Frage von hvladi, 108

Wie teste ich ohne Risiko die Giftigkeit eines Pilzes?

Ich habe Pilze gesehen und wusste nicht ob man sie essen kann. Gibt es allgemein Methoden, wie man es vorsichtig überprüfen kann? Sammeln, kleines Stückchen roh probieren, zubereitet bisschen probieren, wenns ok ist, dann mehr?

Antwort
von MarkusPK, 65

Wenn du dein Leben satt hast, dann gehe am besten genau so vor, wie du oben schreibst. Bei einigen Pilzen wie dem Knollenblätterpilz hat dies einen extrem schmerzhaften Tod zur Folge. Und selbst wenn du überlebst, darfst du danach mit großer Wahrscheinlichkeit auf ein paar Spenderorgane warten.

Einzige richtige Vorgehensweise: Frag jemanden um Rat, der sich wirklich auskennt, besorge dir ein gutes Bestimmungsbuch aber probiere niemals irgendwelche Pilze, die du nicht kennst. Das kann dein Ende sein. Jeses Jahr kommt es zu neuen Todesfällen durch Pilzvergiftungen.

Antwort
von marit123456, 68

Nein, das ist der absolut falsche Ansatz!

Der erste, überlebensnotwendige Schritt ist immer die Bestimmung des Pilzes. Dazu kannst du dir bei weitergehendem Interesse ein kleines Buch kaufen, oder es mit der Seite 123pilze.de versuchen.

Bist du dir nicht sicher, dann bleibt der Pilz dort, wo er ist, landet aber niemals als Kostprobe in deinem Körper. Weder roh, noch gekocht!

Ich habe mir einiges an Pilzwissen autodidaktisch angeeignet. Das ist machbar. Dennoch sammel ich keine Pilze mit Lamellen, sondern nur mit einem Schwamm. Da ist die Verwechslungsgefahr nicht so groß, zudem gibt es sehr wenige Giftpilze in dieser Kategorie.

Kommentar von Silo123 ,

Löblich, man kann sich da auch viel autodiaktisch beibringen, aber ein paar meines Erachtens ziemlich unverkennbare Lamellenpilze gibt es durchaus: als erstes den Schopftintling , der kann nur bei etwas zu hastigem Sammeln mit dem Faltentintling verwechsel werden (Achtung wegen Alkohol)-

Aber , oh, wenn ich jetzt weiter grübele  Oh je dann wird es schon schwierig. Ich überlege gerade ob es irgendeinen gibt, den man nicht u.U. doch  mit was giftigen verwechseln könnte (wenn man fast nichts beachtet) .und Mist es bleibt keiner übrig.  Vielleicht Grünspanträuschlinge? , (Verwechslung mit dem blauen Träuschling ungefährlich), aber gerade schmecken tun die nicht

Aber mach Dich mal an die Stäublinge, da gibt es keine giftigen. Obwohl ja schon Verwechslungen mit dem Kartoffelbovist vorgekommen sein sollen- MIR unerklärlich. Aber ich schätze mal, daß Du einen Kartoffelbovist erkennst. Wobei geschmacklich lohnend finde ich da eigentlich nur die Flaschenboviste

Aber ein Riesenbovist ist allein aufgrund der Größe unverwechselbar. Der schmeckt echt lecker, solange er fest und knackig ist.

Und ja die Semmelstoppelpilze sehe ich auch als unverwechselbar an.

Aber man kann auch an Lamellenpilze autodidaktisch rangehen, muß dann aber mehr als ersten Anschein beachten, es hört da mit reinen Bildervergleichen auf.

Kommentar von marit123456 ,

Da hast du durchaus Recht :-) Geschmacklich liegen mir jedoch eher die Edelpilze und die haben einen Schwamm ^^

Das war und ist durchaus ein Grund für mich, mich nicht weiter mit Lamellenpilzen zu beschäftigen. Pfifferlinge mag ich nicht so gerne, Steinpilze und Maronen jedoch sehr.

Kommentar von Silo123 ,

Naja, bei den Lamellenpilzen gibt es schon sehr unterschiedliches zu futtern.

Der Lieblingspilz meiner Tochter z.B. ist der Frauentäubling.

Und ein Edel- oder Lachsreizker ist einfach fantastisch- a ja die Reizker sind auch unverkennbare Pilze, wegen der roten oder orangenen Milch-  hiemit Korrektur von oben.

Nelkenschwindlingspulver ist mein Lieblingspilzpulver- besser als Steinpilze.

Bei den Scheidenstreiflingen gibt es auch fantastisches.

Zu Pfifferlingen: auf die stand ich gar nicht, als ich nur die aus dem Supermarkt kannte- die sind da einfach zu alt: frisch gesammelt hingegen fantastisch.

Den Schopftintling haben auh nicht wenige Menschen als Lieblingspilz. Andere den violetten Rötelritterling, den Parasol

Auch die Totentrompete  ist auch sehr begehrt und mit keinem giftigen verwechselbar (oh ich muß mich echt korrigieren)

.......

Ohne die Lamellenpilze, Leistlinge, ..... würde uns echt etwas fehlen

Kommentar von marit123456 ,

Wie schon gesagt, mir ist es zu mühsam, mich mit Lamellenpilzen und ihren Besonderheiten auseinanderzusetzen.

Kommentar von Silo123 ,

O.K. lasse die Lamellenpilze mit Ausnahmen derReizker. die sind echt einfach.

Antwort
von Silo123, 33

Das ist ein vollkomen ungeeigneter Weg,

1 .wegen den tödlich giftigen Pilzen

2. wegen der Zeitverzögerung, mit der sich die Giftwirkungen bemerkbar machen können.

3. wegen Pilzen, die gar keine unmittelbare giftige Wirkung haben, aber wo mutagehe Stoffe u.ä. drinne festgestellt wurden

4. wegen Pilzen, die von vielen zwar vertragen werden, aber trotzdem tödlich enden können (der gemeine Kremping)

Du kommst um  eine sichere Bestimmung vor dem Verzehr nicht herum

Starte, wie schon andere gesagt haben mit Röhrlingen, da gibt es zumindest keine tödlich giftigen, da könnte man es theoretisch tatsächlich so machen, aber auch da nicht mit roh probieren, kenne Fälle, die genau DAS auf die IIntensivstation gebracht hat (da reicht schon 1/2 Pilz für die Intensivstation), weil roh da einige doch ziemlich giftig sind.  Aber die giftigen Pilze bei den Röhrlingen sind wenigsten überschaubar wenige, aber auch gekocht kann es einem bei den Satanspilzen wohl ziemlich übel gehen, wenn auch nicht bei kleinem Stückcken, aber das Auszutesten ? trotzdem nein Danke. Aber bei Röhrlingen kannst Du tatsächlich andersherum vorgehen. Die wenigen Giftigen lernen  und danach alles, was die sicher! nicht sind , testen.

O.k. mit einem Gallenröhrling dabei ist die Mahlzeit versaut, aber dann ungefährlich.

Antwort
von Bitterkraut, 22

Keine gute Idee. Es gibt sehr stark wirkende Gifte in Pilzen, die auch in kleinsten Mengen schon irreparable Organschäden veruesachen können. Und ein Leben an der Dialyse schwebt dir sicher nicht vor.

Hier gibts ne recht gute Liste, da sind die wichtigsten tödlich giftigen Pilze gelistet, aber bei weitem nicht alle giftigen Pilze: 

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste\_der\_Giftpilze

Und auch bei den ungiftigen Pilzen schmecken viele einfach nicht oder sie werden ledrig bei der Zubereitung etc. Man sollte sich von einem Pilzkenner die besten Speisepilze zeigen lassen und dabei bleiben. Und wann immer man sich nich ganz sicher ist, was man da hat, stehen lassen. 

Antwort
von Buckykater, 41

Beim Knollenblätterpilz zb  würde man das nur einmal machen. Bereits Bruchstücke des Fruchtkörpers sind lebensgefährlich.  Am besten ein sehr gutes Buch kaufen oder besser noch einen Kenner mitnehmen oder beides kombinieren. Man sollte auch gründen des Naturschutz auch nicht jeden Pilz mitnehmen und die meisten dann entsorgen.  Wenn man nicht sicher ist lieber stehen lassen. Pilze sammeln: Auf die Pilze, fertig, los! | Ratgeber | Themen | BR.de

Antwort
von altgenug60, 31

Das kannst du nicht ohne Risiko testen! Kaufe dir mindestens ein sehr gutes Bestimmungsbuch. Und dann gehst du zehn Jahre lang zusammen mit jemandem, der sich damit auskennt, in den Wald und lernst vor Ort.

Alles andere beinhaltet deine Bewerbung auf den Darwin-Award.

https://de.wikipedia.org/wiki/Darwin_Award

Antwort
von korbandallas, 48

Da kann ich TitusPollo nur beipflichten, wenn Du noch keine ahnung hast und auch sonst keinen kennst der welche hat. 

Dann lass gefälligst die Finger davon.

Allein schon " ein klein wenig probieren " und  dann warten. 

Wie lange sollen den da die Intervalle sein, Du bist doch kein Testobjekt Alter.

Dann ist du auf einmal doch ne größere Portion , weil Du denkts " ach scheint Save zu sein " und dann musste doch in Krankenhaus, weils eben doch ein giftiger war. 

An sich finde ich es aber ne tolle Sache sich damit auseinander zu setzen.

Es ist und bleibt nur eben Sau gefährlich, so ganz ohne gute Bücher ist einfach nur Lebensmüde denke ich .

 

Antwort
von Loki87, 49

Genau, suche dir jemanden der sich zu 100 Prozent mit den Pilzen auskennt... viele Pilze ähneln sich und dann kanns auch oftmals Ruckzuck zu spät sein und du landest im Krankenhaus....

Antwort
von TitusPullo, 67

Mit einem guten Buch mit detaillierter Beschreibung und guten Bildern. Bloß  nicht probieren.

Antwort
von Kuppelwieser, 40

Es gibt in unseren Breiten nur einen Pilz der absolut tödlich ist, das ist der Grüne Knollenblätterpilz (Amanita phalloides). Auch seine Verwandten sind sehr giftig oder ungenießbar. Wenn Du alle Blätter- oder Lamellenpilze auslässt, bist Du schon quasi aus dem Schneider. Wenn Du dich nach Bildern richtest, dann nicht nach gemalten! Selbst Fotos sind oft nicht naturgetreu! Im Übrigen: Googeln!

Kommentar von Bitterkraut ,

Alle Knollenblätterpilze sind sehr gefährlich, nicht nur der grüne.Ein weiteres Beispiel:

Der Kegelhütige Knollenblätterpilz ist ein tödlich giftiger Pilz. Er enthält Phalloidin,[4] das für die Vergiftung nicht relevant ist, da es bei oraler Aufnahme nicht in den Blutkreislauf gelangt, sowie Amatoxine,[5] die zum Amatoxin-Syndrom führen. Diese Form der Pilzvergiftung verläuft oft tödlich, besonders wegen einer tückischen Phase nach dem Auftreten der ersten Symptome, in der sich der Zustand des Patienten scheinbar bessert. Das Gift schädigt Leber und Nieren bei später Diagnose irreparabel. (Wikipedia)

Kommentar von Silo123 ,

Bitterkraut: Nicht alle Knollenblätterpilze sind gefährlich: den gelben könnte man gekocht essen.

Kommentar von Bitterkraut ,

das stimmt, zum roh kosten ist er aber nicht geeignet, und schmecken tut er auch nicht.

Kommentar von Silo123 ,

Ja, er ist roh giftig, und ich gebe echt zu, daß ich ihn gekocht noch immer nicht probiert habe,  ich will den eifwentlich echtr mal testen- aus Neugierde. aber ich kann die Knollenbätterpöitzarten auch sicher unterscheiden. Nichts gür Anfänger.

Wahrscheinlich wird es beim einmaligen Test bleiben(1-2 Bissen), nach dem ,  was ich von dem gehört habe, aber man weiß ja nie. Aber er ist hier so häufig! Also warum nicht mal der Neugierde nachgeben? (Wenn man sie sicher unterscheiden kann!)  Vielleicht finde ich den ja plötzlich toll! Aber er müßte schon ziemlich toll sein, damit ich mir die umfangreiche sichere Bestimmung bei jedem einzelnen Pilz antue. (Bei Stockschwämmchen z. B. tue ich mir das an, aber jeder nur 0.001% (oder weniger ) UNsichere wird verworfen.

Aber auch beim grauen Wulstling blieb es bei einmal- nein gräßlich fand ich den nicht, aber es gibt einfach besseres.

Kommentar von Silo123 ,

Oh, nein, es gibt da auch diverese andere tödlich giftige, auch neben anderen Knollenblätterpilzen: 1. natürlich den Gifthäubling  (von dem gibt es vermutlich mehr Vergiftungen als angenommen, weil im Krankenhaus wird bei dem oft von einerm Knollenblätterpilz ausgegangen, da die Vergiftungssymptome die gleichen,  und auch noch diverse andere: verschiedene Rauköpfe und, und, ....

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