Hallo zusammen, wie sollte man sich verhalten wenn man zum Essen eingeladen ist, aber bei einem Gang etwas dabei ist was man nicht gerne mag.
Bei mir ist es so das ich Beispielsweise aus Geschmacksgründen sehr ungern Lamm esse. Wenn es nun aber aufgetischt wird dann "Augen zu und durch" oder zur Seite schieben und liegen lassen?
Wie verhaltet ihr euch in einer solchen Situation?
Danke für eure Ansichten. Gruß Thomas
Höfflich darauf hinweißen dass man zB. Lamm nicht gerne mag, dies der Gastgeber aber ja nicht wissen konnte. Aus höflichkeit zumindest mal versuchen und wenn es dann wirklich nicht schmeckt kann man den Gang ohne Probleme ausfallen lassen.

Lass einfach auf dem Teller, was Du nicht magst ( aber wenigstens ein Stückchen probieren). Wenn Dich jemand drauf anspricht, kannst Du sagen, dass wäre nicht Dein Geschmack. Lob einfach im gleichen Atemzug einen der anderen Gänge oder den Wein, dann sind alle zufrieden.
Runnaway am 12. November 2008 12:17 Ja wenn man etwas negatives sagt und gleich was positives hinterher klingt es wirklich nich mehr unhöflich!

bei gegrilltem Schafsdarm oder Stierhoden (das gibts wirklich) würde ich verweigern, aber bei Lamm - die Stücke dürften eh nicht so groß sein - sag ich mal, Augen zu und durch; evtl. kommst Du sogar auf den Geschmack

Sagen, dass man eine bestimmte Nahrungsunverträglichkeit, vergleichbar mit einer Allergie, z.B. gegen ein bestimmtes Gewürz hat. Bei Lamm ist z.B. i.d.R. das Gewürz ROSMARIN oder auch weißer Pfeffer. Auch dagegen kann man allergisch sein
Danke für die vielen schnellen Antworten.
Noch zur Ergänzung. Zum ersten Advent bin ich über/mit einer guten Bekannten zu einem privaten Essen eingeladen bei dem ich die Gastgeber selber noch nicht kenne und nicht sagen kann wie der Abend abläuft und wie serviert wird.
Also werd ich es mal mit Augen zu und durch versuchen. Sollte es mir absolut nicht schmecken wrede ich den Wein loben...;-))
Sag Deiner guten Bekannten, dass sie den Gastgebern durch die Blume und im Voraus mitteilen soll, dass Du kein Lamm isst. Wenn man das im Voraus weiß kann man ohne Probleme eine Portion "Ausweichgericht" zubereiten.
Richtig schwierig wird es (weiß ich aus Erfahrung) wenn den Leuten beim Hauptgang einfällt "Ach ja ich bin Vegetarier (habe Laktoseintoleranz, bin algerisch gegen alles grüne, etc. etc.)
ach, wenn ich schon an die kleinen, süssen Lämmer denke.... wie kann man diese niedlichen Geschöpfe überhaupt in die Pfanne hauen?!?!?!?
ich für meinen teil würde von Anfang an ganz nett darauf hinweisen, dass ich auf die Fleischbeigabe verzichten möchte. Ohne einen Grund zu nennen! NIEMAND kann NIEMANDEN zwingen etwas zu essen, was dieser nicht möchte, oder? Eine freundliche Ablehnung ist nicht Sittenwidrig! Es ist eher unhöflich jemanden zum Essen zu zwingen.

Du kannst den Ober schon bei Vorspeise bitten, dass er dir kein Lamm auftischt.
Falls der Gastgeber nachfragt, sag es einfach, dass du es leider nicht verträgst (ob aus Geschmacksgründen, kann ja egal sein, DAS musst du nicht erwähnen).

Ich denke das kommt in erster Linie darauf an wer einläd wenn es ein Freund ist kannst du es liegen lassen und einfach höflich sagen das du allgemein kein Lamm magst! Wenn es aber eine Einladung vom Chef, ein Date oder der erste Besuch bei der angehenden Schwiegermutter ist würd ich es runterwürgen du glaubst gar nich was ich mir aus höflichkeit alles schon reingezwängt hab!
Mach mal eine Ansage das würde mich interessieren.
Ich könnte mit Hundefleisch, Klapperschlange (die ging eigentlich), Lebendessen(Honigameisen), und Mehlwürmern dienen.
Runnaway am 12. November 2008 12:23 Iiih nee ich dachte eher an ganz normales essen nur ekelig zubereitet meine Schweigermutter hat mir mal was auf den Teller getan, da dacht ich bis zur Hälfte es wäre Schwein dann hat sie mir gesagt das es Ente ist das war dann nich mehr lecker!
In manchen Kulturen ist das normales Essen. Das geschmacklich fragwürdigste hat mir mal ein Schwede auf den Teller gelegt das Zeug hieß Surströmming. Das hat selbst mich schwer beeindruckt. Mein damaliger Chef hat am Tisch ziemlich gewürgt. Jetzt weiß ich was "alter Schwede" für eine Anerkennung ist.
Gibt nichts was man nicht essen kann. Und ich kann Dir sagen Lamm ist nichts gegen das Zeug was Dir ein chinesischer oder koreanischer Geschäftspartner auf den Tisch legt. Ich möchte manchmal gar nicht so genau wissen was das Glibberzeug in der Suppe ist. Und ich habe bisher alles überlebt.
Runnaway am 12. November 2008 12:16 Tapfer echt, respekt!

Ich esse eigentlich kein Lamm und keinen Fisch, wurde zum Essen in ein Sterne-Restaurant eingeladen und was gabs: 3 Gänge, bestehend aus Hummer, Maimai und Lamm... also Augen zu und durch. Es war fantastisch, ich konnte gar nicht glauben, dass Dinge, die man nicht mag, so gut schmecken können.

Du weißt sicher schon einige Zeit vorher, wann das Essen ist. Sprich mit dem "Einlader", dass Du ein ganz bestimmtes Gericht bzw. Lebensmittel nicht magst oder sogar nicht verträgst. Der-/Diejenige wird darauf eingehen. Es ist nichts dabei. Und die Lokalität ist auf solche Eventualitäten vorbereitet. Wünsche Guten Appetit! K.
Puh, ich mag das auch nicht, aber der Höflichkeit halber würde ich ein bißchen davon essen.
Das andere empfände ich als unhöflich.
Mir haben schon viele Leute gesagt: "Dann war es nicht richtig zubereitet, probier mal meins!" - was soll man da sagen? Geschmeckt hat's mir noch nie.
Also: Augen zu und durch. Ist eine gute Übung.