Frage von Dobermann2000, 33

Wie teuer war früher ein 911T und welchen Sprung hat er bis heute gemacht?

Mich interessiert dieser Bereich und da ich im Internet nicht fündig geworden bin Frage ich hier. LG Dobi

Antwort
von IXXIac, 26

Hallo

- der 901/911 wurde zum Modelljahr 1964 als "Ersatz" des 356 Carrera 2.0 eingeführt und hatte zuerst einen 2,0l mit 130PS und ein Leistungsgewicht wie der 356 Carrera "S" bzw "GS". Basis-Preis ab 20980 DM. 356 Carreras kosteten ab 23800DM und wurden dann auch noch weitergebaut.

- Ende Modelljahr 1965 wurde der 356 eingestellt (bestellte Fahrzeuge und Cabrios wurden bis 1966 weitergebaut) als Ersatz kam der 912 mit Basispreis ab 16250 DM (356 SC Coupe kostete 16700DM). Der 911 Motor wurde von 6 Solex Einzelvergaser auf 1 Paar 3 fach Weber umgerüstet. Wegen diverser Zuliefererprobleme und in der Produktionsumrüstung konnten nicht alle bestellten 911/912 gebaut werden.

- 1966 wurde der 911S mit 160PS vorgestellt und es gab davon auch verschärfte Versionen mit 180PS (Titanpleulmotore) Basispreis ab 24480 DM. Bei der 911S Vorstellung wird "unter der Hand" bei Porsche Händlern und Stammkunden ein 911T für 18000 DM angekündigt. Porsche wollte Wissen ob 356 und 912 Stamm-Kunden in einen 911T Aufsteigen würden aber viele 356er und auch 912er Kunden hatten kein Interesse und viele Händler waren skeptisch. Entfall der serienmässigen Standheizung beim 911 (Aber noch Serie beim 911S)

- Modelljahr 1967 wurde der 911 zum 911L mit 130PS und 911E mit mechanischer Einspritzung und 145PS. Denn 911S gabs gegen Aufpreis auch mit mechanischer Bosch Einspritzung (170PS Version). Ab 1967 gabs neue Kettenkästen mit neuen Kettenspanner und die Zentralschmierung der Nockenwelle enfällt. Ab Ende 1967 neue Extras verfügbar; Sportomatik, Targa-Cabrio, Sportsitze mit Schaumstoffkernpolsterung (Recaro & Roser), elektrische Fensterheber, WSS Heizung, Kälteanlage (BEHR), Hydropneumatische Federbeine (Boge) wurden später bei 911 S Serie. S Rad (Mahle Magensiumguss) und Flügelrad (Fuchs) bestellbar, "S-Packet" für alle Motorversionen bestellbar.

- zum Modelljahr 1968 kam der 911T mit 110PS und 18980 DM Basispreis. Alle 911S bekamen Mechanische Einspritzung als Serie und den neuen Magnesiumdruckgussmotorblock. Der 911T Motor wurde mit einer einfacheren Kurbelwelle ohne Gegengewichte und anderen "billigen" Bauteilen (einfache Graugusszylinder, billige Gusskolben, einfachere Schlepphebel) entfeinert. Basiskarosse war "912" Ausstattung. Porsche baute die 911 S-T Sportmodelle (Basispreis 29000DM)

- Modelljahr 1969 wurden alle 911er Motore von Alusandguss auf Magnesiumdruckguss ungestellt und auf 2,2 L "aufgebohrt", der 911T kam ab dann mit 125PS, 911E mit 155PS und 911S mit 180PS. Letztes offizieles Modeljahr für denn 912 mit 356 SC Motor. Der 911T kostet jetzt ab 20980DM

- Modelljahr 1970 wird der 914 eingeführt der 914/4 soll denn 912 ersetzen und starte ab 11900DM der 914/6 bekommt einen 2,0 Magensiumgussblock mit 1968er 911T Pheripherie und hat offiziel 110PS des 911T (aber wegen der langen Abgasanlage reale 115PS) und kostet ab 18980DM

- Modelljahr 1971 wurden die 911er Motore per 71mm Kurbelwelle auf 2,4 L aufgebort aber gleichzeitig auf Normalbenzin umgestellt der 911T hat dann 130PS und kostet ab 22980DM

- Modelljahr 1972 denn 911T gibt es als TV (130PS Vergaser ROW) und TE (140PS mechanischer Einpritzer USA)

- Modelljahr 1973 denn 911T gibt es als TV (130PS Vergaser ROW) und TE (140PS K-Jetronic Einpritzer USA)

- Modelljahr 1974, mit Einführung des "G" Modell entfällt die T und E Version, ab dann es 911 (150PS) , 911 S (175PS), 911 SC (Carrera 210PS)

- Modelljahr 1976 wurden für die USA um 3000 912E gebaut um die "Lücke" zwischen 914 und 924 zu füllen.

Es gab bei Porsche in denn 80 und 90ern wohl Überlegungen zu einem 911T und einem 912 auf Basis eines 2/3 911 Boxer Motors (dieser Motor wurde schon in denn späten 60ern als 1,6 und 2,0 vorerprobt). Unter W Schutz gab es Marktforschungen ob ein 911T zwischen 911 SC und 924Turbo/944 passen würde. Es wurde entschieden das man die "knappen" 911 Produktionskapzitäten erst mit teueren 911 Sondermodellen und dem 911 Cabrio ausfüllt und erst wenn es der Markt will auf einen schon für Exportmärkte angedachten 2,5 K-Jetronic zurückkommt.

In den späten 80ern und noch vor Wiedeking gab es wohl denn Ansatz bzw die Vorerprobung eines 964 mit 3,0L Doppelzünder Motronic als "Clubsportmodell". Primär ging es da um die Motorsportklassifizierung und dem besseren Spritverbrauch bei Langstreckenrennen und nicht um ein billigeres Einsteigermodell.

Kommentar von Dobermann2000 ,

Okay vielen Dank sie kennen sich ja super aus!

Schade das die Preise so stark gestiegen sind im
Vergleich zu Früher

LG

Kommentar von Fraganti ,

Damals betrug eine Arbeitswoche 42,5 Stunden Regelzeit, es gab deutlich weniger Urlaubstage pro Jahr und der Lohn war deutlich geringer als heute. Ein Azubi verdiente etwa 50Mark im Monat netto. 21.000Mark waren ein Vermögen, auch wenn für dich die Zahl nicht groß aussieht!

Für das Geld konnte man 1964 auch ein 80-100qm Haus kaufen, bzw. das Grundstück kaufen und das Haus bauen! 

Kommentar von Dobermann2000 ,

Wahnsinn! Ich muss dazu sagen das ich von meinem Opa Bilder geerbt unter anderem auch diverse Bilder mit diesem Auto. Leider musste er das auto verkaufen nach dem es mit dem Unternehmen nicht mehr so gut lief. Er war immer sehr versclossen was seine Vergangenheit anging. Und jetzt bin ich auf der Suche nach Antworten um die Dinge zu verstehen. Ein absolutes Traumauto. Liebe Grüße

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