Frage von FrauStressfrei, 97

Wie transportiere ich am besten einen Hund aus Österreich?

Meine Freundin hat einen Welpen gekauft und nun ist sie unerwartet für ein paar Monate schwer erkrankt. Damit sie ihre Hund trotzdem haben kann, hole ich ihn für Sie ab. Nach Norddeutschland. Wenn der Welpe 15 Wochen ist, darf er kommen. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: ich fahre 1200 Kilometer hin mit dem Auto, hole den kleinen ab und fahre 1200 Kilometer zurück " puh".  Der Züchter hat nun angeboten, den Welpen an die Transportbox zu gewöhnen, so dass er sich dort drin wohl und zu Hause fühlt. Würde dann den kleinen in Wien in den Flieger setzen und zwei Stunden später könnte ich ihn in Hamburg ins Herz schließen. Leider ist er mit 15 Wochen über 8 Kilo schwer, so dass er nur unter fliegen darf. Allerdings soll das Fliegen extrem stressig sein für den Kleinen. Meine Freunde sagen " Achwo, wenn er gut vorbereitet ist viel weniger Stress als die Autofahrt" und Hunde aus Griechenland usw. Kommen täglich mit den Flieger und es macht gar nichts. Jetzt weiß ich nicht! Wie soll ich ihn holen? Ich war jetzt gerade in Wien zum Besuch beim Züchter und der Bursche ist jetzt 6 Wochen und ein taffer cooler Bursche!

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Hund, 39

Hallo,

mir stellt sich gerade die Frage, ob ein kleiner Hund für einen für Monate schwer erkrankten Menschen überhaupt das Richtige ist.

Natürlich gibt einem ein Welpe Lebensfreude und Auftrieb - aber es ist auch unendlich viel Arbeit und Stress. Alleine, dass man alle 2 Std. - bei Wind und Wetter - mit ihm raus muss - auch in der Nacht - stelle ich mir bei einem schwerkranken Menschen nicht wirklich prickelnd vor. Ob sie dem Welpen tatsächlich gerecht werden kann? In den nächsten Monaten wird er extrem viel Zeit brauchen und dann kommen auch lange Spaziergänge hinzu. Alleine lassen, für anzunehmende Arzttermine, kann man einen jungen Hund auch noch nicht.

Ansonsten ist es extremster Stress für so einen jungen Hund, alleine in der Transportbox in den Flieger zu müssen. Und es sind ja nicht nur die 2 Std. Flugzeit- sondern mind. 1 Std. vorher und mind. 1 Std. nachher. Fremde Geräusche, Krach, fremde Umgebung, fremde Menschen - all das macht entsetzliche Angst - und niemand da, der den Kleinen trösten kann.

Aus unserer Zucht sind verschiedene Welpen ins neue Zuhause geflogen - immer mit im Passagierraum, in einer Tasche, neben schon etwas vertrauten Menschen. Als einmal einer Besitzerin aus der Schweiz der Zugang mit dem Welpen ins Flugzeug verweigert wurde (weil die Box etwas zu groß war), und angeboten wurde, den Hund im Gepäckraum zu transportieren, hat sie auf den Flug verzichtet, sich einen Mietwagen genommen und ist - mit vielen vielen Pausen und einer Übernachtung - nach Hause gefahren.

Natürlich ist der Transport der vielen ausländischen Hunde, egal, ob im Flieger oder über Tage im Transporter, auch für diese entsetzlicher Stress. Aber da gibt es eben keine Alternative: entweder das schreckliche Leben im Ausland auf der Straße oder in einem Tierheim, die Tötungsstation - oder einmal der Stress und dann ein geliebtes Leben.

Bei euch aber gibt es eine Alternative: die Autofahrt, die zwar auch sehr anstrengend werden wird - aber mit vielen Pausen, bei denen man den Hund müde machen kann, die bessere Lösung.

Alles Gute für die Freundin

Daniela

Kommentar von FrauStressfrei ,

Vielen Dank! Ja, versorgen kann die den Kleinen. Sie ist nur gesundheitlich nicht in der Lage, ihn abzuholen. Früher, als man die Welpen noch mit 8 Wochen holen konnte, könnten sie noch in Passagierraum, aber jetzt geht es nicht mehr. Ich denke ich werde hinfliegen und mit Leihwagen zurück fahren.

Kommentar von dsupper ,

kommt immer auch auf die Rasse an, bis zu welchen Alter (und entsprechendem Gewicht) sie in der Kabine mitfliegen dürfen.

Kommentar von FrauStressfrei ,

Er wird dann12 Kilo wiegen. Das ist für jeden Flieger zu schwer

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 47

Ich würde meinen Hund unter keinen Umständen im Transportbereich eines Fliegers mitfliegen lassen. Die Gründe sind ja bereits genannt worden.

Und ebenso schließe ich mich der Meinung an, dass ich den Hund anstelle Deiner Freundin unter diesen Umständen nicht nehmen würde. Die ersten Lebenswochen sind prägend für einen Hund. Diese entscheidende Phase, die das weitere Zusammenleben mit einem Hund bestimmt, würde ich selbst miterleben- und bestimmen wollen. Zudem ist die spätere Umgewöhnung von Dir auf Deine Freundin für den Hund nichts anderes eine Abgabe und damit Trennung von einer engen Bezugsperson. Dazu kommen 1.200 km Autofahrt für einen Hund, der diese Situation vermutlich überhaupt nicht kennt. Den vorgenannten Stress würde ich allen Beteiligten ersparen. So sehr ich den Wunsch Deiner Freundin verstehe, so unsinnig finde ich es, ihn in dieser Situation zu realisieren.

Antwort
von Hardware02, 34

Es gibt ja auch noch einen Mittelweg, und zwar eine Zugfahrt. Hin kannst du sogar fliegen, und zurück fährst du mit dem Zug. Du kannst sogar irgendwo unterwegs ein oder zwei Pausen einplanen und mit dem Hund mal nach draußen gehen. Je nachdem, wie groß die Transportbox ist, passt sie (leer!) vielleicht sogar ins Gepäckschließfach.

Kommentar von FrauStressfrei ,

Da habe ich tatsächlich noch nicht drüber nachgedacht.. Ganz gut die Idee!

Antwort
von MiraAnui, 15

Macht doch daraus einfach einen kleinen Urlaub mit einer Übernachtung.

Eine Autofahrt ist kaum stressig. Wenn der Welpe ans Autofahren gewohnt ist.

Da kannst du regelmäßig Pausen machen

 

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 41

ein serioser zuchter macht unter diesen umstaenden den kauf rueckgaenig!

fuer diese strecke wuerde ich weder per auto und erst recht nicht per auto einen welpen holen. 

deine freundin sollte sich dann spaeter einen hund holen!

alternative wuerde ich per auot fahren, mit einer zwischenubernachtung und genuegend pausen sollte das klappen.

die ungewohnten und extem lauten geraeusche eines flugzeuges wuerde ich nicht riskieren, das konnte zu starken und nicht wieder heilbaren trauma fuer den hund  sorgen

Kommentar von FrauStressfrei ,

Okay, ich mach das wohl dann per Auto. Hab ich mir auch überlegt, dass das Fliegen nicht gut ist.

Kommentar von inicio ,

gut, dann mache halt genugend pause und uebernachtet in einem hundefreundlichen hotel. dir transportbox braucht ihr aber trotzdem!

einer miner welpen fuhr mit seinen neuen besitzern von suedengland nach schottland.. er hat die meiste zeit gepennt... und erst gepinkelt als er in seinem neune zuhause war..: )

Antwort
von jue711, 19

Nie ins Flugzeug dass ist ein riesen Stress für den kleinen und er kann für sein restliches leben geschädigt sein. Flieg hin und fahr mit dem Zug wieder zurück :) am besten wäre aber hinfahren und mit dem Auto wieder zurück weil da kann man selbst bestimmen wann man pause macht weil er ist ja noch jung und muss oft "auf Toilette"

Kommentar von FrauStressfrei ,

Denke mal, das ist der perfekte Plan!

Antwort
von eggenberg1, 13

warum läßt ihn   deine freundin nicht beim züchter , bis es ihr wieder  besser geht-?

- ihr überlegt  garnicht,  dass  sich  der welpe so an  DICH gewöhnt, das es  sehr schwer  für ihn wird, wenn er in einigen monaten wieder  weg  von dir muß--

er wird in der zeit ausschließlich DEIN hund  sein ,  und  die freundin  wird  dann  wiederum ein neuer besitzer   an den er sich  in bereits  sehr jungen jahren wieder neu gewöhnen muß --

bliebe  er beim züchter,  würde ihm dies  weitestgehend erspart.

Kommentar von FrauStressfrei ,

Nein, das hast du falsch verstanden! Er ist nicht bei mir. Ich hole ihn nur ab. Meine Freundin ist nur nicht fit genug für die lange Fahrt. Aber einen Welpen kann sie holen, versorgen, erziehen und viel liebe geben!

Kommentar von eggenberg1 ,

ich hatte versucht, den text  zu entfernen  ,klappte  abe r nicht mehr ,nachdem ich  merkte ,dass ich  deine frage falsch verstanden hatte..  trozdem  kann ich nicht verstehen warum man sich einen welpen  aus  oesterreich holen muß -- gibt es diese rasse nicht in  deutschland ??

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