Frage von NormalesMaedche, 129

Wie und wann sagt man am besten dem Kind dass es adoptiert ist?

Hey, ich bin 16. Habe weder Kinder, noch hab ich es vor. Zumindest keine eigene. Ich wollte nie biologisch Mutter werden und hab mir immer gesagt, dass nur eine Adoption in Frage kommt. Aber wie und wann sagt man seinem Kind dass es adoptiert ist? Von Anfang an, fände ich gut aber man kann ja nicht jeden Tag seit man das Kind hat, ihm einreden dass es nicht das eigene ist..

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo NormalesMaedche,

Schau mal bitte hier:
Kinder Adoption

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Volkerfant, 19

Du bist noch jung und deine Ansichten können sich jederzeit noch ändern.

Wenn du jedoch ein Kind adoptiert hast, dann ist diese Frage berechtigt. Ich würde es meinem Kind so früh wie möglich sagen, auch bei jeder Gelegenheit, aber natürlich nicht täglich.

Wenn gerade das Thema aufkommt und das Kind z.B. fragt: "Mama, war ich auch in deinem Bauch drin" oder etwas Ähnliches, dann würde ich es sofort kindgerecht ansprechen.

Kommentar von Volkerfant ,

Danke für den Stern.

Antwort
von elektromeister, 45

Zum Anfang vielleicht: Wir haben uns immer Kinder gewünscht. Du bist unser / Mein Kind, auch wenn Du eine andere Mutter hast. Als wir Dich gesehen haben, wussten wir: Du bist genau das was wir gesucht haben. Dir wollten wir alle Liebe schenken.

Ab ca den 2 ten Lebensjahr kann das Kind das verstehen. Und weiß: es gibt da noch jemanden Anderen, aber hier bin ich so herzlich willkommen, das ist mein wirkliches Zuhause.

Ab dem 12. Lebensjahr kann man dann, wenn das Kind nachfragt, anbieten : Klar wir suchen Deine biologische Mutter. Dann mit dem Kind zum Jugendamt gehen und auch wirklich suchen. Das schafft auch in der Zeit zwischen 12 und 16 Vertrauen.

Gute Eltern sind die Besten Freunde ihrer Kinder und beweisen, mir kann man Vertrauen und ich mache alles, was in meiner Macht steht um Dir zu helfen.

Gute Eltern sind gar nicht mal so selten. Man muß nur ein wenig suchen.

Wenn es knirscht, klemmt, wenn alles zusammenbricht. Auf seine Eltern sollte man sich einfach verlassen können. Ich wurde immer aufgefangen, Meine Kinder von mir. Und wenn dei einmal Kinder haben, werden die das auch machen. Auf diese Art ist Kindererziehung wirklich einfach.

Gruß Uli

Kommentar von NormalesMaedche ,

Vielen Dank😁

Antwort
von Nordseefan, 18

Wann: Sobald es anfängt zu fragen. Nicht direkt, kein (kleines) Kind kommt auf die Idee zu frage bin ich adoptiert? Aber man kann das Gespräch vorsichtig in die Richtung lenken, immer mal wieder.

WIE genau: Dass müsst ihr dann in der Familie individuell entscheiden. Wichtig fände ich dem Kind mitzugeben, das wir gerade dich gewollt haben. Wir haben dich gesehen und sofort süss gefunden. Wir wollten dann nur noch dich und kein anders Kind mehr.

Dir muss aber klar sein: Der weg zu einer Adoption ist nicht einfach.

Antwort
von Caila, 27

Das beste Alter wirst du selbst rausfinden. Zusammen mit deinem Partner.
Der Weg von dem Willen bis man wirklich Eltern eines adoptierten Kindes ist, ist sehr lang. Dabei wirst du mehr als genug Zeit haben um darüber nachzudenken.

Es gibt schließlich einige Vorraussetzung.

Du mußt unbeschränkt geschäftsfähig und mindestens 25 Jahre alt sein. Bei vielen Jugendämtern ist auch die Ehe eine Vorraussetzung ein Kind adoptieren zu können.
polizeiliche Führungszeugnis spielt oft auch eine Rolle. Das sollte frei von Eintragungen sein.

Zudem wird überlicher Weise auf ein geregeltes und ausreichendes Einkommen geachtet und das genug Wohnraum vorhanden ist.
Ebenso solltest du gesund sein. Körperlich wie auch psychich, Das ist wichtig damit dem Kind auch über die Pubertät hinweg eine belastbare Bezugsperson zur Verfügung steht.
Meistens wird Bewerbern auch noch ausführliche Fragen zur Persönlichkeit, zum Lebenslauf und zur familären Situation gestellt.
Und natürlich der Grund. "Warum möchte man adoptieren."

Das ganze nimmt viel viel Zeit und auch Geld in Anspruch

Kommentar von edmuina ,

alles richtig. bei einer inlandsadoption sind allerdings die kosten sehr ueberschaubar. wir stehen kurz vor dem letzten schritt und haben bis jetz 40 euro bezahlt.

Kommentar von Caila ,

Das ist wirklich überschaubar.

Zudem finde ich sollte man auch sich mit dem Gedanken anfreunden das man vieleicht viel Zeit, Geduld und EInfühlungsvermögen für das Kind braucht.

Einige Kinder kommen ja durchaus aus zerütteten oder schlechten Familenverhältnisse.  Und oft wird man nicht genau darüber aufgeklärt vom Amt.

bsp:  Eine Freundin konnte selbst keine Kinder bekommen und hat mit ihrem Mann Kinder bei sich aufgenommen. 
Das eine Kind war geistig behindert, kam aus einer ärmlichen Großfamilie und hat schon sehr früh gespürt das die leiblichen Eltern es nicht wollten. Zudem wollte es anfangs nichts essen hat aber ständig geschrien weil es hunger hatte. Und war hyperaktiv. 

Also durchaus sehr nervenaufreibend

Das andere Kind kam aus einer Familie wo es körperlich und psychich misshandelt und auch sexuell missbraucht wurde.  Was weder meine Freundin noch ihr Mann wußten. 
SIe kam emotional kaum an das Kind heran und es stand oft neben sich.  Zb meinte man es hört zu weil es einen auch anschaut, aber wenn man danach fragte was man gesagt hat wußte es von nichts. 
Erst viele viele Jahre später erfuhren sie aus welchen Verhältnissen das Kind kommt,nachdem selbiges dann auch in psychatrischer Behandlung war.

Zudem mußte alles sehr schnell gehen. Es hieß damals sie dürfen sich das Kind erstmal anschauen und können dann entscheiden.  Als sie aber das Kind trafen (es war damals 5) wurden sie ihm vorgestellt mit den Worten "So das ist deine neue Mama"  
Und als sie es dann annahmen mußten sie alles schnell besorgen. Möbel, Kleidung, Spielzeug etc, da man ihnen nicht die Zeit ließ es in Ruhe zu machen

Was ich damit sagen will das es nicht so einfach ist wie es klingt.

Natürlich kann das was meine Freundin erlebt hat ausnahmen sein.

 
Da ich selbst mich damit nie ausführlich beschäftigt habe, was man an Informationen über das Kind bekommt kann ich das nicht beurteilen

Antwort
von KatzenEngel, 44

Also, wenn es soweit ist, Du mit Deinem Partner ein Kind "in Aussicht gestellt" bekommst, wirst Du Dich viel mit dem Thema beschäftigen, viel nachlesen...u.a. auch mit Deinem Partner sprechen und Ihr werdet DANN zusammen den geeigneten Zeitpunkt festlegen ;)

Bis dahin...wer weiß...vielleicht wirds doch ein biologisches Kind...

P.S.: ne Adoption ist nicht einfach, vor allem, wenn Du evtl. zeugungsfähig bist, ist das der bessere Weg ;)

Kommentar von NormalesMaedche ,

Ich weiß 100 prozentig, dass ich niemals ein biologisches Kind bekommen würde. Nicht absichtlich. Ich würde dann freiwillig durch die Hölle gehen, was Blut abnehmen und Krankenhäuser für mich sind. Macht mir panische Angst, wegen einer Art Trauma beim ersten mal Blut abnehmen. ich weiß, dass es nicht einfach ist aber versuchen kann man es ja. ansonsten eben nicht, wenn es nicht klappen sollte.

Antwort
von Saturnknight, 4

also erstmal: eine Inlandsadoption kannst du vergessen.

Es gibt viel mehr Eltern, die ein Kind adoptieren wollen, als Kinder, die man adoptieren kann. Meine Frau und ich stehen seit 3 Jahren auf der Inlandswarteliste.

Das Jugendamt guckt dann schon, wem sie ein Kind gibt. Und die Leute, die ernsthaft adoptieren wollen, haben in der Regel schon einen langen steinigen Weg hinter sich.
Nur mal als Beispiel: meine Frau und ich hatten schon 10 künstliche Befruchtungen, weil es auf den normalen Weg nicht klappt. Dabei kam es nur zu 4 Fehlgeburten. Und solche Erlebnisse sind die Regel bei Adoptivbewerbern.

Jetzt stell dir mal vor, da kommt jemand und sagt: ich will adoptieren, weil ich Angst vor der Geburt habe ... was glaubst du, wer hat die größeren Chancen auf ein Kind vom Jugendamt?

Im Ausland ist es ein wenig anders, da gibt es viele Kinder ohne Eltern. Aber eine Auslandsadoption kostet im Schnitt 20-30.000€. Man muß viele Unterlagen sammeln, unter anderem auch ein psychologisches Gutachten das bescheinigt, daß ihr geeignet seid für ein Kind (Adoption nur aus Angst vor der Geburt ist kein gutes Argument). Und dann dauert es auch noch "ein wenig". Von der Bewerbung, bis man ein Kind bekommt kann es schon mal 3-4 Jahre gehen.

Antwort
von Cherryredlady, 58

Ich würde auch sagen frühstens 12 aber vielleicht findet das Kind es zufällig früher raus oder fragt sogar explizit danach

Kommentar von Saturnknight ,

komplett falsch.

Dann ist es mitten in der Pubertät und erlebt eh schon eine Achterbahn der Gefühle. Und auf einmal erfährt es, daß die Eltern gar nicht die richtigen Eltern sind? Das macht es nur noch schlimmer für das Kind.

Antwort
von Menuett, 7

Von Anfang an. Das kann man so ganz nebenher erzählen.

Das macht man natürlich nicht jeden Tag.

Antwort
von Otilie1, 56

das kind sollte wenigstens so alt sein das es alles verstehen kann. ich denke so mit 13 -16 wäre für mich der richtige zeitpunkt alles zu erzählen

Kommentar von BatmanZer ,

Nein, ich denke das ist zu spät. Für mich wäre 8 das beste Alter.

Kommentar von Otilie1 ,

da können die noch garnicht einschätzen was das heisst. sie wissen dann nur meine mama und mein papa sind andere , die gründe dafür können sie  da noch nicht richtig verstehen

Kommentar von elektromeister ,

Die Gründe hinterfragen klienkinder nicht! Allein die Liebe, die sie bekommen werden sie bewerten, wenn sie damit groß werden. Vertrauen wächst mit der Wahrheit. und das beginnt spätestens mit 2 Jahren.

Kommentar von NormalesMaedche ,

Als Beispiel :ich wusste immer, die Freunde meiner Mutter sind nicht mein Vater. (meine Mitte r hatte nicht 20 Freunde in meiner Kindheit, aber einen und ihren jetzigen Mann). Hätte ich das erst mit 12 erfahren, wäre meine Welt zusammengebrochen. Mir warst schon unheimlich, dass mein Vater sich an meinem 12 Geburtstag bei mir gemeldet hat nach 12 Jahren nichts. wenn ich dann jetzt mit 16 herausfinden würde, ich bin adoptiert, würde ich mich hintergangen fühlen, dass sie es so lange geheim gehalten hat

Antwort
von Wonnepoppen, 50

Man kann nicht einfach ein Kind adoptieren, nur weil man es "biologisch" nicht will!

es wäre etwas anderes, wenn du keine bekommen könntest, oder der "Vater" nicht zeugungsfähig ist!

Kommentar von NormalesMaedche ,

Gibt es Gesetze dafür wer ein Kind adoptieren darf?

Kommentar von Wonnepoppen ,

Ich glaube schon, jedenfalls müssen die Voraussetzungen vorhanden sein!

Kommentar von elektromeister ,

das ist nicht wirklich richtig! Biologisch nicht wollen kann auch bedeuten, dass man einen Gendefekt nicht weitergeben will. Das nenne ich VERANTWORTUNGSBEWUST!!!!!

Kommentar von Wonnepoppen ,

Das wäre für mich eine Voraussetzung!

Kommentar von NormalesMaedche ,

Mich wundert es, dass man um Kinder ohne Eltern aufzunehmen, unfruchtbar sein muss. Reicht es nicht wenn man einfach jemandem ein zuhause geben will?

Kommentar von Wonnepoppen ,

Nein, das glaube ich nicht!

auch das mit der "panischen Angst" wird nicht ausreichen?

aber ich kenne mich wirklich nicht genügend aus damit, habe meine Kinder alle auf "natürlichem Weg" bekommen!

Kommentar von Caila ,

Du stellst dir das viel zu einfach vor.  Es reicht nicht aus einfach jemand ein Zuhause geben zu wollen.  Du mußt viele viele Vorraussetzungen erfüllen um ein Kind adoptieren zu dürfen.

Immerhin kommen einige Kinder aus weniger guten Verhältnissen und da will man absolut sicher sein das diese Kinder dann auch in ein stabiles sicheres Umfeld kommen, wo sie bleiben können bis sie alt genug sind.

Kommentar von Menuett ,

Das ist völlig ausreichend.

Es gibt keinerlei Gesetz, dass Unfruchtbarkeit fordert.

Kommentar von Menuett ,

Selbstverständlich kann man Kinder adoptieren, weil man "biologisch" nicht will.

Unfruchtbarkeit ist gewiss keine Forderung, die gestellt wird.

Kommentar von Wonnepoppen ,

Na, dann scheint es ja ein Kinderspiel zu sein, ein Kind zu adoptieren?

Antwort
von cloudwater, 47

Von Anfang an.

Leiblichen Kindern sagt man ja auch nicht jeden Tag, dass die Mutter, die biologische Mutter ist.

Kommentar von NormalesMaedche ,

ja is mir auch klar. aber ich würde damit nich direkt klar kommen wenn mir meine Mutter jetzt plötzlich erzählen würde, sie wäre nicht meine Mutter.

Kommentar von Menuett ,

Deswegen sollte man das tatsächlich von Anfang an erzählen.

Bereits für einen Dreijährigen wäre es ein großer Vertrauensbruch, wenn er erfährt, dass seine Mama gar nicht seine Mutter ist.

Antwort
von Stein1, 28

Luke.. *atmen* ich bin nicht dein Vater (oder mutter)

Kommentar von NormalesMaedche ,

Der is natürlich gut, aber ernst nehmen würde ich das nicht😂

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