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Wie übersteht man einen Einkaufsbummel?

gefragt von tantegitti am 21.12.2007 um 16:22 Uhr

Helft mir, meine schöne Weihnachtsstimmung geht gerade den Bach hinunter. Ich war beim Zehnkampf- so fühle ich mich jedenfalls...tatsächlich wollte ich nur noch ein paar kleine Geschenke besorgen und dachte, es sei doch geschickt, dazu ein Einkaufszentrum zu besuchen (alles an einem Platz und nicht so kalt). Von wegen! Die Leute benehmen sich ja, als würden sämtliche Läden ab heute Abend für immer geschlossen. Einer schlug mir sogar mit dem Ellbogen in die Seite, das muss man sich mal vorstellen!! Wie reagiert man denn auf solche Rüpel? Ich war schlichtweg sprachlos! Und hab leider immer noch nicht alles beisammen....:-(

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Texthelferin
beantwortet von Texthelferin am 21. Dezember 2007 17:04
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Das mit dem Rüpel ist echt die Höhe! Ich stell' mir das grad so vor (mit Abstand fällt einem eher was ein:) Wie wär's mit einer künstlichen Überreaktion? Stöhnend zusammenbrechen zum Beispiel. Was er dann wohl gemacht hätte? Oder war er schon weiter? Hast du schon geprüft, obs kein Taschendieb war? Das wär vielleicht auch noch was: Auf Verdacht mal rufen: "Haltet den Dieb!" Und dann ostentativ prüfen, ob der Übergriff eine kriminelle Handlung zum Ziel hatte. Es muss ja nicht immer gleich eine Anzeige sein, aber solche Leute sollten zu spüren bekommen, dass sie Grenzen überschritten haben. Ansonsten empfehle ich eine Haltung der Gelassenheit und Mitleid mit diesen Menschen: Vielleicht kann man sie auch verblüffen, indem man sie fragt: "Wie kann ich Ihnen helfen, wenn sie in so großer Not sind, dass Sie sogar um sich schlagen?" Vielleicht wachen sie dann auf.



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Rempeln, schubsen, treten – Weihnachtszeit in einem Einkaufszentrum bedeutet Nahkampf der besonderen Art

Der französische Philosoph André Gorz war vermutlich nie in dem Einkaufszentrum, das ich am vergangenen Wochenende besucht habe. Er hat trotzdem ein paar ziemlich erkenntnisleitende Sachen zum Thema Konsum geschrieben, ich komme noch darauf zurück. Das »Center« könnte so, wie ich es vorfand, mit seinen 2000 kostenlosen (wenn auch belegten) Parkplätzen, seinem Weihnachtsbaumverkauf vorm Portal (wo auch die Raucher rauchen), seinen Punschbuden (um die herum etwas anheimelnder Rindenmulch verteilt worden ist), mit seiner H&M-Filiale, seiner Parfümerie-Filiale, seiner Elektronikfachmarkt-Filiale, seiner Spielzeugdiscounter-Filiale, seinen gewaltigen Adventskränzen und künstlichen Tannengirlanden und seinem Glitzerkugelschmuck auch an hundert anderen Orten in Deutschland (oder Frankreich) stehen.




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