Frage von TheWhiteGirl, 774

Wie ungerecht ist diese Welt - Obdachlosen geholfen und nun Strafanzeige erhalten?

Hallo liebe Community,

ich versuche mich kurz zu fassen, dass ihr nicht zu viel lesen müsst:). Aber ich bin nach einem solchen Tag immer noch auf 180 und verstehe die Welt nicht mehr. In meinen Augen ist die Welt ungerecht und ich verstehe es nicht.

Ich war heute auf den Weg in Köln zum Hauptbahnhof, als ich eine Frau total verschmutzt und verheult da habe an einer Straßenecke sitzen sehen. Sie hat nicht gebettelt im Gegenteil.Sie sass da verheult verschmutzt und hilflos ca. 25-30 Jahre alt. Ich habe mich dann zu ihr gebeugt und sie gefragt, ob ich ihr helfen kann und wo ihr Problem liegt. Sie hat mir dann nach zögern erzählt, dass sie von ihrem Freund aus der gemeinsamen Wohnung geworfen wurde und seit rund fünf Wochen auf der Straße leben würde, Nachts bei einer Bekannten unterkommt ab und an, aber sonst in der Bahnhofmission schläft oder draussen im Freien. Ins Frauenhaus würde sie sich nicht getrauen, da sie im Heim aufgewachsen und dort sexuell missbraucht worden sei.

Ich habe sie dann gefragt, ob ich ihr Kleider kaufen soll, damit sie ordentlich gekleidet ist. Sie hat geweint und diesem dankbar zugestimmt. Wir sind dann zu einem Kleidergeschäft(Name erwähne ich mal nicht, bevor ein Shitstorm geschieht) und haben das Kleidergeschäft betreten. Sie hat sich dann einige Stücke ausgesucht und anprobiert.

In dieser Zeit kam der Besitzer des Ladens und hat uns angesprochen und gesagt, dass ich im Laden bleiben könne, sie aber den Laden verlassen müsse, da sie nicht der Art Kunden entspricht, die sich im Laden aufhalten.

Ich habe darauf eine Diskussion mit ihm angefangen und ihm Diskriminierung vorgeworfen. Er hat mir dann gesagt, wenn ich den Laden nicht verlasse, dass er die Polizei holen würde. Er wollte mir dann, die Kleidungsstücke die ich für sie kaufen wollte, nicht verkaufen, da er der Meinung war, dass er solche Kunden nicht bedienen möchte.

Das Ende vom Lied war, dass ich ihn als arrogantes Ar...betitelt habe und er nun Strafanzeige wegen Beleidigung gestellt hat und wegen Hausfriedensbruch. Meine Personalien wurden aufgenommen und mir mitgeteilt, dass ich bald Post bekommen würde. Ich habe vor Ort die Aussage verweigert.

Ich finde das ungerecht? Habe ich mir was vom Verhalten zu Schulden kommen lassen? Die Beleidigung kam aus dem Zorn hinaus, als bereits die Polizei verständigt war. Was erwartet mich nun? Wir waren danach in einem anderen Laden trotz des Ärgers und ich habe ihr dann einige Kleidungsstücke für 65 Euro gekauft. Bin aber immer noch sauer über dieses einfältige Verhalten des Geschäftsführers:(

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von juristendeutsch, 495

Sie haben sich strafbar gemacht nach §123 STGB wegen Hausfriedensbruch und § 185 STGB wegen Beleidigung. Ersteres Vergehen ist ein Antragsdelikt und wird nur auf Antrag verfolgt. Sie teilen mit, dass der Ladenbesitzer Strafanzeige in diesen beiden Fällen gegen sie erstattet hat und sie vor Ort die Aussage verweigert haben. Sie werden in absehbarer Zeit Post von der Polizei bekommen, in Form einer Vorladung. Dieser Vorladung müssen Sie nicht Folge leisten, sondern können von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen. 

Im ersteren Fall halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen sie einstellt, sofern sie bisher noch nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten sind. 

Für die Beleidigung kommt es auf die Gesamtsituation an. In ihrem Fall stellen manche Staatsanwälte das Verfahren ein, andere widerrum schicken einen Strafbefehl. Es kommt auch darauf an, ob bei Ihnen nach Erwachsenen- oder Jugendstrafrecht verfahren wird.

Ich würde ihnen empfehlen, einen Rechtsanwalt zu beauftragen, dieser kann Akteneinsicht beantragen und ggf. eine Stellungsnahme für Sie abgeben. Ich habe auf ihrem Profil gelesen, dass Sie Studentin sind und nebenbei in einer Arztpraxis arbeiten,in diesem Falle dürfte ihr Einkommen nicht so hoch anzusetzen sein.

Sofern also wirklich nach Gesamtbegutachtung der Umstände, ein Strafbefehl gegen Sie erlassen werden sollte, denke ich dass dieser zwischen 20-30 Tagessätze zu je 10-15 Euro liegen wird. Strafmildernd kann sich auswirken, wenn sie bisher strafrechtlich nie in Erscheinung getreten sind und auch sich reumütig zeigen.

Ich wünsche ihnen alles Gute für ihre Zukunft.

-juristendeutsch-

Kommentar von Bitterkraut ,

Beide Delikte sind Antragsdelikte.

Kommentar von juristendeutsch ,

Ich weiß. Die Beleidigung nach § 185 StGB wird gemäß § 194 Abs.1 StGB nur auf Antrag des Opfers verfolgt. Ich gehe jedoch hier davon aus, dass das Opfer den Antrag gestellt und aufgrund der Beleidigung nicht zurückziehen wird.

Antwort
von Lennister, 179

Das Recht ist leider auf der Seite des Ladenbesitzers. Es gibt in Deutschland(im Gegensatz zu z.B. den USA) kein Diskriminierungsverbot, und deine Äußerung war eine Beleidigung(ganz egal, wie passend sie auch noch war).

Wie du davonkommst, hängt v.a. davon ab, welche Zeugen es gibt. Wenn außer dir und dem Ladenbesitzer nur die Frau etwas mitbekommen hat und doch noch Kontakt zu der Frau hast: Streite die Beleidigung ab und- falls es zur Sprache kommt- die Aufforderung, den Laden zu verlassen ab und lass die Frau deine Aussagen bestätigen. Dann wirst du wahrscheinlich freigesprochen.

Falls das nicht geht(andere Zeugen, kein Kontakt zu Frau): Tu so, als ob es dir Leid tun würde, dann wird das Verfahren wahrscheinlich gegen eine Geldzahlung eingestellt.

Was dein weiteres Vorgehen gegen den Ladenbesitzer angeht: Rechtlich hast du leider keine Handhabe gegen diesen Typen. Aber was du machen kannst und auch machen solltest, ist, den Vorfall bekannt zu machen: Wende dich an die Lokalpresse, erzähl anderen von dem Vorfall, poste es auf Facebook. Auch Flugblätter oder eine Petition wären eine Möglichkeit. Wenn du viel Zeit hast und es dir wirklich wichtig ist, kannst du auch eine Demonstration vor dem Geschäft anmelden(zusammen mit möglichst vielen Freunden).

Falls das Geschäft zu einer größeren Kette gehört, solltest du auch diese über den Vorfall informieren. Große Unternehmen haben in der Regel Angst vor negativer Publicity.

Auf jeden Fall wünsche ich dir, dass die Sache möglichst gut für dich ausgeht! 

Kommentar von Lennister ,

Hier noch ein nützlicher Link: 

https://bayern.verdi.de/gruppen/.../Kampagnen-organisieren.pdf

Antwort
von Rockige, 162

Du hast dich soweit korrekt verhalten.

Nur nicht als du anfingst du diskutieren (wenn die dein Geld nicht wollen, deren Pech... ich wäre umgedreht und hätt umgehend das nächste Geschäft aufgesucht) und dann hast du ihn beleidigt. Insofern ist es klar das er dich wegen Beleidigung angezeigt hat - egal ob vorher oder hinterher die Polizei gerufen wurde.

Antwort
von DerTroll, 356

Das Verhalten des Ladenbesitzers war natürlich mehr als nur unfreundlich. Trotzdem hat er das Hausrecht. Und wenn er sie und später auch dich des Ladens verweist, habt ihr ihn unverzüglich zu verlassen, sonst ist es ein Hausfriedensbruch. Und wenn du ihn noch als A.loch bezeichnest, ist es eine Beleidigung. Da kann er dich zurecht anzeigen. Es wundert mich zwar, daß er das macht, weil das ja sicher auch in die lokale Presse kommt und eine absolute native Werbung für ihn ist. Aber im Recht ist er. Auch wenn du nur helfen wolltest, darfst du ihn dafür nicht einfach beleidigen. Dann wäre korrekt gewesen, wenn du den Laden verlasse hättest und wenn dir das nicht gefällt auch künftig nicht mehr dort Kunde wirst.

Fakt ist, es sind getrennte Sachen, die man berücksichtigen muß. Daß du helfen wolltest, ist eine gute Sache. Das sollte dich auch nicht entmutigen, künftig so hilfsbereit zu sein. Daß du aber Hausfriedensbrauch begangen hast und dann auch beleidigt hast, ist damit nicht gerechtfertigt. Aber nun bleib einfach mal ruhig. Ich denke, die Anzeige wird keine ernsten Konsequenzen mit sich ziehen. Wenn du dazu vernommen wirst, sagst du, wie es war. Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Staatsanwalt da Anklage erheben wird.

Antwort
von 0815Interessent, 213

Mal abgesehen von der moralischen Seite, die übrigens bewundernswert ist: Beleidigung ist Beleidigung, in diesem Fall in Verbindung mit Hausfriedensbruch. Er hat als Besitzer das Recht zu entscheiden, wen er bedienen will und wen nicht. Wenn er jemanden aus dem Laden verweist, ist das sein gutes Recht.

Ob das moralisch in Ordnung ist, ist wieder eine andere Sache, aber rechtlich gesehen darf er das.

Antwort
von tryanswer, 236

"Habe ich mir was vom Verhalten zu Schulden kommen lassen?"

Ganz klare Antwort: Ja! - Eben besagte Beleidigung. Und ob es dir nun gefällt oder nicht, der Ladeninhaber hat das Hausrecht und kann natürlich davon Gebrauch machen wie es ihm beliebt. Das ist noch lange kein Grund für dein Verhalten.

Antwort
von Aquilaya, 207

Ich finde dein Verhalten absolut nachvollziehbar. Wahrscheinlich wäre es mir genauso ergangen wie dir. 

Respekt vor deiner Hilfsbereitschaft. Ich finde das große Klasse, dass du dieser Frau geholfen hast. Die Anzeige ist zwar legitim aber ich glaube nicht, dass du soviel Ärger deshalb bekommen wirst. Schließlich war dein Motiv nobel und wahrscheinlich wird der Richter das auch so sehen. Es ist ja nix passiert bzw kein wirklicher Schaden entstanden.

Ich bin keine Juristin, das möchte ich anmerken aber mein Ehemann ist Anwalt und deshalb weiß ich, dass bei solchen Dingen meistens nix herauskommt. Höchstens eine kleine Geldstrafe. Sicher wissen tu ich es aber nicht. Trotzdem versuch dich zu entspannen. 

Antwort
von mrknowsitall, 113

Erstmal ein Daumen hoch für Ihre gute Tat. Sowas macht nicht jeder, einfach auf Obdachlose zugehen und ihnen ein offenes Ohr geben und sogar evtl. neue Kleidung kaufen.

Ich habe kein Jura studiert, um zu wissen was im Gericht gesagt wird, aber von dem moralischem her, kann jeder Mensch etwas beurteilen.

Denn Rausschmiss der Obdachlosen kann man teils nachvollziehen. Wenn sie tatsächlich schmutzig war und sie potentielle Kunden aus dem Laden dadurch verscheucht, hätte das je nach "Niveau" der jeweiligen Kleiderläden (wahrscheinlich) jeder gemacht.

Dabei hatte der Herr wohl bloß vergessen, dass jeder Mensch ein gewissen Anteil an Respekt verdient.

Die Bezeichnung ist sicherlich nur aus Wut aus Ihnen gekrochen (wie es auch im Text von Ihnen steht). Das ist aber menschlich und nachvollziehbar. Die Reaktion von dem Geschäftsführer jedenfalls auch.

Antwort
von voayager, 218

Der Geschäftsführer handelte rechtens. Man kann verdreckten Menschen nun mal keine Kleideranzieh-Probe nicht gestatten. So etwas bemerken andere Kunden und boykottieren dann einen Kleiderkauf. Es spricht sich sehr raschrum, dass dieser Laden es mit der Hygiene nicht weiter genau nimmt, was dann zu Umsatzrückgängen führt, zumindest dies wahrscheinlich ist.

Dann warst du zudem nicht clever, denn wenn man einen Ladenbesitzer beleidigt, hat man sich aus dem Staub zu machen und nicht auch noch warten, bis die eingeschaltete Polizei dann kommt.

Klar kommt es jetzt zu einer Geldstrafe für dich, denn du begingest Hausfriedensbruch plus persönliche Beleidigung.

Kommentar von Abahatchi ,

Es kommt darauf an, wie lange sie sich dem ausgesprochen Hausverbot widersetzte. Es wäre Ratsam, wenn Sie sich beim Ladenbesitzer für die Miszachtung, den Laden zu verlassen, entschuldigt, dann sollte so eine Anzeige wegen Geringfügigkeit auch ohne Strafe erledigt sein. Der Staatsanwalt würde dann dem Strafanzeiger wohl eine zivilrechtliche Vorgehensweise andeuten. Natürlich ist Hilfsbereitschaft lobenswert, doch hat man die hoheitlichen Rechte anderer dabei zu respektieren. 

Kommentar von voayager ,

statt keine muß es natürlich eine heißen, denn eine zweifache Verneinung ist eine Bejahung - es war ein Tippfehler

Antwort
von petrapetra64, 71

Natürlich hast du dich falsch verhalten, du hast beleidigt (ist egal aus welchem Grund nicht korrekt) und bist dem Hausverweis nicht nachgekommen (und der Geschäftsinhaber hat nun mal das Hausrecht und kann jeden ohne Grund des Ladens verweisen). Ob und was es für die Beleidigung als Strafe gibt, wirst du sehen, allzu viel wir es wohl nicht sein.

Ich hätte da sicher nichts mehr kaufen wollen, wenn mich ein Geschäftsführer so behandelt und hätte von selbst freiwillig den Laden verlassen und mir jemanden anderen (Laden) gesucht, der Geld verdienen will.

Antwort
von TimeosciIlator, 121

Ich fand es äußerst hilfreich und ritterlich von Dir der Frau geholfen zu haben. DH und Hut ab !

Da ich mal in ähnlicher Situation gesteckt habe, möchte ich Dir den Tipp geben ein Entschuldigungsschreiben an den Geschäftsführer zu verfassen. Auch wenn er es aus Deinen und meinen Augen eigentlich nicht verdient hätte. Mir gab man ebenfalls diesen Tipp damals und am Ende wurde mein Strafverfahren eingestellt, weil von einem noch als gering anzusehenden Verschulden ausgegangen wurde. Vielleicht auch wegen dem Entschuldigungsschreiben ?

In jedem Falle sehe ich es so wie Du: Es wäre mehr schlecht als recht, wenn Du für Deine guten Absichten und Taten auch noch bezahlen müsstest. Ich wünsche Dir alles Gute ! :)

Antwort
von Ostsee1982, 184

Es gibt Organisationen genug die helfen für Menschen die sich helfen lassen wollen. Es ist auch völlig irrelevant um welches Geschäft es geht. Nicht die Kunden bestimmen die Kundschaft sondern der Ladeninhaber und zwar ohne Diskussion. Das hat mit Diskrimminierung nichts zu tun. Wenn du dich auch noch im Ton vergreifst und ihm eine Szene machst musst du dich nicht wundern wenn das Konsequenzen nach sich zieht. Ob dir das gefällt oder nicht, das geht einfach nicht.

Antwort
von Hont1960, 44

Der Ladenbesitzer hat das Hausrecht, und so hat er rechtens (ob richtig, sei hier mal dahingestellt) gehandelt. Wenn alles gesagt und getan ist, kannst du dich aber an die Öffentlichkeit wenden (mit den Fakten). Das macht für eine "super" Werbekampagne für diesen Laden.

Expertenantwort
von imager761, Community-Experte für Recht, 279

Ich finde das ungerecht? Habe ich mir was vom Verhalten zu Schulden kommen lassen?

Natürlich ist es strafbar, trotz Aufforderung das Geschäft nicht zu verlassen, sondern dort Dikussionen anzufangen (Hausfriedensbruch) und jemanden in der Öffentlichkeit als arrogantes A. zu beleidigen, Rechtsgrund §§ 123, 185 StGB :-O.

Bin aber immer noch sauer über dieses einfältige Verhalten des Geschäftsführers:(

Weshalb? Hierzulande ist jedermann frei, Kaufverträge einzugehen mit wem und wann immer er das möchte. Das hast du zu respektieren.

Ich glaube nicht, dass du als Kundin ein Kleidungsstück kaufen würdest von dem du weißt, dass es eine ungepflegete Obdachlose schon einmal anprobiert hatte.

Es wäre dir durchaus möglich gewesen, die Sachen nach Größe zu kaufen und ihr draußen zu schenken und allen wäre geholfen gewesen.

Über die Konsequenzen hat die Staatsanwaltschaft zu befinden: Ich gehe davon aus, dass das Starfverfahren gegen Zahlung einer Geldauflage an eine gemeinnützige Organisation eingestellt garnicht erst zur Verhandlung kommt. Insbesondere dann, wenn du dein unbeherrschtes Verhalten reumütig einräumst.  Andernfalls wirst du mit einer Geldstrafe vom 20-30 Tagessätzen rechnen müssen.

G imager761

Kommentar von realsausi2 ,

Andernfalls wirst du mit einer Geldstrafe vom 20-30 Tagessätzen rechnen müssen.

Sollte es dazu kommen, ist in diesem Land wirklich etwas faul.

Antwort
von realsausi2, 72

Wow, ich bin beeindruckt, über Dein Engagement. Sehr löblich.

Umso ärgerlicher, wenn so ein Kleingeist wie der Verkäufer meint, er müsse sich aufspielen.

Es war natürlich ungeschickt von Dir, in zu beleidigen. Aber im Kontext der Situation schon nachvollziehbar.

Ich würde nicht erwarten, dass da viel nach kommt. Wenn Du die Geschichte erzählst und die Person, der Du geholfen hast, als Zeugin aussagt, wird klar, dass Du im Affekt gehandelt hast.

Du solltest das aber nicht auf sich beruhen lassen und hier den Namen des Ladens nennen, damit aufrechte Menschen wie Du in in Zukunft meiden können.

Antwort
von Still, 94

Das wird von der Staatsanwaltschaft nicht weiter verfolgt werden. Ob der Ladenbesitzer dann des Privtatklageverfahren durchzieht, wage ich zu bezweifeln!

Antwort
von troublemaker200, 121

Du hast erstmal alles richtig gemacht und ziehe davor meinen Hut.

Ist das eine Ladenkette? Dann wende Dich an deren Zentrale, (am Besten direkt an den Vorstand) erzähl denen genau diese Geschichte und drohe denen, dass Du Dich an RTL wendest.

Oder geh mit dieser Geschichte direkt an die Öffentlichkeit.

Was kann Dir groß passieren an Strafe? Wegen Beleidigung kommt keiner ins Gefängnis oder wird vorbestraft.
Ich denke wenn Du mit der Öffentlichkeit drohst, ziehen die die Anzeige eh zurück.

Was ist denn aus der Person der Du geholfen hast geworden?

Ich finde Dein Verhalten vorbildlich und die Reaktion des Ladenbeitzers ist eine Katastrophe.

Halte uns hier mal bitte auf dem Laufenden wie die Geschichte ausgeht!!

Antwort
von ichweisnetwas, 358

Naja deine hilfsbereitschaft in allen ehren aber letztlich hast du eben jemanden beleidigt und dieser jemand hat eben strafanzeige erstattet.

Letztlich hast du keine anzeige bekommen weil du hilfsbereit warst...

Versuche doch in zukunft einfach nicht beleidigend zu werden. Ich hätte vermutlich aber auch keine klamotten für die frau gekauft sondern viel eher sie mit zu mir genommen weil ich zuhause noch endlos viele klamotten habe von ehemaligen freundinnen.

Hab schonmal einer obdachlosen hier im ort ein paar dieser klamotten einfach geschenkt.

Wie gesagt nur weil man hilfsbereit ist muss man dennoch andere nicht so hilfsbereite menschen beleidigen. Dazu gibt es einfach keinen grund.

Antwort
von exxonvaldez, 254

Warum bist du nicht einfach gegangen?

Auch die Beleidigung war sehr unschlau.

Jetzt solltest du dir einen Anwalt nehmen. Vielleciht könnt ihr euch außergerichtlich einigen.

Rein juristisch war der Verkäufer übrigens voll im Recht.

Kommentar von GoldMoralRecht ,

Wegen solchen banalen Sachen braucht man doch keinen Rechtsanwalt.

Kommentar von Artus01 ,

Vor allem weil er wahrscheinlich mehr kostet als zum Ende des Verfahrens dabei rumkommt.

Kommentar von exxonvaldez ,

Naja, wenn man riskieren will eine Vorstrafe zu kassieren...

Kommentar von Freehms ,

Ein Anwalt ist nicht nötig bei solchen Kleinigkeiten...

Nkumk

Antwort
von EgoistEgo, 58

Das riecht ganz nach einer trolligen Frage! Sollte es sich aber so zugetragen haben, dann kann ich nur sagen: Meine Güte, was um alles in der Welt hast du dir dabei gedacht, diese total verschmutzte Frau in ein Geschäft zu schleppen, um sie Kleidung anprobieren zu lassen? Ein No-Go ... in so einem Geschäft würde ich nichts mehr kaufen! Ist ja ekelhaft! 

Der Geschäftsführer bzw. Besitzer des Ladens hat das Hausrecht und kann Kunden aus welchen Gründen auch immer den Zutritt zu seinem Geschäft verbieten und das ist auch gut so! Ich hoffe, du bekommst wegen Beleidigung und Hausfriedensbruch eine ordentliche Geldstrafe und/oder Sozialstunden, so etwas geht gar nicht! Dein Benehmen war unter aller Kanone!

Kommentar von Abahatchi ,

Es wäre sicher ratsam gewesen, bevor Sie hat die Kleidungsstücke anprobieren lassen, mit dem Verkäufer zu sprechen und die Situation zu erläutern. Vielleicht hätte er dann noch aus dem Lager Kleider geholt, die vielleicht hätten noch gewaschen werden sollen oder wegen "aus dem Programm genommen" weggeworfen werden sollten. Vielleicht hätte sie so noch etwas umsonst bekommen. Wer weis. In solchen Situationen wäre man immer auf der sicheren Seite, vorher jemanden aus dem Laden zu sprechen.

Antwort
von Kuno33, 153

Juristisch hat der Ldenbesitzer recht. Moralisch würde ich Dir weitgehend zustimmen. Du hättest Dich allerdings nicht zu Deiner Äußerung hinreißen lassen sollen, da diese im juristischen Sinn immer eine Beleidigung ist. Viel wird Dir vermutlich nicht passieren. Ich drücke Dir die Dauemn!

Antwort
von multyy, 160

Leider hat er auch in diesem traurigen Falle Hausrecht und kann jeden beliebig aus seinem Gechäft rausschmeissen. Falls du zu ihm gesagt hast, "Meiner Meinung sind sie ein A...och", dann ist es wohl freie Meinungsäusserung deinerseits.

Was hindert dich daran den Namen des Unternehmens auch anderen mitzuteilen, falls es wirklich so passiert ist?

Kommentar von kayo1548 ,

"Falls du zu ihm gesagt hast, "Meiner Meinung sind sie ein A...och", dann ist es wohl freie Meinungsäusserung deinerseits."

Nö, das ist genauso Beleidigung.

Freie Meinungsäußerung ist es so oder so, aber dieser freien Meinungsäußerung sind nunal Grenzen vorgeschoben.

Und ob man da "meiner  Meinung nach" vor eine Beleidigung stellt oder nicht ändert daran nichts

Kommentar von mojo47 ,

eine beleidigung ist immer strafbar, selbst wenn sie mit "meiner meinung nach..." beginnt. dies wäre ein missbrauch der freien meinungsäußerung.

nach paragraph 226 BGB:

"Von einem Recht darf nicht missbräuchlich Gebrauch gemacht werden. Ein Missbrauch liegt namentlich dann vor, wenn die Ausübung des Rechts nur eine Schikane gegen einen anderen darstellen kann. Hieraus ergibt sich die Schranke des in Art 5 Abs. 1 GG festgeschriebenen Rechts, wie es sich auch aus Abs. 2 desselben Artikels ergibt."

auf eine frage hingegen kannst du unverblümt antworten und eine beleidigung billigend in kauf nehmen, da er deine meinung wissen will.

Kommentar von multyy ,

OK gut zu wissen, wie ist das wenn ich das Verhalten des Verkäufers bewerte. z.B.: Sie Verhalten sich ja wie ein "A..ch". Damit beleidige ich nicht die Person? Wuerde das funktionieren deiner Meinung nach?

Antwort
von mojo47, 204

erkundige dich mal zum thema meinungsäußerung und beleidigung. dreh es so, dass du leidglich deine meinung gesagt hast und ihn nicht beleidigt hast. dann ist es aussage gegen aussage und dir kann keiner was. dafür ist aber der genaue wortlaut ausschlaggebend.

mit der meinung die du im laden geäußert hast, hast du im übrigen recht ^^

Kommentar von kayo1548 ,

"dreh es so, dass du leidglich deine meinung gesagt hast und ihn nicht beleidigt hast."

wie sollte das aussehen?

Außerdem wäre es ja durchaus denkbar, dass es da noch Zeugen gibt.

Kommentar von mojo47 ,

zeugen können sich irren und details vergessen, es liegt dann in der hand des gerichts zu entscheiden, wer glaubwürdiger ist.

eine beleidigung ist immer strafbar, selbst wenn sie mit "meiner meinung nach..." beginnt. dies wäre ein missbrauch der freien meinungsäußerung.

"Von einem Recht darf nicht missbräuchlich Gebrauch gemacht werden. Ein Missbrauch liegt namentlich dann vor, wenn die Ausübung des Rechts nur eine Schikane gegen einen anderen darstellen kann. Hieraus ergibt sich die Schranke des in Art 5 Abs. 1 GG festgeschriebenen Rechts, wie es sich auch aus Abs. 2 desselben Artikels ergibt."

auf eine frage hingegen kannst du unverblümt antworten und eine beleidigung billigend in kauf nehmen.

fragst du den verkäufer "wissen sie was sie sind?" und der verkäufer erwidert "was bin ich denn?" entsteht durch die aussage, dass er ein ars...och sei kein tatbestand, da du ledigliche seine frage wahrheitsgemäß beantwortet hast.

Kommentar von AalFred2 ,

OMG. Was für ein Quatsch. Auch diese Beantwortung der Frage erfüllt den Tatbestand der Beleidigung.

Kommentar von mojo47 ,

nein, eben nicht. und versuchs mal mit ein wenig respekt.

Kommentar von AalFred2 ,

Doch tut sie doch. Man kann niemanden als A....loch bezeichnen, ohne ihn zu beleidigen.

"Eine Beleidigung ist die Kundgabe eigener Missachtung, Geringschätzung oder Nichtachtung."

Rengier, StrafR BT II, 15. Auflage München 2014, § 29 Rdn. 20; Lackner/Kühl, 27. Auflage München 2011, § 185 Rdn. 3

Wie drückt man denn Quatsch respektvoll aus?

Kommentar von Bitterkraut ,

Beim A-Wort gibts da nix zu drehen. Das wird immer als Beleidigung gewertet.

Kommentar von mojo47 ,

eine beleidigung ist immer strafbar, selbst wenn sie mit "meiner meinung nach..." beginnt. dies wäre ein missbrauch der freien meinungsäußerung.

"Von einem Recht darf nicht missbräuchlich Gebrauch gemacht werden. Ein Missbrauch liegt namentlich dann vor, wenn die Ausübung des Rechts nur eine Schikane gegen einen anderen darstellen kann. Hieraus ergibt sich die Schranke des in Art 5 Abs. 1 GG festgeschriebenen Rechts, wie es sich auch aus Abs. 2 desselben Artikels ergibt."

auf eine frage hingegen kannst du unverblümt antworten und eine beleidigung billigend in kauf nehmen.

fragst du den verkäufer "wissen sie was sie sind?" und der verkäufer erwidert "was bin ich denn?" entsteht durch die aussage, dass er ein ars...och sei kein tatbestand, da du ledigliche seine frage wahrheitsgemäß beantwortet hast.

Kommentar von kayo1548 ,

"fragst du den verkäufer "wissen sie was sie sind?" und der verkäufer
erwidert "was bin ich denn?" entsteht durch die aussage, dass er ein
ars...och sei kein tatbestand, da du ledigliche seine frage
wahrheitsgemäß beantwortet hast."

kannst du das belegen?

Kommentar von mojo47 ,

es fehlt einfach ein tatbestand nachdem jemand verurteilt werden kann. wenn man jemandem ohne genügenden gerechtfertigten anlass sagt, dass er ein hässliches gesicht hat, dann liegt darin eine kundgebung deiner missachtung der person gegenüber, der tatbeatand ist verwirklicht. wirst du jedoch von ihm nach seinem äußeren erscheinungsbild gefragt und du antwortest, fehlt es an der kundgebung der missachtung und es fehlt ein tatbestand.

die eigentliche beleidignungsabsicht fehlt in diesem zusammenhang.

Kommentar von AalFred2 ,

Das mag beim Aussehen funktionieren, beim A-Wort aber mit Sicherheit nicht.

Kommentar von kayo1548 ,

richtig zumindest ein bedingter Vorsatz bzgl des ehrverletzenden Urteils ist notwendig, darüber hinaus aber keine weitere Beleidigungsabsicht.

Meine mich da auch an ein Urteil von OLG Jena erinnern zu können; an dem Rechner an dem ich momentan bin gestaltet sich die Suche allerdings etwas schwierig; wenn ich es finde und daran denke poste ich später einen Link.

Kommentar von Nargisfan ,

nur weil man seine Meinung äußert heißt das nicht dass man sagen kann was man will

Kommentar von mojo47 ,

richtig! deshalb muss man es geschickt anstellen :)

Antwort
von bingo00, 188

Erstmal großartiges Lob für dein soziales Engagement! Allerdings steht im Grundgesetz auch das die Ehre des Menschen unantastbar ist & wenn er sich in dieser verletzt gefühlt haben sollte, dann ist das leider so :( Such dir schon mal einen Anwalt - ich sehe dich zwar im Recht aber Gesetz ist Gesetz

Kommentar von mojo47 ,

sieht wohl so aus... vor gericht wird leider recht gesprochen und nicht gerechtigkeit...

Antwort
von FreundGottes, 113

Ich möchte mich nur bei dir bedanken, dass du der Frau geholfen hast. Das war große Klasse von dir. Der Rest der passiert ist, war ein unwichtiger Furz, nicht der Worte wert. Am besten du entschuldigst dich und bittest die Staatsi das Verfahren wegen Geringfügigkeit einzustellen.

Antwort
von lupoklick, 115

Über Hausrecht, und wenn der Ladenmensch auch noch so arrogant ist,

gibt es KEINE Diskussion.

Laden wechseln, und gut isss...

Antwort
von xenoxis, 119

Spring über deinen Schatten und verlange den Geschäftsführer erneut zu sprechen. Sag ihm es würde dir leid tun und du wolltest nur helfen. Bitte ihn seine Anzeige zurück zu ziehen. Entschuldige die reumütig bei ihm und gib ihm zu verstehen, dass alles nur ein Missverständnis war.

Antwort
von Latexdoctor, 184

Da vertrete ich die meinung, dass man den Besitzer anklagen müsste, wegen uneterlassener hilfeleistung !

Den genaus das ist es meiner meinung nach, wenn man willentlich einer Person den nötigsten schutz verwehrt, die gründe dafür sind unerheblich.

Solltest du deswegen eine Anzeige bekommen, dann schreib es uns, mir dem Namen des Geschäftes, der wird sich dann bei dir entschuldigen, "freiwillig"

Kommentar von Akecheta ,

Selten solch einen Quark gelesen.

Kommentar von kayo1548 ,

"Da vertrete ich die meinung, dass man den Besitzer anklagen müsste, wegen uneterlassener hilfeleistung !"

Nach §323c stgb ist unterlassene Hilfelistung:

"Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe
leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten,
insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer
wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem
Jahr oder mit Geldstrafe bestraft."


Wie kommst du darauf, dass das hier zutreffen könnte?


"Solltest du deswegen eine Anzeige bekommen,"

Natürlich, aber nicht weil sie helfen wollte sondern weil sie eine Straftat begangen hat.

Und wie schon gesagt wurde: der Besitzer hat das Hausrecht und das sich andere Kunden belästigt fühlen könnten ist mitunter eine durchaus plausbile Begründung.

Ob man sich selber auch so entschieden hätte ist natürlich eine andere Frage, aber weshalb sollte der Besitzer hier eine strafbare Handlung begangen haben?


Kommentar von Latexdoctor ,

Den genaus das ist es meiner meinung nach,

So habe ich das geschrieben, nicht dass es Unterlassene Hilfeleistung ist ^^

Kommentar von kayo1548 ,

Letzendlich ist das aber weniger eine Frage der Meinung, da es da juristische Definitionen dafür gibt und das greift hier nicht, von demher wird eine Anzeige da auch wenig erfolgsversprechend verlaufen.

Kommentar von Latexdoctor ,

Dem widerspreche ich ja gar nicht, deshalb

dass man den Besitzer anklagen müsste

Ich werde mich beim nächsten male deutlicher ausdrücken, so dass man es auf keinen Fall auf irgendeine Art und Weise missdeuten kann.

Mich ärgert nur das gehabe dieses "Menschen", der hilsbedürftige dermassen abkanzelt, dem wünsche ich dass er auch in der Gosse landet !

Aber von ganzem Herzen

Kommentar von Bitterkraut ,

Ein paar neue Kleider zu kaufen hat sicher nix mit dem "nötigsten Schutz" zu tun.

Kommentar von Latexdoctor ,

Ich glaube nicht, dass TheWhiteGirl nur deshalb neue Kleidung kaufte, weil sie Schmutzig war ^^

Man darf davon ausgehen, dass die Kleidung der Frau verschlissen/unzureichend für die Wittterungsverhältnisse war

Ich hoffe nur, dass ich jetzt nicht jeden einzelenen Satz kommentieren muss, sonst werde ich künftig bei jeder Antwort einen "Roman" schreiben müssen, um dem zu entgehen :(

Kommentar von imager761 ,

Getretener Quark wird breit, nicht stark. Selbst wenn die Obdachlose barfuß und im Unterhemdchen bei Außentemperaturen über dem Gefrierpunkt sein Geschäft betreten hätte, darf er ihr Kaufvertragsschluss verweigern und von seinem Hausrecht Gebrauch machen :-O

Unterlassenen Hilfeleistung wäre es gewesen, wenn er Herbeirufen eines Krankenwagens zur Aufnahme einer hilflosen Person in eine Klinik von seinem Geschäftstelefon aus verweigert hätte.

Kommentar von Abahatchi ,

Solltest du deswegen eine Anzeige bekommen, dann schreib es uns, mir dem Namen des Geschäftes, der wird sich dann bei dir entschuldigen, "freiwillig"

So wie es ja allem Anschein und Deinen Vorstellungen nach dann abläuft, wäre es wohl kaum freiwillig. Sollen wir durch derartiges öffentliches Mobbing uns selbst zu Unmenschen machen?

Der Ladenbesitzer wollte eben nicht, dasz die noch unverkauften Kleidungsstücke völlig verdrecken. Verständlich oder? Vielleicht hätte die Hilfsbereite Frau einfach vor dem Ausprobieren der Kleidungsstücke mal mit dem Landeninhaber sprechen sollen und die Situation schildern sollen. Vielleicht hätte er noch etwas im Lager gehabt, was er ihr auch ohne Bezahlung gegeben hätte. 

Kommentar von Latexdoctor ,

Sollte es so gewesen sein, dann hast du recht, aber dass er nicht mal ihr die Kleidung verkaufen wollte, das ist geradezu Menschenverachtend.

Man kann mich auch via mail erreichen, dafür PN senden, hier werde ich nicht mehr reagieren, das wird mir langsam zu dumm !!

Kommentar von Abahatchi ,

aber dass er nicht mal ihr die Kleidung verkaufen wollte, das ist geradezu Menschenverachtend.

Nun, wir dürfen eben auch nicht vergessen, wie es dazu kam, denn wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es auch hinaus. Daher möchte ich hier einen Teil der obigen Antwort zitieren.

In dieser Zeit kam der Besitzer des Ladens und hat uns angesprochen und gesagt, dass ich im Laden bleiben könne, sie aber den Laden verlassen müsse, da sie nicht der Art Kunden entspricht, die sich im Laden aufhalten.

Gut, versetzen wir uns einmal kurz in die Lage des Ladenbesitzers, der ja die Sachlage der obdachlosen Frau nicht kennt. Ein Geschäft, in das sonst vermutlich nur saubere Kunden eintreten und die selbst etwas penibel sind. Da steht nun eine verdreckte Frau und probiert sich durch seine sauberen Waren. Ich als Ladenbesitzer hätte sogar gleich die Polizei gerufen, weil ich schlicht weg davon hätte ausgehen müssen, DIEBE, Betrüger. Dies wäre so mein aller erster Einduck gewesen. So, nun kommt aber der entscheidende Teil, wie löst man ein mögliches Miszverständnis auf? In dem man sich kurz für den Aufzug der einen Person entschuldigt und die Sachlage ordentlich und freundlich schildert. Doch wie ist das Gebaren der Helferin?

Ich habe darauf eine Diskussion mit ihm angefangen und ihm Diskriminierung vorgeworfen.

Nach so einem Moment würde ich mit betreffenden Personen rein gar nichts mehr zu tun haben wollen, weder bedienen noch etwas verkaufen. Armut ist keine Schande und helfen auch nicht aber dies gibt keinem ein Recht, einen Ladenbesitzer derart an zu gehen. 

Die Absicht zu helfen und dies auch zu tun war von der Fragestellerin absolut richtig. Falsch war es, einer Person, die mit der gesamten Sachlage nicht vertraut ist, derart vor zu führen. 

Nebenbei, der Obdachlosen hätte auch noch weitreichender geholfen werden können, als nur Kleidung. Wir sind ein Sozialstaat. Wer keine Mittel hat, um den täglichen Unterhalt zu bestreiten, der kann das Arbeitslosengeld II beantragen. Hier ist es möglich, auch wenn man noch keine eigene Wohnung hat, sich eine Wohnung oder ein Zimmer zu mieten, um nicht auf der Strasze leben zu müssen. 

Natürlich wäre auch noch rechtlich zu klären, unter welchen Umständen sie bei ihrem Freund wohnte und ob er sie hätte einfach so vor die Tür setzen können.

hier werde ich nicht mehr reagieren, das wird mir langsam zu dumm !!

Ist es denn wirklich so schlimm, dasz nicht alle genau Deiner Meinung sind? Schlieszlich sind ja alle hier der Meinung, dasz es sehr lobenswert war zu helfen. Weil wir nun selbst nicht vor Ort waren, können wir auch nicht wissen, wie genau diese Diskussion mit dem Ladenbesitzer geführt wurde, doch allein so wie es hier schon rüber kommt, ich persönlich hätte mich in meinem Ehrgefühl verletzt gefühlt. 

Nicht vergessen, vielleicht gibt es ja auch Betrüger, die schon früher genau mit dieser Masche versuchten den Ladenbesitzer über den Tisch zu ziehen. Gerade heut zu Tage, müssen auch Ladenbesitzer aufpassen, nicht Scharlatanen auf den Leim zu gehen. In diesen Zusammenhang war eine Anzeige durchaus vertretbar. Viel nachkommen wird da aber nicht. 

Grusz Abahatchi

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