Frage von user1075 28.10.2011

Wie überzeuge ich eine Christin von Homosexualität?

  • Antwort von ichchen 29.10.2011
    31 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallöchen,

    die Frage ist ja schon ein wenig älter... aber da mich die oberste Antwort und ihre vielen Bewertungen doch recht irritieren, will ich an dieser Stelle auch nochmal was dazu sagen.

    Zuerst einmal: Es gibt meiner Meinung nach keine "falschen Ansichten", es gibt nur "unterschiedliche". Das ist weder schlimm noch verwerflich und es ist auch nicht irgendwers Aufgabe Andersdenkende umzopolen. Das Problem was wir hier haben entstand auch nicht aus den unterschiedliche Ansichten heraus, sondern nur aus der Tatsache, das die eine Partei offensichtlich derart auf ihre Meinung pocht,das sie überzeugt davon ist, das nur diese die einzig wahre ist und alle anderen die falschen. Ein bisschen also wie im Kindergarten, "ich hab recht" - "Nee ich"

    Zweitens: An der Bibel ist, das sag ich dir als Ungläubiger, ebenfalls nichts falsch oder verwerflich! Falsch und verwerflich sind nur die Interpretationen der Menschen die sie nicht richtig lesen können. Und was mich seit jeher aufregt, ist die Tatsache, das die Menschen sich die Freiheit rausnehmen einfach mal so zu entscheiden was denn nun von dem vielen Geschriebenen als wichtig und richtig betrachtet werden soll, und was nicht.

    Mal ein paar Beispiele. In der Bibel steht, das Frauen für sieben Tage unrein sind, während und nachdem sie ihre Periode hatten, zudem ist auch alles verunreint, was sie in dieser Zeit berühren. Für Männern ist jedlicher Kontakt in dieser Zeit verboten. Warum wird sich nun nicht daran gehalten? Handelt deine Freundin denn so? Wahrscheinlich nicht, und warum? Weil es einfach zu schwer ist sich an dieses Gebot zu halten. Schließlich müsste man ja alles was in dieser Zeit berührt wurde waschen und reinigen, die Frau darf nicht mit Männern verkehren (Kinder wären gar nicht erst möglich) und nach jeder Periode müsste jede der rund 3 Milliarden Frauen auf dieser Welt zwei Turteltauben Opfern lassen...

    Laut Bibel ist es ebenfalls unter Todesstrafe verboten an einem Samstag zu arbeiten. Sind die Ärzte dieser Welt, die täglich hunderte Leben retten, denn dann wirklich die größten Sünder? Und muss auch ich sterben weil ich, wie laut Bibel verboten, an einem schönen Samstag gerne vor dem Kaminfeuer sitze?

    Das ganze kannst du ewig so weiterspinnen! Biologen die sich freuen wenn sie es mal geschafft haben einen Tiger und einen Löwe oder einfacher ein Esel und ein Pferd zu kreuzen sind genauso Sünder, wie jene Männer die sich ihren Bart rasieren (:D). Nicht auszudenken natürlich diejenigen die auf die Idee kommen ein totes Schwein zu berühren (Christen dürfen also kein Füßball spielen, und die meißten Würstchen mit Schweinedarm nicht essen...

    Das Problem ist also die Inkonsequenz mit der die Werte und Normen der Bibel verfolgt werden. Hier hält sich niemand an "Ganz oder gar nicht", sondern eher an "Manches manchmal schon und anderes halt dann nicht". Und warum ist das so??

    Ganz einfach aus dem Grund, weil die Menschen gemerkt haben das die Bibel nunmal überholt ist. Sie wurde von Menschen verfasst und diese haben natürlich damalige Vorstellungen von einer "reinen" Lebensweise niedergeschrieben. Mitlerweile hat sich aber die Gesellschaft verändert, wir sind nicht mehr jene Menschen vor 2000 Jahren. Nun aber zu sagen, das alles was in der Bibel steht falsch ist, ist auch nicht richtig.

    Die Bibel ruft immerhin dazu auf jeden Ausländer zu akzeptieren und ihn so zu behandeln wie eigene Landsleute, die zehn Gebote sind sogar heute noch in irgendeiner Weise in den Verfassungen dieser Welt zu finden usw. usw.

    Man kann einfach nicht mit bloßem Glauben an die Biben rangehen und ausnahmslos alles befolgen was dort steht. Man kann aber auch nicht damit beginnen die Bibel wissenschaftlich zu studieren und irgendwann mal zu den Schluss kommen das man alles wiederlegen kann. Die Mischung machts. Man sollte an das Buch der Bücher mit soviel Glauben wie man ein jeder aufbringen möchte herantreten, und gleichzeitig aber sein Hirn benutzen und wirklich verstehen warum das da steht, wie es gemeint ist, und ob das wirklich dazu beiträgt Gott näher zu sein.

    Ob ich ein Mensch ausgrenze weil er lieber ein Mensch mit einem y anstatt einem x Chromosom liebt? ... das ist mir völlig egal! =) Ob die Menscheit überhaupt bestehen würde, wenn Frauen und Männer während der Menstruation nicht in Kontakt treten dürften... wohl kaum! =)

    Also sag deiner Freundin, würde sie vor mehreren tausend Jahren leben, würde sie wahrscheinlich nach damaligen Vorstellungen richtig handeln. Die Frage ist nur, ob sie ihre Meinungen und Werte wirklich von einem Buch abhängig machen möchte, oder ob sie lieber lernen möchte, dafür jene Menschen über die sie sich eine Meinung bilden möchte zu nutzen! =)

    Mal zum Abschluss: "(...) denn Gott ist Liebe" 1. Johannes - Kapitel 4/8

  • Antwort von quopiam 29.10.2011
    18 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ein sehr bekannter amerikanischer Theologe beschäftigt sich schon lange mit diesem Thema und hat einen interessanten Text dazu verfaßt, den Du hier nachlesen kannst: https://www.huk.org/cms/front_content.php?idart=169 Dabei geht es um den generellen Umgang mit Bibeltexten, auch mit den die (i. d. R. männliche) Homosexualität betreffenden Abschnitten und ihre Auslegung. Ein ganz kurzes Fazit will ich vorwegnehmen: Wenn man schon behauptet, die Bibel enthalte die wörtlichen Anweisungen für das Leben, dann müßte man sich auch noch für ganz andere Dinge einsetzen, etwa für die Tötung von Ehebrechern, die Tötung von Gotteslästerern und, und, und... Die relevanten Bibelstellen gehören in einen engen zeitlichen Kontext und in ein ganz bestimmtes Umfeld, nämlich eines, indem männliche und weibliche Tempelprostitution Gottesdienst war und keine "Hurerei". Und so nennt auch Paulus nicht "Homosexuelle" in seinem Lasterkatalog, sondern "Knabenschänder". Vielleicht prüfst Du mal ein paar Übersetzungen im Vergleich daraufhin.

    Du wirst Deine christliche Freundin sicher nicht überzeugen, denn sie hat ihre Einstellung ja schon gefunden. Stell Ihr Deinen Freund ruhig einmal vor, er muß sein Schwulsein ja nicht auf dem Silbertablett vor sich her tragen. Wenn es dann gesprächsweise drauf kommt, daß er schwul ist, warte einfach mal die Reaktion ab. Ich würde allerdings den Freund schon mal drauf vorbereiten. ;-) Wenn Du Dich schlau gemacht hast, bist Du ja für's Argumentieren gewappnet. Ach ja, es gibt da noch ein wenig Poesie in der Bibel: Lies mal 1. Samuel 18 ff, da steht die Freundschaft zwischen David und Jonathan beschrieben. Die kann man auch mal mit einer anderen als der Hetero-Brille lesen. Die Gefahr, daß ich jetzt gleich virtuell gesteinigt werde, nehme ich gern mal auf mich. Gruß, q.

  • Antwort von karlklavier 28.10.2011
    18 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo - Christsein und Homosexualität lassen sich vereinbaren, das ist meine Meinung.

    Mich ärgert, dass viele in ihrer Antwort behaupten "die Christen" oder "die Bibel" Homosexualität ablehnen würden. Das ist jeweils ihre Sicht der Dinge, aber weder unbedingt christlich noch unbedingt biblisch.

    Es gibt auch eine eigene Organisation von Leuten, die sich bewusst als Christen und Homosexuelle verstehen, ich kopiere dir dazu etwas, was ich vor einiger Zeit hier schon mal geschrieben habe:

    Hallo, vielleicht interessiert dich zu der Frage der Internetauftritt von der Gruppe "Homosexuelle und Kirche" (HuK) unter www.huk.org - ursprünglich eine Seite von progressiven Katholiken, inzwischen recht ökumenisch: Schwule und Lesben, die sich bewusst zu ihrem Christsein bekennen. Bei der ganzen Debatte gibt es ein übles Missverständnis: Wo die Bibel "homosexuelle Praxis" ablehnt, lehnt sie nicht partnerschaftliche Homo-Liebe ab (dies wird in der Bibel gar nicht erwähnt), sondern sie lehnt verschiedene Arten sexueller Ausbeutung ab - d. h. Kultprostitution im AT, "Knabenliebe" im NT und auch bei Paulus ist aller Wahrscheinlichkeit keine Partnerschaft gemeint, sondern Sexualpraktiken, in denen einer sich nimmt was er will und ein anderer "dienen" muss - das wird scharf verurteilt und liegt nach biblischem Zeugnis auf der Linie von Vergewaltigung und Kindesmissbrauch. Liebe zwischen gleichberechtigten Partnern ist nicht gemeint - auch nicht die zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern. Ich bin der Meinung: Mit Homos (ob Männer oder Frauen) ist es wie mit Linkshändern: "normalerweise" sind die Menschen Rechtshänder, aber bei einigen hat sich Gott bei der Schöpfung eine kleine Variante erlaubt. Und die Zeiten, in denen man versucht hat, Linkshänder umzupolen sind ja (Gott sei Dank) vorbei ...

    Übrigens muss man bei Leuten, die Homosexualität ablehnen, auch zwei Varianten unterscheiden:

    Die eine Gruppe sieht (praktizierte) Homosexualität als Sünde oder Schuld, für die man Verantwortung trägt (... früher wurde man dafür ja auch bestraft, als Mann zumindest). Bei dieser Denkart ist meistens kaum Verhandlungsspielraum - besonders wenn dahinter noch teuflische Einflüsse vermutet werden.

    Die andere Gruppe lehnt Homos auch ab, sieht die Neigung aber in erster Linie als Krankheit. Immerhin lehnen diese Leute nicht die Menschen an sich ab, sondern bieten konsequenterweise "Hilfe" an (extra Kurse, in denen sich Homos das Homosein abtrainieren können). Da ist meist Kontakt möglich, allerdings bleiben die Differenzen in der Sichtweise bestehen.

    Als nichtreligiös, wie du dich verstehst, wirst du deine christliche Freundin mit Hilfe von Bibelstellen kaum überzeugen können, das würde ich einfach lassen. Ist dein Verhältnis so, dass du es ganz offen angehen kannst, etwa so: "Hör mal, ich habe einen guten Bekannten, den finde ich ziemlich nett. Wäre schöne, wenn du ihn mal kennenlernst. Ich muss fairerweise aber dazusagen, dass er schwul ist. Hast du damit ein Problem?"

    Wenn du dir das so vorstellen könntest, dann muss sie sich rechtfertigen, nicht du - und dann mal sehen, was passiert.

    Zum Schluss noch eine heitere Leseempfehlung zum Thema: Google mal "Offener Brief eines US-Bürgers an Dr. Laura"

  • Antwort von Marco1978 28.10.2011
    17 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Da bleibt einem wirklich die Spucke weg, wenn man einige der Antworten hier liest...

    Gott hat die Bibel weder geschrieben noch diktiert. Nur die 10 Gebote wurden uns von Gott direkt mitgeteilt . Die Bibel widerspiegelt also die Ideen und Meinungen der Menschen im Nahen Osten vor ca. 2000 Jahren oder noch früher. Es handelt sich auch nicht um ein Buch sondern um viele verschiedene Schriften, die in verschiedenen Versammlungen ausgewählt, zensiert, umgeschrieben und dann zu einem Buch zusammengepackt wurden. Und da gibt es tatsächlich Leute, die das für bare Münze nehmen?

    Im übrigen sind die meisten Bibelstellen, die sich negativ über Homosexualität äussern, im Alten Testament zu finden. Jesus hat den alten Bund aufgelöst und einen neuen begründet. Somit wären diese sowieso für Christen sowieso hinfällig. Dazu kommt, dass Jesus die Nächstenliebe gelehrt und praktiziert hat. Und die Stellen im neuen Testament sind in Briefen zu finden, die ein Mensch(!) geschrieben hat - und nicht Gott. Und mich interessiert es eigentlich nicht sehr, was Paulus persönlch zu einem Thema sagt. Gott hat sich dazu nie selbst geäussert - und auch Jesus nicht!

    Dass ich schwul bin, das hat übrigens Gott so bestimmt und sich ganz bestimmt auch etwas dabei gedacht. Will also jemand sagen, dass Gott einen Fehler gemacht hat?

    Dazu kommt, dass würde man die menschliche Sexualität nur an die Vermehrung (sind 7 Mia. Menschen eigentlich nicht genug?) knüpfen würde, die Menschen auf die Stufe von Tieren stellt! Aber sollten wir als sogenannte "Krone der Schöpfung" nicht über dem dumpfen Diktat des Fortpflanzungstriebes stehen? Ist eine Liebe zwischen Menschen, die nicht oder nicht mehr fortpflanzungsfähig sind also weniger wert? Alte Menschen? Unfruchtbare Menschen? Müsste man dann nicht konsequenterweise alle Ehen zwischen Mann und Frau sofort scheiden, wenn die Frau keine Kinder mehr bekommen kann?

    Die menschliche Liebe, die menschliche Sexualität spielt sich in höheren Sphären ab als "machen wir doch wieder mal ein Kind". Es geht um Liebe, Liebe machen, Liebe geben. Das Kindermachen ist wichtig, aber bei den meisten Beziehungen geplant, nicht erwünscht oder sogar unmöglich. Alle diese Leute dürften - will man den bigotten Reden hier glauben - gar keinen Sex haben da es ja immer nur um die Fortpflanzung geht...

    Wenn wir nun aber von Liebe reden, dann spielt es keine Rolle, ob die zwei mündigen und erwachsenen Menschen, die sich lieben, gleichen oder verschiedenen Geschlechts sind. Es geht um Liebe und diese Liebe geh im Prinzip niemanden was an! Und es ist eine Frechheit, eine Liebe gegenüber einer anderen Liebe höher zu werten!

    @naveragegirl96: Sag deiner Freundin, dass dies ein sehr guter Freund von dir ist. Sein Privatleben ist piepegal und geht weder dich noch deine Freundin etwas an. Ich bin überzeugt, dass deine Freundin zwischen der Religion und dem Sexleben deines Freundes klar unterscheiden kann. Und es steht ihr ja frei, mit ihm keinen Kontakt zu pflegen.

  • Antwort von asteppert 28.10.2011
    12 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo noaveragegirl96,

    Gott hasst auch nicht uns Menschen, sondern die schlechten Handlungen. Ein Christ ist sich sehr wohl bewusst, dass man Neigungen haben kann die nicht ganz in das Idealbild passen. Sie wird sicher deinen Freund akzeptieren, wobei du ja nicht sagen brauchst, welche sexuelle Orientierung er hat, oder?

    Tatsache ist nun einmal, obwohl da ein User schreibt, es gilt nur für Männer, dass es für Männer und Frauen gleichermaßen gilt, dass ein Christ keine homosexuellen Handlungen gutheißen wird:

    25 Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge, sie beteten das Geschöpf an und verehrten es anstelle des Schöpfers - gepriesen ist er in Ewigkeit. Amen. 26 Darum lieferte Gott sie entehrenden Leidenschaften aus: Ihre Frauen vertauschten den natürlichen Verkehr mit dem widernatürlichen; 27 ebenso gaben die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in Begierde zueinander; Männer trieben mit Männern Unzucht und erhielten den ihnen gebührenden Lohn für ihre Verirrung. Das dürfte klar und eindeutig sein, dass ** Männer UND Frauen gemeint sind. **

    Bibelzitate aus: Einheitsübersetzung. Römer 1:25-27

    Es hat übrigens schon zu den Zeiten des Paulus Fälle "sexueller Unmoral" gegeben, das ist keine Erfindung von heute. Kann man sich überhaupt nicht ändern?

    OH DOCH.

    9 Wisst ihr denn nicht, dass ungerechte Menschen keinen Platz im Reich Gottes haben werden? Täuscht euch nicht: Menschen, die in sexueller Unmoral leben, Götzen anbeten oder die Ehe brechen, Lustknaben und Knabenschänder2, 10 Diebe oder Habsüchtige, Trinker, Lästerer oder Räuber werden keinen Platz im Reich Gottes haben. 11 Und das sind manche von euch gewesen. Aber durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes seid ihr reingewaschen, seid ihr geheiligt, seid ihr gerecht gesprochen worden.

    Es waren manche, haben sich aber geändert.

    Das nur zu dem Punkt, Bibelverse zu interpretieren, nein, da gibt es keine Interpretation.

    Stell ihr also deinen Freund vor, doch bei dem anderen, kein Christ wird das tolerieren. Die Menschen schon, die Taten nicht.

    Gruß Alfred

  • Antwort von Lasermann 29.10.2011
    9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
  • Antwort von Abundumzu 26.11.2011
    8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo noaveragegirl96,

    auch wenn dieser Beitrag schon zweimal gelöscht wurde, ändert das nichts daran, dass unser Schöpfer durch sein Wort, die heilige Schrift, in dieser Frage klar Stellung bezieht.

    Und wenn schon der Name „Christin“ in der Fragestellung ausdrücklich betont wird, sollte man auch den Mut haben, die Grundlage des Christentums, die Bibel nämlich, mit in Betracht zu ziehen. Deshalb hier noch einmal:

    Homosexualität und wahres Christentum sind miteinander nicht vereinbar und deshalb kannst Du einen Christen, der seinen Glauben ernst nimmt, nicht davon überzeugen, dass abartige sexuelle Praktiken - welcher Art auch immer - in Ordnung sind.

    Ob Du oder auch andere die grundsätzlichen Aussagen der des Wortes Gottes zu dieser Frage respektieren oder nicht, hängt einzig davon ab, ob Du oder sie ihren Schöpfer achten und seinem Wort Respekt zollen.

    Man sollte dabei im Sinn behalten, dass Gottes Maßstäbe vorrangig zu unserem eigen langfristigen Nutzen aufgeschrieben wurden und nicht so sehr zum Nutzen Gottes. Die Bibel enthält zum Beispiel diesen Satz: „Ich, . . . bin dein Gott, der [dir] zum Nutzen dich lehrt. . . „ (Jesaja 48:17)

    Unser Schöpfer hat aus seiner Perspektive auf unsere Erde schon unzählige Gesellschaftsordnungen zugrunde gehen sehen und es sollte uns sehr zum Nachdenken anregen, dass in den jeweiligen Endphasen der einzelnen Epochen ein Sumpf von Unmoral zu den bedrückendsten Begleitumständen zählte. Und das wird sich auch gegenwärtig nicht dadurch ändern, dass viele glauben wir seien jetzt moderner und aufgeschlossener.

    Das Gegenteil ist der Fall. Die Menschheit im Großen und Ganzen erweist sich als Unfähig aus bitteren Erfahrungen zu lernen. Seien es Kriege oder Habgier, sei es Umweltzerstörung oder Unmoral, sei es der Untergang von Sodom und Gomorra oder die Sintflut. Kaum ist das Erschrecken darüber ein wenig verblasst - schon handeln wir wieder genau so dumm wie zuvor.

    Deshalb bezeichnet die Bibel Personen, die alle schlechten Erfahrungen und jeden guten Rat missachte als „hohlköpfig“ und in dem Text, der das so deutlich beim Namen nennt heißt es zum Thema Homosexualität dann weiter: „ wobei sie „den natürlichen Gebrauch von sich selbst mit dem widernatürlichen vertauschten . . . .. Deshalb übergab Gott sie schändlichen sexuellen Gelüsten, denn sowohl ihre weiblichen Personen vertauschten den natürlichen Gebrauch von sich selbst mit dem widernatürlichen; und desgleichen verließen auch die männlichen Personen den natürlichen Gebrauch der weiblichen Person und entbrannten in ihrer Wollust zueinander, Männliche mit Männlichen, indem sie unzüchtige Dinge trieben und an sich selbst die volle Vergeltung empfingen, die ihnen für ihre Verirrung gebührte.“ (nachzulesen in Römer 1:18-27 siehe auch 2.Petrus 2:12).

    Solche Personen erniedrigen sich auf die Stufe von Tieren. Sie gehen widernatürlichen fleischlichen Begierden nach, weil sie wie Tiere vernunftlos, nicht geistig gesinnt sind (so zu lesen in Judas 7, 10).

    Jeder sexuellen Regung nachzugeben kann jeder Schwächling. Sich dagegen noch hohen sittlichen Normen auszurichten erfordert gesundes Urteilsvermögen, viel Kraft und Selbstbeherrschung.

    Ein wirklicher Christ wird trotzdem Unterscheidungsvermögen an den Tag legen und deshalb nicht etwa gegen Personen, die solche Praktiken treiben, voreingenommen sein. Er wird aber auch nicht nachlassen, darauf hinzuweisen, wie Gott darüber denkt. Er hasst also nicht den Menschen sondern dessen Taten und möchte mit Nachdruck auf den langfristigen Vorteil hinweisen, den das Halten biblischer Maßstäbe mit sich bringt.

    Auch wenn diese Antwort nicht so ausgefallen ist, wie Du Dir das wohl erhofft hast, solltest Du gründlich darüber nachdenken, bevor die Realität Dich einholt.

    Es kann sogar sein, dass auch dieser Beitrag erneut gelöscht wird, denn vorausschauender Weise kündigt die Bibel an:

    " . . .Denn es wird eine Zeitperiode geben, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich nach ihren eigenen Begierden Lehrer aufhäufen werden, um sich die Ohren kitzeln zu lassen;  und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich dagegen unwahren Geschichten zuwenden. (nachzulesen in 2. Timotheus 4:3-4)

    Zum Hintergrund gibt es hier einige Denkanstöße:

    http://www.gutefrage.net/frage/was-bedeuten-die-namen-christentum-oder-christenh...



  • Antwort von pasmalle 28.10.2011
    8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Deine christliche Freundin hat leider aus ihrer Sicht recht. - Die Bibel, der Gott der Christenheit verbietet eindeutig jegliche homosexuelle Betätigung. Das ist unumstösslich. Gott nennt es sogar eine "Greuelsünde", d. h. eine besonders schwerwiegende Sünde.

    Man muss dazu aber noch ergänzend sagen, dass Homosexualität für sich allein keine Sünde ist, nur das Ausleben dieser Veranlagung. Deshalb wird deine Freundin hoffentlich auch nicht über den "schwulen Freund" als Menschen ein Urteil gefällt haben und ihn in eurer Gemeinschaft trotzdem akzeptieren.

    Leider kann man dir nicht wie gewünscht bestätigen, dass man als Homosexueller nichts falsch macht. Gläubig sein kann man natürlich trotzdem. Geht man aber seiner Veranlagung nach hat man einen "schwarzen Fleck" auf der Jacke. - Das wiederum wird man als Gläubiger, welcher die Bibel versteht, auf Dauer nicht aushalten können.

    Leider habe ich keinen besseren Rat.

  • Antwort von abibremer 28.10.2011
    8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    leider läßt mich gf meinen für intoleranz bevorzugten ausdruck (mit k am anfang)nicht verwenden. drum muß ich auf das reihern ausweichen. wenn ich mich richtig an meine in kinderzeiten erfolgte christliche erziehung erinnere, war doch ein hauptpunkt des "christ-seins" die aufforderung, dass man seinen nächsten so wie sich selbst lieben solle. wer das ernst nimmt, kann doch nichts gegen menschen haben, die andere lieben. mir leuchtet ein, dass alle religionsgemeinschaften etwas gegen die homosexualität haben, weil gleichgeschlechtliche liebe keine neuen dummen schäfchen produziert, die solchen gemeinschaften beitreten könnten. aber da hört für mich der spaß auf!

  • Antwort von Ich1995Ich 28.10.2011
    8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Also du brauchst überhaupt keine Biebelstellen zu zitieren.. Sag ihr einfach dass Gott uns den freien Willen gegeben hat zu lieben. wenn er es anders gewollt hätte, wären wir unfähig das gleiche Geschlecht zu lieben ! und auch jesus ist das beste beispiel von nächstenliebe. im christentum geht es vorallem um Nächstenliebe UND Gottes liebe ist unendlich und bedinnugungslos!!!!! Daran Sollte man sich ein Beispiel nehmen.

    So wie Jesus früher (vor 2000 Jahren) den Verbrechern und den Armen geholfen hat (die waren damals sehr unangesehen und wurden von allen respektlos behandelt) würde er in der heutigen Zeit den Ungläubigen und Schwulen helfen... Verstehst du was ich meine.. vielleicht kann ich mich nicht richtig ausdrücken aber ich weiß dass das wichtigste am Glauben an Gott ist alle Menschen gleich zu lieben und zu respetktieren Viel Glück... :)

  • Antwort von cybaer 29.10.2011
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Frag sie doch mal, warum es Homosexualität überhaupt gibt. Warum hat Gott sie eingerichtet, wenn er sie nicht will? Und warum nicht nur beim Menschen, sondern auch in der (restlichen) Tierwelt? Und warum für viele Christen (z.B. die evangelische Kirche) die Homosexualität kein Problem darstellt?

    Ich bin mir aber sicher, sie wird dir auf all diese Fragen Antworten geben können, die innerhalb ihrer unlogischen, realitätsfernen und wider aller Vernunft willkürlichen Glaubensgrundsätze einen "Sinn" ergeben.

    Das ist halt der Wesen von "Glauben", daß man mit Logik, Menschlichkeit oder was auch immer der rational aufgeklärte Mensch an Argumenten zu bieten hat, ihn nicht erschüttern kann (oder zumindest nur sehr schwer). Denn wenn's so wäre, dann wären die Menschen ja Atheisten (oder zumindest Agnostiker).

    Ich zwar ein in der Wolle gewirkter Optimist, aber diesbezüglich bin ich, auch aus Erfahrung, sehr pessimistisch ...

  • Antwort von Unchrist 29.10.2011
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Es ist schwer da was zu machen. Oft sind es Vorstellungen die so tief im Geiste sitzen, dass man sie mit Argumentation nicht erreichen kann. VIelleicht helfen dir die entsprechende spezialisierte Portale im Internet wie zum beispiel: http://www.gaystation.info/schwul/christ.htm

    Christen selbst sind aber auch kein sehr homogenes "Haufen". Es sind auch nur Menschen und es gibt halt auch da viele Schwule. Nur ist die Frage, wie sie damit umgehen. welt.de/politik/deutschland/article13567552/Schwule-Priester-feiern-Messe-in-evangelischer-Kirche.html

    Ich wünsche dir viel Durchhaltevermögen

  • Antwort von HektorPedo 28.10.2011
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Sie muss Dich akzeptieren, "ihren Nächsten lieben wie sich selbst". Sie kann Homosexualität "verkehrt" finden, dies für sich ablehnen - darf aber nicht über Dich oder euch richten.

    Lukas 6,37

    Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben.

    Johannes 7,24

    Richtet nicht nach dem, was vor Augen ist, sondern richtet gerecht.

  • Antwort von Entdeckung 29.10.2011
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    dass es immer und überall in erster Linie darauf ankommt, wie ein Mensch sich anderen Menschen gegenüber verhält, ob er hilfsbereit, tolerant, ehrlich ... und alles in allem darum bemüht ist, seinem Mitmenschen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, auch wenn sie zu deinem engsten Freundeskreis gehört, hat deine Freundin das Recht auf ihre eigenen Meinung, auf das Recht auf ihren Glauben.

    Sie glaubt nun mal das, was ihre Kirche lehrt ... lasse es dabei ... was sie glaubt, das ist ihre eigene freie Entscheidung.

    Und auch wenn Freunde sehr vieles gemeinsam haben (können) haben sie doch einen eigenen Willen und ihren eigenen Kopf (mit dazugehörigem Gehirn zum selbstständigen Denken ;-).

    Und Bibelstellen, in welchen die Homosexualtität als richtig oder gut anerkannt wird, die findest du nicht.

    Und nicht nur in der Bibel wirst du nichts dergleichen finden, in allen Weltreligionen findest du nichts dergleichen in den "Heiligen" Schriften.

    Das einzige, worüber du mit deiner Freundin sprechen könntest ist:

    Ist, dass es in bezug auf seine Mitmenschen immer nur auf den einzelnen Menschen selbst und seinen Charakter ankommt, und nicht auf seine Meinung, Religion, Hautfarbe, politische Überzeung oder was immer auch.

    Toleranz heißt das Zauberwort ... was richtig und falsch, was glaubensbedingt "verboten" ist ... das zu be- oder verurteilen ist nicht die Aufgabe von uns Menschen, dass ist die Aufgabe des Gottes, an welchem der religiöse selbst Mensch glaubt.

    Und ... ich nehme an, dass deine Freundin tolerant ist, denn sonst würde sie nicht mit dir - einem ungläubigen Menschen (wie du selbst sagst) - so eng befreundet sein.

    Und ... warum um alles in der Welt kannst du deinen Freund nicht deiner Freundin vorstellen?

    Du wirst ihn doch nicht als "Schwulen" bei dieser Vorstellung bezeichnen ... oder? Du wirst ihn als Mensch, als Freund, als jemanden den du magst und schätzt ... mit deiner Freundin bekanntmachen. (Und mit wem er was hinter seiner Schlafzimmertüre oder sonstwo macht, das ist seine Sache und nicht die deine ... und wenn er darüber reden will, dann soll er es machen, und wenn nicht dann soll er schweigen.)

    Ob die beiden sich verstehen und mögen, dass müssen sie für sich selbst entscheiden ... und ... das müssen sie für sich selbst herausfinden ... mit der sexuellen Orientierung des einen und der religiösen Überzeugng des anderen solltest du das nicht verknüpfen.

    Ein Mensch ... JEDER MENSCH ...IST .... in aller ersten Linie ... UND AUCH VOR GOTT ... EIN MENSCH, mit all seinen Stärken und Schwächen.

  • Antwort von ResiH 29.10.2011
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Liebes noaveragegirl96! Ich kann dich gut verstehen, ich selber bin katholische Christin und eherenamtlich aktiv und stehe ständig mit anderen Christen über diese und ähnliche Fragen im Gespräch. Daher bist du nicht alleine mit deinem Problem. Du schreibst, dass du deine Freundin sehr schätzt. Was magst du denn an ihr und wo liegen ihre Stärken? Vielleicht kannst du über ihre Stärken mehr Bewusstsein und Toleranz bezüglich der Thematik erlangen. Du schreibst jeodch auch, dass sie ihre Homofeindlichkeit über die Bibel begründet. Hast du sie selber mal gefragt, wo genau in der Bibel steht, dass Homosexualität "falsch" sein soll? Und hast du sie mal gefragt, wo steht, dass Gott Homosexuelle Menschen nicht wil/akzeptiert? Es gibt viele Stellen in der Bibel, wo z.B. Jesus Akzeptanz zum Nächsten fordert. Und diese Forderung ist unabhänig vom Geschlecht, sexuelle Oerientierung, Reichtum, Beruf oder Aussehen. Mir erscheint es noch wichtig zu wissen, welcher chrisltichen Gemeinschaft deine Freundin sich zugehörig fühlt? Es gibt große Unterschiede zwischen den Konfessionen zur Auslegung und Interpretationen von Bibelstellen. Insgesamt wird von den Kirchen schon gelehrt, dass Homosexualität nicht dem Natürlichen entspricht, da keine Fortpflanzung erfolgt. Jedoch sagt sogar Papst Bendekt XVI, dass homosexuelle Menschen genauso liebenswert sind wie alle anderen Menschen auch! (im Buch Licht der Welt). Also, ich möchte dich ermutigen, stell deinen homsexuellen Freund deiner Freundin vor. Vielleicht kannst du vorher die Sitution deinem homosexuellen Freund erklären, damit er sich einstellen kann und weiß auf wen er trifft. Es stellt sich die Frage, ob ihr das Thema Homosexualtität überhaupt als etwas diskussionswürdiges thematisieren solltet. Wenn dein Freund und du Homsoexualität als normal betrachtet, könnt ihr auch normal damit umgehen oder thematisiert du ständig deine Heterosexualität? Falls es doch zur Sprache kommt, dann ist es vielleicht eine Chance für deine Freundin sich auf anderer Ebene nochmals mit der Thematik auseinanderzusetzen.

  • Antwort von strandparty 29.10.2011
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    An allen Stellen, in denen das Thema Homosexualität behandelt wird, positioniert sich die Bibel klar gegen Homosexualität (im übrigen auch alle anderen Heiligen Schriften aller Monotheisten).

    Moral hat aber viel mit Logik zu tun (siehe Kant), und es ist logisch, dass Liebe zwischen zwei Menschen und der Austausch von Zärtlichkeit und Lust immer positiv zu sehen ist.

    Es scheint auch so zu sein, dass Jesus Christus selber homosexuell war, oder zumindest bisexuell. So war z.B. Petrus der Lieblingsjünger von Jesus im platonischen Sinn, denn Petrus wurde von Jesus zu seinem Nachfolger bestimmt. Aber Johannes hat von sich geschrieben, dass er der Jünger war, den der Herr Jesus liebte. Außerdem ist an einer Stelle berichtet, wo Johannes an Jeus Brust geruht hat, oder einmal nackt geflohen ist. Wenn Jesus und Johannes sich frei zu ihrer Liebe bekannt hätten, dann wären sie wohl von der Volksfrömmigkeit der Juden sofort gesteinigt worden. Sie mussten das den Menschen also sehr vorsichtig beibringen.

    Jesus hat auch die "große Sünderin" (Fremdgeherin) vor der Steinigung gerettet und damit die Todesstrafe geächtet. An anderer Stelle hat Jesus zu den (volksfrommen) Juden seiner Zeit gesagt: "Euer [geistiger] Vater ist der Teufel!". Google mal nach den apokryphen Evangelien, vor allem das geheime Markusevangelium. Jesus wollte die Juden seiner Zeit auf einen Weg bringen, der wirklich von Moral getragen war, aber er war seiner Zeit weit voraus. Nach seinem Tod ist das Christentum eben wieder zu sehr dem Glauben des antiken Judentums verfallen.

  • Antwort von Arjiroula 28.10.2011
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich glaube nicht, daß die Ablehnung von Homosexualität bei deiner Freundin unbedingt etwas mir dem christlichen Glauben zu tun hat! Mir kommt das eher ziemlich bigott vor!

    Es gibt lesbische Pfarrerinnen und schwule Pfarrer. Auch evangelische! Die würde ich nicht als schlechte Christen bezeichnen, nur weil sie das eigene Geschlecht vorziehen.

    Der christliche Glaube lehrt auch die Nächstenliebe! Das solltest du ihr sagen.

  • Antwort von Letumus 28.10.2011
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    "da sie meint, dass dies in der Bibel steht. Sie meint, es wäre nicht von Gott so gewollt. "

    Wer so denkt ist schlichtweg dumm. Die Bibel ist nicht von Gott niedergeschrieben worden, sondern von seinen gläubigen Anhängern. Wie viel da interpretiert und rumgebastelt wurde, muss man glaub ich nicht erwähnen.

    Deine Freundin wirst nicht überzeugen können, da solche Leute erfahrungsgemäß unbelehrbar sind.

  • Antwort von ShadowLou 30.10.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo!

    Ich muss sagen, ich bin geschockt von vielen Antworten hier! Leider muss ich den meisten in dem Punkt recht geben, dass die Bibel als Argumentationsgrundlage FÜR Toleranz für Homosexualität echt schlecht ist. (Allerdings kann man immer damit argumentieren, dass im Buch "Levitikus" einige Gesetze/Regeln stehen, die heute niemals jemand so praktizieren würde. Dazu gibts einen sehr ironischen, unglaublich tollen offenen Brief. ich weiß grade leider nicht mehr, wie die Frau hieß, an die dieser offene Brief gerichtet war.) Aber ich hätte einen etwas anderen Tipp für dich: Der Film "Prayers for Bobby". In diesem Film geht es darum, dass ein junger Mann (Bobby) sich umbringt, weil seine (sehr christliche) Mutter ihn nicht akzeptieren kann (ich zitiere: "I don't have a gay son." - "Then, mom, you don't have a son." - "Fine."). Erst nach seinem Tod erkennt sie, dass sie zumindest tolerant sein muss. Später wird sie zu einer der größten Kämpferinnen für die Rechte Homosexueller ganz Amerikas. (Anmerkung: Die Geschichte ist wahr.) Dieser Film macht mich, als Lesbe wahnsinnig wütend. Es macht mich wütend, zu sehen, wie eine Mutter ihren eigenen Sohn zugrunde richtet. Aber ich kenne einige Menschen, bei denen dieser Film zu einem umdenken gegenüber dem Thema "Homosexualität" geführt hat. Und zwar in die positive Richtung.

  • Antwort von Betttina 29.10.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Gar nicht. Lass sie in Ruhe, du möchtest von solchen Leuten auch in Ruhe gelassen werden, die dich von etwas überzeugen wollen, dass du nicht glauben kannst.

    Leben und leben lassen.

  • Antwort von NoHau89 29.10.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ihre Einstellung gegenüber Homosexualität entspricht nicht dem "Gebot der Nächstenliebe", welches die Christen sonst so gerne für sich beanspruchen.

    Falls das nicht genügt, wäre hier noch eine Seite, die vielleicht weiterhilft: http://www.lsbk.ch/religion/bibel_themen.asp

  • Antwort von DerZornGottes 29.10.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Solche christlichen fundamentalisten kann man normalerweise nicht Überzeugen.

    Es gibt da auch ein paar intressante Stellen in der Bibel die man auch anders auslegen kann.

    z.B.:

    2.Buch Samuel 1 26 Weh ist mir um dich, mein Bruder Jonatan. Du warst mir sehr lieb. Wunderbarer war deine Liebe für mich als die Liebe der Frauen.

  • Antwort von Nerbord 29.10.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo, die Bibelstellen, die sich z.B. im Neuen Testament zur Homosexualität finden, sind alle ablehnend gegenüber Homosexualität. Allerdings zählen sie auch andere Dinge auf, wie z.B. Diebstahl, Ehebruch, Mord und andere mehr, weshalb man sie auch "Lasterkataloge" nennt. Diese Bibelstellen gelten heute als für ihre Zeit gültig und spiegeln die Moralvorstellungen der Christen damals. Ich kann nur für die evangelische Kirche sprechen, in der katholischen Kirche ist Homosexualität bis auf den heutigen Tag eine Sünde, soweit ich weiß. In der evangelischen Kirche hat es in den 90ziger Jahren eine breite Diskussion gegeben darüber, ob auch homosexuelle Menschen einen Segensgottesdienst anlässlich ihrer standesamtlichen Trauung feiern dürfen. Ergebnis: jeder Mensch ist ein von Gott geschaffenes und geliebtes Wesen, unabhängig von seinen Stärken, Schwächen oder Neigungen. Homosexuelle Menschen "irren" also nicht oder machen irgendetwas falsch, sie leben nur das aus, was in ihnen von Gott angelegt ist. Warum das bei ihnen anders ist, bleibt wohl Gottes Geheimnis. Letztlich ist die homosexuelle Liebe der heterosexuellen LIebe wohl vergleichbar, wenn man hört, was homosexuelle Paare über ihre Beziehung sagen. Und daher ist es eine Form von Liebe, die wohl von Gott gewollt ist. Der Staat hat ja die homosexuelle Partnerschaft der heterosexuellen gleichgestellt und auch in der Evangelischen Kirche ist es heute - zumindest offiziell - kein Thema mehr. So, und jetzt noch eine kleine Argumentationshilfe für deine Freundin: In Römer 15,7 sagt uns Paulus: "Nehmt einander an, wie auch Christus euch angenommen hat zum Lobe Gottes!" Er meint damit: Jesus hat jeden Menschen so genommen, wie er war - auch Prostituierte, Gelähmte und Ehebrecher. Menschen, die moralisch von anderen verurteilt wurden, eben. Wir als Christen sollen genauso handeln. Deine Freundin kennt vermutlich keine homosexuellen Menschen. Stell ihr doch den Freund mal vor. Nicht als schwulen, sondern als deinen Freund. Und wenn sie dann deine Begeisterung für ihn teilt, kannst du ihr ja immer noch sagen, dass er schwul ist. Oder er macht das selbst. Ich weiß, ist wahrscheinlich nicht so einfach, wie ich mir das vorstelle, sonst hättest du es ja schon gemacht. Aber wie gesagt: wenn sie sich als Christin bezeichnet, sag ihr, dass Jesus deinen Freund so angenommen hätte, wie er ist. Dann hat sie was zum Nachdenken.

  • Antwort von freto 28.10.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Weisst du, es ist schon klar dass auch homosexuelle Menschen gläubig sein können, gar keine Frage. Aber wenn sie an den Gott der Bibel und sein Wort glauben und es ernst meinen, dann sehen sie auch die Diskrepanz zwischen einem homosexuellen Lebensstil und dem, was Gott uns Menschen gebietet.

    Christen, die eine gleichgeschlechtliche Tendenz in ihrem Leben feststellen, werden sich entscheiden müssen: für Gott oder für ihren sündigen Lebensstil. Denn Gottes Moralmaßstäbe ändern sich nicht, nur weil wir Menschen "liberaler" geworden sind.

    LG @freto

  • Antwort von waldfrosch 28.10.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
    • Deine Freundin meint nicht ,es ist genauso, es steht in der Bibel und ist nicht Gottgewollt.

    • Da sind sich wohl** alle praktizierende**n Christen einig .

      Es ist unsinnig einen Christen dazu überreden zu wollen ,Gottes Gebote zu ignorieren.

    • Und noch einmal :Die Christen lehnen nicht die Homosexuellen Menschen ab. das tut auch nicht die Katholische Kirche.

    • Es wird die** ausgelebte** Homosexualität abgelehnt .

    • Die Bibel wird von vielen interpretiert ,jedoch soll man die Bibel nicht interpretieren sondern man soll danach leben .

    • Wer intelligent genug ist ,hier zu differenzier n ,der differenziere bitte.

  • Antwort von 8rosinchen 22.11.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    hallööchen,

    • warum so kompliziert?

    • als erstes solltest du die überzeugungen deiner freundin endlich akzeptieren, denn wie deine freundin worüber auch immer, denkt, ist die angelegenheit deiner freundin, und du hast kein recht, ihr etwas ein- oder ausreden zu wollen...

    • und was deinen schwulen freund angeht, bring ihn doch einfach mal mit, und dann können deine freundin und auch dein freund frei entscheiden, ob sie sich sympathisch sind...

    • so einfach ist es, wenn man sich für akzeptanz und respekt und auch für die liebe entscheidet...

    • alles gute

  • Antwort von Tiefgang 02.11.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Es gibt keine einzige Bibelstelle, in der Homosexualität gut geheißen oder toleriert wird. Im Gegenteil, es wird beschrieben, daß einige der ersten Christen das einmal waren, ehe sie Christen wurden, aber mit der Hilfe des heiligen Geistes davon loskamen.

  • Antwort von mamichgi 28.10.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich denke, du wirst deine christliche Freundin wohl kaum davon überzeugen können, dass Homosexualität keine Sünde sei. Aber das ist m. E. auch gar nicht notwendig. Es geht sie doch nichts an, ob dein schwuler Freund sündigt. Sie wird doch wohl auch nicht anderen Menschen, die nicht perfekt nach der katholischen Lehre leben, ständig in den Ohren liegen. Zu finden ist da sicher bei jedem etwas: wer geht jeden Sonntag in die Kirche, wer hat noch nie gelogen, wer (außer Vegetariern) ist nicht schuld am Tode anderer Lebewesen und übertritt somit das fünfte Gebot, wer im fortpflanzungsfähigen Alter betreibt keine (kirchlich verbotene) Empfängnisverhütung? Da sie ja wohl nicht alle Menschen in ihrem Umfeld auf deren Sünden anspricht, kann sie wohl auch bei deinem schwulen Freund ihre diesbezügliche Überzeugung verschweigen und ihn ganz normal behandeln.

    Wie du das jetzt am besten handhabst, musst du selbst überlegen. Ist dein Freund sehr empfindlich, wenn er wegen seines Schwulseins angegriffen wird? Dann solltest du vorher mit der Freundin reden und abklären, ob sie in der Lage und willens ist, den Freund genauso zu behandeln, wie sie einen heterosexuellen Mann behandeln würde. Ist der Freund nicht empfindlich, dann mach die beiden einfach miteinander bekannt, und wenn die Freundin dann rumzickt, sag ihr, dass sie die sexuelle Orientierung deines Freundes einen feuchten Dreck angeht.

  • Antwort von schlauschlumpf 28.10.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    zunächst stellt sich natürlich die frage ob das christentum es sich herausnehmen kann, allen ihre ideale aufzuzwingen. es ist genau das gleiche wie zu sagen das das christentum frauenfeindlich ist, man kann es sich nicht aussuchen ob man hetero oder homo ist, genau so wenig wie sein geschlecht. vielleicht wenn sie mal etwas kontakt mit homosexuellen hatte ist sie der sache positiver gegenüber eingestellt

  • Antwort von iselle 28.10.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Stell ihn ihr einfach vor.
    Es geht sie gar nichts an, mit wem er lieber zusammen ist.

    Du brauchst nicht zu sagen: Hey X das ist mein schwuler Freund Y.

    Du bist ihre Freundin, du musst zwar nicht ihre Ansichten akzeptieren,
    jedoch solltest du sie tolerieren.

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