Frage von DanielSC, 33

Wie teuer kann eine Urheberrechtsverletzung (Bild) werden, wenn es bis zum Gerichtsprozess kommt - Wie soll ich auf das Schreiben vom Anwalt reagieren?

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von GerdausBerlin, Community-Experte für Urheberrecht, 5

Brandenburgisches OLG, Urteil vom 03.02.2009 - 6 U 58/08:

"2. Die MFM-Empfehlungen enthalten keine Honorarempfehlungen für private Nutzer. Ein MFM-Tarif für die Nutzung eines zu gewerblichen Zwecken hergestellten Fotos für eine (einmalige) Privatnutzung (hier: im Rahmen einer Internetauktion) existiert nicht.

3. Wird ein professionelles Produktbild einmalig unberechtigt für den privaten Verkauf eines gebrauchten Gerätes (hier: eines GPS-Empfängers) lediglich für wenige Tage im Rahmen einer Internetauktion verwendet, kann ein Betrag von 20,00 EUR als angemessene Lizenzgebühr und damit als im Wege der Lizenzanalogie ersatzfähiger Schaden angesehen werden, wenn einem Unternehmen für das Foto ein Betrag von 92,00 EUR in Rechnung gestellt wurde, wobei dieser Betrag unter dem Aspekt der Verwendung des Fotos über einen langen Zeitraum - von wenigstens mehreren Monaten - zu zahlen war. Fehlt die namentliche Benennung des Urhebers (Fotografs), ist zudem ein Aufschlag von 100% vorzunehmen.

4. Soweit nach § 97a Abs. 2 UrhG für den Fall einer erstmaligen Abmahnung in einfach gelagerten Fällen mit einer nur unerheblichen Rechtsverletzung außerhalb des geschäftlichen Verkehrs die erstattungsfähigen Aufwendungen für die Inanspruchnahme anwaltlicher Dienstleistungen auf 100,00 EUR beschränkt werden, liegen diese Voraussetzungen vor, wenn die Rechtsverletzung - auch für einen geschulten Nichtjuristen - auf der Hand liegt, die Rechtsverletzung unerheblich ist, weil sie sich nach Art und Ausmaß auf einen eher geringfügigen Eingriff in die Rechte des Rechteinhabers beschränkt und außerdem ein Handeln im reinen Privatbereich gegeben ist." http://medien-internet-und-recht.de/volltext.php?mir\_dok\_id=1877

Etwas teurer war es mal in Köln: https://www.rechtambild.de/2012/06/ag-koln-4500-e-schadensersatz-fur-jedes-unber...

Die Zeitschrift "Emma" hat aber auch schon mal über 10.000,- bezahlt für ein paar Bilder von Helmut Newton!

Es kommt also auf die Umstände an, auch auf das Foto und auf die Art und Dauer der Nutzung.

Hinzu kommen noch die Anwalts- und eventuell noch die Gerichtskosten. Die oben genannten 100,- Abmahngebühr für den Anwalt sind nicht mehr aktuell, siehe UrhG § 97a: http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/\_\_97a.html

Gruß aus Berlin, Gerd

Antwort
von Pudelwohl3, 28

Richtig teuer. Je nach Zusammenhang gern vierstellig, bei kommerziellen Verstößen auch schnell deutlich höher.

Beauftrage einen im Medienrecht erfahrenen Anwalt. Kostet auch viel Geld, lohnt sich aber in der Regel unterm Strich.

Antwort
von DERFOSTENLP, 33

Schau erstmal ob es wirklich echt ist meine alte Informatiklehrerin hatte auch mal so ein schreiben bekommen und das war gefaked

Kommentar von DanielSC ,

wie kann ich das prüfen?

Kommentar von DERFOSTENLP ,

So schlau bin ich leider auch nicht sie hatte das mal gesagt abe das ist min schon 2 jahre her tut mir leid das ich dort nicht helfen konnte

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