Frage von Lavendula,

Wie tröstet man am besten, wenn jemand ganz plötzlich gestorben ist?

Liebe Community!

Ein sehr gute Freund ist heute Morgen ganz plötzlich gestorben (Herzinfarkt). Die Lebensgefährtin, Kinder, Nachbarn, Freunde - alle sind geschockt und können noch gar nicht realisieren, was da passiert ist. - Es ist immer schwer, die richtigen Worte zu finden, wenn ein lieber Mensch gestorben ist. Bei langwieriger Krankheit und langem Leidensweg tröstet es mich immer zu wissen: Er oder sie sind endlich erlöst worden. Oder wenn jemand sehr alt wurde, dann weiß man ja: Diese Person hatte ein langes Leben und ihre Zeit war gekommen. - Was aber kann uns trösten (dabei denke ich an die Lebensgefährtin unseres Freundes), wenn jemand so mitten aus dem Leben gerissen wurde - ohne Vorankündigung......?

Ich fühle mich so hilflos und möchte gerne trösten, die richtigen Worte finden....

Bin über jeden Tipp/Link/Inspiration dankbar.

Lavendula

Hilfreichste Antwort von Blacky04,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo Lavendula, wenn ein Mensch plötzlich stirbt, entsteht bei demjenigen, der ihm am nächsten stand, meist sind es die Partner, Chaos. In diesem Chaos ist es auch schwierig für den Betroffenen zuzuhören oder sich auf bestimmtes zu konzentrieren. Da ist erst einmal wichtig, dass der Alltag weitergehen kann. Das jemand kocht, Wäsche macht etc. Denn in der Regel ist das alles eine Belastung. Ich habe eine Trauernde gehabt, die sagte mir, ich habe wochenlang nichts Warmes mehr gegessen, jeder Handgriff war mir zu viel. Und wenn derjenige Reden will, ist es natürlich gut, wenn man zuhören kann und sich auch Zeit nimmt. Es ist nicht einfach, da heute die Menschen mit diesem Thema oft überfordert sind, denn sie setzen sich mit dem Thema nicht auseinander und stehen dann da.... Hör auf dein Bauchgefühl, was du tust, eigentlich ist es schon viel, wenn du etwas tust. Und ermuntere die anderen, sich nicht zurückzuziehen sondern da zu sein, eben das zu tun, was der andere im Moment nicht mehr kann. Liebe Grüße und danke für die Frage, es müsste viel mehr über das Thema geredet werden denn wir alle sind irgend wann Betroffene. So oder so. Blacky04

Kommentar von Blacky04,

Danke für dein Kompliment, freue mich besonders, habe morgen Geb. und im Moment ziemlich viel Stress um die Ohren. Blacky04

Antwort von Flitzpiepje,
9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Tröstende Worte sind meist oberflächlich gesprochen. Du hilfst viel mehr, wenn Du da bist und zuhörst. Auch wenn eine Lebensanekdote zum 100ten male wiederholt wird. Höre zu, biete Deine Hilfe an, die Beerdigung und alles drum herum mit zu organisieren. Einfach für die trauernden da zu sein, ist viel viel mehr wert!

Antwort von mia1179,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

da sein. sonst nichts. ich habe die situation selbst schon erlebt. da hefen keine worte...

Antwort von BerlinYanky28,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

am besten in ruhe lassen... so geht es zumindes mir... oder frag ob du was für sie tun kannst oder ob sie reden wollen, mehr kannst du nicht machen.

Antwort von larry2010,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

als mein onkel überraschend starb, sagten alle die leute, die wir in der stadt trafen und davon berichteten, das sie auch geschockt sind.

meistens erzählten sie wann sie ihn das letzte mal gesehen hatten oder erlebnisse mit ihm und wir erzählten von der letzten zeit mit ihm.

und das zeigte uns, das von ihm sehr viel erhalten bleibt, auch wenn er nicht mehr ist und nicht nur wir traurig sind

allerdings war uns bewusst, das er eine halben lunge nur hat und der krebs jederzeit zurückkommen kann, so das wir die zeit mit ihm bewusst erlebten.

Antwort von diggers,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

schwierige situation. was du machen kannst,ist nur für sie dazu sein. wie auch immer. jeder geht damit anders um. manche möchten allein sein,andere widerum nicht. du kannst wirklich nur beiseite stehen und für sie da sein.

Antwort von Erkki,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Mh keine leichte Aufgabe die du Dir da stellst. Denn Worte die für dich geeignet erscheinen mögen, können für die Betroffene überhaupt nicht wirksam sein. Ich würde diskret meine Hilfsbereitschaft ankündigen, sie spüren lassen, dass sie nicht alleine sind - ohne sie ständig darauf anzusprechen oder ständig anwesend zu sein. In so einem Fall sind oftmals schon wenige Worte zu viel ... aber kein Leichtes.

Antwort von ladytinamaus,

Das ist wirklich sehr traurig für alle, die ihm nahestanden. Ich kann Dir gut nachfühlen, wie schwierig es ist, hier die richtigen Worte zu finden. Von den üblichen Floskeln halte ich nicht viel, denn meistens steckt nichts Persönliches dahinter.

Du kannst nur einfach anbieten, dass Du da bist, wenn ein offenes Ohr oder eine helfende Hand gebraucht wird. Das ist viel mehr wert als leere Worte.

Apropos Worte: Ich hab mal in so einem Fall auf eine selbstgebastelte Karte folgenden Spruch geschrieben:

"Sonnige Tage - nicht weinen, dass sie vergangen, sondern lächeln, weil sie gewesen."

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