Was meint Ihr wie man sich verhalten soll, wenn Bekannte ihr Baby, das genauso alt ist wie das eigene, durch den plötzlichen Kindestod verloren haben? Wenn man sie besucht oder einlädt sehen sie doch praktisch immer was sie verloren haben, und wir sind auch sehr betroffen und traurig über den Tod. Wie soll man am besten vorgehen um die Eltern nicht zu verletzen?

ich selber habe mein baby verloren und ich hasse es, wenn ich anders behandelt werde....ich will deswegen auch noch babys sehen und im arm halten.klar tut es weh und ruft erinnerungen aus aber das wird einen ein lebenlang tragen und ich will deswegen aber net anders behandelt werden..aber da ist jeder anders. sei für sie da...und frag sie einfach ob es sie stört und sie wird dir eine antwort darauf geben und so verhältst du dich dann auch....deswegen wird dir keiner sauer sein. du kannst ja nicht hellsehen und in deine freundin reinsehen. was solche frauen eher brauchen, sind leute die ihnen zuhören und sie mal in den arm nehmen aber sich nicht anders behandeln. manche haben mich wie eine mit einer ansteckenden krankheit behandelt

Schwierig.
Fragt sie doch einfach, was sie empfinden und wie ihr euch verhalten sollt.
kataha am 9. Oktober 2009 16:15 DH!
Furchtbarer Gedanke!
Ich denke man sollte so natürlich wie möglich den Umgang weiterpflegen. Vielleicht in den ersten Wochen das eigene Baby "sparsam" zu den Treffen mitnehmen.
Es ist grausam, aber noch grausamer wäre es, in dieser Situation auch noch Freunde zu verlieren. Nimm die Trauernden einfach ab und zu in den Arm und zeige, wie du mit ihnen leidest.
Das ist eine unendlich schwere Situation :-(
Generell würde ich sagen möglichst "normal" verhalten, für die Eltern da sein, zuhören. Euer Kind gehört eben auch dazu, auch wenn erst schwerfällt. Auf der Straße werden sie auch Kinder sehen, die im gleichen Alter sind, die Trauer ist überall und nie weg. Das wird auch noch in einigen Jahren so sein dann ist der Gedanke da "so alt wäre unser Kind nun auch"
Ich würde aber auch mit den Eltern darüber reden, dass es euch schwerfällt ihnen gegenüber zu treten, weil ihr Angst habt ihre Trauer daurch zu verstärken (was kaum möglich ist, es ist nichts schlimmer als ein Kind zu verlieren) Wenn ihr nach einer für euch angemessenen Zeit es schafft mit ihnen zu reden, ist das gut für alle!
Das du dir darüber Gedanken machst, zeigt wie wichtig dir diese Leute sind, also sei einfach da! Nicht erst verkriechen und sagen "Ich gehe später hin" Das später kommt nie, weil man sich dann irgendwann schämt.
Leider kenne ich diese Situation auch und ich war dankbar für alle, die sich mir gegenüber möglichst normal verhalten haben.
Normal verhalten heißt aber nicht sich zu verstellen, du darfst auch zeigen, dass du mitfühlst und betroffen bist, du sollst aber auch deine Familie nicht verstecken, das hilft nicht, auch wenn es lieb gemeint ist.

es würde ja auch nichts bringen dass andere kind dann für die zeit wegzusperren...
Das Leben geht weiter, einfach ganz normal und wie immer verhalten.

Hmm ist sehr schwierig, nehm es einfach mit, sie sollten es verstehen das ihr euer eigenes Kind wegen dem Kindestod von den anderen nicht eifach so wegschmeißen könnt..... ist aber sehr sehr schwierig!
Herzliches Beileis
oje, das ist ja furchtbar und tut mir sehr leid. Sprecht am besten mit ihnen drüber, lasst sie nicht allein.für sie ist es so schon schlimm genug und nicht dass sie aus furcht der andern auch noch freunde verlieren. Niemand hat schuld an diesem unglück, versucht ihnen das immer wieder behutsam zu erklären.Alles gute
Ganz normal mit ihnen umgehen und auch ruhig auf ihre Trauer ansprechen. Viele sind erleichtert, wenn sie sich ihren Kummer von der Seele reden können.
Ja, jeder Mensch geht anders mit seiner Trauer um und das eigene Kind zu verlieren, ist so ziemlich das Schlimmste, was eine Mutter passieren kann. Wenn Du nicht genau weisst, wie Du die Sache angehen sollst, kannst Du Deine Bekannte zu Dir einladen. Sie kann dann selbst die Entscheidung treffen, ob sie sich dieser Situation stellen kann, ob sie es verkraftet, wenn sie Dich mit Deinem Baby sieht. Vielleicht ist es ihr sogar eine Hilfe und Stütze, wenn Du mit Deinem Baby für sie da bist. Wichtig ist, dass sie jemanden hat, mit dem sie reden kann, wenn sie es will, mit dem sie schweigen kann, wenn ihr danach ist, einfach eine Freundin, die für sie da ist.
Hab selbst ein Kind verloren und mir hat es sehr geholfen zu reden über die zeit die ich mit meinem Ungeborenen hatte.Rede mit ihr darüber.