Mein Sohn (6) mußte kürzlich die schmerzliche Erfahrung machen , das sein Opa plötzlich und unerwartet verstorben ist! Er ist sowieso ein sehr stures und recht anstrengendes Kind, nun wird´s immer schlimmer. Wie können wir ihm und uns helfen? Bin echt ratlos, er ist nun seit 3 Stunden komplett durch den Wind und schreit, weil er nur seinen Willen haben möchte....

wenn er sich nicht beruhigen lässt in den nächsten tagen, dann gehe bald zur schul-psyhologischen beratung oder wende dich an die caritas, wen oder welche einrichtung sie dir empfehlen. geschulte leute können da einem kind ganz anders helfen als wir eltern. lg
Kinder können sehr gut mit dem Tod umgehen. Sie können schnell vergessen. Die Verhaltensweise deines Sohnes dürften andere Ursachen als die geschilderte haben.
marlylie am 28. Juni 2009 15:25 es ist zu vermuten, das sein verhalten grundsätzlich andere gründe hat - und der tod des opas jetzt so was wie der tropfen im fass ist, der alles zum überlaufen bringt

dass Kinder kommen und Alte irgendwann gehen (müssen)ist der Lauf der Welt.
Ich denke,Kinder gehen mit Verlusten "anders"um,sie realisieren schon,dass da ein Mensch,der vor kurzem noch nah war,nie mehr kommen kann und wird.
Was Deinen Sohn angeht,der seit 3 Std.nur schreit...geh mal zur Erziehungsberatung ans Jugendamt,Diakonie,Caritas oder PROFamilia.
Weiss nicht,ob NUR der Tod vom Opa das Problem ist. Eher KONSEQUENZ und eine klare Linie Deinerseits.
Du schreibst nichts davon,wie weit der VATER Einfluss nimmt auf die Erziehung des Jungen.Ob Du mit dem Vater noch zusammenlebst oder alleine erziehen musst...falls man fragen darf?
DU bist die Mutter und hast das SAGEN;klar ist es OBERNERVIG;ein renitentes lautes "schwieriges"Kind zu haben..diesen Satz schon über einen 6jährigen,was wird dann in 10Jahren sein,der Lütte in der betreuten Wohngruppe,weil es zuhause nicht mehr ging oder -straffällig(im schlimmsten Fall,ich hoffe nicht..)?
Hol Dir doch professionelle Hilfe,um das besser händeln zu können für die Zukunft UND lass Dich von einem SECHSjährigen nicht kirre machen. DU BIST DIE ERWACHSENE,der die Richtlinien vorgibt....nicht der lebhafte Bub,der seine Grenzen ausloten will. Alles Gute :-).
An der Konsequenz liegt´s nicht! Mein Mann und ich arbeiten da sehr gut zusammen! und unser sohn weiß es genau, testet es aber immer wieder!
brunhilde45 am 28. Juni 2009 15:32 dann zeigt ihm weiter mit ein wenig MEHR Härte und ich rede NICHT von Schlägen,die Grenzen auf.
Irgendwann sieht er,dass er SO NICHT mehr weiterkommt mit seinen Provokationen und lautem Geschrei. Möglich,man neigt aus Gründen der blanken Nerven und andauernden Geräuschkulisse eher zum Einlenken. BLOSS nicht ;-).
filixart am 29. Juni 2009 03:22 Herzlichen Glückwunsch, so ein Kind habe ich auch!!! Das gibt sich wenn die fast erwachsen sind ;o) Haltet durch!!! Ganz, ganz wichtig! Kopf hoch, es kommen auch wieder andere Zeiten! LG Filix
Leider haben wir aktuell auch einen Trauerfall in meiner Familie, ich habe beschlossen es meinen beiden töchtern seit 1 Woche 5 + 6 1/2 Jahre alt zu sagen: die große brach in tränen aus, hat festgestellt, dass die (ur) oma jetzt gar nicht mehr aus dem märchenbuch vorlesen kann, wer das buch jetzt bekommt, wer dann in den Zimmern von oma wohnt und viel geweint. Dann hat sie gefragt ob ich noch fotos habe, zum glück war meine Oma erst letzten Sonntag noch bei uns gewesen, und hat sich über die urenkelchen gefreut. Das habe ich meiner Tochter nochmals erzählt, und das sie sich zum Abschied gedrückt hatten, dass man deswegen immer im Guten auseinander gehen soll und nicht im Streit. Ich habe ihr erzählt das die Oma solange wir an sie denken immer bei uns ist, das sie im Himmel auf uns herunterschaut (wir sind nicht gläubig) und das hat sie akzeptiert. Die kleine hat als erstes wegen dem Märchenbuch gefragt, nicht geweint und sich gewundert warum die große traurig ist und weint. ich habe ihr erklärt, das Laura ganz traurig ist. Am nächsten Tag haben beide Bilder gemalt für Oma im Himmel. Natürlich habe ich beide auch ganz doll gedrückt. Schwierig fand ich die Frage meiner Großen, das wir ja auch mal sterben und was sie dann machen soll. ich habe versucht mich so herauszureden: Meist sterben vor allem alte Leute, die haben ihr Leben erlebt, meine Oma war schon fast 89. Jetzt war sie schon sehr alt und auch krank. Wir sind ja noch nicht so alt. Aber wirklich wissen kann es niemand wann es soweit ist. Deswegen sollen sie sich immer überlegen, wie man lebt, ob man auf die Eltern hört, wenn wir zum Beispiel an der Straße sagen sie sollen aufpassen, damit sie nicht überfahren werden.... Ich denke jedes Kind nimmt es anders auf, aber ich finde es falsch, quatsch zu erzählen, oder gar zu lügen. Wichtig ist es die Fragen zu beantworten. Und nicht zu sagen, du bist dafür noch zu klein oder dergleichen. Das versuche ich generell zu vermeiden - egal bei welchem Thema. Das euer Sohn stur und dergleichen ist - zum einen macht jedes Kind mehr oder weniger solche Phasen durch, wir haben das gerade bei unserer kleinen tochter fast ein halbes Jahr ertragen müssen. Wichtig ist wie du damit umgehst, lass dich nicht erpressen, reagieren nicht, ich habe versucht abzulenken oder bin weggegangen um sie sich austoben zu lassen. Hinterher haben wir darüber geredet, warum sie "bockig" geworden ist, dass sie mit mir drüber reden kann, wenn ihr was nicht passt, aber dass meine Ohren solchen Lärm nicht verkraften... Es gibt da verschiedene Tipps auch in Ratgebern und so. Nur nicht auf der Nase rumtanzen lassen - dann wird es immer schlimmer, und nicht nach langer Zeit doch noch einlenken und nachgeben - bekomme ich ab und zu bei Bekannten mit - das vermittelt dem KInd, wenn ich lange genug schreie bekomme ich doch noch meinen Willen. - Leider hat unsere Oma nicht soviel Geduld und gibt oft nach, was es natürlich zuhause bei der Erziehung schwieriger macht, bei sowas auch mit Kindergärtnerinnen und Omas und so reden, wie sie damit umgehen (sollen)

Liebe Zwergenmama, Kinder können den Tod eines lieben Menschen immer dann gut verarbeiten, wenn die Erwachsen um sie herum, möglichst natürlich und unbefangen auf diese Situation reagieren. Und sie selbst offen mit ihren Gefühlen umgehen und diese auch zeigen. (Es sei denn man befindet sich kurz vor einem Nervenzusammenbruch, dies würde ein Kind ohnmächtig gegenüber der Situation machen.) Normale Trauergefühle im angemessenen Rahmen sind OK, Heulkämpfe oder Hysterie gehören nicht in die Gegenwart eines Kindes, das sollte man dort rauslassen, wo das Kind weit genug weg ist! Dennoch, ein Kind spürt genau, wenn man nur nach außen die Fassung bewahren möchte. Tod macht traurig, das darf man zeigen, man kann dem Kind sagen, wie traurig man ist und das man den Menschen der gestorben ist sehr vermisst. Doch muss man dramatischen Fakten, wie schrecklich der Opa evtl. ums Leben kam, nicht gerade im Beisein des Kindes erwähnen oder womöglich in Erwachsenengesprächen ausweiden. (Was meist beim Totenkaffeekränzchen gemacht wird, ohne auf die dabei anwesenden Kinder zuachten.) Der Tod mag zwar plötzlich gekommen sein, aber er sollte dem Kind nicht als beängstigend oder bedrohlich vermittelt werden, eher natürlich, als eine ganz normale Abfolge des Lebens. Damit meine ich, welche Möglichkeiten gab es für Euch Abschied zunehmen? Wie sprecht Ihr in der Gegenwart des Kindes über den toten Opa und seinen Tod? Wie verhaltet ihr Euch selbst? Seid ihr genervter, weinerlicher, stiller? Was hat sich im Alltag verändert? Welche Rituale habt Ihr entwickelt, z.B. das Grab besuchen, Himmelspost verschicken etc.? Es lohnt sich darüber nachzudenken! Denn es kann durchaus sein, das es Euer Verhalten ist, was jetzt verändert ist, was dem Jungen Kummer bereitet, es muss nicht seine eigene Trauer sein die ihn Angst macht!!! Kinder begegnen dem Tod am Anfang meist sehr unbefangen, ja freundlich offen, meist sogar recht gelassen, erst nach und nach begreifen sie, was es bedeutet, wenn jemand nicht mehr da ist. Dann kann die Trauer sie auch übermannen und sie brauchen starke Persönlichkeiten an ihrer Seite die ihre eigene Trauer gut im Griff haben, dann entwickeln sie keine Angst vor dem Tod, sondern erleben ihn als etwas natürliches, was zwar traurig macht, aber was man gut überleben kann. Wenn Dein Sohn also jetzt seine „Macht“ über Euch ausprobiert, sendet er Euch ein ganz klares Signal (was nichts mit dem Tod des Opas zu tun hat, sondern nur mit Euch!) haltet mich fest, aber liebevoll (im Arm), gebt mir den Schutz & Halt den ich jetzt brauche, damit ich mich nicht in meiner Wut/Ohnmacht/Traurigkeit/Allmachtsgefühl verlieren kann. Haltet mich in Liebe und Geduld. Ich brauche Eure Stärke, damit ich an Eurer Stärke (freundliche Dominanz und klare, vorher festgelegte Konsequenzen und Absprachen) wachsen kann. Je öfter er erleben kann, das Ihr die Hosen anhabt, ganz egal wie & was er macht, werden die Machtspielchen weniger. Dies ist zwar sehr Zäh lohnt sich aber immer! Manchmal dauert so eine Schreistunde eben auch Stunden. ;o) Ich wünsche Dir/Euch gute Nerven und viel Geduld.
LG Filix
Ich denke, dass Kinder sehr unterschiedlich darauf reagieren.
Wie ich 5 Jahre alt war ist meine damals beste Freundin verstorben.. ich empfinde es bis heute noch schlimm. Aber es gibt auch sehr viele Kinder, die mit dem Tod besser umgehen können, als Erwachsene.

War das Familienmitglied den im Haus?Dann kann es schon sein das ihn das belastet. Sonst würde ich sagen das ER NUR VERSUCHT AUF DIESE WEISE AUFMERKSAMKEIT ZU ERLANGEN. GEHT MIT IHM RAUS AUF DEN SPIELPLATZ .DAS BRINGT IHN AUF ANDERE GEDANKEN.

kinder können mit dem tod besser umgehen als erwachsene. meine oma ist auch gestorben als ich 6 war. ich war zwar traurig, aber kinder verarbeiten so etwas schneller...

Sei konsequent und zeig ihm, dass du den längeren Atem hast. Das wird schon. ;) Aber normalerweise, so habe ich die Erfahrung, können Kinder ganz gut mit dem Tod eines Familienmitglieds oder eines Haustieres, etc. , umgehen. Sollte es nicht besser werden, suche einen Psychologen auf, das wird das Beste sein. Viel Glück.
ICh bin sehr konsequent! Frage mich schon ernsthaft ob nicht zu viel! Aber andererseits muß bei uns nun der Alltag wieder einkehren! ODER???
filixart am 29. Juni 2009 03:43 Liebe Zwergenmama, hör ihm genau zu und spüre hin, was er Dir sagt. Manchmal ist es tatsächlich besser, mal Neue gerade sein zu lassen. Ab und an haben auch die Kleinen Recht und der Stress war von Mutter hausgemacht! Vielleicht bedarf es einige schöne und hilfreiche Rituale, die ihr gemeinsam überlegen könntet, damit Ihr alle gemeinsam wieder in den Alltag finden könnt. Denn ich habe den Eindruck, das Du den "Alltag" mehr brauchst als er. Vielleicht braucht er tatsächlich noch diesen Ausnahmezustand, damit macht er nämlich darauf aufmerksam, dass es den alten Alltag nicht mehr gibt! Schließlich hat sich etwas in Eurem/seinem Leben verändert, das nicht wieder "gut" zumachen ist! Der alte "Alltag mit einem Opa" ist Tod, es gibt ihn nicht mehr! Ihr müsst diesen vielleicht in Würden "begraben" um einen neuen "Opalosen-Alltag" zu erschaffen. Der Abschied und die Trauer betrifft sein ganzes kleines Leben, vielleicht kann er einfach nicht begreifen, warum Ihr nicht begreift, das sich Etwas gravierend verändert hat! Denkt mal drüber nach. LG Filix

Er kann es nicht verstehen und er vergißt es auch nicht einfach so, er muß es irgendwie verarbeiten. Wenn Du Hilfe brauchst, solltest Du ganz unverbindlich, kostenlos und anonym in einer psychologischen Beratungsstelle nachfragen. Lieber jetzt als wenn er wirklich auffällig wird

Hallo Zwergenmamma, Kinder verarbeiten den Tod eines Angehörigen in der Regel gut, da sie sehr schnell vergessen können. Natürlich kann es in Ausnahmefällen sein, daß es anders ist. Aber ich würde jetzt mal nicht davon ausgehen. Vielleicht kannst du bei deinem Kind die "Haltestrategie" anwenden. Das heißt, du hältst es solange umarmt, bis es sich beruhigt hat, auch wenn es sich dagegen sträubt. Viel Glück
Auch das hab ich in den letzten Tagen schon gemacht, das dauerte ca 10 Minuten und war sooo was von anstrengend! Bin echt am Ende mit meinem Latein! Bin traurig, wütend und sauer zu gleich!
medimed am 28. Juni 2009 15:37 Setze dich nicht zu sehr unter Druck; es wird vorbeigehen!!!!!
Ich habe mit den Kindern meiner kirchlichen Gruppen (6-12 Jahre) mehrere Nachmittage zu dem Thema gearbeitet und das Material von der Sendung mit der Maus benutzt. "Die Geschichte von Katharina " ,Es war sehr gut.. Auf jeden Fall muß man die DVD mit den Kinder gemeinsam anschauen und darüber reden. Hier ist der Link: http://www.dvd-complett.de/die-maus-und-der-tod.html

Opas Tod ist sicher nicht der einzige Grund für das derzeitige Verhalten deines Sohnes....
Ich glaube nicht, dass die Ursache für dieses Verhalten im Verlust des Opa´s liegt. Eher vermute ich, dass Ihr Euch von Anfang an den Willen durch das Kind aufzwingen ließt. Jetzt da es beginnt Probleme zu bereiten, macht Ihr Euch Gedanken darüber. Das ist gut und auch noch nicht zu spät. Auch wenn ich mit meiner Antwort eventuell ins Fettnäpfchen trete, durchdenkt mal Euer Verhalten. Vermutlich wart Ihr in den vergangenen Jahren viel zu inkonsequent. Kinder brauchen Regeln und Normen,diese geben ihnen Halt und die Aufgabe der Eltern ist es dieses Gerüst zu erstellen und zu festigen oder zu lockern. Ein Ausspruch von einem bekannten Pädagogen heißt : Wenn die Kinder klein sind gib ihnen Halt, wenn sie größer werden gib ihnen Flügel. Ich denke hier habt ihr etwas versäumt.
Das ist sicher kein Fettnäpfchen, da wir, wie bereits erwähnt einen sehr liebevollen konsequenten Umgang mit unseren Kindern pflegen! Das ist NICHT unser Problem!

Ablenkung. Ins freizeitpark. ihm sagen das er sein Opa wieder sehn wird im Himmel. Einfach schöne geschichent erzählen damit er es nicht so schlimm sieht ....♥
alles schon versucht, bei ihm wirkt momentan überhaupt nichts,

Das ist vollkommen normal. Mein Opa hat sich umgebracht und ich war 6. Hatte es am Anfang auch nicht verstanden.
Denke, das er es versteht, wir haben ihn sehr in die Trauer sowie die Vorbereitungen zur trauerfeier mit einbezogen.....
Weltraumhippe am 28. Juni 2009 15:26 Sorry, aber vielleicht auch zuviel für einen 6-jährigen Jungen...
Nein, bin der Meinung, das war genau richtig!
Stimme dem voll zu. Manchmal brauchen Kinder einfach jemanden von außen, der ihnen zuhört und sie versteht. Über die genannten Stellen hinaus gibt es auch speziell geschulte Kinder- und Jugendpsychologen, die euch sicherlich weiterhelfen können.