Wie verbuche ich Auslagen für Mittagessen?

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2 Antworten

Eine Eigenbewirtung gibt es nicht - im Endeffekt handelt es sich um Kosten der privaten Lebensführung.  Jedenfalls fällt mir kein Grund für eine Abziehbarkeit ein. Einzig könntest du den Verpflegungsmehraufwand als Betriebsausgabe erfassen, wenn du auswärts  tätig warst. 

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Naja, das Finanzamt stellt sich normalerweise quer, wenn Du explizit eigene Bewirtungsbelege buchst. Stattdessen stehen Dir ja ab 8 Stunden die Pauschalen für Verpflegungsmehraufwand zu.

D. h. ich würde mir zwar in der Kantine dort die Belege geben lassen und sie separat beim Projekt abheften, aber nicht in die Buchführung übernehmen. Dann hast Du die Belege zumindest noch da, falls es mal Rückfragen seitens des Kunden bzgl. der Auslagenhöhe gab.

Was Du dann auf jeden Fall machen kannst: dem Kunden eine Rechnung über Deine Leistungen plus Verpflegungsauslagen stellen.

Was Du ab 8 Std. auswärts auch machen kannst: Deine VMA-Pauschale (12 Euro) einbuchen.

Der Nachteil in dieser Konstellation ist, dass Du die vom Kunden bezahlten Mahlzeiten als Betriebseinnahme hast, und diese dann letztlich vereinkommensteuern musst.

Damit Du nicht auch noch die Mehrwertsteuer verlierst, solltest Du schauen, ob Du dem Kunden die Bruttoverpflegungskosten berechnen kannst und zusätzlich zum Schluß nochmal die 19 % aufschlägst. Wenn Du den Posten einigermaßen neutral benennst (z. B. einfach "Spesen" o. ä., aber vielleicht nicht unbedingt "warme Mahlzeit"), dann kann er die aufgeschlagene MwSt als Vorsteuer wieder ziehen, es schadet ihm also nicht.

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Kommentar von JimKnopf99
26.10.2016, 17:33

Danke für eure Antworten!

In meiner Branche ist das etwas schwer....die 12 Euro VMA kann man nur sehr selten auf die Rechnung schreiben.

Von daher bin ich dankbar, dass mein Kunde mir anbietet, die tatsächlichen Kosten für die Mahlzeit zu bezahlen. Ist besser als nichts.

Wenn ich das richtig verstehe, dann ist wohl der beste Weg, das Mittagessen privat zu bezahlen....den Bon nicht in die Buchhaltung zu übernehmen und dafür dem Kunden das Mittagessen nicht Netto, sondern Brutto auf die Rechnung zu schreiben.

Somit wird das Essen sozusagen doppelt versteuert.

1 mal zahle ich die 19% direkt in der Kantine und dann zahlt nochmal mein bei Rechnungsstellung. Hat das Finanzamt also einen guten Fang gemacht aber ICH bleibe wenigstens nicht auf den 19% sitzen.

Einzig und allein erhöht es leicht meinen Gewinn und belastet mich  so bei der Einkommensteuer....was jedoch bei 40x Essen im Jahr überschaubar sein sollte.

Hab ich das so richtig kapiert? :-)

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