Frage von rainerpb, 40

Wie und nach welchen Kriterien beurteile ich einen Praktikanten und seinen Wunsch einen Beruf auszuüben,zu dem er vermutlich nicht geeignet sein wird?

Hallo, morgen soll ich eine Praktikanten beurteilen,der drei Wochen mit mir in der Altenpflege gearbeitet hat. Er ist Schüler einer Waldorfschule, 18 Jahre alt und meiner Einschätzung nach grundsätzlich nicht für den Pflegeberuf geeignet. Welche Kriterien soll ich zur objektiveren Beurteilung berücksichtigen und wie sollte ich ihm gegenüber meine Einschätzung begründen ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Galina2784, 22

Frag was die Kollegen von ihm halten, er hat ja nicht 3 Wochen lang nur mit dir gearbeitet. Frag ihn beim Gespräch warum er das Praktikum in einer Altenpflegeeirichtung gemacht hat und frag ihn warum er diesen Berufswundch hat. Du kannst ihm tippst geben woran er noch arbeiten muss um für den Beruf "geeignet" zu sein. Stempel ihn nicht gleich als ungeeignet ab. Wir brauchen mehr Menschen die in die Altenplege wollen! In der dreijährigen Ausbildung lernt man auch worauf es ankommt. 

Kommentar von rainerpb ,

Grundsätzlich sehe ich es ja auch so,das ich ihn nicht gleich abstempeln sollte. Es war ein Praktikum und in einer Ausbildung wird er wohl anders "rangenommen" werden,wenn ich das mal so sagen will. Gut,er war bemüht,aber wirklich gelernt hat er eher weniger,eine halbwegs zuverlässige Hilfe war er auch nach drei Wochen nicht,weil ihn selbst einfachste Abläufe offensichtlich erschöpften und relativ anstrengten. Und zeitlich stand er keinesfalls unter Druck ,wie es in der Alten- oder auch Krankenpflege idR üblich ist. Er war eigenmächtig bis hin zur Gefährdung von -Bewohnern- , selbst manche Bewohner hielten ihn -ungefragt- für ungeeignet ...! Er mag interessiert sein,aber ob er geeignet ist,wage ich zu bezweifeln. Meine Kollegen auch aus dem sozialen Dienst  teilen meine Einschätzung voll umfänglich.

Kommentar von Galina2784 ,

Ich bin selbst Altenpflegein. In einem Praktikum geht es nicht darum eine "große" Hilfe zu sein oder schnell sondern nur in den Beruf rein zu schnuppern. Und wie konnte es überhaupt zu einer Gefährdung von einem Bewohner kommen? Praktikanten sollen nicht alleine zu Bewohnern. Sie sollen auch nicht als kostenloses Personal benutzt werden genauso wie Schüler. Schnell können die meisten am Anfang garnicht sein, da sie viele Gespräche mit den Bewohnern führen da sie sich noch nicht kennen. Eine Angestellte vom Sozialendienst kann das nicht beurteilen. Das die Arbeit in der Pflege Stressig ist ist keine Frage, das kann auf jemanden der das nicht kennt sehr verwirrend sein. Ich glaube deine Erwartungen an einen Praktikanten sind zu hoch. Er hat sich bemüht und das zählt. In der Ausbildung lernt man den Rest. 

Kommentar von rainerpb ,

Vermutlich hast Du Recht, es sollte lediglich danach beurteilt werden,ob er sich bemüht hat oder nicht. Naja,das hat er wohl. er möchte aber wissen,ob man ihn für geeignet hält und da würde ich persönlich ganz klar nein sagen ! Zur Gefährdung von Bewohnern kam es durch allzu eigenmächtiges Handeln entgegen der ausdrücklichen Anweisungen ,eben bei Hilfsbedürftigkeit eines Bewohners Bescheid zu sagen. Er war langsam,sehr langsam, hauswirtschaftl. Geschick nahezu keins , mal Betten machen trotz mehrerer Beispiele nicht im Sinne der Vorgaben erledigt. Lustloses Verhalten bei Übertragung leichtester Tätigkeiten. Ständig mit Privatangelegenheiten beschäftigt. Distanzlos in Gesprächen mit Bewohnern und Personal.  Ich sehe einfach kein Potential bei ihm . Der soziale Dienst hatte sehr wohl Einblicke in das Verhalten des Praktikanten,da der s. Dienst in enger Abstimmung mit dem Pflegepersonal den Altag der Bewohner organisiert und gestaltet.

Antwort
von ReckerM82, 22

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