Frage von Heimsuchender, 36

Wie verhält es sich mit arbeitslosengeld, wenn mein mietvertrag länger läuft als ich eigentlich da wohne?

Hallo:) Also ich wohne in einer Unistadt zur Miete und der Mietvertrag gilt ein Jahr. Da ich aber vorhabe, mich auszuschreiben an der Uni und wieder in die Heimat zu ziehen, stellt sich mir folgendes Problem: sobald ich exmatrikuliert bin, habe ich keinen Anspruch mehr auf Bafög, somit müsste ich mich arbeitslos melden, um die Miete bis zum Auslaufen des Vertrags zu zahlen. Ich gehe davon aus dass ich mich dort arbeitslos melden muss, wo ich gemeldet bin als Einwohner. Das wäre bald wieder meine Heimat. Da ich dann bei meinen Eltern wohne, muss ich auch nicht doppelt Miete zahlen, jedoch weis ich nicht, ob ich Leistungen beziehen kann für die Miete in besagter Unistadt. Ich hoffe, jemand kann diesem Wirrwarr etwas entnehmen und mir sinnvoll helfen:D

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von EstherNele, 11

Du hast jetzt ein bisschen die Situation, dass sich eine Reihe Dinge widersprechen. Wenn du dich exmatrikulieren lässt und Leistungen beantragst, dann müsstest du es an deinem Hauptwohnsitz tun.

Wenn der Uniort das ist, das wäre gut. Kündige deine Wohnung zum schnellstmöglichen Termin, beantrage ALG II und wohne noch in der Wohnung, bis zum Kündigungstermin. Such dir nen kleinen Job dazu und zieh zurück, wenn dein Mietvertrag ausgelaufen ist (vielleicht kommst du ja doch schon nach 3 Monaten raus).
Das wäre Lösung 1.

Die zweite Variante: du präsentierst einen Nachmieter und entschwebst rasch in Richtung Heimat. Und beantragst dort Leistungen.

Soviel ich weiß (bzw. ich bin ziemlich sicher) musst du Leistungen am Hauptwohnsitz beantragen. Wenn du den Mietvertrag am Uniort noch hast, musst du in dem Ort wohnen, um dort Leistungen und vor allem KdU -Kosten der Unterkunft zu beziehen.

Was solltest du daraus gelernt haben? Dass man solche Ereignisse wie einen Studienabbruch zumindest mit einplanen oder für möglich halten sollte und sich eine Ausstiegsklausel im Mietvertrag vorbehalten.

Hättest du eine Sonderausstiegsklausel eingebaut "Sonderkündigungsrecht ... 14 Tage zum Ende des Monats, 1 Monatsmiete als Ausfallpauschale zusätzlich" wäre immer noch eine bessere Variante, als einen Mietvertrag noch 6 oder 7 Monate an der Backe zu haben.

Viel Glück!!

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Miete, 14

Also ich wohne in einer Unistadt zur Miete und der Mietvertrag gilt ein Jahr. 

Bitte mal den genauen Wortlaut aus dem Mietvertrag als Kommentar posten.

Da ich aber vorhabe, mich auszuschreiben an der Uni und wieder in die Heimat zu ziehen, stellt sich mir folgendes Problem: sobald ich exmatrikuliert bin, habe ich keinen Anspruch mehr auf Bafög, somit müsste ich mich arbeitslos melden, um die Miete bis zum Auslaufen des Vertrags zu zahlen. 

Du meinst wohl Hartz IV.

Falls die Mietzeit im Mietvertrag wirksam ist, solltest mit dem Vermieter reden, ihm die Situation erklären und ihn bitten, das man Dich vorzeitig aus dem Vertrag lässt.

Antwort
von anitari, 16

ALG und Mietzahlungen haben nichts mit einander zu tun.

Du kannst hier nur versuchen dich mit dem Vermieter zu einigen.

Was genau (wörtlich) bedeutet "der Mietvertrag gilt ein Jahr"?

Antwort
von konstanze85, 15

Das wäre dann wohl kein Arbeitslosengeld, sondern Hartz 4 oder hast Du ein Jahr lang gearbeitet und Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt, die ausreichend sind?

Nun, Dich exmatrikulieren zu lassen ist Deine freie Entscheidung, also gehe ich nicht davon aus, dass Du Ansprüche hast, aber genau weiß ich es nicht.

Frag den Vermieter ob er Dich früher rausläßt oder ob Du einen geeigneten Nachmieter suchen darfst, sodass dem Vermieter kein geld duch die Lappen geht. Erkläre ihm Deine Situation. Vielleicht kommt er Dir entgegen, aber er muss es nicht, da er einen Vertrag über einen Jahr mit Dir hat.

Antwort
von DarthMario72, 19

Du könntest versuchen, dich mit deinem Vermieter auf einen Aufhebungsvertrag zu einigen. Oder du bietest ihm an, nach einem geeigneten Nachmieter zu suchen. Auf beides kann er sich einlassen, muss es aber nicht.

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