Frage von traumfaenger08, 391

Wie stirbt man bei alzheimer oder demenz?

Kann das sein, dass man das atmen vergisst oder was weil eigentlich ist das atmen ja ein reflex...oder verhungert man weil man ja nicht mer weiss wie kauen und so? Und kann man das irgendwie hinauszögern, dass man erst spät dement wird oder garnicht? Und wieso wird man schneller krank oder wieso kriegt man dann schnell irgend einen infekt? Danke bereits im vorraus für eure antworten ^^ Lg

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von COWNJ, 238

Das hängt ganz von der Ursache der Demenz ab.

Wenn ein Alzheimer-Kranker alt genug wird, dann könnte das Nervenzellsterben eines Tages auch die Bereiche des Gehirns erreicht haben, die für Kreislauf und Atmung zuständig sind.

Ähnlich, aber aus einer anderen Ursache, könnte es bei jemandem sein, der an einer Multiinfarkt-Demenz (viele kleine Schlaganfälle führen in der Summe zu einer Demenz) leidet. Die Schlaganfälle können im Prinzip das bewirken, was auch das Nervenzellsterben bei Alzheimer auslösen könnte.

Wen einem eine PEG-Sonde gelegt wird, wird man nicht verhungern, auch wenn man nicht mehr schlucken kann bzw. nicht mehr weiß, wie Essen funktioniert.

Viele sterben an einer Lungenentzündung, weil im Alter die Abwehrkräfte geschwächt sind oder weil die Kranken viel liegen. Auch verschlucken sie sich leichter, was ebenfalls zu einer Lungenentzündung führen kann. Auch andere Infektionskrankheiten, wie z. B. die Grippe, können bei (alten) Demenzkranken zum Tod führen.

Bestimmte Demenzkranke stürzen leichter, haben weniger stabile Knochen (Osteoporose), was etwa zu einem Oberschenkelhalsbruch führen kann, der indirekt wiederum für den Tod verantwortlich sein kann.

Antwort
von ilknau, 195

Hallo, traumfanger08.

Fies und schleichend, denn man merkt genau, wie es hinieden geht mit  Verstand und Erinnerungen während der Körper noch fit bleibt.

Meine Oma verlernte als Erstes ab 60 J. langsam das Schreiben und verzweifelte darüber schon, denn sie wusste noch, es gekonnt zu haben, kamen dann Ängste hinzu.

Tatsächlich war es in ihren letzten 2 1/2 Jahren so, dass man ihr das Essen geben musste, denn allein nahm sie nichts.

Dabei war noch von Übel, dass die Pfleger es ihr und der Mitpatientin nur immer ins Zimmer stellten, worauf die Dame ihres immer mitverschlang, Omi einfach nur dabei sass oder lag, je nachdem, wie sie vom Personal positoniert worden war, wenn man es mal tat.

Das richtig Schlimme dran war: alles Fachpersonal sprach ihr längst jeden Verstand ab als ich mal das Gegenteil erfuhr:

Beim Abschied nach einem Besuch wünschte ich ihr Guten Appetit und ein glasklares Danke! kam zurück.

Ein anderes Mal waren wir wieder auf Besuch bei Omi und ich bekam Bock auf eine Flubbe, sagte also, eine rauchen gehen zu wollen, um plötzlich einen so blitzeblauen, strafenden Blick zugesandt zu bekommen, dass mir völlig klar war: Hat sie genau verstanden!

Auf Drängen eines höchst arroganten Arztes, Mutter und mir aus früherem Fall bekannt. wurde ihr dann eine Magensonde gelegt, Omi dann in ein anderes Heim verlegt ehe sie zuletzt wegen Wasser in der Lunge ins Kkh kam, wo sie dann auch starb.

Da war der Tod die Erlösung!

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Meine Nala, eine Hündin zwar aber ab dem 7. Lebensjahr mit Alzheimer Demenz hat bis zum Schluß gefressen. Das Füttern wurde zu einem Ritual, wie so vieles.

Die Ängste waren das Schlimmste! 

Gestorben ist sie letztendlich an multiplen Schlaganfällen. Beziehungsweise wurde sie vor dem daran Sterben erlöst.

Das ist etwas, das man Menschen mit exakt demselben Leiden immer noch verwehrt.


Antwort
von wilees, 169

Es gibt durchaus Menschen, da tritt  eine dieser Erkrankungen schon in den 40 / 50ern auf. Darauf Einfluß hat niemand.

Menschen mit einer solchen Krankkeit müssen häufig dazu angehalten werden regelmäßig zu essen und zu trinken.

Je nach Stadium der Erkrankung muss Ihnen auch Essen bzw. Trinken angereicht werden, um eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten.

Antwort
von Whispywhisp6, 177

Wenn man Alzheimer hat, kann man sogar lebenswichtige Dinge vergessen, aber erst in einem sehr spätem Stadium. Meist stirbt man vorher an Altersschwäche.

Antwort
von In5idiou5, 157

Nein das Atmen verlierst du nicht, weil das nicht durch dein Gedächtniss gelenkt wird sondern ein Automatischer Vorgang durch Reize.

Sonst könnte man ja auch vergessen sein Herz schlagen zu lassen.

Du stirbst ganz normal an Altersschwäche, oder aufgrund des dichten Brandrauches der aus deiner Küche kommt weil du den Ofen vergessen hast auszumachen und nicht mehr weißt wie du aus deiner Wohnung raus kommst :D

Antwort
von WasProduction, 164

Häufig liegt das daran, dass die Mitochondrien aufhören zu arbeiten, was zu Zelltod führt.

Antwort
von YlvaZoraa, 135

Wenn man Alzheimer hat ja. Irgendwann vergisst man lebenswichtige Funktion. Meine Uroma hatte Alzheimer und ist daran auch gestorben. Man hat immer so ein Mitleid mit den Menschen aber man sieht das sie sich freuen wenn man bei ihnen ist auch wenn sie sich nicht an dich erinnern ind sie auch nicht wirklich Mimiken zeigen können.

Antwort
von Simbri, 185

Glaube eher du stirbst "schneller" an Altersschwäche, da die beiden Krankheiten schon ein Anzeichen davon sind, dass dein Körper die täglichen Belastungen nicht mehr tragen kann und zerfällt.

Antwort
von nowka20, 144

altersschwäche

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