Wie verhält es sich mit dem Wohnrecht als Alleinerbin?

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1 Antwort

Dass die als enterbt geltende Tochter ein Pflichtteilsrecht hat, ist nicht zweifelhaft. Wenn sie einziger Abkömmling des B. ist, würde B. bei seinem Tod gesetzlich zu 1/2 von A. (wenn hier der gesetzliche Güterstand bestand) und von der Tochter zu 1/2 beerbt werden.  Das bedeutet, dass sie als Enterbte einen Pflichtteil (als Geldforderung) in Höhe von 1/4 des Nachlasswertes des B. von der Erbin A. einfordern könnte. Zum Nachlass des B. gehört das mit dem Wohnrecht für A belastete Hausgrundstück. Das Wohn-recht wurde der A. vor mehr als 10 Jahren "geschenkt". Ich gehe daher davon aus, dass in den Pflichtteil der Tochter nicht der Wert des unbelasteten Hauses zu errechnen ist, sondern nur aus diesem Wert abzüglich des (vor mehr als 10 Jahren an A geschenkten)  kapitalisierten Wertes des Wohnrechts. Dieser Abzugsbetrag ergibt sich aus dem Jahres(miet)wert der Wohnung multipliziert mit dem sich aus der amtlichen Sterbetafel ergebenden Multiplikator, der sich nach dem Lebensalter der A. richtet.  Sie sollten aber gleichwohl einen Erbrechtsanwalt konsultieren, um das bestätigen zu lassen. Denn ich habe verständlicher Weise nicht die Zeit, meine Antwort durch eingehende Lektüre der juristischen Fachliteratur zu überprüfen und abzusichern. Meine Antwort ist somit nach bestem Wissen, aber ohne Verbindlichkeit zu verstehen. Und Sie werden das verstehen !

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Kommentar von runningri
09.03.2016, 19:25

So sehe ich das auch, aber vielleicht hat ja jemand noch eine alternative Sicht :) ...bezüglich der Hinweise auf eine rechtliche Vertretung - ich möchte anhand der hier gegebenen Antworten keine Entscheidungen in einem Lebenssachverhalt treffen. So viel Vernunft bringe ich mit und bitte ich mir dementsprechend auch zuzugestehen. Eher als eine Art Übung betrachten - es darf also gern fantasiert werden :D

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