kthof am 20.01.2008 um 9:35 Uhr
Bei uns in Niedersachsen stehen jetzt wieder Wahlen an . Und immer mehr Leute gehen nicht mehr hin da sie resignieren. Aber obwohl wir von allen Seiten belogen werden man darf nicht auf Rechte verzichten wofür unsere Vorväter gestorben sind.Helft mir. Geht Ihr den wählen?Dazu eine umfrage bitte nehmt teil.

Hiermit oute ich mich als Protestwähler. ;-)
Schon deine Fragestellung übt auf einen freien Menschen Druck aus."leute überzeugen" "müssen" Wir leben doch in keiner Diktatur mehr.Wer ist dafür gestorben, ? Barschel?? Möllemann??Du bist von irgendwoher ideologisch geschult, scheint mir. Diejenigen die Wählen sind doch alt genug um zu entscheiden, was sie tagtäglich von den Politikern höhren. +10 % Diäten und minus 1% für Rentner.usw.Jeden Wahlzettel zerreiß ich und schimpfen, tu ich schon lang nicht mehr

Ich gehe auf jeden Fall hin. Aber wenn ich die Partei wähle, die der Wahl-O-Mat der Neuen Osnabrücker Zeitung für mich ausgespuckt hat, mache ich was falsch.:-))

Da ich nicht in diesem Bundesland lebe, gehe ich auch nicht dort wählen.
In unsere Gemeinde finden heute Bürgermeisterwahlen statt, dort gehe ich gleich zur Stimmabgabe. Ich denek, in der Kommunalpolitik ist es noch leichter, sich für einen Kandidaten zu entscheiden.
Ich werde immer stinksauer, wenn die Leute jammern , nörgeln und schimpfen - dann aber nicht zur Wahl gehen.

Früher bin ich voller Enthusiasmus wählen gegangen, weil ich mir wirklich einbildete, damit etwas zu erreichen. Jahrelanges Belügen und Betrügen sämtlicher Parteien und Politiker haben mich eines Besseren belehrt. Ich jammere auch nicht rum - ich verweigere mich. Und zwar in Form der Nichtwahl.
strick4a am 20. Januar 2008 10:06 kannst Du in mir lesen?...;-)
HerrLich am 20. Januar 2008 10:13 strickl, denk' mal an die von Nokia kassierten Subventionen. Der "Mensch" ist den Politikern völlig egal.
strick4a am 20. Januar 2008 10:32 ja, HerrLich, das war Abzocke mit Ansage; und der Begriff "Mensch" wird da Oben ganz anderst definiert, das kommt noch nach der Portokasse und den Peanuts..... Lebensqualität ja, aber für wen?
HerrLich am 20. Januar 2008 10:42 Wo ist da die erforderliche Hilfe der Politiker? Wo helfen sie den verzweifelten Menschen? Sie lassen sie im Stich.
strick4a am 20. Januar 2008 10:52 gewählt ist gewählt und bleibt so bis die Nächsten kommen und dann das Gleiche machen... Die erforderliche Hilfe der Gewählten beschränkt sich meistens auf gute Worte; aber davon gaaanz viel, vor den Wahlen....

Ja, ich gehe sicher wählen und ich weiß auch genau, wen ich wähle, weil ich sehr interessiert und informiert bin. Dabei kommt es mir nicht auf Parteien an, sondern auf Personen, die sich einsetzen und nicht nur wichtig tun.
Ich habe meine Hausaufgaben gemacht und weiß genau, wem ich meine Stimme am 2.3. in Bayern gebe.

Es gibt in Deutschland keine Wahlpflicht.
Es ist das Recht eines jeden, zu wählen - oder eben nicht. Auch nicht zur Wahl zu gehen, ist eine Entscheidung, die es zu respektieren gilt.
Wenn es keine Partei gibt, die ich ruhigen Gewissens wählen kann, habe ich zwei Möglichkeiten:
Ich gehe hin und wähle ungültig.
Ich gehe gar nicht erst hin.
Beides ist legitim. Im ersten Fall spiele ich noch im Systen mit; im zweiten verweigere ich mich auch dem System. (Ziehen wir mal die ab, die es aus Gleichgültigkeit nicht tun.)
Ich selbst bin bei den kommenden Landtagswahlen nicht wahlberechtigt aber ich zöge es vor, ungültig (oder "sonstige") zu wählen. (Von den fünf im auch Bundestag vertretenen Parteien sind vier für mich grundsätzlich nicht mehr wählbar und die fünfte betrachte ich sehr kritisch.)
tradaix am 20. Januar 2008 12:37 Jetzt verwirrst Du mich aber. Ungültig ist, wenn mehr als die zulässigen Wahlkreuze oder schriftliche Bemerkungen gemacht werden. Stimmenthaltung ist einen unausgefüllten Wahlzettel in die Urne zu werfen. Letzteres erkennt das Wahlrecht an. Man bekundet durch die wählbare Person/Partei sich nicht annähernd vertreten zu sehen. Vielleicht wäre ein zusätzliches Feld "Stimmenthaltung" explizit sinnvoll.
Eine für mich erfüllbare Utopie ist, dass bei bestimmten Wahlen einerseits eine hohe Wahlbeteiligung, anderseits hohe Stimmenthaltung als Ergebnis herauskommt (= Aha-Effekt in der zunehmend realitätsresistenten Politik?).
WolfRichter am 20. Januar 2008 12:47 Ungültig ist auch ein Strich über den kompletten Wahlzettel; das meinte ich.
Du hast natürlich recht: Man kann sich auch der Stimme enthalten. Man kann sich sogar, soweit das jeweilige Wahlrecht, wie bei der Bundestagswahl, Erst- und Zweitstimme kennt, selektiv enthalten, indem man z.B. zwar den Kandidaten, nicht aber die Partei ankreuzt. Es kommt halt darauf an, was man ausdrücken will.
Ich war selbst bis vor 7 Jahren aktives Mitglied der ....Partei! Sollte nach dem Willen der damaligen Parteifreunde noch aktiver einsteigen! Dann kam der grossse Umbruch, diese Partei war für mich nicht mehr wählbar! Heute weiß ich wieder, was ich zu wählen habe, aber mehr mache ich nicht mehr, Kreuzchen und fertig! Wir werden doch Alle nur be.....!°

Es gibt natürlich keine Wahlpflicht! Aber ich gehe hin, damit nicht eines Tages irgendwelche Extremisten ans Ruder kommen. Dann wähle ich lieber von den Etablierten das kleinere Übel, als daß das große Übel über uns kommt!!!
strick4a am 20. Januar 2008 10:39 das ist die Kalkulation des kleineren Übels....
WolfRichter am 20. Januar 2008 12:15 Natürlich ist es legitim, das so zu sehen. Bedenke nur, daß Du damit das kleinere Übel auch legitimierst, falls es dadurch an die Macht kommt.
strick4a am 20. Januar 2008 13:08 ja, eben...
Überzeugung und Zwang widersprechen sich. Möglich ist bestenfalls, das innere Gefühl einer Verpflichtung hervorzurufen, sich um den Zustand einer Gemeinschaft durch Teilnahme an Abstimmungen zu kümmern. Tatsächlich kann die Auswirkung der einzelnen Stimme auf die Politik - auch angesichts der vorhandenen Alternativen und des Verhaltens der Parteien - gering sein. Solche einzelnen Stimmen sind aber in der Summe eine große Anzahl. Wer durch bloßes Nichtwählen auf sein Wahlrecht verzichtet, erreicht nichts außer Klagen über fehlendes demokratisches Bewußtsein in der Bevölkerung und erlaubt ohne Mitwirkung anderen, über sich selbst und sein Land zu bestimmen. Auch eine Stimme für eine Partei, zu deren Politik keine volle Zustimmung vorhanden ist, kann dazu beitragen, eine noch schlimmere Politik zu verhindern. Wenn vernünftige Menschen (und dazu möchten vermutlich alle gehören) sich nicht an Wahlen beteiligen, entscheiden allein unvernünftige Menschen über den Wahlausgang.

Wenn ich schon Rechte habe, möchte ich sie auch nutzen! Für alle Nichtwähler: Auch wer keine Stimme abgibt beeinflusst das Wahlergebnis.
WolfRichter am 20. Januar 2008 12:00 Was ja durchaus beabsichtigt ist.
Je geringer die Wahlbeteiligung bzw. die gültigen Stimmen, um so geringer die demokratische Legitimation.

Viele verwechseln Wahlverweigerung mit Stimmenthaltung - traurigerweise.
Stimmenthaltung ist einen unausgefüllten Wahlzettel in die Urne zu werfen. Letzteres erkennt das Wahlrecht an. Man bekundet durch die wählbare Person/Partei sich nicht annähernd vertreten zu sehen. Vielleicht wäre ein zusätzliches Feld "Stimmenthaltung" explizit sinnvoll.
Eine für mich erfüllbare Utopie ist, dass bei bestimmten Wahlen einerseits eine hohe Wahlbeteiligung, anderseits hohe Stimmenthaltung als Ergebnis herauskommt (= Aha-Effekt in der zunehmend realitätsresistenten Politik?).

Das ist nicht mehr das Erbe unserer Vorväter, sondern die Methode zur legalen Berreicherung mit Segen der Wähler.An solchen Machenschaften werde ich mich nicht mehr beteiligen!
strick4a am 20. Januar 2008 09:43 außer Komunalwahlen.
kthof am 20. Januar 2008 09:49 wenn alle so gedacht hätten da würden wir noch von einen Kaiser regiert und würden als leibeigene dahin vegetieren.mach was !machs besser.
WolfRichter am 20. Januar 2008 09:57 Wenn alle auf Wahlen gewartet hätten, aber auch.
Willkürherrschaften werden nicht mit dem Wahlzettel, sondern mit dem Gewehr abgeschafft. (Soweit zur Leibeigenschaft.)
Im übrigen gab es unter dem Kaiser Wahlen, wenngleich die Alternativen IM Parlament nicht besser waren, als heute. Abgeschafft wurde der Kaiser nicht durch Wahlen, sondern einen Umsturz.
strick4a am 20. Januar 2008 10:04 Das Grundgesetz ist nicht vom Kaiser.Ich war selber lange genug in der Komunalpolitik aktiv, um zu wissen, was ich durch Wählen in der Landespolitik ändern kann!Absolut NICHTS!Hier geht es schon lange nicht mehr um den Willen der Wähler, sondern um die Verteilung der fettesten Pfründe.Die Wirtschatslobby hat ihre Finger überall in den Parteien und lässt sich von der Basis auch nicht mehr ausbremsen.Der wohl einzige funktionierende Denkanstoss für die Groskopferten wäre eine Nullbeteiligung bei den "Wahlen"! schönen Sonntag noch....
Und was wäre dabei von einem Kaiser regiert zu werden? Die Augsburger Puppenkiste in Berlin macht es bestimmt nicht bessser
Nur wer einen u n g ü l t i g e n Stimmzettel abgibt wählt t a t s ä c h l i c h die Demokratie !
Nicht zu Wählen ersetzt das niemals !
Man muß beweisen, daß man die von den Parteien zum wählen Benannten nicht mehr wählen kann !
Da die Parteimitgliedschaften überwiegend nur noch zur persönlichen oder übertrieben egoistischen Karriere verwendet werden.
Und nur noch zum Erhalt der Parteien ist.
Die Gesetze zur Durchsetzung für den Erhalt der Demokratie und den Auftrag des Wählers interessieren zu ~ 80 % dort niemanden mehr !!!
Wahlen sind zur Farce verkommen !
Wie der Mythos von den Leistungs - Eliten mit fragwürdig unterstelltem Sozialneid !

Wir haben keine Wahlpflicht und schon gar keine Wahlflicht!! ;-) DH auch für unseren Richter!
Ich stimm nicht mal hier mehr ab, wieso sollte ich wählen?

Immer!
Wer nicht wählen geht, hat auch kein Recht zum Meckern - so einfach sehe ich das

Wahlen werden unglaubwürdig, vor den Wahlen gibt jeder Versprechen ab und danach hält man sich nicht dran.(Letzte Bundestagswahl Erhöhung der Mehrwertsteuer!!)
Demokratie im Wählen ist gegeben, daher bleibt es einem jedem selbst überlassen, ob er zur Wahl geht. Wählerinnen bzw. Wähler sollen sich selbst überzeugen oder von denen, die ihre Stimme benötigen, beeinfllussen lassen. Wahlpflicht hat nichts mit Demokratie zu tun. Hatten wir schon in diesem Land...