Hallo, ich hab ein problem und zwar hab ich vor einigen Monaten einen zusätzlichen Vertrag zu meinem Mobilfunkvertrag abgeschlossen und möchte den aber nun widerrufen. Und zwar sollte ich eine weitere Handykarte erhalten und sie aktivieren damit ich den Service nutzen kann den ich beantragt hab. Die Handykarte und die Vertragsdaten sollten mir per post zugeschickt werden und ich hätte mich beim Postboten mit meinem Personalausweis identifizieren lassen müssen und natürlich unterschreiben. Leider hab ich weder Handy noch Vertragsdaten zugeschickt bekommen, also war ich mir sicher dass es zu keinem Vertragsabschluss gekommen ist. Dazu muss ich sagen der Vertragsabschluss lief am Telefon ab. Jetzt ist es aber so dass ich dafür bezahle obwohl ich nichts erhalten hab und das Unternehmen sagt sie haben einen rückschein der post bekommen dass ich mich angeblich identifiziert und unterschrieben hab, was aber gelogen ist weil ich ja nichts erhalten hab.
Na ja und jetzt muss ich halt einen Brief verfassen, dass ich nichts erhalten hab und das widerrufen möchte. Aber irgendwie find ich keinen Anfang wie ich den Brief formulieren soll. Vielleicht kann mir ja von euch jemand helfen. Würd mich sehr freuen :)
LG Nesly
Liebe Nesly, das ist eine ärgerliche und inzwischen auch etwas komplizierte Geschichte. Wenn du nicht die geborene Briefeschreiberin bist, empfehle ich dir, die ganze Sache eher stichwortartig zu formulieren, damit auch der Empfänger durchblickt. Also etwas so: "Sehr geehrte Damen und Herren, in obiger Angelegenheit (obige Angelegenheit hast du kurz im Betreff genannt mit Vertragsnummer etc., Anm. der Verfasserin ;-))teile ich Ihnen folgendes mit. Der Einfachheit halber beschreibe ich die Sachlage stichwortartig." Und dann einfach nacheinander runterschreiben, was wie war. Hab ich in komplizierten Angelegenheiten auch schon so gemacht und kam gut an, weil auch der Empfänger viel leichter durchblickt, worum es geht. Also in etwa so: "-Am xy rief mich einer Ihrer Mitarbeiter an....blabla. -Daraufhin geschah das und das, blabla.". Einfach die Fakten nacheinander auflisten. Und immer schön sachlich bleiben, der Empfänger hatte meist selbst gar nichts mit der Angelegenheit zu tun! LG Sinalina

Wenn du schon seit Monaten bezahlst obwohl du keine Leistung erhälst würde ich die Sache meinem Anwalt übergeben - der kann dann auch gleich den Brief für dich schreiben und dich bei der Anzeige, die du bei der Polizei wegen Betruges erstatten solltest - unterstützen.

Bei der Verbraucherzentrale gibt es eine günstige Beratung durch einen Anwalt, auch ein Brief kostet da nicht so viel.
Sonst hast Du schlechte Karten, glaube ich, weil Du schon mehrere Monate bezahlst.

Hiermit widerrufe ich vorsorglich den Vertrag ... und erkläre ihn für null und nichtig.
Er ist ungültig zustande gekommen.
Sollten Sie Unterlagen haben, die Ihnen scheinbar das Gegenteil beweisen, bitte ich sie diese rechtsverbindlichen Daten per Einschreiben mir vorzulegen bis zum Datum (in 10 Tagen)
Ich hoffe auf ihre Mitarbeit bei der Aufklärung, wie es zu diesem Vertrag kommen konnte.
Sollte sich das Zustandekommen des Vertrages ihrerseits zwischenzeitlich als gegenstandslos herausgestellt haben erbitte ich Ihre sofortige Mitteilung.
Bei Nichthören von Ihrer Seite bis zum (in 10 Tagen) gehe ich davon aus, daß der Ihnen vorliegende scheinbare Vertrag keine Verbindlichkeiten mir gegenüber enthält!
Hochachtungsvoll
Rainer Betrüger
bitte auf www.brief-vom-weihnachtsmann.de gehen, da kann man einen Originalbrief vom Polarkreis aus Finnland mit Sondermarke und Sorderstempel bekommen, Text selber schreiben oder schreiben lassen. Der Brief kommt einige Tage vor Weihnachten beim Empfänger an