Frage von Yuki888, 85

Wie überrede ich meinen Vater zum Hund?

Hallo :)! Ich wohne mit meinen 2 Brüdern bei meinem Vater da meine Eltern getrennt sind. Ich bin 12. Ich wünsche mir schon seit ich klein bin einen Hund. Auch eher klein oder mittel. Aber ich habe mich schon für einen entschieden. Mein Vater hatte auch schon mal einen Hund den er aber weggeben musste. Ich weiß schon das ein Hund sehr viel Zeit, Geld, Verantwortung und so benötigt. Ich möchte mir wahrscheinlich auch einen Hund aus dem Tierheim holen. Gerne möchte ich einen langhaar Chihuahua. Mein Vater denkt aber das sie nur dreck uns so machen und meint sie gehören nicht ins Haus. Ich möchte aber so gerne einen Hund und trage auch schon viel Verantwortung und übernehme sie ja auch. Was meint ihr? Wie kann ich ihn überreden?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von goldengirl15, 40

Zunächst einmal sollte dir klar sein, dass du das mit 12 nicht alleine schaffen kannst und das auch ein kleiner Hund viel Dreck machen kann. 

Rechne deinem Vater die ganzen Kosten vor; mach ihn Vorschläge, wie du dich drum kümmern kannst ( z.B. du gehst vor der Schule Gassi, nach der Schule auch etc.)

Ich habe 4 Jahre lang an dem Wunsch einen Hund zu bekommen gearbeitet. Habe Bücher ohne Ende gelesen und auch viele Videos angeschaut. 

Vielleicht setzt ihr euch zusammen und guckt mal gemeinsam nach passenden Hunderassen und wenn ihr eine habt, lest euch Charakteristiken etc. durch 😁

Ich hoffe du kriegst bald einen Hund, denn es ist das beste Haustier der Welt !!

Kommentar von Yuki888 ,

Hoffe ich auch haha :D. Danke für die Antwort ^-^!

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Hund, 24

Hallo,

so sehr ich deinen Wunsch nach einem Hund auch verstehen kann, so sehr verstehe ich auch deinen Vater.

Junge Menschen versprechen immer, sich zu kümmern, Gassi zu gehen etc. Aber sie können die ganze Sache gar nicht wirklich überblicken.

Das fängt schon damit an, dass du ja in die Schule gehst und somit mal mindestens 6 Stunden nicht Zuhause bist - und die Zeit wird länger, je weiter die Schule voranschreitet. Na, sagst du, ist doch kein Problem, Vater arbeitet ja immer erst später. Aha - also wird der Vater, der gar keinen Hund möchte, schon verplant und muss einen Großteil der Arbeit erledigen, jeden Tag, jahrelang. Tolle Planung.

Nun bist du 12 und wirst in wenigen Jahren eine Ausbildung beginnen - mind. 9 - 10 Std. von Zuhause weg sein. Wer kümmert sich dann um den Hund? Wieder der Herr Papa, der gar keinen Hund will??

Denke daran, der Hund lebt ca. 12 Jahre - bis dahin bis du 24 - 25 Jahre und wirst nicht mehr Zuhause leben. Den Hund aber kannst du nicht mitnehmen, weil du ja den ganzen Tag arbeiten musst. Wo bleibt der Hund - wer kümmert sich? Darf ich raten? Der Herr Papa???

Merkst du, wie wenig du das "Projekt Hund" durchdacht hast? Und wie wenig du tatsächlich die Verantwortung übernehmen kannst, weil du gar nicht über die notwendige Zeit verfügst.

Von den Kosten die ein Hund verursacht, will ich gar nicht mal sprechen. Soll ich dir sagen, wer die bezahlen muss? 100 - 150 Euro im Monat? Richtig, der Herr Papa, der, wir erinnern uns, gar keinen Hund möchte.

Wenn junge Menschen einen Hund wollen, gebe ich immer gerne den Rat, die nächsten 3 Monate jeden Morgen eine halbe Stunde eher aufzustehen und spazieren zu gehen, direkt nach der Schule wieder mind. 1,5 Std. und am Abend noch mal mind. eine halbe Stunde. Jeden Tag, ohne Ausnahme, auch wenn es regnet oder stürmt oder die Freunde lieber ins Schwimmbad möchten .... und erst, wenn du das tatsächlich ohne Schummelei schaffst, dann hast du eine leise Ahnung davon bekommen, was es bedeutet einen Hund halten zu wollen.

Verschiebe deinen Wunsch auf später - wenn du erwachsen bist.

Daniela

Antwort
von LukaUndShiba, 24

Und was passiert mit dem Hund wenn du älter wirst? Die Schule immer mehr Zeit Frist und schwerer wird, du vielleicht sogar andere Interessen bekommst wie abends feiern gehen usw.

Was ist nach der schule? Da wirst du erst mal keine Zeit haben für einen Hund. Und an wem bleibt die Arbeit dann hängen: an deinem Vater der keinen Hund wollte. 

Auch dein Rassewunsch ist sehr naive und zeigt das du dich nicht damit auseinander gesetzt hast. Ein Tierheim ist kein Ort wo du genau den Rassehund findest den du möchtest. Klar gibt es dort auch mal Rassehunde, auch Chi's, aber zum einen ist dann nicht garantiert das er zu dir passt.

Wenn Tierheim dann stell dich da drauf ein nicht deine wunschrasse oder überhaupt eine reine Rasse zu bekommen.

Aber wenn dein Vater keinen Hund will musst du damit Leben und du kannst nicht mal ansatzweise die Verantwortung in dem Alter tragen.

Antwort
von Virgilia, 14

Wenn dein Vater keinen Hund will, musst du das akzeptieren. 

Du wirst in ein paar Jahren 8 Stunden in der Schule sein und zeitweise noch für die Prüfungen lernen müssen. Später, wenn du studierst oder eine Ausbildung machst, wirst du vermutlich noch länger weg sein. Wer kümmert sich in der Zeit um DEINEN Hund? Dazu wirst du noch andere Hobbys haben, mit Freunden weggehen und deine erste Beziehung haben. Da ist der Hund nur im "Weg". Da es allerdings DEIN Hund ist, kannst du nicht erwarten, dass sich andere Leute um ihn kümmern, wenn du keine Lust hast. 

Auch kannst du dir gar keinen Hund leisten. Selbst im Tierschutz kostet ein Hund ca. 250-350€, dazu noch die Grundausstattung, Haftpflichtversicherung, Hundesteuer, Futter und "Kleinkram". Da kommen schnell 100-150€ im Monat zusammen, wenn der Hund gesund ist! Bekommst DU so viel Taschengeld?

Der Chihuahua ist leider zu sehr in Mode gekommen und leider ziemlich "kaputt". Kleinstrassen neigen zu PL, Zahn- und Herzfehlern, da können schnell hohe Kosten entstehen (OP und/oder tägliche Medikamente). Wenn der Hund aus einer kontrollierten (VDH-)Zucht stammt, ist die Gefahr einen "kranken" Hund zu bekommen wesentlich geringer. So ein Welpe kostet aber 1.000-1.500€. "Günstige" Welpen von "liebevollen Hobbyzüchtern"/Vermehrern oder im schlimmsten Fall aus Osteuropa  (Welpenmafia!) sind fast immer krank und/oder verhaltensgestört. 

Auch muss ein Chi, wie jeder andere Hund auch, 2-3 Stunden raus. Und darauf wirst du nicht immer Lust haben! Bei einigen Versicherungen musst du auch min. 14 bzw. 16 Jahre alt sein, um alleine mit dem Hund raus zu dürfen. Wer soll dann mit DEINEM Hund raus? 

Putzt DU die Wohnung, wenn dein Hund im Fellwechsel die ganzen Haare verliert (es ist erstaunlich wie viel Fell so ein kleiner Hund verlieren kann), am Anfang oder wenn er Durchfall hat in die Wohnung macht, Dreck von draußen reinschleppt, sich übergibt oder sich gewälzt hat? 

Ich kann verstehen, dass dein Vater darauf keine Lust hat. Und da ein Hund von allen gewollt sein muss und er die Verantwortung und die Kosten tragen muss, ist es sein gutes Recht nein zu sagen. 

Außerdem ist der Chihuahua nicht unbedingt eine einfache Rasse. Sie sind meistens sehr willensstark, haben ein großes Ego und wollen beschäftigt werden. Wenn man sie falsch behandelt, hat man ganz schnell einen "größenwahnsinnigen Leinenrambo", was für so einen kleinen Hund tödlich enden kann. Auch kann man nicht jedem Chi Tricks beibringen. "Der Chihuahua wurde nicht gezüchtet, um Befehle auszuführen", um mal eine Züchterin zu zitieren. 

Ich kann deinen Wunsch nach einem Hund, besonders einem Chihuahua, verstehen, aber noch kannst du dich nicht wirklich um den Hund kümmern. Ich habe meinen ersten "eigenen" Hund, lustigerweise eine LH-Chi-Hündin, auch mit 11 bekommen. Aber nicht weil ich unbedingt einen eigenen Hund wollte, sondern weil meine Eltern einen Zweithund wollten, den ich aussuchen durfte. 80% der Arbeit und 100% der Kosten blieben an meinen Eltern hängen.

Natürlich habe ich auch gelernt "Verantwortung" zu übernehmen, aber, im Vergleich mit der "richtigen" Hundehaltung, war das nichts. Und obwohl ich von klein auf (wir hatten immer Hunde) fast jeden Tag eine Runde mitlaufen "musste", sie oft gefüttert habe und recht früh (mit 12 oder 13) angefangen habe, mit unserem Großem, Nasenarbeit und Hundesport zu machen (meine Hündin war dafür überhaupt nicht geeignet), würde ich rückwirkend sagen, dass ich mich erst mit 14/15 richtig um die Hunde gekümmert habe/kümmern konnte. Und auch dann mussten meine Eltern mir oft aushelfen, weil ich schlicht keine Zeit hatte (Schule, Freunde, Beziehung, Vereine/Wettkämpfe).  

Hunde sind tolle Haustiere, aber sie haben auch viele Nachteile. Deshalb sollte man sich erst einen Hund holen, wenn man ihn 10-15 Jahre wirklich versorgen kann und will! 

Antwort
von Yuki888, 2

Also damit das mal klar ist: 

ich verstehe das ihr bedenken wegen Kosten und den ganzen Krimskrams habt aber in meiner Frage ging es nicht um Ratschläge oder sonst was! Ich habe euch gefragt WIE ICH MEINEN VATER ÜBERREDEN KANN! Und nur das zählte in dieser Frage! Bitte hört auf über Zeit und Kosten zu sprechen und wendet euch lieber meiner Frage zu. Danke! War auch nicht böse gemeint :).

Antwort
von archibaldesel, 39

Gar nicht. Alle Kinder wollen Hunde oder Katzen. Sie versprechen sich zu kümmern und alles zu erledigen. Aber die Arbeit bleibt immer an den Eltern hängen. Und wenn dein Vater keinen Hund will, solltest du das akzeptieren.

Kommentar von TaErAlSahfer ,

Immer ist ein Märchen. Ich erinner mich noch gut daran das mein Papa nen Hund wollte und mit dem Gassi gehen durften meine Schwester und ich, obwohl ich den Hund nie wollte.

Kommentar von goldengirl15 ,

Ich denke es liegt aber auch am Kind selbst. Wenn ein "Kind" zuverlässig ist und hinter seinen Worten steht, dürfte das kein Problem sein. Die Eltern wissen bestimmt, wie ihr eigenes Kind drauf ist. Und wenn Yuki888 nicht zuverlässig ist, wird sich der liebe Papa auch nicht überreden lassen. Hoffe ich zumindest 😅

Antwort
von dogmama, 25

Verantwortung und übernehme sie ja auch

.

die Verantwortung kannst Du in Deinem Alter nicht tragen, die müßte Dein Vater übernehmen. 

Auch sämtliche Ausgaben für den Hund müßte Dein Vater tragen. Dein Vater will keinen Hund und somit auch die Kosten nicht tragen, also lohnt es sich auch nicht ihn überreden zu wollen. 

ein Hund muß von ALLEN Familienmitgliedern gewollt sein!

Antwort
von Kirschkerze, 44

Fangen wir erstmal grundsätzlich an: Wie lange wäre das Tier immer alleine am Tag. Und wer soll für die kompletten Kosten aufkommen=

Kommentar von Yuki888 ,

Ich und meine Brüder sind eigentlich immer daheim. Und wenn ich mal mit Freunden rausgeh könnte ich ihn mitnehmen die haben auch hunde :). Die kosten würde mein Vater etwas übernehmen höchst wahrscheinlich aber ich ziehe auch Taschengeld von mir ab also ja. Würden wir teilen. 

Kommentar von Kirschkerze ,

Ach ihr geht nicht zur Schule?

Kommentar von Yuki888 ,

Doch aber mein Vater arbeitet sowieso immer ab 16 oder 17 uhr erst und dann wäre ich schon zuhause. 

Kommentar von Kirschkerze ,

Dein Vater mal schön außen vor lassen, der hat mir der Sache ichts zu tun und ihr könnt euren Vater nicht heranziehen dann auf euren Hund aufzupassen. Und wie du drum rum redest seh ich schon: Eigentlich hat keiner Zeit von euch für das Tier ^^

Kommentar von Yuki888 ,

Warum sollten wir jetzt keine zeit haben?

Kommentar von dsupper ,

Weil ihr in die Schule müsst - und den Papa kannst du nicht einplanen, denn, erinnere dich, er möchte keinen Hund. Ihm dann die ganze Arbeit anzulasten wäre doch recht unfair - meinst du nicht? DU willst doch die Verantwortung tragen - nicht dein Vater!

Antwort
von Elaysa, 33

Ich habe einen Langhaarkater. Das macht wirklich viel Arbeit! Kurzhaar ist weit praktischer. Das erst mal dazu. Dann bedenke. wer nimmt den Hund wenn ihr in den Urlaub fahrt? Wer füttert ihn immer und führt ihn aus? Was wird mit dem Hund wenn du in die Lehre/Studium , evtl. woanders hin gehst?

Mit dem Überreden ist es nicht getan. Ein Hund ist ein Lebewesen und erfordert Verantwortung, darüber musste du dir klar werden. Und- er muss auch bei Mistwetter, wenn du müde bist und ausschlafen oder später zur Party willst, raus....

Kommentar von Yuki888 ,

Meine nachbarin oder meine tante und onkel würden ihn nehmen wenn wir mal in den urlaub gehen. Wir alle würden ihn mal füttern wenn er fressen muss und rausgehen würde ich eigentlich tun oder auch meine brüder.

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