Frage von Daleduc, 77

Wie verhält man sich richtig, wenn man einem Bären begegnet?

Hallo!

Ich denke gerade über einen Wanderurlaub nach und in der Region werden gelegentlich Bären gesichtet.

Es gibt dazu ganz unterschiedliche Infos im Internet. Die örtlichen Ranger sagen "Es ist unwahrscheinlich, dass man einem begegnet, also keine Sorge", andere Berichte von Wanderern sagen, dass Bären dann doch mal Nahe eines Camps vorkommen, weil sie sich über Jahre darauf eingestellt haben, dass dort, wo Menschen sind, auch Futter zu finden ist.

Trotzdem bin ich im Unklaren darüber, ob die Bären dann tatsächlich nur irgendwas an Futter suchen und sich womöglich durch Lärm/Licht verscheuchen lassen oder ob sie dazu neigen, sich aggressiv gegen Menschen zu verhalten oder eben auch Menschen verfolgen/jagen. Rennen können sie ja verdammt schnell.

Dagegen spricht jedenfalls, dass ich noch nie von tatsächlich Toten/Verletzten durch Bären gelesen habe bei meiner Recherche. Auch wird dazu auf offizieller Seite nicht wirklich viel informiert, als stelle es eigentlich auch überhaupt keine Gefahr dar.

Wer hat da mehr Ahnung?

Antwort
von Malavatica, 57

Ruhe bewahren und keine Lebensmittel liegen lassen. 

Wenn sie sich nicht bedroht fühlen, haben sie auch keinen Grund anzugreifen. 

Antwort
von NBHanniBall, 7

Hallo Daleduc,

falls du in einem Bärengebiet Zelten gehst, würde ich auf gar keinen Fall irgendwelche Lebensmittel im Zelt aufbewahren, besonders keine Süßigkeiten. Der Bär zerreißt mit einem Tatzenschlag das Zelt und steht dann neben dir.

Das Essen wird alles in einen (Ruck-) Sack gepackt und in einer gewissen Entfernung vom Zelt mit einem Seil an einen Ast nach oben gebunden.

Wenn du einen Bären tatsächlich begegnest, auf gar keinen Fall Lärm machen, um den Bären zu verscheuchen, dass könnte ihn eher erschrecken und dann wird er versuchen dich in die Flucht zu jagen, nicht lustig, denn der Bär ist unheimlich schnell und kommt auch machen Baum hoch.

Am besten, wie oben schon beschrieben, in ganz langsamen Bewegungen den Rückzug antreten, wenn dies aber nicht möglich ist, weil der Bär schon zu nahe ist oder "angriffslustig" wirkt, mit dem Gesicht Richtung Boden hocken / legen und sich tot stellen.

Einen Bären von einer sicheren Entfernung beobachten zu dürfen ist etwas ganz besonderes. Aber bei Bären ist immer Vorsicht geboten.

Viel Spaß.
HanniBall

Antwort
von amidis, 10

Das Bärenabwehrspray sollte auch für den unwahrscheinlichen Fall sein
dass der Bär dich angreift. Denn dann hast du eher schlechte Karten.
;-)

Mir persönlich wäre in so einem Moment dann auch egal ob das Tier deswegen leidet. Besser der Bär als du tot oder?

Hier paar Verhaltensregeln:
http://www.faszination-kanada.com/kanada-entdecken/wildlife-natur/verhaltensrege...

Antwort
von Grautvornix, 39
Pass auf die Bienen auf.




Nach Angaben von Lynn
Rogers, Bärenexperte am North American Bear Centre in Ely, Minnesota,
wurden in den vergangenen 100 Jahren 56 Menschen in Kanada und den USA
durch Schwarzbären getötet. – Quelle:
http://www.berliner-zeitung.de/15637706 ©2016

Im Falle eines
Grizzly-Angriffs sollte man keinesfalls wegrennen, sondern sich tot
stellen, indem man sich mit dem Gesicht nach unten auf den Boden legt
und den Nacken mit Händen und Armen schützt.Auf ein Todesopfer durch
Schwarzbären kommen in Kanada und den USA 13 Todesfälle durch Schlangen,
45 durch Hunde, 120 durch Bienen, 249 durch Blitzschlag und 60 000
durch Tötungsdelikte. – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/15637706
©2016



http://www.berliner-zeitung.de/kanada-liebt-seine-baeren--aber-es-gibt-auch-gute...
Kommentar von Daleduc ,

Nagut 45 durch Hunde? Ich erwarte jetzt nicht, dass ich mitten in der Wildnis einem Hund begegne. 

Dafür begegne ich in meinem Wohnort bestimmt täglich 20 Hunden. Das ist ja ein ganz anderes Verhältnis. 

Kommentar von Grautvornix ,

Statistik ist in dem Falle nicht hilfreich, man müsste die zahl der Begegnungen mit einbeziehen.

Aber wenn du dir Dokus anschaust, wie sich Tierfilmer verhalten, kannst du dich dran orientieren.

Wie du selbst schreibst, ist wohl wegrennen die schlechteste Option.

Kommentar von alarm67 ,

Man sollte auch verstehen können, was man liest!

Da Du in Deinem Umfeld 20 Hunde hast und immer noch lebst, kannst Du dir ausrechnen, wie wahrscheinlich es ist, dass Du von einem Bären angegriffen/getötet wirst!

Was die Zahlen ebenfalls eindeutig aufzeigen: Der Mensch ist das Problem, nicht die Tiere! 

Kommentar von Daleduc ,

In einem Wald ist es nunmal möglich einem Tier zu begegnen, auf dessen Speisekarte ich stehen könnte - mal abgesehen von scheuen Rehen - und es mir nicht als Haustier halte bzw damit rechnen muss, dass ein Hundehalter ein aggressives Tier nicht an der Leine hat. 

Das sind Äpfel und Birnen und bringen mich bei der Frage nicht weiter. 

Antwort
von ApfelTea, 21

Langsam hinsetzen.. ruhe bewahren. Das reicht normal schon

Kommentar von rudelmoinmoin ,

aua, aua, das merkst du aber erst, wenn du tot bist

Kommentar von ApfelTea ,

versuch mal wegzurennen. ich wette du stirbst als erster

Antwort
von alarm67, 34

Der MENSCH ist der aggressive, NICHT der Bär! Der fühlt sich eher bedroht und wehrt sich halt!

Ich sehe ehrlich gesagt keine Gefahr, wenn ihr euch an die Spielregeln haltet.

Kommentar von Daleduc ,

Die Frage zielt ja auf die Spielregeln ab. 

Die einen berichten halt von "Lärm und Licht verscheucht die" die Kommentare hier sagen "stell dich tot" oder "Ruhig bleiben". 

Hab jetzt noch ne andere Quelle gefunden, wo geraten wird, Pfefferspray zur Bärenabwehr bei sich zu führen - wobei ich das als Tierquälerei empfinde. 

Mir geht es lediglich darum, wie ich mich bei einer Begegnung verhalte. Ich weiß ja nicht wie stark Hunger/Jagdinstinkt bei denen ausgeprägt sind oder ob sie so an den Mensche gewöhnt sind, dass sie sich - überspitzt gesagt - sogar füttern ließen, um dann wieder abzuzischen. 

Kommentar von rudelmoinmoin ,

>Die Frage zielt ja auf die Spielregeln ab<.

das Tier hat seine eigene Regel, die nur ein Fachmann kennt

Antwort
von rudelmoinmoin, 13

nicht da hingehen wo diese "Haustiere" sich aufhalten, das ist die beste "Vierhaltungsregel" alles andere wäre für ein Laien, was du bistnicht akzeptabel, weil sich Wildtiere sich anders verhalten, als du Denkst 

Kommentar von Daleduc ,

Nö. Ich will auch diese Landschaft erkunden wie tausende andere Hobbywanderer auch, nur mit dem Unterschied, dass ich nunmal nicht die tolle Hotelunterkunft brauche und nach 10 km "genug gewandert" sage, sondern auch mal ne Nacht im Zelt rasten möchte und mir 30-40 km locker liegen. 

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