Frage von Voynich01, 187

Wie verfahre ich nun weiter mit UGV?

Hallo,

ich hatte mich schon mal wegen dieser Frage gemeldet, habe jetzt jedoch neue Unterlagen und hoffe auf weitere hilfreiche Antworten, für die ich mich schon mal im Voraus herzlichst bedanke, bevor ich es später vergesse: Ich hatte im August '15 eine Klospülung bestellt, bin in Verzug geraten und habe nun die UGV am Hals, die völlig überzogene Forderungen stellt (was in den unten beigefügten Texten gut ersichtlich ist). Mahngebühren sehe ich ein, jedoch nicht das vierfache von der Hauptforderung. Wie gehe ich nun weiter vor?

Vielen Dank!

Antwort
von kevin1905, 129

Wie man immer vorgeht.

  • Hauptforderung zzgl. Mahnkosten und ggf. Zinsen sind an den Gläubiger zu zahlen.
  • Inkassobüro kriegt einen Widerspruch über die Gebühren und ein Verbot der Datenweitergabe an die Schufa.
  • Füße hoch.
Kommentar von mepeisen ,

Stimme zu. Ich würde insoweit maximal 50€ bezahlen. Zweckgebunden, also im Verwendungszweck "Nur HF + erlaubte Zinsen + Briefporto". Deinem eingescannten Kontoauszug entnehme ich, dass das bereits passiert ist. Soweit so gut.

Dem Inkasso würde ich folgendes schreiben: "Wertes Inkasso. Lassen Sie mich eines klar stellen: Ich werde weder frei erfundene 40€ Mahngebühren, noch wucherische Zinsen zahlen. Und ganz bestimmt werde ich nicht ihre frei erfundenen 'Verzugsschäden' bezahlen. ihre Drohung mit Anwälten werde ich nun mit einem Antrag auf Lizenzentzug beim Aufsichtsgericht beantworten. Sollten Sie mich weiterhin belästigen, ergeht gegen Sie ohne weitere Ankündigung Strafanzeige wegen versuchten Betrugs, versuchter Nötigung und Belästigung. Wenn Sie irgendetwas von mir wollen, wenden Sie sich an das zuständige Aufsichtsgericht. Guten Tag."

Dann würde ich eine Beschwerde ans fürs Inkasso zuständige Aufsichtsgericht schicken (Kostet außer Briefporto nichts).

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Hiermit beschwere ich mich über UGV Inkasso und beantrage einen sofortigen Entzug der Lizenz. Begründung: Das Inkasso erhebt frei erfundene Mahngebühren in Höhe von über 40 € (!) Dies würde über 20 Mahnbriefen entsprechen und ist nicht einmal ansatzweise begründbar. Es stellt einen erheblichen Zusatzverdienst des Inkassos dar, da nicht einmal der Gläubiger diese wucherischen Mahngebühren erhebt. Darüber hinaus wurde dem Gläubiger offenbar empfohlen, das über dreifache des gesetzlich erlaubten Verzugszinses zu erheben. Die Begründung erscheint mir mit "Anlageverlust" frei erfunden und hält sicher einer gerichtlichen Prüfung nicht stand.

Das Wichtigste ist jedoch, dass zum einen trotz meiner zwischenzeitlichen Zurückweisung mangels Vorlage einer Vollmacht diese bis heute nicht vorgelegt wurde. Zum Zweiten droht das Inkasso nun schon mehrfach offen damit, weitere Kosten durch Abgabe an einen Anwalt verursachen zu wollen. Nur der Gläubiger selbst darf einen zweiten Rechtsdienstleister hinzuziehen. Das Inkasso ist dazu gar nicht berechtigt. Zudem demonstriert das Inkasso damit offen, dass es gar nicht in der Lage ist, weder fachlich noch sachlich, ordnungsgemäße Rechtsdienstleistungen zu erbringen. Es ist für das Stellen eines Mahnbescheides oder das Eintreiben einer Schuld offenbar zwingend auf einen Rechtsanwalt angewiesen. Damit liegen aber die Zulassungsvoraussetzungen gemäß RDG nicht vor und von Amts wegen muss dem Inkasso die Geschäftstätigkeit sofort untersagt werden.

Nach meinem Kenntnisstand hat das Bundesministerium der Justiz 2015 dazu aufgerufen, insbesondere bei Verstößen gegen die bereits bestehenden Gesetze und bei mutwilligen Gebührentreibereien sofort und rigoros einzuschreiten. Sollte es hier also nicht zu einem Entzug der Lizenz kommen, werde ich mich dort über die dann offenbar lasche Haltung des Aufsichtsgerichts beschweren. Meinem Kenntnisstand kommt nämlich erschwerend hinzu, dass besagtes Inkasso seit Jahren immer wieder Straftaten begeht und immer wieder absurde frei erfundene Gebühren jenseits des gesetzlich erlaubten regelrecht erpresst und sich daran offenbar eine goldene Nase verdient. Hier muss eingeschritten werden."

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Und ja, ich würde das so deutlich schreiben. normalerweis müsste das Inkasso dann deinen Datensatz ausbuchen mit dem Vermerk "Wehrt sich, Finger weg davon".

Kommentar von Voynich01 ,

Hallo mepeisen!

Vielen Dank für diese auch für eine Inkasso-Unerfahrene gut verständliche Anleitung für den weiteren Widerspruch. Und gleich noch eine Frage: Wo oder wie finde ich das zuständige Amtsgericht?

Ist dies in diesem Fall das unten im 1.Schreiben erwähnte Gericht in Ludwigshafen?

dankbare Grüße 

Kommentar von mepeisen ,

www.rechtsdienstleistungsregister.de

Dort das Inkasso suchen (Erster Button oben links) und da steht das zuständige Gericht dabei.

Antwort
von EXInkassoMA, 97

Cool bleiben

Inkassogebühren sind im Zusammenhang mit einem Onlinebezahldienst wie Klarna NICHT durchsetzungsfähig und wird mangels Erfolgsaussichten nicht eingeklagt

An diesem Sachverhalt können ach die Schlitzohren der UGV nichts ändern

Weise die Forderung unter Anheimstellung des rechtsweges schriftlich zurück

Rechne trotzdem mit weiteren Briefen

UGV schiebt zusätzlich noch ein RA Schreiben nach um den Druck zu erhöhen

p.s die Identinkassogebühren hättest Du Dir auch ersparen können

Antwort
von Zahlverweigerer, 71

woher stammen diese 41,40 € an Auslagen, die auf die Rechnung von Klarna draufgeschlagen wurden? Versucht UGV eventuell die Inkassokosten, die Ident haben wollte zusätzlich zu den eigenen Kosten geltend zu machen? Hat Ident Inkassokosten erhoben? Wenn ja, in welcher Höhe? Das sieht mir nach Betrug aus.

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