Frage von Hansi43, 60

Wie verhält es sich mit dem Unterhalt bei einem gemeinsamen Kind und eheähnliche Gemeinschaft?

Ich habe aus einer vorherigen Beziehung eine Tochter. An die Mutter zahle ich von Geburt an Unterhalt nach Düsseldorfer Tabelle. Jedes mal wenn eine Erhöhung ins Haus steht, werde ich darüber mindestens 2Monate vorher von der Mutter informiert. Ich verweigere mich nicht und deshalb geht meistens alles reibungslos über die Bühne. Nun habe ich noch ein 2.Kind welches mit mir und der Kindesmutter zusammen wohnt. Seit Januar in diesem Jahr steht oder stand wieder eine Erhöhung an welche ich aber diesmal verweigert habe, da ich erst mal klären möchte ob ich eine Erhöhung zahlen muss und ich nicht eventuell auch für mein 2.Kind unterhaltsverpflichtet bin und der Gesamtunterhalt für beide Kinder auf meinen Verdienst aufteilt. Die Kindesmutter(vorheriger Beziehung) meint ich bin meinen 2.Kind nicht unterhaltsverpflichtet weil das Kind bei mir wohnt und ich und meine Partnerin einen gemeinsamen Haushalt führen. Dann höre ich wiederum, dass ich beiden Kindern unterhaltsverpflichtet bin und keines der beiden Kinder einen Nachteil durch das andere Kind haben darf. Ich weiß nicht was stimmt und einen Anwalt zu befragen in einem Beratungsgespräch ist sehr kostenintensiv. Hat vielleicht jemand Erfahrungen mit einer solchen Konstellation? Für Antworten bin ich sehr dankbar. Meine beiden Kinder sind 15 und 3Jahre alt.

Antwort
von kiara36, 28

Du zahlst nicht direkt - wie bei einer Überweisung - ein Unterhalt an Dein Kind, sondern versorgst es mit, indem es mit Dir lebt.
Natürlich wird Dir da eine Pauschale zustehen, die bei Deinem Gehalt berücksichtigt wird.
Heißt konkret als Beispiel, wärst Du beim Jobcenter und würdest einen Antrag auf Leistung stellen - würden die einen Pauschalbetrag für die Unterhaltskosten für das Kind im gemeinsamen Haushalt berechnen.
Jedoch auch den Unterhalt, den Du an Dein erstes Kind zahlst.

Wenn Du nicht genug Geld für einen Anwalt hast, gehe zum Amtsgericht - trage dort Dein Anliegen vor und frage ob Du Anspruch auf einen Beratungsschein hast. 
Bei diesem bezahlt Du lediglich einen kleinen Unkostenbeitrag (Letzter Stand bei mir waren 10 €) und kannst Dich anwaltlich beraten lassen.

Der Anwalt rechnet es für Dich aus und berät Dich, ob Du damit zum Jugendamt gehst und eine Neuberechnung forderst.

Antwort
von rasperling1, 22

Du bist zwar natürlich auch dem 2. Kind gegenüber unterhaltspflichtig (wovon sollte das Kind denn leben, wenn es keinen Unterhalt bekommt? Eigenes Einkommen hat es wohl nicht ...). Und zwar unabhängig, ob das Kind bei Dir lebt oder nicht. Das ändert aber grundsätzlich nichts an der Unterhaltspflicht gegenüber Deinem ersten Kind. Etwas ändern könnte sich allenfalls dann, wenn Du finanziell nicht mal in der Lage bist, wenigstens den Mindestunterhalt für beide Kinder zu leisten (also 355,- Euro und 240,- Euro). Sollte es in diesem Fall nachweisbar keine Möglichkeit für Dich geben, Dein Einkommen zu verbessern (etwa durch eine Nebentätigkeit), so kannst Du den Unterhat für beide Kinder um denselben Prozentsatz kürzen, so dass Dir Dein Selbstbehalt von 1.080,- Euro bleibt. Sollte die Kutter Deines zweiten Kindes eigenes Einkommen haben, so reduziert sich aber eventuell infolge des Zusammenlebens Dein Selbstbehalt.

Antwort
von martinzuhause, 20

du bist für beide kinder unterhaltspflichtig. reicht das einkommen dazu nicht bekommen da beide nur einen teil des unterhalts.

ob das zweite kind bei dir wohnt oder nicht ist dabei unerheblich.

Antwort
von sunnyhyde, 25

wie des jetzt genau gerechnet wird kann ich dir nicht sagen, aber du bist im recht.du kannst kostenlos zum jugendamt gehen und den unterhalt neu berechnen lassen..hat mein ex mann auch so gemacht...

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