Frage von Chris778, 60

Wie verhält sich der Urlaubsanspruch bei austritt zum 30.11?

Folgender Fall. 24 tage Urlaub für das gesamte jahr. Bisher wurden 14 tage genommen und 10 sind demnach noch verfügbar. Habe gehört dass bei einer Kündigung ab 30.06 der volle Urlaub genommen werden kann. Stimmt das? Im neuen Unternehmen habe ich 29 tage urlaub. Wenn ich alle Urlaubstage nehmen würde, hätte ich im neuen Unternehmen noch Anspruch auf anteiligen urlaub für Dezember?

Antwort
von DarthMario72, 16

Wenn du länger als ein halbes Jahr in dem Unternehmen bist und in der zweiten Jahreshälfte ausscheidest, steht dir der gesamte gesetzliche Mindesturlaub zu - also 20 Tage bei einer 5-Tage-Woche. Für die restlichen Tage kommt es auf die Formulierung in deinem Arbeitsvertrag an: Ist die Rede von Werktagen oder von Arbeitstagen? Gibt es eine "Zwölftelregelung"?

Den gesetzlichen Urlaub darfst du dann im neuen Unternehmen nicht nochmal nehmen, Doppelansprüche werden im BUrlG ausgeschlossen. Nur den zusätzlichen Urlaub kannst du ggf. anteilig beanspruchen - was allerdings nur einen Tag ausmachen dürfte.

Antwort
von Chris778, 10

Das heißt theoretisch würde ich für Dezember im neuen Unternehmen zwar Urlaub gutgeschrieben bekommen für Dezember, durfte diesen aber bekanntlich erst nach der probezeit nehmen.

Antwort
von Familiengerd, 10

Wenn

> Dein Arbeitsverhältnis bei Beendigung am 30.11. länger als 6 Monate bestanden hat,

> es keine Vereinbarung zu einer anteiligen Berechnung des Urlaubsanspruchs bei unterjährigem Ausscheiden gibt und

> es im Vertrag keine Unterscheidung zwischen gesetzlichem und zusätzlichem Urlaubsanspruch gibt (z.B. durch eine Formulierung wie " Neben dem gesetzlichen Anspruch von 20 Arbeitstagen Urlaub wird ein weiterer Urlaub von 8 Tagen gewährt."),

dann hast Du Anspruch auf den gesamten vereinbarten Urlaub für dieses Kalenderjahr.

Dir steht dann allerdings kein Urlaubsanspruch bei einem neuen Arbeitgeber mehr zu - es sei denn, der Anspruch bei ihm wäre noch höher als beim jetzigen: in dem Fall dann ein anteiliger für das Restjahr.

Das ergibt sich aus dem Bundesurlaubsgesetz BUrlG § 4 "Wartezeit" in Verbindung mit entsprechender Anwendung des § 5 "Teilurlaub" Abs. 1. Das ist einheitliche Rechtsauffassung und durchgängige Rechtsprechung!

Gibt es dagegen eine Vereinbarung zu einer anteiligen Berechnung /(Zwölftelung) oder eine solche genannte Unterscheidung in der Formulierung zum Urlaubsanspruch, dann hast Du zwar nur einen anteiligen Anspruch, der darf allerdings den gesetzlichen Mindesturlaubsanspruch nicht unterschreiten.

Der Anspruch auf den gesetzlichen Mindesturlaub bleibt Dir also auf jeden Fall erhalten, wenn das Arbeitsverhältnis länger als 6 Monate bestanden hat.

Antwort
von GoodFella2306, 14

Teile einfach die Anzahl deiner jährlichen Urlaubstage durch 12. Dann weißt du, wie viel Tage dir pro Monat zustehen. Bei 11 Monaten also 11 mal die Anzahl der Tage pro Monat.

Kommentar von DarthMario72 ,

Das ist falsch!!!

Ist man länger als 6 Monate im Unternehmen und scheidet in der 2. Jahreshälfte aus, hat man Anspruch auf den vollen gesetzlichen Mindesturlaub!

Antwort
von FelixFoxx, 16

Du hast noch Anspruch auf 8 Urlaubstage im alten Unternehmen, 2 pro Monat.

Kommentar von MancheAntwort ,

das stimmt nicht !

wenn der Fragensteller länger als ein Jahr dort beschäftigt war, steht

ihm sein GESAMTER Urlaubsanspruch zu ! Also noch 10 Tage !

Kommentar von DarthMario72 ,

wenn der Fragensteller länger als ein Jahr dort beschäftigt war,

Auch das stimmt nicht. Länger als ein halbes Jahr!

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