Frage von klausog333, 179

Wie verhält sich der freie Wille des Menschen zum Allwissen eines Schöpfergott?

Was bewirkt mein freier Wille für mich, für meine Umwelt oder für Gott? Kann er überhaupt etwas bewirken oder ist er völlig wirkungslos?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Philipp59, 25

Hallo klausog333,

zunächst einmal möchte ich folgendes klarstellen: Gott ist nicht, wie viele behaupten, allwissend. Er weiß weder alles im Voraus, noch bestimmt er die Geschicke jedes Einzelnen. Somit bleibt genug Raum für das Hervorbringen des freien Willens. Diese Behauptungen möchte ich nachfolgend gern anhand er Bibel belegen.

Man muss im Zusammenhang mit Deiner Frage eine Wichtige Unterscheidung treffen: Gott besitzt aufgrund seiner Allmacht zwar die Fähigkeit, alles zu wissen, er macht jedoch von dieser Fähigkeit nicht überall und zu jeder Zeit uneingeschränkt Gebrauch. In einem Bibellexikon heißt es dazu:

"Wenn es Gott unter gewissen Umständen gefällt, von seinem uneingeschränkten Vorherwissen wahlweise und in beliebigem Umfang Gebrauch zu machen, hat bestimmt weder ein Mensch noch ein Engel das Recht, zu ihm zu sagen: „Was tust du?“ (Hi 9:12; Jes 45:9; Da 4:35). Es geht daher nicht um die Frage der Fähigkeit, d.  h. darum, was Gott vorhersehen, vorherwissen und vorherbestimmen kann — denn „bei Gott .  .  . sind alle Dinge möglich“ (Mat 19:26)  —, sondern darum, ob Gott es für angebracht hält, etwas vorherzusehen, vorherzuwissen und vorherzubestimmen, denn „alles, was er Lust hatte zu tun, hat er getan“ (Ps 115:3)".
(Quelle:"Einsichten über die Heilige Schrift" Band 2, Seite 1247).

Wie hier angedeutet wird, macht Gott wahlweise von seinem Vorherwissen Gebrauch. Das bedeutet, dass er beschließen kann, nicht alle Taten seiner Geschöpfe vorherzuwissen. Es gibt viele Beispiele in der Bibel, die eindeutig zeigen, dass Gott bestimmte Ereignisse und Entwicklungen nicht vorhersah. Das heißt jedoch nicht, dass Gott dazu nicht in der Lage gewesen wäre, doch macht er von seiner Fähigkeit des Vorherwissens nur selektiv Gebrauch. Wenn Gott z.B. bereits bei der Erschaffung des Menschen im Voraus gewusst hätte, welche späteren Entwicklungen es in der Menschenwelt geben würde, dann müsste man ihm berechtigterweise vorwerfen, er sei grausam. Außerdem würde ihn dann eine Mitschuld an der Misere der Menschheit treffen. Das ist jedoch nicht der Fall! So etwas würde sich mit seinen grundlegenden Eigenschaften, wie z.B. Liebe, Güte und Gerechtigkeit nicht vereinbaren lassen.

Dazu ein Beispiel: Stell Dir vor, jemand schaut sich die Aufzeichnung eines Fußballspiels an. Er könnte zwar sich schon zuvor das Ergebnis ansehen, doch mag er sich dafür entscheiden, sich zuvor das gesamte Spiel erst einmal anzuschauen. Ebenso hat Gott in vielen Situationen abgewartet, welche Entwicklungen sich ergeben würden (ohne diese vorher zu kennen) und hat erst dann entsprechend darauf reagiert.

Dass er sich jeweils so und nicht anders entschieden hat, gibt uns als Menschen nicht das Recht, dies zu bewerten und zu beurteilen. Jedenfalls handelt Gott niemals verwerflich oder ungerecht, heißt es jedoch in der Bibel über ihn: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, Denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; gerecht und gerade ist er" (5. Mose 32:4). Wir als Geschöpfe Gottes sollten uns also niemals anmaßen, an der Gerechtigkeit Gottes zu zweifeln. Eines sollten wir nämlich niemals vergessen: Die Fähigkeit, Dinge moralisch zu bewerten und zu beurteilen haben wir schließlich nicht aus uns selbst, sondern von Gott erhalten. Dies demütig anzuerkennen, macht es uns leichter, manche der Handlungsweisen Gottes zu verstehen oder zu akzeptieren.

LG Philipp

Kommentar von Mark1616 ,

Wenn Gott z.B. bereits bei der Erschaffung des Menschen im Voraus gewusst hätte, welche späteren Entwicklungen es in der Menschenwelt geben würde, dann müsste man ihm berechtigterweise vorwerfen, er sei grausam. Außerdem würde ihn dann eine Mitschuld an der Misere der Menschheit treffen. Das ist jedoch nicht der Fall! So etwas würde sich mit seinen grundlegenden Eigenschaften, wie z.B. Liebe, Güte und Gerechtigkeit nicht vereinbaren lassen.

Wenn ich einen roten Knopf sehe und ihn drücke, obwohl ich nicht weis was dieser Knopf bewirkt, so bin ich immer noch für die anschließende nukleare Vernichtung der Erde verantwortlich. Ganz besonders, wenn neben diesem roten Knopf die Gebrauchsanleitung liegt und ich einfach zu faul, doof oder unfähig war sie zu lesen.

So ein Verhalten wie du es beschrieben hast bezeichnen wir normalerweise als "grob fahrlässig".

Antwort
von Raubkatze45, 30

Das Allwissen des Schöpfergottes umfasst auch deine Entscheidungen und deren Folgen zum Guten oder Bösen. Du darfst nicht das Wissen Gottes mit seinem Willen verwechseln. Gott weiß, was jedem einzelnen Menschen zum Heil dient und hat für jeden auch einen guten Plan, den man Vorsehung nennt. Dieser Plan Gottes wird sich dann verwirklichen, wenn man sich dieser Führung Gottes auch anvertraut und mitwirkt. Das tun aber sehr viele Menschen nicht und kraft ihrer Freiheit können sie somit auch die Pläne Gottes durcheinanderbringen. Man kann z.B. Fügungen ausweichen, Möglichkeiten zur Erkenntnis ausschlagen, gegen sein Gewissen handeln, man kann Freiheit missbrauchen und Böses tun, wie man überall in der Welt auch leicht erkennen kann.

Gott wollte keine Marionetten, er wollte Freiheit und Verantwortung in den Menschen hineinlegen, sonst wäre Seine Liebe nur Zwang und eher eine Last. Er hat in Kauf genommen, dass auch die Ablehnung  Gottes und der Missbrauch der Freiheit möglich sind. Obwohl Gott den Menschen zum ewigen Glück in der Gemeinschaft mit Ihm bestimmt hat, hat der Mensch auch die Freiheit, dies abzulehnen und sein Nein zu Gott auch für die Ewigkeit gelten zu lassen. Gott respektiert das, weil er keine Zwangsbeglückung will.

Kurz gesagt: Die Dinge geschehen nicht, weil Gott es weiß, sondern weil es geschieht, weiß Gott es.

Natürlich ist man auch geprägt vom Umfeld, Erziehung, Kultur usw. Vieles würde man vielleicht anders machen und tut es nicht aus Rücksicht oder Angst vor dem Urteil anderer usw. . Freier Wille bedeutet ja nicht nur, dass man diesen auch immer durchsetzen kann. Das wäre in vielen Zwangssituationen ja gar nicht möglich, wo andere Menschen über uns Macht haben, zu bestimmen.  Freiheit ist vor allem eine Sache der inneren Einstellung, man kann dir zwar die Möglichkeit nehmen, deinen Willen durchzusetzen, aber dir kann keiner nehmen, was du innerlich denkst und willst. Man kann standhaft sein und seiner Überzeugung treu bleiben oder man kann sie verleugnen.

Kommentar von Mark1616 ,

Gott wollte keine Marionetten, er wollte Freiheit und Verantwortung in den Menschen hineinlegen

Wenn er denn tatsächlich so allwissend ist wie du es beschrieben hast, so hat er uns keinen freien Willen gegeben. Er hat das gesamte Universum geschaffen. Er hat jeden einzelnen Aspekt, der dein Leben beeinflusst, geschaffen. Er wusste wie du auf jeden dieser Aspekte reagierst und hat dein Verhalten somit auch vorherbestimmt.

Antwort
von danhof, 55

Das ist eine spannende Frage, finde ich.

Ich favorisiere derzeit folgendes Bild: Gott hat ein Buch geschrieben. Sozusagen meine Lebenschronik. Ich bin jetzt gerade auf Seite 45 oder sowas. Und ich habe meinen freien Willen, nachdem ich handeln und mein Leben gestalten kann.

Gott weiß bereits, wie es ausgeht. Er kennt das Ende des Buches. Aber ich nicht. Ich kann nicht aus dem linearen, zeitlichen Verlauf ausbrechen. Ich bin im hier und jetzt und entscheide jede Sekunde.

Vielleicht hilft das weiter :-)

Kommentar von klausog333 ,

Ich finde euch super! Eigentlich hat sich diese Frage aus einer Diskussion hier bei GF ergeben und ich bin überrascht, wie konstruktiv hier darauf geantwortet wird. Da bin ich in diesem Themenbereich anderes gewohnt.

Kommentar von ArbeitsFreude ,

Nur damit ich Dich recht verstehe, lieber danhof:

Du gehst also davon aus, Dein freier Wille existiert - doch Gott kennt ihn bereits und DESHALB, weiß er wie's ausgeht - nur verrät er Dir den Schluss nicht, um Dir die Spannung nicht zu verderben?

Wie frei wären denn dann Deine Entscheidungen noch, wenn sie  bereits festliegen (auch wenn Du sie nicht kennst...)?

Kommentar von danhof ,

Das ist ja genau das Spannungsfeld. Da ich gläubiger Christ bin, gehe ich davon aus, dass Gott alles weiß - sonst wäre er nicht vollkommen und damit für mich auch nicht als Gott anbetungswürdig.

Gleichzeitig möchte ich natürlich nicht das Gefühl haben, wie eine Marionette gesteuert zu werden im Leben.

Das mit dem Buch erscheint mir plausibel - so man bei so einer philosophischen Frage überhaupt davon sprechen kann: Ich kann mich frei entfalten und agieren. Nur wie, wann und wo ich sterbe, das steht bereits fest. Schon ein bisschen paradox, oder? Aber ich erhebe mit meiner Theorie ja auch keinen Allgemeingültigkeitsanspruch :-)

Vielleicht anders ausgedrückt: Die Star Trek-Besatzung fliegt in die Vergangenheit. Sie werden sich nicht in die Geschicke der Geschichte einmischen. Sie kennen das Schicksal von z.B. JFK. Sie wissen genau, was passieren wird. JFK weiß es nicht. Er entscheidet frei seine Geschicke.

Hier hätten wir - Zeitreisen und Nichteinmischung vorausgesetzt - ein Beispiel für freien Willen bei gleichzeitiger Kenntnis des Ausgangs.

Kommentar von Mark1616 ,

Was du beschreibst ist eine Illusion des freien Willens gegenüber Menschen. Was du vergisst ist, das der Eindruck von versch. Menschen komplett irrelevant ist. Deinem Gott gegenüber, der dich ja schließlich "prüft", hast du keinen freien Willen. Wie kann er dich dann für deine Sünden bestrafen?

Antwort
von Nadelwald75, 36

Hallo klausog33,

Das könnte man sogar noch auf die Spitze treiben: Mt 5,29: Verkauft
man nicht zwei Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen
zur Erde ohne den Willen eures Vaters.

Dafür ein Beispiel: Ich lege einen Kreis aus Blättern und setze einen blätterfressenden Käfer darauf. Ich weiß nicht nur, was passiert, sondern ich will es sogar. Und trotzdem zwinge  ich den Käfer zu nichts. Er handelt genau nach seiner Natur. – Zwischen mir und dem Käfer ist, was Wissen und Entscheidung angeht, ein großer Abstand.

Der qualitative Abstand zwischen mir und Gott ist aber unendlich größer. Obwohl Gott alles weiß, bin ich doch in der Freiheit meiner Entscheidung nicht eingeschränkt. Ich kann genau nach meiner Natur handeln und bin auch für mein Handeln verantwortlich.

Antwort
von Giustolisi, 42

Freier Wille und Allmacht schließen sich aus. Ein allmächtiger Gott müsste alles wissen können, auch das, was man tun wird. Wenn bereits fest steht, was man tun wird, ist der freie Wille nur eine Illusion. Könnte ein Gott nicht wissen, was man tun wird, wäre er nicht allmächtig. 

Hätte Gott einen Plan, so wie es viele Menschen glauben, dann wäre ein freier Wille auch nicht denkbar, denn er würde den Plan permanent durchkreuzen. Einen Plan zu haben, setzt Planbarkeit voraus. Ein freier Wille läuft dem zuwider.

Ein allwissender Schöpfergott ist an sich sehr unwahrscheinlich. Dafür enthalten seine Geschöpfe zu viele Fehler, die ein Anfänger nicht gemacht hätte. Die Evolutionstheorie erklärt diese Fehler.

Antwort
von JTKirk2000, 63

Es gibt da das Sprichwort, dass wir selbst unseres Schicksals Schmied sind. Dass also unsere Entscheidungen und Handlungen bewirken, wie sich unsere Zukunft entwickelt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es tatsächlich zutreffend ist, da ich schon oft erlebt habe, wie manche von mir in schwierigen Situationen getroffenen Entscheidungen meine spätere Entwicklung beeinflusst haben.

In Bezug auf die Frage in der Überschrift würde ich wie folgt antworten: Entweder bezieht sich die Allwissenheit Gottes nur darauf, dass er alle Möglichkeiten kennt, für die wir uns entscheiden könnten, aber eben nicht darauf, wofür wir uns zur gegebenen Zeit tatsächlich entscheiden, oder aber es gibt keine Entscheidungsfreiheit, was ich aber aufgrund bisher selbst erlebtem nicht glauben kann.

Kommentar von klausog333 ,

Vielen Dank, sehr gute Erklärung. Dem stimme ich zu...auch was eigene Erfahrungen betrifft.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Gern geschehen. :)

Kommentar von Lazybear ,

aber in wiefern waren deine entscheidungen frei? ich lebe noch, d.h. ich esse ausreichend, das was ich esse ist abhängig von meiner prägung, esse ich dadurch zu viel fett, werde ich zu fett und dass ich mich zu fettreicher kost "frei" entscheide ist abhängig von meiner prägung und nicht von meinem willen, denn mein wille ist das resultat meiner vorlieben, meines umfeldes, der erziehung und meiner biologischen merkmale! wie kannst du also ausschließen, dass du dich bei deinen entscheidungen, die im unterbewustsein gefällt wurden nicht von eben solchen dingen hast leiten lassen!?

Antwort
von thetee99, 45

Soweit ich das verstanden habe, hat Gott den Menschen einen freien Willen gegeben, damit sie sich selbst beweisen können. Andererseits gab Gott Vorgaben, z. B. die 10 Gebote und hat demnach eine bestimmte Erwartungshaltung, wie sich ein "guter" Mensch zu verhalten hat.

Jedenfalls denke ich schon das jeder Einzelne viel bewirken kann, durch seine Entscheidungen. Du kannst dich im Alltag bestimmt oft dazu entscheiden, jemandem bei etwas zu helfen und zu unterstützen, oder es zu ignorieren wenn jemand Hilfe braucht. Sowas fängt schon bei Kleinigkeiten an, kann aber die Welt immer ein kleines bisschen besser machen.

Der Oma, der man über die Straße hilft, hat vielleicht ein gutes Gefühl der Dankbarkeit und gibt das dann an die nächste Person weiter und diese dann wieder an die nächste Person usw... ist natürlich eine sehr idealisitsche Sichtweise, aber man kanns ja mal ausprobieren ;)

Antwort
von Lazybear, 59

Also entweder wir haben einen freien willen, dann ist gott nicht allwissend, was bedeutet, dass deine entscheidung jedesmal die zukunft verändert und somit das wissen darum unmöglich ist. Gibt es aber einen gott, der allwissend ist, so kann man unmöglich einen freien willen haben, da jede deiner "freien" entscheidungen ja bereits im vorfeld bekannt sind und damit auch bedingt, daher verstehe ich auch nicht wie es einen allwissenden gott geben kann und gleichzeitig die freiheit zu entscheiden! Biologisch gesehen echließe ich mich dem kommentar von Trashtom an!

Kommentar von Raubkatze45 ,

Du hast eine falsche Vorstellung von Allwissenheit. Sie bedeutet nämlich, dass Gott (der keine Zeiten kennt) alles weiß und darin ist auch die Zukunft und alle Entscheidungen des Menschen und deren Folgen eingeschlossen. Deshalb ist die sich durch menschliche Entscheidungen veränderte Zukunft Gott sehr wohl bekannt. Das Wissen Gottes um alles, was geschieht, und der Wille Gottes sind zwei verschiedene Dinge. Es geschieht nicht, weil Gott es weiß, sondern weil es geschieht, weiß er es.

Kommentar von Lazybear ,

sorry aber das macht absolut keinen sinn!

Kommentar von pinkyitalycsb ,

Und ob das Sinn macht! Lies es dir doch noch einmal ganz in Ruhe durch. Dann wirst du sehen, dass das gar nicht so schwer zu verstehen ist!

Kommentar von Lazybear ,

lesen kann ich sehr wohl, es ist nur so, dass dies nur funktionieren würde, wenn alle entscheidungen immer purer zufall wären! aber da die entscheidungen sich durch die beschaffenheit der menschen und der welt gegenseitig bedingen kann das nicht zutreffen, da hier ein dominoeffekt durch die schöpfung eintritt und somit der Weg doch schon vorgegeben!

Antwort
von Viktor1, 23
Was bewirkt mein freier Wille für mich, für meine 
Umwelt oder für Gott?

Dein Beitrag in einer Antwort:
"Sorge .. dich  nicht um das Ende der Welt.......... sondern trage deinen Teil dazu bei, daß sie besser wird."
Was
fragst du also noch ? Du weißt es doch.
Offensichtlich hat Gott ja dem Menschen die Welt anvertraut mit dem (All-) Wissen, daß er unvollkommen, fehlerhaft ist also seinen freien Willen auch "mißbrauchen" kann.
Für Gott bewirkt dieser Wille nichts. Du entscheidest damit für dein (unser) "Heil" oder Unheil - im Rahmen dessen, was uns gegeben ist.

Kommentar von klausog333 ,

Danke für deine kurze Antwort. Der Zusammenhang von freiem Willen und der Allwissenheit Gottes wurde innerhalb einer ganz anderen Frage kommentiert und sollte hier nun von allen behandelt werden können. Nur dafür habe ich sie gestellt, bin aber überrascht wie konstruktiv sie hier beantwortet wird. Bin ganz andere Töne in diesem Themenbereich gewohnt.

Antwort
von Suendenkind, 80

Freier Wille ist 50 zu 50. Zu 50% manipulierbar durch Erziehung und Umfeld.Wenn Du Beispielsweise als Kind in einer extremisten Familie geboren wirst welche den "heiligen" Krieg und das Töten von "Ungläubigen" befürworten, hast Du ziemlich Pech dass Du später warscheinlich ähnlich denken und handeln wirst, was ja direkt in die Hölle führen würde. Wenn Du jedoch Glück hast, mit Deinem Gehirn und Charakter, wirst Du die anderen 50% des freien Willen einsetzen und merken dass jegliche Form von Gewalt ins Verderben führt.

Es gibt einen Bericht eines IS Kämpfers welcher im Krieg erschossen wurde und ein Nahtoderlebnis hatte.Da sprach Allah oder Gott zu ihm dass er ein erbärmliches Leben geführt hat und wenn er nicht zurück zur Erde gehe und sich bessere er ihn direkt in die Hölle schicken würde.Er musste in diesem Stadium alle Qualen seiner Opfer und auch die Folgen seiner Taten an seinem eigenen Leibe erfahren.Er kehrte zurück und änderte sein Leben.Somit hatte er Glück dass sein Silberfaden (Verbindung zwischen Körper und Seele) noch nicht ganz getrennt war und somit nochmals eine Chance bekam.

Kommentar von Kenfmisttoll ,

Ist doch unfair. Für diesen IS Kämpfer wurde die Prüfung erleichtert, falls dieses Nahtoderlebnis wahr ist.

Kommentar von Suendenkind ,

Ja vielleicht, aber solche Berichte wie es tausende gibt zeigen,dass wir im Leben immer wieder die Möglichkeit haben umzukehren und ich finde es auch gut dass es sie gibt.Vielleicht lassen sich wenigstens ein paar Menschen davor abschrecken dass sie total auf dem falschen Weg sind.Jegliche Form von Gewalt und Krieg,auch begangen im Namen des Friedens und der Demokratie führen ins Verderben.Auch Polizei,Staatsgewalt und alle Beführwortungen von Kriegseinsätzen durch Präsidenten dieser Welt.Alle werden im Jenseits zur Rechenschaft gezogen.Da bin ich überzeugt.

Kommentar von DerBuddha ,

schöne märchengeschichten, die nur eines als sinn haben, den islam als wahr zu verkaufen................:)

wäre es wirklich wahr, würden auch die berichte ALLER menschen wahr sein, die auch solche erlebnisse hatten aber an völlig andere götter glauben..........denk mal drüber nach...............*g*

denn dann müsste es nur so wimmeln vor lauter götter und somit wäre der beweis erbracht, dass entweder ALLE religion und götter existieren, oder keiner.......ich tippe auf letzteres............*g*

Kommentar von Suendenkind ,

Ich habe nicht gesagt dass der Islam war ist.Das war nur ein Beispiel.Da gibt es Berichte von allen Religionen.Einer hat mal gefragt welche Religion war währe und die Antwort war "Die richtige Religion ist die welche direkt zu Gott führt".Also es ist egal was Du bist.Auch wenn Buddhisten nicht an einen Schöpfergott glauben,obwohl das nicht für alle gilt (lebe in Thailand und meine Familie sind Thais und Buddhisten) haben sie im Kern genau die gleichen Erfahrungen,positive wie negative.Wenn manche die Schöpfung sehen nennen sie ihn halt Brahma obwohl das aus dem Hinduismus kommt.Für mich sind alle Religionen richtig und falsch.Am Ende zählt nur was Du bist.Ich verurteile niemanden und vor allem versuche ich niemanden von etwas zu überzeugen.Soll jeder glauben was er will.Ich habe Nahtoderfahrungen studiert von vielen Religionen und die haben mich überzeugt.Das Ergebnis war dass alle "heiligen" Bücher und Schriften in jeder Religion zu 5% richtig und zu 95% falsch liegen.

Kommentar von DerBuddha ,

deine märchengeschichte hat von einem muslime gehandelt und egal welche religion solche märchen in die welt setzt, es giolt für alle religionen was ich geschrieben habe, also einfach mal richtig lesen:

"wäre es wirklich wahr, würden auch die berichte ALLER menschen wahr sein, die auch solche erlebnisse hatten aber an völlig andere götter glauben"

Die richtige Religion ist die welche direkt zu Gott führt".

das ist der knackpunkt, denn es gibt KEINE götter, also führt auch NICHTS zu erfundenen märchenfiguren................*g*

Das Ergebnis war dass alle "heiligen" Bücher und Schriften in jeder Religion zu 5% richtig und zu 95% falsch liegen.

dass weiss jeder, der sich mit der geschichte der religionen beschäftigt..............*g*, deshalb existieren auch die jeweiligen götter NICHT.......:)

Ich habe Nahtoderfahrungen studiert von vielen Religionen und die haben mich überzeugt.

nahtoderlebnisse existieren zwar, haben jedoch einen völlig anderen hintergrund, der hat NICHTS mit irgendwelchen religiösen vorstellungen zu tun.........und wie willst du nahtoderfahrungen mit religiösen dingen in verbindung setzen, wenn du selbst zugibst, dass die religionen alle falsch sind?..........denn wer zugibt, dass 95 prozent der schriften jeder religion falsch sind, gibt damit auch zu, dass diese religionen ALLE falsch sind..........WIE findet also dann eine nahtoderfahrung den weg zur religion mit einem gott/schöpfer darin, egal wie man diesen dann nennt?..................du widersprichst dir also selbst, wenn du behauptest, dass die religionen alle falsch sind, und gleichzeitig dann meinst, nahtoderfahrungen sind der beweis für die richtigkeit eines schöpfers.......... WER ist dann dieser "gott"?

Kommentar von Suendenkind ,

Ich glaube nicht dass ich mich wiederspreche weil die Nahtoderfahrungen sich in den Kernelementen auch nicht wiedersprechen.Ich habe auch nicht gesagt dass alle Religionen nur falsch sind sondern auch Warheiten erhalten.Und die Warheiten dieser Kernelemente sind wohl die 5% Wahrheit der einzelnen Religionen zusammengefasst.Die Nahtoderfahrungen haben mit Sicherheit auch mit religiösen Vorstellungen zu tun,aber nur Visuell ohne Dogmas und irgendwelchen Rituale was die 95% Unwarheiten sind.Die jenigen Buddhisten welche die Schöpfung und einen Schöpfer angeblich gesehen haben sollen versuchen halt einen Namen dafür zu geben.Es gibt Buddhisten sowie Christen welche gesehen haben sollen wie das Universum durch einen Schöpfer geschaffen wurde.Ich habe meine Frau gefragt wie denn das sein könnte wenn die Buddhisten an keinen Gott glauben.Sie sagte mir dass für sie Brahma=Buddha der Schöpfer sei,obwohl sich ja das gemäss buddhistischer Lehre wiedersprechen würde.Die jenigen die keine Schöpfung gesehen haben glauben weiterhin dass es keinen Gott gibt.Aber für mich sind eigentlich diese Diskussionen ob es einen Gott gibt oder nicht, nicht so wichtig wenn jemand nicht an einen Gott glaubt.Aber Fakt ist dass es auch im Buddhismus eine Hölle und Himmel nach dem Tod gemäss allen Nahtoderfahrungen gibt.Und in die Hölle will ja niemand.Auf die Frage, wer ist dieser Gott wenn es einen gäben würde ist: Gott ist! (und niemand kann ihn für sich alleine beanspruchen).Ich persönlich glaube aber auch an die Reinkarnation.Viele westliche Nahtoderfahrungen glauben nach der Erfahrung auch an die Reinkarnation.Somit währe wohl vielleicht ein Mix zwischen Buddhismus und Christentum sowas wie die richtige Religion.Dann währen wir wohl schon mit 10% an der richtigen Religion dran.Aber keine Ahnung.

Ok?Bleib locker.Ich habe das alles nur studiert und mir eine Meinung gebildet.Ob die dann richtig ist weiss ich natürlich auch nicht.Ob Du es als Märchengeschichte anschaust ist am Ende Dir überlassen.Ich respektiere Deine Sichtweise.Glaub Du weiterhin dein Ding und lass andere ihre Dinge glauben.Aber sicher ist dass niemand,weder Du noch ich,die Absolute Warheit kennen.Am Ende beissen wir alle ins Gras und jeder muss alleine mit seinem Schicksal fertig werden.

Antwort
von FragaAntworta, 52

Alles nur eine Illusion, der freie Wille und auch der Schöpfergott, also wie kann man das in einen Zusammenhang setzen, wenn man nicht glauben kann oder will?

Kommentar von klausog333 ,

Dieser Zusammenhang wurde innerhalb einer ganz anderen Frage kommentiert und sollte hier nun von allen behandelt werden können.

Antwort
von grtgrt, 16

Freier Wille - sofern wir ihn denn wirklich haben - kann natürlich begrenzt sein.

Er kann uns z.B. nicht helfen, 300 Jahre alt zu werden, auch wenn wir uns das so wünschen sollten.

Ohne jetzt darauf eingehen zu wollen, wie sich Gott den nun genau definiert und ob er - gegeben irgend eine Definition - denn so auch wirklich existiert, wird man sagen müssen:

Freier Wille ist dazu da, die Entscheidungen zu treffen, die Gott uns selbst überlassen möchte.

Kommentar von grtgrt ,

Unter rein logischen Gesichtspunkten hat Gottes Allwissenheit natürlich rein gar nichts damit zu tun, in welchem Ausmaß er uns freien Willen zugesteht. 

Aus Gottes eigener Sicht könnte das anders sein, aber die kennen wir ja nicht.

Kommentar von grtgrt ,

Auch darf die Frage, ob wir freien Willen haben, nicht verwechselt werden mit der Frage, in welchem Umfang wir in der Lage sind, ihn durchzusetzen.

Es stößt ja schließlich unser Wille stets auf den Willen anderer, und Gott könnte nicht gerecht sein, wenn er beabsichtigen würde, uns allen gerecht zu werden.

https://www.gutefrage.net/frage/freier-wille-existent#answer-217780033 .

Kommentar von grtgrt ,

Es muss natürlich heißen: Wenn er nicht beabsichtigen würde ...

Antwort
von Trashtom, 98

Ich denke nicht, dass es einen freien Willen gibt. Meiner Meinung nach treffen wir all unsere Entscheidungen aufgrund von äußeren und inneren Einflüssen. 

Auf unserer Ebene mag man es als freien Willen definieren was man heute zu Mittag isst, sieht man aber genauer hin ist jede Entscheidung ein aufgebautes Konstrukt (Was esse ich gerne? Was braucht der Körper gerade? Verbinde ich positive Erinnerungen mit einem Gericht (Großmutter)? Welche Temperatur haben wir? Welche Farbe mag ich gerne? etc..).

Kommentar von apophis ,

Ich kann mich aber genausogut dazu entscheiden Pilze zu essen und ich hasse Pilze.

Deine Entscheidung wird zwar beeinflusst, sie ist aber nicht davon abhängig. Auch ganz ohne Einflüsse kannst Du Dich entscheiden und das frei, ohne Zwänge.

Kommentar von Trashtom ,

Auch ganz ohne Einflüsse kannst Du Dich entscheiden und das frei, ohne Zwänge.

Vermutlich hast du dich jetzt dazu entschlossen Pilze zu Essen, weil ich gesagte habe du hast keinen freien Willen und du jetzt auf irgendeine Weise das Gegenteil beweisen willst. ;)

Hätte ich das nicht gesagt, wärst du nicht auf die Idee gekommen jetzt Pilze zu essen die du eigentlich hasst.

Trotzdem: Guten Appetit.

Antwort
von nowka20, 8

der wille ist zur zeit immer abhängig von sympathie und antipathie, also NIEMALS frei

Antwort
von DerBuddha, 20

1. ist der freie wille nur bedingt wirklich ein solcher und IMMER abhängig von vielen vielen dingen, möglichkeiten usw...........

2. wäre ein freier wille wenigsten bedingt real, während die ganzen figuren in den religionen nur märchenfiguren sind, die der mensch sich aus freiem wille heraus selbst erfunden hat..........denn alles unerklärliche einem überwesen zuzuschieben ist wesentlich einfacher, als seinen freien wille zu nutzen und mal über mögliche unerklärliche dinge wirklich nachzudenken............*g*

im übrigen hätte z.b. kein opfer dieser welt einen freien wille..............niemand will opfer werden, muss aber trotzdem damit leben, wenn es mal in irgendeiner form ein opfer wird.....z.b. verkehrsunfall, straftaten, katastrophen, krieg usw...usw....... wer behauptet, ein freier wille existiert wirklich, sollte DAS mal den eltern eines kindes ins gesicht sagen, dessen kind missbraucht und geötet wurde............

denkt mal drüber nach............:)

Antwort
von joergbauer, 12

Der Tod des freien Willen

Antwort
von Delveng, 53

Du glaubst nur, Dein Wille sei frei und merkst nicht, dass Du doch gesteuert wirst.

Kommentar von klausog333 ,

Von wem wird der freie Mensch gesteuert? Gibt es überhaupt den freien Menschen?

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