Wenn Du das nicht schaffst, dann bitte, bitte gib die Hündin beim nächsten Tierheim ab, sie hat es verdient ein stressfreies Leben bei lieben und geeigneten Menschen zu haben.

Kommentar von rosale ,

Dem kann ich nur beipflichten. Der arme Hund! und wenn die Hunde dann ganz verpfuscht sind durch durch den Besitzer, werden sie abgegeben. Von einer schlechten Haltung in die noch schlechtere wie beim Fragesteller!

3 Jahre Tierquälerei nenne ich das!

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Danke, vor diesem Hintergrund verbietet es sich hier - im Internet - ohne den Hund samt Halter in der Interaktion zu kennen, irgend einen "Erziehungstipp" zu geben.

Erst muss vor Ort ein Hunde liebender, erfahrener und gut ausgebildeter Hundeverhaltenstrainer die Ursache für Verhalten des Hundes analysieren und mit dem Hundehalter zusammen einen Massnahmenkatalog erstellen.

Massnahmen an welche der Mensch sich hält und halten will, sowie durchhalten wird.

Kommentar von Araarara ,

Ich hab sie raus gesperrt weil sie mich angeknurrt hat warum sollte ich meinen anderen Hund mit bestrafen ? Ich quäle meinen Hund bestimmt nicht ! Das ist ja wohl ne Frechheit!

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Einen Hund vor die Türe zu setzen ist schon eine harte Strafe für ein Soziales Gruppentier. Noch dazu wenn es so unsicher ist wie Du in der Frage beschreibst. Du entziehst dem Hund psychische Sicherheit

Psychische Strafen sind auch Strafen und sollten möglichst nie oder extrem selten angewendet werden.

Vor jeder "Strafaktion" steht das abklären - "Warum hat der Hund Dich angeknurrt"?

- Fehlverhalten Mensch

- bedrängt, verunsichert

- fürchtet der Hund etwas?

- usw...

Also bitte einen kundigen IBH Trainer vor Ort hinzuziehen!

Kommentar von Araarara ,

Ach und ich hab den Hund seit der 8 Woche vor mir war der Hund zwei Wochen bei einer Arbeitskollegin das heißt sie ist seit der 6 Woche von der Mutter weg... Und ein guter Züchter gibt den Hund erst ab der 12 Woche weg ! Warum ? Weil in der sozialisierungsphase braucht der Hund die anderen Welpen und die Mutter und keinen Mensch!

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Nun hatte der Hund ab der 6. Woche Mensch als Sozialpartner, ab der 8. Woche dann wieder - nämlich = Dich!

3 Jahre ist der Hund = 156 Wochen

davon 8 Wochen abgezogen = 148 Wochen, hattest Du Zeit aus diesem Hund einen sozial sicheren Hund zu machen. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, dass Welpen die zu früh abgegeben wurden trotzdem sozial sichere Hunde werden.

Aber: Mit dem Erziehungsmodell Mitleid und psychische, sowie körperliche Strafen erreicht man genau das nicht.

Bitte wende Dich an einen guten IBH Trainer bei Dir vor Ort, damit man diese Szenarien mit einem vor Angst urinierenden Hund endlich, zugunsten des Hundes beenden kann.

Jeder Hund hat ein artgerechtes, ausgefülltes Leben bei einem Mensch der ihn liebt verdient!

-Egal wie der Start ins Leben gewesen sein soll.

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