Frage von Robert7194, 69

Wie unterscheidet sich Sexualität zwischen Geschlechtern, ist sie gedanklich oder körperlich?

These von einer Frau, die sich 1,5 Jahre als Mann ausgegeben hat und dabei unter anderem in Striplokalen mit anderen Männern gewesen ist:

"Weibliche Sexualität findet im Kopf statt. Männliche ist eine Körperfunktion. Beim Sex geht es Männern nicht um die Wertschätzung von Frauen bzw. des eigenen männlichen Körpers, sondern um die Befriedigung des Triebs."

Antwort
von FragaAntworta, 35

Du solltest Dich auch mal mit der Hirnforscherin Louann Brizendine auseinandersetzen, da wird einiges klarer, sie hat auch genau diese Themen untersucht. Dann wird nämlich auch klar, dass diese Frau, von der Du schreibst, sich hat von ihren Vorstellungen, wie Männer halt so sind, führen ließ.



Expertenantwort
von Kajjo, Community-Experte für Sexualitaet, 12
  • Die Hauptthese ("Frau im Kopf, für Männer nur Körperfunktion") ist falsch und geradezu töricht und einfältig.
  • Erregung findet bei beiden Geschlechtern im Kopf statt. Ohne Kopfkino keine echte sexuelle Erregung -- die Gedanken machen alles wesentliche!
  • Männer werden möglicherweise durch plumpere sexuelle Darbietungen erregt als Frauen, aber auch bei Männern entsteht Erregung durch das, was sie sich vorstellen, was sie sehen, wünschen, begehren. Also im Kopf. Nicht im Schritt.
  • Die zweite These ("Männern geht es nicht um Wertschätzung") mag durchaus in einem gewissen Sinne richtig sein. Geht es denn umgekehrt Frauen beim um die Wertschätzung des Mannes? Wohl auch nicht, oder? Auch diese These ist ziemlich töricht. Männern und Frauen geht es beim Sex um Erregung, Lust, Leidenschaft, Vergnügen. Mit oder ohne Liebe klappt es bei beiden Geschlechtern und Triebbefriedigung ist definitiv rein biologisch ebenfalls für beide Geschlechter die Grundlage. Daran ist ja auch nichts schlechtes.
Antwort
von voayager, 20

Der Hauptunterschied ist der, dass die eine Hälfte der Menschheit mit dem Genital in den Körper eines anderen Menschen eindringen kann, die 2. Hälfte dies eben nicht vermag.

Kommentar von gottesanbeterin ,

Es geht aber auch darum, dass die eine Hälfte der Menschheit ein Kind austragen, gebären, und in der Säuglingsphase ernähren kann und die andere dies eben NICHT vermag. Und dass diese eine Hälfte sich damit als die verlässlichere und verantwortungsbewusstere erweist, denn sonst wär´s ja nicht so, wie es ist.

Kommentar von voayager ,

Ist bei allen anderen Säugetieren genau so wie bei den Menschen eben auch, also kann da nix verwundern.

Antwort
von Andrastor, 36

Die These stimmt nicht. Die Sexualität ist weitaus komplexer als diese paar Zeilen.

Natürlich spielen der Körper und die Hormone eine gewisse Rolle, aber das so grob zu pauschalisieren ist mehr als nur falsch.

Sehr wichtig sind zusätzlich die Erziehung, die eigenen Erfahrungen, das Selbstbild, etc.etc. Sex spielt sich bei Männern wie Frauen hauptsächlich im Kopf ab.

Wenn ein Mann mit dem Kopf/ den Gedanken nicht dabei ist, ist auch er nicht in Stimmung.

Antwort
von gottesanbeterin, 7

Ein Mensch, ob nun Mann oder Frau ist ein äußerst komplexes Wesen; man kann nur in Gedanken solche Trennungen wie in der Frage vornehmen, diese Trennungen sind also bloß eine Idee, sonst nix.

Niemand ist bloß Körperfunktion oder funktioniert bloß mental. Ein Mensch "funktioniert" ja nicht, wie eine Maschine, er ist ein lebendiges Wesen, wandelbar und wunderbar/sam. Wenn ein Mensch sich als (Sex)Maschine wahrnimmt, dann ist das (für diese Person) ein Problem, ein mentales und seelisch-geistiges und in weiterer Folge, da ein Mensch ein "Gesamtkunstwerk" ist, auch ein körperliches.

Antwort
von chrisi565, 20

Das stimmt nicht.

Das kommt auf jede Person einzeln an.
Ich bin männlich und es geht nicht nur um den reinen Akt.

Ich kannte auch eine Frau die aber einfach nur das wollte und sonst nix.

Also kann man das so pauschal nicht sagen.

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